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Der Cover-Version wurde ein Riesenerfolg in Deutschland und Conny hatte den Sprung von niedlichen Kinderstar zum Teenageridol Nr. 1 geschafft. Es folgten weitere Schallplatten wie "Blue Jean Boy" (1958) oder "Teenager Melodie" (1959) und zusammen mit ihrem männlichen Teenager-Pendant Peter Kraus trat sie in zahlreichen Unterhaltungsfilmen jener Zeit auf. 1958 war das "Teenie-Traumpaar" in "Wenn die Conny mit dem Peter" zu sehen, aber auch mit Kollegen wie Peter Weck, Rex Gildo und Peter Alexander stand sie vor der Kamera; insgesamt drehte sie während dieser Zeit rund 20 Schlager- und Heimatfilme, deren Musiktitel ständig die oberen Plätze in den Hitparaden belegten. |
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Danach wurde es ab Mitte der 1960er Jahre etwas
stiller um den Schlagerstar, wieder schien ihre Zeit vorbei zu sein. Doch Conny Froboess
hatte zwischen 1959 und 1963 Schauspielunterricht bei Marlise Ludwig in
Berlin genommen und tauchte als Schauspielerin auf der Theaterbühne und im
Fernsehen auf. Ihr Bühnendebüt hatte sie 1963 als Dienstmädchen in
Frantiseks Langers "Peripherie" am Landestheater Salzburg gegeben,
wo sie auch ihren späteren Mann und früheren Intendanten des Münchner Gärtnerplatztheaters, Hellmuth Matiasek, kennen
lernte; der Durchbruch als anerkannte Charakterdarstellerin gelang ihr dort
wenig später mit der Rolle der "Agnes" in Molières "Schule der Frauen".
Das Fernsehen bot Cornelia Froboess seit Ende der 60er Jahre neben der umfangreichen Arbeit für das Theater ein weiteres Betätigungsfeld. Wiederholte Auftritte in so beliebten Krimi-Reihen wie "Der Kommissar", "Der Alte", Derrick", "Die Männer vom K3", "Kommissar Rex", "Siska", "Anwalt Abel", "Tatort" oder "Polizeiruf 110" gehören ebenso dazu wie verschiedene Einzelproduktionen; in nachhaltiger Erinnerung bleibt Ende der 80er Jahre auch ihre Rolle der Dr. Pia Michaelis an der Seite Günter Pfitzmanns in dem Dauerbrenner "Praxis Bülowbogen". TV-Spiele wie Peter Beauvais' "Das Käthchen von Heilbronn oder: Die Feuerprobe" (1981) und Peter Keglevics spektakuläres Doku-Drama "Tag der Abrechnung Der Amokläufer von Euskirchen"1) (1994) zeigten die ungeheure Wandlungsfähigkeit der Künstlerin; für die Rolle der Mutter des Erwin Mikolajczyk alias Christoph Waltz in letztgenanntem TV-Spiel erhielt sie den Bayerischen Filmpreis. Zur TV-Filmografie zählen Thriller wie Matti Geschonnecks Psychodrama "Angst hat eine kalte Hand"2) (1996) oder 1997 die Figur der Monika Koerber in Bernd Böhlichs spannenden Geschichten um den pfiffigen Staatsanwalt Max Koerber (Martin Lüttge) in "Koerbers Akte: Kleines Mädchen großes Geld" und "Koerbers Akte: Tödliches Ultimatum". Kai Wessel besetzte sie mit einer Hauptrolle in "Mein Bruder, der Idiot"2) (2002), mit Veronica Ferres und August Zirner agierte sie in dem packenden Drama "Stärker als der Tod" (2004). Nach längerer Fernsehabstinenz war Cornelia Froboess Anfang November 2009 in dem Krimi "Zwei Frauen und ein Mord" aus der legendären ZDF-Dauerbrenner "SOKO 5113" mit einer hintergründigen Frauenfigur auf dem Bildschirm präsent. Eine Episodenrolle, die Großmutter des Opfers, spielte sie in Krimiserie "Der Alte" in der Folge "Oder du stirbst" (EA: 10.09.2010); mehr bei deralte.zdf.de. Ein TV-Highlight war am 8. September 2010 das von Margarethe von Trotta inszenierte, kammerspielartige TV-Drama "Die Schwester"2) , in dem Cornelia Froboess neben Rosemarie Fendel und Matthias Habich einmal mehr ihre darstellerische Kraft unter Beweis stellte. Das Geschwisterdrama erzählt die Geschichte einer Lebensgemeinschaft, die nach vielen gemeinsamen Jahren zu zerbrechen droht. Die Schwestern Margot (Rosemarie Fendel) und Wilma (Cornelia Froboess) sind zusammen alt geworden. Zusammen heißt, sie sind seit Jahren eine Lebensgemeinschaft, die erst jetzt nach so vielen Jahrzehnten ihre Bewährungsprobe erlebt … (Quelle: www.hr-online.de) Ein "Fulminantes Spiel" schreibt Dieter Bartetzko in seiner Fernsehkritik "Die Ladies bitten zum Tanz" in der F.A.Z. (www.faz.net): Das fulminante Spiel der Fendel und der Froboess, die – trotzdem stets souverän und subtil bleibend – ihre Rollen bis in die letzten Nervenzuckungen auskosten, überführt selbst grelle Anleihen Margarethe von Trottas und Johannes Rebens bei Bette Davis' Horrorklassiker "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" auf Ibsen- und Strindberg-Niveau. Die mal tückisch hintersinnigen, mal vulgär brutalen Attacken der Wilma von Cornelia Froboess, das oft stumme, manchmal von rasierklingenscharfen Erwiderungen unterbrochene Leiden Rosemarie Fendels als Margot: Man kann nicht genug bekommen von diesen Duellen, Niederlagen und Desillusionsdialogen … Und prisma-online schreibt: "Regisseurin Margarethe von Trotta setzt ganz auf das Spiel ihrer beiden Hauptdarstellerinnen Rosemarie Fendel und Cornelia Froboess, die sich hier bissige wie zum Teil sogar bösartige Wortduelle liefern. Zwar wirkt das stellenweise etwas überzogen, doch die Grundidee des Drehbuchs von Johannes Reben ("Klaras Hochzeit", "Einfache Leute") ist stimmig und lässt Erinnerungen an den Robert Aldrich-Klassiker "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" mit Bette Davis und Joan Crawford wach werden." Abgedreht ist inzwischen Matthias Tiefenbachers witzig-melancholische Romanze "Eine halbe Ewigkeit"2), in der es eine erneute Zusammenarbeit mit Matthias Habich gab. Habich spielt den Alt-Rocker Harry, der nach fast fünf Jahrzehnten überraschend auf seine einstige große Liebe Elly (Cornelia Froboess) trifft. Die Vergangenheit wird lebendig, alte Gefühle brechen wieder auf, doch Elly ist inzwischen eine evangelische Ordensfrau . "Der einstige Schlagerfilm- und heutige Altersrollen-Star Cornelia Froboess und der Charakter-Schauspieler Matthias Habich spielen das gealterte Liebespaar äußerst überzeugend und verleihen den Figuren die nötige Tiefe." notiert prisma.de; die Ausstrahlung erfolgte am 30. März 2012 in der ARD.
Das Ehepaar Froboess/Matiasek ist seit 1967 miteinander verheiratet und lebt auf dem "Rinklhof" in Oberbayern; Tochter Agnes wurde 1968 geboren, Anfang 1970 erblickte Sohn Kasper das Licht der Welt. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de | Stand April 2012 | ||||||||||||||||||||||||||||
| Einige Textbausteine des Kurzportraits stammen aus: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz | |||||||||||||||||||||||||||||
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Siehe auch www.prisma-online.de,
Wikipedia,
www.deutsches-filmhaus.de, owie www.bayerischesstaatsschauspiel.de Filmografie bei www.imdb.de |
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