Wirken an der "Wiener Hofoper"/"Wiener Staatsoper" |
||||||||||||||
| Die Sopranistin Maria Jeritza wurde am 6. Oktober 1887 als Marie Jedlitzka (Marie "Mizzi" Jedličková) im damals zu Österreich-Ungarn gehörenden, mährischen Brünn (heute; Brno, Tschechien1)) geboren. Aufgewachsen nit vier Geschwistern studierte die Tochter eines Handwerkers zunächst an den Konservatorien in Brünn sowie Prag1) Klavier, Geige, Cello und Harfe, ließ sich dann von Professor Sigmund Auspitzer (1861 ?*)) zur Sängerin ausbilden. | ||||||||||||||
Nach Ende des 2. Weltkrieges trat Maria Jeritza nur noch sporadisch auf, etwa bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, beteiligte sich selbst mit hohen Geldspenden am Wiederaufbau der zerstörten "Wiener Staatsoper". 1946 erlebte man sie in der New Yorker "Carnegie Hall"1), an der "Metropolitan Opera" stand die inzwischen 63-jährige Diva letztmalig im Februar/März 1951 vom Publikum umjubelt als Rosalinde in der Operette "Die Fledermaus" auf der Bühne. Ihren Abschied an der "Wiener Staatsoper" gab sie im Herbst 1953, brillierte am 18. September 1953 einmal mehr als Schankwirtin Minnie in der Puccini-Oper "La fanciulla del West"1) ("Das Mädchen aus dem goldenen Westen"), eine Partie, mit der man sie seit Herbst 1913 in Wien 56 Mal hatte erleben können Adolf Rott1) inszenierte, Meinhard von Zallinger1) dirigierte, unter anderem trat Alfred Jerger1) als Sheriff Jack Rance auf, Josef Gostic (→ Wikipedia (englisch)) als Dick Johnson alias Bandit Ramerrez) → Besetzung. Wenige Tage zuvor (14.09.1953) sang sie in ihrer 52. Wiener Vorstellung ihre Paraderolle der Floria Tosca in "Tosca"1) an der Seite von Karl Friedrich1) als Maler Mario Cavaradossi → Besetzung. Dann zog sich die vor ihrem 66. Geburtstag stehende Opern-Diva fast völlig vom künstlerischen und gesellschaftlichen Leben zurück → Übersicht Wirken an der "Wiener Hofoper"/"Wiener Staatsoper".
Während ihrer fulminanten Laufbahn wurde sie mehrfach für ihre künstlerischen Leistungen ausgezeichnet: Bereits 1913 erhielt sie den Titel einer "k.u.k. Kammersängerin", seit 1923 war sie Ehrenmitglied der "Wiener Staatsoper"1) und der "Budapester Philharmoniker"1), weiterhin Ehrenmitglied der New Yorker "Metropolitan Opera"1), der "Mailänder Scala"1), des "Teatro Colón"1) in Buenos Aires1) sowie der "Österreichischen Volksbundliga", die sich in der Zwischenkriegszeit für die Ziele des "Völkerbundes"1) einsetzte und aktiv in Wien agierte. Der dänische König Christian X.1) ehrte sie am 5. Mai 1928 mit der Verdienstmedaille "Ingenio et arti" ("Wissenschaft und Kunst"), Frankreich mit den "Palmes académiques" des Ordens "Instructions publique" und Österreich mit dem "Österreichischen Verdienstordens"1) (1935, Ritterkreuz I. Klasse). Am 9. Juni 1950 überreichte ihr der damaligen Bürgermeister Theodor Körner1) die "Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien"1), nicht zuletzt wegen ihres Engagements für den Wiederaufbau der "Wiener Staatsoper" und des "Stephansdoms"1). An weiteren Auszeichnungen sind zu nennen der "Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem" (1955), das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst"1) (1964), der "Ehrenring der Stadt Wien"1) (1967), die Ehrenbürgerschaft von New Orleans1) (1969) und das "Große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich"1) (1976).
|
||||||||||||||
Ihre Memoiren veröffentlichte Maria Jeritza im Jahre 1924 unter dem
Titel "Sonne und Gesang" ("Sunlight and Song: A Singer's
Life"), eine Biographie über die Künstlerin mit Rollenrepertoire und zahlreichen Fotos publizierte der Musikkritiker Ernst Décsey1) im Jahre 1931
("Maria Jeritza. Ein Porträt"), von Robert Werba erschien das
Buch "Maria Jeritza. Primadonna des Verismo" (1981) → mehr
Literatur bei
Wikipedia.
|
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
Siehe auch Wikipedia
(deutsch), Wikipedia
(englisch), geschichtewiki.wien.gv.at, kulturstiftung.org, musiklexikon.ac.at sowie den Artikel "Das Phänomen Maria Jeritza" bei oe1.orf.at Fotos bei Wikimedia Commons, collection.theatermuseum.at |
||||||||||||||
|
*) verschollen nach dem 15. Oktober 1942 im KZ Treblinka (Polen);
Quelle: www.lexm.uni-hamburg.de Fremde Links: 1) Wikipedia 2) Jens Malte Fischer: "Grosse Stimmen" (Verlag J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar, 1993, S. 215) Lizenz Foto Maria Jeritza (Urheber: Franz Xaver Setzer): Der Urheber dieses Werks ist 1939 gestorben; es ist daher gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers. Lizenz Foto Maria Jeritza: Public Domain; Quelle: Project Gutenberg ebook of "The Project Gutenberg EBook of What's in the New York Evening Journal": This image comes from the Project Gutenberg archives. This is an image that has come from a book or document for which the American copyright has expired and this image is in the public domain in the United States and possibly other countries. Note: Not all works on Project Gutenberg are in the public domain. |
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
|
||||||||||||||
|
Um zur Seite der legendären Bühnen-Stars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |