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Der Schauspieler Hans Elwenspoek zählt zu den Künstlern, die in
zahlreichen Filmen prägnante Nebenrollen spielten und seit den Anfängen
des Fernsehens mit dabei waren dennoch scheint auch Elwenspoek heute
fast vergessen zu sein. Geboren am 8. Juli 1910 in Köthen
(Sachsen-Anhalt) als ältester Sohn des Schriftstellers, Dramaturgen und
Schauspielers Dr. Curt Elwenspoek1)
(1884 1959) und dessen ersten Ehefrau Lotte Hirschberg
(geb. Rübsam),
nahm Sohn Hans gleich nach der Schule in Berlin Unterricht bei dem Regisseur
und Schauspieler Ernst Legal1)
(1891 1955).
Seit den ersten Versuchssendungen Anfang der 1950er Jahre war Hans Elwenspoek für das Fernsehen tätig, agierte in verschiedensten Einzelproduktionen wie beispielsweise in Fritz Umgelters Drama "Held in unserer Zeit" (1955) oder Literaturverfilmungen wie Franz Peter Wirths Brecht-Inszenierung "Der Kaukasische Kreidekreis" (1958) und Hermann Pfeiffers "Der Fröhliche Weinberg" (1961) nach dem Bühnenstück von Carl Zuckmayer. Er tauchte in Stücken mit hessischem Kolorit wie der Lokalposse "Der Datterich" (1963) oder der legendären Serie "Die Hesselbachs"2) (1961) auf, Karl-Heinz Bieber besetzte ihn in dem Krimi "Conan Doyle und der Fall Edalji" (1966) neben Paul Klinger in der Titelrolle und Boris Sagal in dem amerikanischen Science-Fiction-Thriller "Hauser's Memory" (1970, Ständig in Angst), der in Deutschland auch ins Kino kam. Elwenspoek stand weiterhin unter anderem für Kurt Wilhelms Mehrteiler "Die Reise nach Mallorca" (1973) vor der Kamera, spielte in dem Conan Doyle-Krimi "Das Zeichen der Vier" (1974, mit Rolf Becker als Sherlock Holmes), in Wolf Vollmars Kleist-Verfilmung "Michael Kohlhaas" (1979) und Frank Guthkes Krimi "Geldsorgen" (1979). Darüber hinaus war Hans Elwenspoek in verschiedensten Serien zu sehen, mehrfach wirkte er bei "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte" und "Kriminalmuseum" mit, spielte im "Tatort" sowie in den Unterhaltungsreihen "Schwäbische Geschichten" (1963), "Familie Bergmann" (1969) und "Unser Dorf" (1973). In nachhaltiger Erinnerung bleibt seine letzte Rolle des alten Witwers Matz Uhl in "Die Buddik"1) (1983) von Heinrich Kraus (Buch) und Frank Guthke (Regie): "Da die Autoren ihre Geschichte ganz natürlich erzählten, ohne Volkstümelei und ohne Arroganz gegenüber Personen und Milieu, da zudem Hans Elwenspoek die Hauptfigur mit einer gelassenen Noblesse ausstattete und die Laiendarsteller ihr Spiel beherrschten, konnte ein Film gelingen, der ganz unprätentiös seine Sache vertritt, zuweilen komisch, zuweilen traurig oder langatmig gemütlich, aber immer ganz nah an der Realität." (Renate Hengsberger, SZ, Nr. 126, 2. Juni 1983) Hans Elwenspoek, der lange Jahre auch ein festes Engagement beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks hatte und in zahlreichen Hörspielen mitwirkte, starb am 13. Januar 1989 im Alter von 78 Jahren. Er war verheiratet und lebte zuletzt im oberbayerischen Geretsried. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP | ||
| Siehe auch Wikipedia Filmografie bei www.imdb.de |
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