Wirken an der "Wiener Staatsoper" / Kinofilme
Jan Kiepura wurde am 16. Mai 1902 in der ehemals zum russische Kaiserreich1), später zu Polen1) gehörenden Stadt Sosnowiec1) als Sohn des katholischen Bäckermeisters Franciszek Kiepura und dessen jüdischen Frau Miriam geboren. Er wuchs mit seinem Bruder Władysław (* 20.03.1904) in einfachen Verhältnissen auf, besuchte die Schule in seiner Geburtsstadt und erhielt am Gymnasium erste Gesangsstunden von seinem Musiklehrer. Nach dem Abitur und einem begonnenen Jura-Studium an der "Universität Warschau"1) bekam Kiepura die Chance, dem Opernsänger Wacław Brzeziński (1878 – 1955), renommiertes Mitglied der "Warschauer Oper"1), vorzusingen, der das stimmliche Potenzial des jungen Mannes erkannte und ihn zu einer Gesangsausbildung ermutigte. Bis 1922 absolvierte Kiepura gegen den Willen seiner Eltern eine Ausbildung bei dem Tenor Tadeusz Leliwa (1875 – 1929), debütierte dann 1924 im heute ukrainischen Lemberg (heute: Lwiw) mit der Titelpartie in der Oper "Faust"1) von Charles Gounod1); anschließend sang er kleinere Rollen unter anderem in Posen1) (heute: Poznań, Polen). 1925 gewann Kiepura einen Gesangswettbewerb, erhielt den Titel "König der polnischen Tenöre" sowie ein erstes Engagement an der "Warschauer Oper" und wurde rasch überaus populär. In Warschau trat er dann unter anderem mit tragenden bzw. Titelpartien in den Werken "Cavalleria rusticana"1) von Pietro Mascagni1) und "Rigoletto"1) von Giuseppe Verdi1) auf.

Jan Kiepura, Autogrammkarte mit seiner Unterschrift
aus dem Jahre 1933 / Ross-Karte Nr. 7689/2
Urheber: Wanda von Debschitz-Kunowski1) (1870 – 1935) 
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
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Jan Kiepura, Autogrammkarte mit seiner Unterschrift aus dem Jahre 1933; Urheber: Wanda von Debschitz-Kunowski (1870 – 1935); Ross-Karte Nr. 7689/2; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons; Lizenz: Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Mitte der 1920er ging Kiepura nach Wien, debütierte am 21. September 1926 an der "Wiener Staatsoper"1) mit der Figur des Malers Mario Cavaradossi an der Seite der österreichischen Operndiva Maria Jeritza (1887 – 1982) in der Oper "Tosca"1) von Giacomo Puccini1) – Woldemar Runge1) inszenierte, Hugo Reichenberger1) stand am Dirigentenpult. Wenig später glänzte er seit der Premiere am 15. Oktober 1926 als Prinz Calŕf, Sohn des entthronten Tatarenkönigs Timur, in der Puccini-Oper "Turandot"1), die nach der Uraufführung an der "Mailänder Scala"1) (25.04.1926) in der Inszenierung von Lothar Wallerstein1) sowie der musikalischen Leitung von Franz Schalk1) erstmals in Wien gezeigt wurde – Maria Németh1) gab die Prinzessin Turandot, Tochter des Kaisers von China Altoum (Hans Breuer1)), unter anderem gestaltete Nicola Zec1) den Timur; diese Partie des Calŕf sollte Kiepura in Wien bis Ende 1937 noch 23 Mal gestalten.
Eine internationale Starkarriere begann für den Sänger, zu seinen Triumphen zählte auch der Part des "Fremden" in der Oper "Das Wunder der Heliane"1) von Erich Wolfgang Korngold1)  (Musik) mit dem Libretto von Hans Müller-Einigen1), basierend auf dem Werk "Die Heilige. Ein Mysterium für Musik" von Hans Kaltneker1). Bei der Premiere am 29. Oktober 1927 interpretierte Lotte Lehmann (1888 – 1976) die Heliane, Gattin des tyrannischen Herrschers (Alfred  Jerger1)), weitere sieben Vorstellungen schlossen sich zuletzt (25.01.1928) an der Seite von Maria Németh (Heliane) und Emil Schipper1) (Der Herrscher).
Ab 1927 unternahm Kiepura eine ausgedehnte Europa-Tournee, die ihn unter anderem an das Londoner "Royal Opera House"1) in Covent Garden1), an die "Pariser Oper"1) sowie an die "Mailänder Scala"1) führte, wo er nicht nur am 9. Februar 1929 in der Uraufführung der auf der Moličre1)-Komödie "Die lächerlichen Preziösen"1) ("Les précieuses ridicules") basierenden komischen Oper "Le preziose ridiccole" von Felice Lattuada (1882 – 1962) unter der musikalischen Leitung von Arturo Toscanini1)  (vermutlich mit der Partie des Marquis de Mascarille) ebenso wie u. a. Ebe Stignani1), Mafalda Favero1) und Salvatore Baccaloni (→ Wikipedia (englisch)) das Publikum begeisterte.
1930/31 folgten Gastspiele in Südamerika – unter anderem am "Teatro Colón"1) in Buenos Aires1), im Mai 1932 wurde er als Mitglied der "Wiener Staatsoper" zum "Österreichischen Kammersänger" ernannt. Zu seinen Wiener Auftritten gehörten der Herzog von Mantua in "Rigoletto"1) von Giuseppe Verdi1) (1929–1936), der Dichter Rodolfo in "La Bohčme"1) von Giacomo Puccini1) (1932–1938), der Chevalier Des Grieux in "Manon"1) von Jules Massenet1)  (1933) und 1937 die Titelpartie des Manrico in der Verdi-Oper"Il trovatore"1) ("Der Troubadour"). Letztmalig konnte man ihn im Januar 1938 in zwei Aufführungen mit der Partie des Don José in "Carmen"1) von Georges Bizet1) an der Seite von Elena Nikolaidi1) als Carmen bewundern → Übersicht Wirken an der "Wiener Staatsoper".   
Ab 1930 startete der blendend aussehende Kiepura zudem eine große Filmkarriere in Deutschland, war erstmals als Fremdenführer Giovanni Cavalloni neben Brigitte Helm in dem von Carmine Gallone1) in Szene gesetzten Streifen "Die singende Stadt"2) auf der Leinwand zu sehen und zu hören, wurde vom Publikum begeistert als der "neue Caruso" gefeiert; wie zu Zeiten des frühen Tonfilms üblich (→ Versionenfilme1)), entstand auch eine englischsprachige Fassung mit dem Titel "City of Song" (1931).

Jan Kiepura im September 1935
Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection"; 
Urheber: "Los Angeles Times"1); Lizenz: CC BY 4.0 Deed

Jan Kiepura im September 1935; Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: "Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed
Rund ein Dutzend Produktionen folgten bis 1937, zumeist für die Filmgesellschaft "Cine-Allianz"1), in denen Kiepura auch in den französischen und englischen Fassungen stets die Hauptrolle übernahm. Nach der von Anatole Litvak1) gedrehten Geschichte "Das Lied einer Nacht"1) (1932) mit Magda Schneider sowie dem Liebesfilm "Ein Lied für Dich"1) (1933; Regie: Joe May1)) mit Jenny Jugo arbeitete er mit Regisseur Karel Lamač1) zusammen, unvergessen bleibt sein Lied "Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n" in dem Ufa-Streifen "Ich liebe alle Frauen"2) (1935, Musik: Robert Stolz1)). 
Festkonzert 1935 anlässlich der Eröffnung des deutsch-polnischen Institutes an der Berliner Lessing-Hochschule im Marmorsaal im Zoo. Reichsminister Hermann Göring*) beglückwünscht Jan Kiepura nach dem Konzert. Quelle:  Wikimedia Commons bzw. Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 183-1990-0917-506; Fotograf: Unbekannt/Datierung: 1935; Lizenz CC-BY-SA 3.0. Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt. Bei den Dreharbeiten zu dem von Carmine Gallone1) in Szene gesetzten musikalischen Komödie "Mein Herz ruft nach dir"2) (1934) lernte der Star die ungarische Sopranistin und Schauspielerin Márta Eggerth kennen und lieben, die er am 31. Oktober 1936 im polnischen Kattowitz1) heiratete. Mit ihr zusammen realisierte er unter der Regie Géza von Bolvárys1) mit "Zauber der Bohčme"1) (1937), einer modernen Version der Puccini-Oper "La Bohčme"1), einen seiner größten Leinwanderfolge der 1930er Jahre – es war zugleich der letzte Film, für den er in Deutschland vor der Kamera stand.
  
Foto: Festkonzert 1935 anlässlich der Eröffnung
des deutsch-polnischen Institutes an der Berliner
"Lessing-Hochschule"1) im "Marmorsaal" des
"Zoologischen Gartens"1); NS-Reichsminister
Hermann Göring1) beglückwünscht Jan Kiepura
nach dem Konzert.
Quelle:  Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank,
bzw. Wikimedia Commons; Bild 183-1990-0917-506;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: 1935; / Lizenz: CC-BY-SA 3.0;
Deutsches Bundesarchiv Bild 183-1990-0917-506
"Mitte der 1930er Jahre waren Eggerth und Kiepura Europas populärstes Künstler-Ehepaar. Im polnischen Wintersportort Krynica-Zdrój1) besaßen sie das Gästehaus "Patria", die bald zum beliebten Treffpunkt der europäischen Society avancierte. So verbrachte etwa die spätere niederländische Königin Juliana1) einige Zeit ihrer Flitterwochen im "Patria"." vermerkt Wikipedia. Kiepura nannte die Luxus-Villa "Patria", weil er seine Heimat auf seinen langen Auslandsreisen immer sehr vermisste; heute beherbergt das von dem polnischen Architekten Bohdan Pniewski1)  entworfene Gebäude einen modernen Sanatoriums- und Kurbetrieb → Foto bei Wikimedia Commons.
Nach Kriegsende setzte Kiepura seine Filmkarriere in italienischen und französischen Filmproduktionen fort, insgesamt stand Kiepura für 19, überwiegend Ufa-Filme vor der Kamera. Zu seinen Nachkriegsproduktionen zählten die leicht abgewandelte Filmversion der Oper "La Bohčme"1) mit dem Titel  "Addio Mimí!" (1947, "Ihre wunderbare Lüge"), der Krimi "Valse brillante" (1949, "Walzer der Liebe" → filmdienst.de) sowie die von Hans Deppe1) gedrehte, farbenprächtige Filmversion der gleichnamigen Léhar-Operette1) "Das Land des Lächelns"1), wo er als Sou Bawana Pantschur, Prinz von Javora, noch einmal an der Seite seiner Ehefrau Márta Eggerth brillierte → Übersicht Filmografie.
  
Am 10. Februar 1938 stand Kiepura als Rodolfo in der Puccini-Oper "La Bohčme" erstmals an der New Yorker "Metropolitan Opera"1) auf der Bühne und wurde frenetisch gefeiert, trat in den nächsten Jahren regelmäßig an der "Met" auf. Noch hatten Kiepura und Eggerth ihre Wohnsitze im polnischen Wintersportort Krynica-Zdrój sowie in Paris. "Den so genannten "Anschluss" Österreichs an (Hitler)Deutschland im März verfolgten sie von den USA aus. Erst Mitte 1938 kehrten sie nach Europa zurück, um in Frankreich und Italien Bühnenverpflichtungen nachzukommen, die infolge der verschärften politischen Situation oft nicht mehr zustande kamen bzw. nicht zu Ende geführt werden konnten. Nachdem sich Kiepura mehrfach in den Dienst der polnischen Propaganda gegen Nazi-Deutschland gestellt hatte, wurden alle Filme von Kiepura/Eggerth ab Mitte 1938 in Deutschland verboten. Während der Dreharbeiten an einer Verfilmung des Romans "Manon"1) mit der Musik von Jules Massenet1) wurden sie vom Kriegsbeginn am 1. September 1939 überrascht und emigrierten über Südfrankreich in die USA."3)
Zwischen 1943 und 1946 verzeichnete der Tenor in New York Riesenerfolge mit eigenen Operettenproduktionen – so beispielsweise 1943 mit einer Aufführung der Léhar-Operette "Die lustige Witwe"1). Das Jahr 1943 markierte den Beginn von Kiepuras "dritten Karriere" als triumphaler Operettentenor an der Seite seiner Frau. Gemeinsam traten sie über 2.000 Mal in Franz Lehars "Lustiger Witwe" auf. Zuerst am Broadway1) in einer spektakulären Inszenierung von George Balanchine1), mit der sie auch landesweit auf Tournee gingen, auf Englisch, Französisch, Italienisch und sogar auf Polnisch in Chicago.4)
Seiner Heimat blieb Kiepura jedoch stets verbunden, engagierte sich sehr für die polnische Bevölkerung, sang auf etlichen Benefizkonzerten und sammelte so Geld für seine Landsleute in Not, beispielsweise für den "Fundusz Pomocy Polsce" ("Hilfsfond für Polen") und andere Wohltätigkeits-Organisationen. Zudem unterstützte er gemeinsam mit seiner Ehefrau europäische Flüchtlinge bei ihrer Immigration in die USA.
1947 kehrten die Kiepuras nach Europa zurück und ließen sich für die nächsten sechs Jahre in Le Vésinet1) nahe Paris nieder. 1953 übersiedelte sie endgültig mit seiner Familie in die USA und nahm die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.
Nach Ende des 2. Weltkrieges bereiste das Ehepaar Kiepura/Eggerth ganz Deutschland und feierte dann in den nächsten Jahren vor allem mit Lehar-Operetten Triumphe, unter anderem in Wien in "Der Zarewitsch"1) sowie in London am "Palace Theatre" oder am "New York City Center" einmal mehr in "Die lustige Witwe". Im Jahre 1955 widmeten sich beide verstärkt Fernsehverpflichtungen in den USA, seit 1959 lebten sie in New York City1). Von der polnischen Regierung eingeladen, gab Kiepura nach 19-jähriger Abwesenheit im September 1957 fünfzehn Konzerte in seinem ehemaligen Heimatland, 1959 spielten Kiepura und seine Frau in der als "deutsch-polnischen Gemeinschaftsaufführung" deklarierten Inszenierung der "Lustigen Witwe" in Chicago und zwar ein Mal in deutscher und zwei Mal in polnischer Sprache.

Márta Egerth und Jan Kiepura Mitte 1954
Foto mit freundlicher Genehmigung
der Österreichischen Nationalbibliothek1) (ÖNB)
Urheber/Autor: United States Information Service (USIS)1)
© United States Information Service (USIS) / ÖNB Wien
Datierung: 16.10.1954
Bildarchiv Austria (Inventarnummer US 12.501/1)

Márta Egerth Jan Kiepura Mitte 1954; Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Urheber/Autor: United States Information Service (USIS); Copyright United States Information Service (USIS) / ÖNB Wien; Datierung: 16.10.1954; Bildarchiv Austria (Inventarnummer US 12.501/1)
Grabstätte von Jan Kiepura auf dem Powazki-Friedhof in Warschau; Quelle: Wikimedia; Urheber: Mariusz Kubik (www.mariuszkubik.pl); Lizenz CC-BY-SA 3.0. Jan Kiepura, der zu den großen Star-Tenören des 20. Jahrhunderts zählt, erlag am 15. August 1966 in Harrison1) (Bundesstaat New York1)) mit nur 64 Jahren unerwartet den Folgen eines Herzinfarktes und wurde auf dem Powązki-Friedhofs1) in Warschau1) beigesetzt ("Allee der Bedeutenden", Grab 80/81). Der 2007 verstorbene italienische Startenor Luciano Pavarotti sagte einmal 1995: "Ich habe viel von Jan Kiepura gelernt. Ich habe alles beobachtet, was er in seinen Filmen gemacht hat." – Eine ganze Generation tat dasselbe.
 
Aus der Verbindung mit Márta Eggerth ging der 1944 geborene Sohn Jan Kiepura jun. hervor, der ebenfalls als Sänger erfolgreich wurde. Der 1950 in Paris geborene Sohn Marjan Kiepura machte sich als Konzertpianist einen Namen, leitet darüber hinaus gemeinsam mit seiner Ehefrau Jane Knox-Kiepura die Plattenfirma "Patria Productions" → marjankiepura.com.
Márta Eggerth überlebte ihren Ehemann um mehr als 45 Jahre, sie starb am 26. Dezember 2013 im hohen Alter von 101 Jahren in Rye1) (New York); laut einiger Quellen fand sie die letzte Ruhe an der Seite ihres Gatten.

Anmerkung: Es ist unklar, ob Márta Eggerth tatsächlich hier beigesetzt wurde oder auf dem "Greenwood Union Cemetery" in Rye1) (Bundesstaat New York1)), wo sich ein Grabstein mit ihrem Namen befindet → findagrave.com.
   
Grabstätte von Jan Kiepura auf dem Powązki-Friedhof1) 
in Warschau; → siehe auch knerger.de
Quelle: Wikimedia Commons: Urheber: Mariusz Kubik (www.mariuszkubik.pl)
Lizenz: CC-BY-SA 3.0
Jan Kiepura war neben Richard Tauber (1891 – 1941) und Joseph Schmidt (1904 – 1942) nicht nur einer der populärsten Tenöre der 1930er Jahre, er gehörte auch zu den erfolgreichsten singenden Schauspielern des europäischen Films seiner Generation. Er war der Liebling der Götter, trotz seines schwierigen Lebens mit Widerstand und Emigration. Der strahlende Tenor wurde zum Inbegriff des strahlenden Kino-Helden, der auf der Leinwand und im richtigen Leben gern auf Terrassen trat und seine unwiderstehlich-gutgelaunten Botschaften von Lebenslust und Liebesglück verkündete.5)
Bei Wikipedia kann man lesen: "Das Andenken von Jan Kiepura wird in seinem früheren Wohnort Krynica-Zdrój1) besonders gepflegt. Dort werden seit 1967 im Sommer die "Jan-Kiepura-Sommerfestspiele" aufgeführt, die rund zwei Wochen lang verschiedene Konzerte mit insgesamt rund 500 Mitwirkenden präsentieren. Im Galakonzert zum Abschluss tragen bekannte polnische Opernsänger regelmäßig auch Arien oder Lieder vor, die Jan Kiepura einst sang. Im Rahmen der "Elblandfestspiele Wittenberge"1) in Wittenberge1) (Brandenburg1)) fand zwei Mal der "Internationale Gesangswettbewerb für Operette – Jan Kiepura" zu Ehren des Tenors statt. Die Schirmherrschaft übernahm seine Witwe Marta Eggerth-Kiepura. Ein großer Kenner des Lebens und Wirkens von Jan Kiepura war der 2003 verstorbene österreichische Musikexperte Marcel Prawy1), der viele Jahre als Kiepuras Privatsekretär fungierte."
Der zu Ehren des berühmten Tenors benannte "Jan-Kiepura-Preis" ("Teatralne Nagrody Muzyczne im. Jana Kiepury") wird seit 2007 jährlich vom Warschauer Musiktheater "Mazowiecki Teatr Muzyczny im. Jana Kiepury" in inzwischen 18 Kategorien verliehen und zeichnet Künstler/-innen in Bereichen wie Beste Aufführung, Gesang. Regie, Tanz oder Choreografie aus.  
Seit 12. Mai 1975 erinnert die "Jan-Kiepura-Gasse" in Hütteldorf1), Teil des 14. Wiener Gemeindebezirks Penzing1), an den legendären Sänger. 2004 wurde im nördlichen Teil von Krynica-Zdrój ein drei Meter hohes Denkmal bzw. eine Bronzestatue enthüllt, die Kiepura, stehend auf einem Granitsockel, in einer charakteristischen Gesangspose mit erhobener Hand zeigt. Das Monument entstand auf Initiative des Krynicaer Kulturvereins ("Krynickie Towarzystwo Kulturalne"). Weiterhin gibt es an der Promenade des Kurparks in Krynica-Zdrój eine Gedenktafel, eingelassen in die Mauer des Musikpavillons ("Muszelka Koncertowa") → Foto bei Wikimedia Commons. Am 15. Mai 2002 verlieh ihm (gemeinsam mit Ehefrau Marta Eggerth) seine Geburtsstadt Sosnowiec1) posthum die Ehrenbürgerschaft anlässlich des bevorstehenden 100. Gebirtstages; auch dort befindet sich seither ein ähnliches "Jan Kiepura Monument" → Wikimedia Commons. Bereits am 9. Februar 1990 gab die polnische Post eine 500-Złoty-Briefmarke mit Jan Kiepura als Teil einer Serie über berühmte polnische Sänger heraus, der Entwurf stammte von dem Grafiker Michał Piekarski.

Denkmal für Jan Kiepura in Krynica-Zdrój
Urheber des Fotos: Adam Dziura; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Denkmal für Jan Kiepura in Krynica-Zdrój; Urheber des Fotos: Adam Dziura; Lizenz: CC BY-SA  3.0; Quelle: Wikimedia Commons
Zu Lebzeiten  erhielt Kiepura verschiedene hohe Auszeichnungen, außer der Ernennung zum "Österreichischen Kammersänger" (1932) ehrte man ihn in seiner Heimat am 11. November 1935 mit dem Offiziers-Kreuz des "Ordens Polonia Restituta"1) ("Order Odrodzenia Polski"), zwei Jahre später folgte am 4. Oktober 1937 das "Goldene Verdienstkreuz der Republik Polen"1) ("Złoty Krzyż Zasługi"), das ihm der damalige polnische Staatspräsident Ignacy Mościcki1) für seine Verdienste um die Förderung der polnischen Kultur und seinen künstlerischen Einsatz im Ausland überreichte. In Frankreich erhob man ihn  1935 zum "Chevalier" ("Ritter") des "L’ordre national de la Légion d’Honneur" ("Ehrenlegion"1)), in Belgien zeichnete man ihn mit dem "Großkordon"1) (Großkreuz") des "Leopoldsordens"1) (1936) und in Schweden mit dem "Königlichen Nordstern-Orden"1) ("Kungliga Nordstjärneorden") im Range eines "Ritters" (1937) aus.
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch), cyranos.ch,
lexm.uni-hamburg.de, geschichtewiki.wien.gv.at
Fotos bei virtual-history.comm, Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) filmportal.de
Quellen:
3)
lexm.uni-hamburg.de 
4) Wikipedia (abgerufen 11.07.2011)
5) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzlmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 187)
Lizenz Foto Jan Kiepura (Urheber: Wanda von Debschitz-Kunowski): Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.
Wirken an der "Wiener Staatsoper"
(Quelle: archiv.wiener-staatsoper.at; Fremde Links: Wikipedia
, kotte-autographs.com, cantabile-subito.de)
  
Kinofilme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de; R = Regie)

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