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Hannelore (Emilie Käte Grete) Schroth wurde am 10. Januar 1922 in Berlin geboren; sie
war die Tochter des Schauspielers Heinrich Schroth1)
(1871 1945) und der Schauspielerin Käthe Haack1) (1887 1986),
ihr Halbbruder
war der ebenfalls populäre Schauspieler und Regisseur Carl-Heinz Schroth1)
(1902 1989).
In der Schweiz aufgewachsen besuchte sie bis 1938 dort ein Internat
und kehrte anschließend dann nach der Schulausbildung zu ihren Eltern nach Berlin zurück.
Zu Hannelore Schroths weiteren herausragenden Bühnenrollen zählt beispielsweise die "Spelunken-Jenny" in Brechts "Dreigroschenoper" sowie die Titelpartie in Cole Porters Musical "Kiss me Kate"; als "Blanche" in Tennessee Williams "Endstation Sehnsucht" ging sie 1963 auf Tournee durch 99 Städte der Bundesrepublik, bei den Recklinghausener Festspielen sah man sie 1967 in einer Buckwitz-Inszenierung von Brechts "Mutter Courage" neben Lotte Lenya und 1969 erhielt sie den "Hersfeldpreis für Schauspieler" für ihre beeindruckende Darstellung der "Ciaire Zachanassian" in Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame". Auf der Leinwand agierte Hannelore Schroth nach dem Krieg meist in leichten Unterhaltungsstreifen: So erlebte man sie unter anderem 1950 mit der Titelrolle der Kitty Grille in Kurt Hoffmanns "Taxi-Kitty" oder als Leni Fink in "Die Wunderschöne Galathee". Ein Jahr später mimte sie die Titelrolle der Eva in "Unschuld in tausend Nöten" neben Wolf Albach-Retty oder war "Das Unmögliche Mädchen" Bimbi an der Seite von Hans Holt. Mit Viktor de Kowa stand sie für "Der Fürst von Pappenheim" (1952) vor der Kamera. Filme anspruchsvolleren Genres sind jedoch auch zu vermerken, mit Hans Albers spielte sie in der Hauptmann-Adaption "Vor Sonnenuntergang" (1956), in dem Rühmann-Film bzw. der Zuckmayer-Verfilmung "Der Hauptmann von Köpenick"3) (1956) erlebte man sie als Mathilde Obermüller und Filmehefrau von Martin Held. Bis Ende der 1950er Jahre folgten Rollen in Produktionen wie "Geliebte Corinna" (1956), "Die Freundin meines Mannes" (1957), "Der Mann, der nicht nein sagen konnte" (1958) oder "Alle lieben Peter"3) (1959). In den 1960er und 70er Jahren war die Schauspielerin nur noch selten auf der Leinwand präsent, ihren letzten Filmauftritt hatte sie 1979 als Oma der jungen Protagonistin Kathi (Katharina Böhm) in dem anrührenden Familienfilm "Lucky Star"5); ein Jahr später wurde Hannelore Schroth für ihre "Verdienste um den deutschen Film" mit einem "Filmband in Gold" ausgezeichnet. Seit Anfang der 1960er Jahre war Hannelore Schroth auch vermehrt auf dem Bildschirm präsent. Neben aufgezeichneten Theaterstücken und Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Derrick" oder "Kriminalmuseum", erlebte man sie unter anderem 1964 mit der Titelrolle in Thomas Engels "Meine Nichte Susanne" an der Seite von Karl Schönböck. Anfang der 1970er Jahre musste Hannelore Schroth wegen einer schweren nervlichen Erkrankung ihre Arbeit stark einschränken und erholte sich nur langsam. Sie spielte zwar wieder auf der Bühne, aber erst in den 80er Jahren verschaffte ihr der Drehbuchautor und Regisseur Richard Blank3) wieder berufliche Erfolge. Er gab ihr ihrem Alter entsprechende lohnende Rollen, wie beispielsweise in dem TV-Film "Erinnerung Sicaron" (1982). Hier gab sie als Lucy Lenz eine alternde Diva, die nicht begreifen will, dass ihre Karriere schon lange beendet ist, In "Da capo" (1987) mimte sie die gebrechlich gewordene Elisabeth zwischen zwei alt gewordenen arrivierten Professoren, letztmalig sah man die Schauspielerin 1988 unter der Regie von Richard Blank in der Komödie "Fridolins Heimkehr" an der Seite von Hans Clarin auf dem Bildschirm die Erstausstrahlung erlebte sie nicht mehr.Daneben war Hannelore Schroth umfangreich in der Synchronisation tätig. So lieh sie ihre Stimme Paulette Goddard ("Der große Diktator"), Gina Lollobrigida ("Die letzte Etappe"), Shirley MacLaine ("Das Mädchen Irma la Douce") oder Elizabeth Taylor ("Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"). Ebenso versuchte sie sich als Sängerin an französischen Chansons und veröffentlichte einige LPs mit Lesungen von Ephraim Kishons Werken zusammen mit Friedrich Torberg.6)
Hannelore Schroth starb am 7. Juli 1987 im Alter von nur 65 Jahren in ihrer Münchner Wohnung an
Herzversagen; ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Berliner Friedhof Heerstraße. |
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Link: 1) Kurzportrait
innerhalb dieser HP, 2) Murnau Stiftung, 3) Wikipedia, 5) br-online.de Quelle: 4) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 328), 6) Wikipedia (abgerufen 15.10.2011) |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
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