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In den folgenden Jahren spielte Bette Davis häufig die boshafte, neidische, vom Leben betrogene Frau. Sie war vor allem in Gesellschaftsdramen, Melodramen, Gangster- und Kriminalfilmen, seltener in Komödien, Western oder Musikfilmen zu sehen. Unter ihren rund 100 Filmen sind einige Produktionen bzw. Bette Davis als eindrucksvolle Mimin in nachhaltiger Erinnerung geblieben. So etwa
In ihren letzten Film- und Fernsehauftritten konzentrierte sich die Davis auf markante Charakterrollen wie beispielsweise als Mrs. Taggart in der schwarzen Komödie "The Anniversary"1) (1968, Die Giftspritze) oder der Figur der Marie van Schuyler in John Guillermins Agatha Christie-Verfilmung "Tod auf dem Nil"2) (1978, Death on the Nile1)). Zu ihren letzten Arbeiten für das Kino zählen der Thriller "The Watcher in the Woods"1) (1980, Schreie der Verlorenen) und die Bühnenadaption "The Whales of August"1) (1987, Wale im August). Seit den 1970er Jahren übernahm Bette Davis auch verschiedentlich Aufgaben für das Fernsehen, zu nennen ist etwa das Melodram "Right of Way"1) (1983, Am Ende des Weges), wo sie das erste (und letzte Mal) gemeinsam mit James Stewart auftrat. Neben ihrer Arbeit für den Film stand Bette Davis gelegentlich auf der Bühne, so in New York in der Revue "Twoís Company" (1952), der dramatisierten Lesung "The World of Carl Sandburg" (1960) sowie in dem Drama "Die Nacht des Leguan" (1961) von Tennessee Williams; wegen Differenzen mit den Co-Darstellern Margaret Leighton1) (1922 1976) und Patrick O'Neal (1927 1994) verließ Bette Davis die Broadway-Produktion bereits vier Monate nach der Premiere offiziell wegen "chronischer Krankheit". 1962 erschien ihre Autobiographie "The Lonely Life". Weitere Biographien veröffentlichte der Star 1987 unter dem Titel "This 'n' That" sowie 1990 "I'd Love to Kiss You: Conversations mit Bette Davis". Bette Davis wurde 1941 zur Präsidentin der amerikanischen "Film Academy" gewählt. Bereits 1946 hatte sie ihre eigene Filmgesellschaft gegründet. Das American Film Institute zeichnete sie 1977 mit dem "Life Achievment Award" für ihr Lebenswerk aus. Sie gilt vielen als das bad girl. Sie spielt in ihrer langjährigen Karriere zahlreiche habgierige Erbinnen, mörderische Ehefrauen oder verschmähte, eifersüchtige und unversöhnliche Geliebte. Die Frauen, die sie verkörpert, sind klug und beherrscht, unabhängig und scharfzüngig, hart und berechnend. Sie besitzen immer eine ganz eigenwillige Individualität. Ihre Rollen spielt Bette Davis mit einer Leidenschaft und Intensität, die ihr selten jemand nachmachen kann. Sie brilliert im film noir durch bissige Kaltschnäuzigkeit, behauptet sich selbstbewußt in der Männerwelt. (Quelle: www.film-zeit.de) Bette Davis, die schon zu Lebzeiten als die "First Lady" der amerikanischen Filmszene bezeichnet wurde, stand, obwohl es ihr in den letzten Jahren gesundheitlich nicht gut ging, bis zuletzt vor der Kamera. Sie erlag am 6. Oktober 1989 im Alter von 81 Jahren im "Amerikanischen Krankenhaus" von Neuilly-sur-Seine (Frankreich) ihrem Brustkrebsleiden; wenige Tage zuvor hatte sie im spanischen San Sebastián ein Filmfestival besucht und einen Ehrenpreis entgegengenommen. Ihre letzte Ruhestätte fand Bette Davis auf dem "Forest Lawn Memorial Park" (Hollywood Hills), neben ihrer Mutter Ruthie und ihrer Schwester Bobby. Auf ihrem Grabstein steht geschrieben "She did it the hard way" (dt.: Sie nahm den harten Weg), ein Epitaph, welches sie in ihrer Biografie "Mother Goddam" erwähnte und ihr vom Regisseur Joseph L. Mankiewicz kurz nach Beendigung der Dreharbeiten zu "Alles über Eva" vorgeschlagen wurde. 1997 gründeten ihre Testamentsvollstrecker Michael Merrill, ihr Sohn, und ihre ehemalige Assistentin Kathryn Sermak die "Bette Davis Foundation", die mit College-Stipendien junge Schauspieler und Schauspielerinnen fördert. (Quelle: Wikipedia) Das Privatleben der Leinwandlegende war oft nicht unbedingt als glücklich zu bezeichnen, drei ihrer insgesamt vier Ehen endeten vor dem Scheidungsrichter. Die Mitte August 1932 geschlossene Ehe mit dem Trompeter Oscar Harmon Nelson zerbrach Anfang Dezember 1938, zwei Jahre später trat Bette Davis Ende Dezember 1940 mit dem Restaurantbesitzer Arthur Farnsworth vor den Traualtar, der am 25. August 1943 verstarb. Ehemann Nummer 3 wurde am 30. November 1945 der Boxer, Maler und Physiotherapeut William Grant Sherry, von dem sie sich trotz der gemeinsamen Tochter Barbara (geb. 1947) am 3. Juli 1950 scheiden ließ. Nur wenige Wochen später ehelichte Bette Davis am 28. Juli 1950 ihren Schauspielkollegen aus "Alles über Eva", Gary Merrill3) (1915 1990), die Scheidung erfolgte am 6. Juli 1960. Gemeinsam mit Merrill adoptierte sie das Mädchen Margot und den Jungen Michael. Die leibliche Tochter Barbara Davis-Hyman veröffentliche 1985 unter dem Titel "My Mother’s Keeper" ein Buch, dass kritisch die Mutter-Tochter-Beziehung des Leinwandidols beleuchtet. Im Hamburger "St. Pauli Theater" wurde seit 12. Juni 2007 unter der Regie von Horst Königstein das Programm "Solo für Bette Die Bette Davis Show" aufgeführt. Loni von Friedl spielt diese Schauspielerin alterslos irgendwo zwischen 50 und 70 Jahre alt. Königstein hatte bereits vor einigen Jahren mit großen Erfolg das Leben von Bette Davis' ärgsten Widersacherin Joan Crawford in "Nächte mit Joan" mit Nadja Tiller auf die Bühne gebracht. Auch im Herbst 2010 wurde die Hommage an die legendäre Film-Ikone Bette Davis erfolgreich aufgeführt, so im Berliner "Theater O-TonArt"; mehr auf der Webseite von Loni von Friedl, www.vonfriedl.de. |
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Offizielle (englischsprachige) Website: www.bettedavis.com; siehe auch Wikipedia und www.fembio.org Filmografie bei der www.imdb.de sowie Wikipedia |
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