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| Eddi Arent wurde am 5. Mai 1925 als Gebhardt Arent
und Sohn eines Wasserwerkbetriebsleiters
in Danzig geboren. Nach dem Abitur wurde er zunächst zum Kriegsdienst
einberufen und nahm nach Kriegsende erst spät Schauspielunterricht. Sein Filmdebüt gab Arent 1956 in dem Rühmann-Film "Der Mustergatte", einem breiteren Publikum wurde er jedoch erst Ende der 50er Jahre durch seine Rollen in den Wallace-Verfilmungen bekannt. Dreimal durfte er einen Mörder mimen, ansonsten wurde er durch sein Talent für Komik populär. In 24 der insgesamt 38 Edgar-Wallace-Verfilmungen, die zwischen 1959 und 1972 in Deutschland entstanden, gab er meist den "Trottel vom Dienst" und sorgte für die Lacher in den damaligen "Horror-Schockern". Er spielte unverwüstliche, skurrile Butler, verträumte Buchhalter, eifrige Privatdetektive und wurde mit seinen Slapstick-Einlagen und seiner sympathische Quengelstimme zu einem festen Bestandteil der beliebten Kinoreihe.
Anlässlich des 80. Geburtstages von Eddi Arent würdigte "Die Welt" 2005 die Leistungen des Künstlers unter anderem mit den Worten: Seine Pointen waren akkurat gesetzt. Sein Stil unnachahmlich, sein Gesichtsausdruck unerschütterlich. Ein perfekter Darsteller, dessen Ausdrucksvermögen man hierzulande wohl unter britischem Charme versteht, ob als Lord Castlepool in Karl-May-Verfilmungen oder als späterer Widerpart des nur vermeintlich omnipräsenten Juhnke. Aber selbst in solchen filmischen Kunstwerken wie "Unsere Tante ist das Letzte" verlor Arent nie die Beherrschung, blieb mustergültiger Akteur, dessen exakter Humor manchen stumpfsinnigen Film vor totalem Chaos rettete. Anfang der 90er Jahre zog sich Eddi Arent weitgehend aus dem Showbusiness zurück; gemeinsam mit Ehefrau Franziska eröffnete er 1993 das Hotel "Neustädter Hof" im Schwarzwald unweit vom Titisee, nahm nur noch selten Filmrollen an und genoss seinen "Ruhestand". 1996 ließ er sich noch einmal dazu überreden, in dem TV-Remake der Wallace-Filme mitzuwirken. So spielte er den Flatter in "Die Katze von Kensington" und "Das Karussell des Todes", 1998 war er als Sir John der Chef von Scotland Yard in "Edgar Wallace Whiteface", "Edgar Wallace Die unheimlichen Briefe" und " Edgar Wallace Das Haus der toten Augen". 2004 musste das Ehepaar Arent eine private Niederlage hinnehmen, konnte das Hotel "Neustädter Hof" nicht mehr halten und musste Insolvenz anmelden. Arent und seine Frau standen nach der Schließung des Hotels vor dem finanziellen Ruin, Arent selbst hatte starke gesundheitliche Probleme. Inzwischen ist das Haus Ende Februar 2005 von einer gemeinnützigen Stiftung ersteigert worden, die dem Ehepaar Arent lebenslanges Wohnrecht gewährt. |
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| Siehe auch wikipedia.org,
www.moviesection.de |
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