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In verschiedensten Einzelproduktionen und Serien konnte man Baas im Laufe der Jahre auf dem Bildschirm erleben, meist in prägnanten Nebenrollen wie beispielsweise als Redakteur Schwendling in Rolf Hädrichs Böll-Adaption "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen"2) (1964) neben Dieter Hildebrandt und Dieter Borsche. Seine TV-Filmografie weist beliebte Krimiserien wie "Dem Täter auf der Spur", "Sonderdezernat K1", Der Alte", "Derrick" oder "Großstadtrevier" auf, aber auch Familienreihen wie "Diese Drombuschs" oder "Der Landarzt". In nachhaltiger Erinnerung bleibt Balduin Baas auch durch zahlreiche Rollen vor der Kinokamera, am bekanntesten ist wohl die Figur des Studienrat Blaumeier in den "Lümmel"- und "Pauker"-Streifen2) Ende der 1960er bzw. in den 1970er Jahren. Sein Leinwanddebüt hatte der Charakterkomiker mit der winzigen Rolle eines Ostpreußischen Grenadiers in Helmut Käutners Zuckmayer-Verfilmung "Der Hauptmann von Köpenick"2) (1956) an der Seite von Heinz Rühmann gegeben. Mit Rühmann drehte Baas noch etliche andere Filme, so "Der Mann, der nicht nein sagen konnte" (1958), "Der Lügner"2) (1961), "Grieche sucht Griechin" (1966) und "Die Ente klingelt um halb acht"2) (1968). Neben Unterhaltungsstreifen wie "Lausbubengeschichten"2) (1964, Regie Helmut Käutner) und "Willi wird das Kind schon schaukeln"2) (1972, mit Heinz Erhardt), in denen der Mime sein komisches Talent voll ausleben konnte oder Krimis wie "Das Rasthaus der grausamen Puppen" (1967) fand Balduin Baas jedoch auch Aufgaben in ambitionierten Produktionen. In Hans W. Geissendörfers Thomas Mann-Verfilmung "Der Zauberberg" (1982) gehörte auch Balduin Baas zur hochkarätigen Besetzungsliste, in Vergessenheit geraten scheint seine tragende Figur des Dirigenten in Federico Fellinis "Orchesterprobe" (1978, Prova d'orchestra), der mit viel schrägem Humor inszenierten vielschichtigen Parabel auf menschliches Sozialverhalten. 1979 wurde das Werk in Frankreich als "Bester ausländischer Film" prämiert. Zu den letzten Arbeiten des Schauspielers vor der Kamera zählen Dagmar Dameks TV-Drama "Die Blauen und die grauen Tage" (2000) mit Inge Meysel sowie der für das Fernsehen in Szene gesetzte Edgar Wallace-Krimi "Das Schloss des Grauens" (2002).
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen arbeitete Balduin
Baas für den Hörfunk sowohl als Sprecher wie auch als Autor. Darüber
hinaus verfasste er Theaterstücke und veröffentlichte mehrere Bücher.
Seine Erinnerungen "40 Eine Autobiographie" erschien 1964,
"Alle diejenigen, die endlich einmal erfahren wollen, wie ein
deutscher Nonkonformist aussieht, sollten die Autobiographie von Balduin Baas lesen.
Dieser Baas kann trefflich und eigenwillig erzählen (
) Erzählen
heißt für Baas:
Unkonventionelles sagen." schrieb Joachim Kaiser unter anderem in der "Süddeutsche Zeitung". Sein wenig
später erschienener, reich mit Scherenschnitten bebilderter Gedichtband
"Es ist Frühling, Ilse" wurde von der Kritik ebenfalls
hochgelobt, eine weitere Publikation von Balduin Baas ist der Roman "Der
Fritz". |
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1) Quelle: www.abendblatt.de Link: 2) Wikipedia, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP |
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| Siehe auch Wikipedia; Filmografie www.imdb.de | ||||
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