Sophia Loren wurde am 20. September 1934 als Sofia Villani Scicolone im italienischen Pozzuoli (Campania), in der Nähe von Neapel, geboren. Ihr Vater Riccardo Scicolone hatte sich geweigert ihre Mutter zu heiraten und so wuchs die junge Sofia illegitim in recht bescheidenen Verhältnissen auf. Besonders während der Kriegsjahre waren ihre Lebensumstände von Hunger und Armut geprägt. Mit 14 Jahren begann Sofia in Rom an Schönheitswettbewerben teilzunehmen, von denen sie auch einige gewann. Bei einer solchen Veranstaltung wurde die inzwischen 15-Jährige von einem Agenten für den Film entdeckt. Zunächst spielte sie noch unter dem Pseudonym Sofia Lazzaro eine Reihe von Statisten- und Nebenrollen – unter anderem 1950 in Mervyn LeRoys Monumentalfilm "Quo Vadis?"1).
 
 
Foto: Portrait von
Sophia Loren, aufgenommen 1986 in Los Angeles
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Portrait von Sophia Loren (01), aufgenommen 1986 in Los Angeles; Quelle: commons.wikimedia.org bzw. Wikipedia; Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
1952/53 erhielt sie ihre erste Hauptrolle in Giovanni Roccardis "Africa sotto i mari" (Weiße Frau in Afrika); sie verwendete erstmals den Künstlernamen "Sophia Loren", den angeblich der Produzent Goffredo Lombardo für sie ausgewählt hat. 1953 begegnete sie am Set von "Aida" dem Produzenten Carlo Ponti, der ihr einen langfristigen Vertrag anbot und den sie dann 1957 heiratete.
Die Loren verkörperte nun den Idealtyp des schönen Mädchens aus dem Volke und war mit verschiedensten Variationen dieser Figur erfolgreich. 1954 spielte sie in Ettore Gianninis musikalischem Episodenfilm "Carosello napoletana" (Karussell Neapel) und im gleichen Jahr schaffte sie den Durchbruch als ernsthafte Schauspielerin in Vittorio De Sicas "L'oro die Napoli" (Das Gold von Neapel), wo sie eine temperamentvolle Pizzabäckerin darstellte. Ein Jahr später war sie als das Mädchen Lina Stroppiani aus dem römischen Stadtviertel Trastevere in Alessandro Blasettis Lustspiel "Peccato che sia una cagnaglia" (Schade, dass Du eine Kanaille bist) zu sehen.
Mitte der 50er Jahre gingen Ponti und seine Frau nach Hollywood, um eine internationale Karriere aufzubauen. Dort war die Loren Partnerin fast aller bedeutenden US-Stars und drehte so erfolgreiche Filme wie 1957 "Legend of the Lost"1) (Die Stadt der Verlorenen) mit John Wayne, 1958 "Houseboat" mit Cary Grant, 1960 "It started in Naples" (Es begann in Neapel) mit Clark Gable, 1961 "El Cid"2) (El Cid1)) mit Charlton Heston, 1965 "Lady L" mit Paul Newman, 1966 "Arabeske"1) mit Gregory Peck sowie "A Countess fom Hong Kong"1) (Die Gräfin von Hongkong) mit Marlon Brando, um nur einige zu nennen.
  
Hausboot
Originaltitel: Houseboat
USA, 1958
Genre: Komödie
Regie: Melville Shavelson
Drehbuch: Melville Shavelson / Jack Rose
Musik: George Duning
Kamera: Ray June
Darsteller:
Cary Grant: Tom Winters, Sophia Loren: Cinzia Zaccardi,
Martha Hyer: Carolyn Gibson, Paul Petersen: David Winters,
Charles Herbert: Robert Winters, Mimi Gibson: Elizabeth Winters,
Harry Guardino: Angelo Donatello, Eduardo Ciannelli: Arturo Zaccardi,
Werner Klemperer: Harold Messner, John Litel: Mr. William Farnsworth,
Madge Kennedy: Mrs. Farnsworth, und andere
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Kurzinhalt:
Tom Winters (Cary Grant) ist ein erfolgreicher Washingtoner Rechtsanwalt. Als seine Frau, von der er bereits seit Jahren getrennt lebt, bei einem Unfall ums Leben kommt, muss der als Vater völlig unerfahrene Jurist sich von einem Tag auf den anderen um seine drei Kinder kümmern. Die aufgeweckten Geschwister Robert (Charles Herbert), David (Paul Petersen) und Elizabeth (Mimi Gibson) stehen ihrem Vater allerdings ziemlich skeptisch gegenüber. So sehr Tom sich auch bemüht, das kesse Trio lässt keine Gelegenheit aus, ihm das Leben schwer zu machen. Außerdem ist sein enges Apartment in der Stadt alles andere als eine kindgerechte Unterkunft.
Aus Platzmangel beschließt Tom, eine neue Wohnung und eine Haushälterin zu suchen. Als eines Tages die attraktive Cinzia Zaccardi (Sophia Loren) vor seiner Tür steht, um den Ausreißer Robert nach Hause zu bringen, bietet er ihr den Job der Haushälterin und des Kindermädchens an. Er ahnt nicht, dass es sich bei Cinzia in Wahrheit um die verwöhnte Tochter des cholerischen Stardirigenten Zaccardi (Eduardo Ciannelli) handelt, die ihrerseits Abwechslung vom monotonen Tagesablauf sucht. Aus einer Laune heraus lässt sie sich auf das Spiel ein und nimmt die Stelle an. Sie ist zwar für jegliche Art von Hausarbeit völlig ungeeignet, kann dafür aber blendend mit Toms Kindern umgehen.

Es dauert nicht lange, bis Robert, Elizabeth und David Cinzia tief in ihr Herz geschlossen haben. Nun fehlt nur noch eine passende Bleibe. Nachdem sich die Möglichkeit, das Landhaus von Toms Schwägerin (Martha Hyer) zu übernehmen auf turbulente Weise zerschlagen hat, mietet Tom notgedrungen ein Hausboot auf dem Potomac River. Die außergewöhnliche Behausung wird allerdings schon bald zum Schlachtfeld für einen stürmischen "Krieg der Geschlechter". Immer wieder geraten die stolze Cinzia und der strenge Tom in Streitereien. Aber auch in Herzensangelegenheiten fliegen auf dem Hausboot die Funken. Als Cinzia bei einer Feier von Toms eifersüchtiger Schwägerin und ihrem Anhang beleidigt wird, ergreift Tom Partei für Cinzia und entscheidet sich für ein gemeinsames Leben mit ihr und den Kindern. Am Ende heiraten beide im harmonischen Kreise ihrer Angehörigen auf dem Hausboot.
 
Quelle: Wikipedia

Lexikon des Internationalen Films:
Ein Regierungsbeamter, der von seiner Familie getrennt lebt, sucht nach dem Tod der Frau Kontakt zu den drei Kindern. Wirklichkeitsferne Komödie in grellen Farben. Komödiantische Glanzlichter durch die beiden gutaufgelegten Hauptdarsteller.

 
Foto: Portrait von Sophia Loren (02) aufgenommen 1986 in Los Angeles; Quelle: commons.wikimedia.org bzw. Wikipedia; Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. Doch es waren nicht die amerikanischen Filme, die der Loren zum Star-Status verhalfen, sondern 1960 die italienisch-französische Co-Produktion "La ciociara"2) (Und dennoch leben sie1)); für die Hauptrolle der starken Witwe Cesira, die sie unter der Regie von De Sica spielte, wurde die Loren mit dem Oscar und dem Schauspielerpreis in Cannes ausgezeichnet. Wie keinem anderem gelang es De Sica das künstlerische Potential der Loren zu nutzen: Mit "Matrimonio all'italiana" (Hochzeit auf italienisch2), nach einem erfolgreichen Lustspiel des in Italien sehr populären Edoardo De Filippo, konnten der Regisseur und seine Darstellerin erneut einen Kinohit landen. Unter De Sicas Regie spielte die Loren unter anderem auch 1962 in "I Sequestrati di Altona" (Die Eingeschlossenen) sowie "Boccaccio 70", 1963 in "Ieri, oggi, domani"1) (Gestern, heute, morgen) sowie 1973 in De Sicas letztem Film "Il Viaggio (Die Reise nach Palermo2); die Zusammenarbeit endete mit dem Tod des großen Regisseurs im Jahre 1974.
 
 
Foto: Portrait von Sophia Loren, aufgenommen 1986 in Los Angeles
Quelle: commons.wikimedia.org bzw. Wikipedia
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In den 70er Jahren beschränkte die Loren ihre Filmauftritte auf "besondere Mitwirkungen" und konzentrierte sich mehr auf Fernsehrollen. 1977 bot ihr Ettore  Scola neben Marcello Mastroianni, mit dem sie in insgesamt 10 Filmen zusammenarbeitete, die Hauptrolle in "Una giornata particolare" (Ein besonderer Tag2) an; Sophia Loren nahm die Rolle an und es gelang ihr, mit besonderer Einfühlung die Gestalt einer in ihrem Dasein eingeengten Hausfrau zur Zeit des Faschismus überzeugend zu zeichnen.
Nachdem die die Schauspielerin 1982 wegen Steuerhinterziehung in die Schlagzeilen geraten war – sie musste sogar für einige Tage ins Gefängnis –, versuchte sie 1984 ein Comeback und spielte neben ihrem Sohn Edoardo Ponti in Maurizio Ponzis TV-Komödie "Qualcosa di biondo" (Aurora) die Titelrolle. 1994 dann gab es ein ironisch gebrochenes Wiedersehen von der Loren und Mastroianni in Robert Altmans "Prêt-à-Porter"2), der ihr eine "Golden-Globe"-Nominierung für die "Beste Nebenrolle" einbrachte (siehe auch Wikipedia).
Ein Jahr später spielte sie die die unwiderstehlich schöne Maria Ragetti, um das das streitsüchtigen Paar John Gustarfson alias Jack Lemmon und Max Goldman alias Walter Matthau in der Komödie "Grumpier Old Men"2) (Der dritte Frühling1)) "buhlt" (siehe auch "Lemmon&Matthau"-Filme). Zu ihren letzten Arbeiten vor der Kamera zählt unter anderem "Between Strangers"2) (2002, Zwischen Fremden); hier verkörperte die Filmlegende Sophia Loren unter der Regie ihres Sohnes Edoardo Ponti ihre hundertste Filmrolle, die einer alternden Hausfrau. Zuletzt konnte man die Leinwandlegende noch einmal in dem US-amerikanischen Musical-Liebesfilm "Nine"1) von Regisseur Rob Marshall als "Mamma" bewundern; Kinostart in Deutschland war der 25. Februar 2010.
  
Sophia Loren hat sich von den neapolitanischen Slums in die Glamour-Welt hochgearbeitet, wurde zu einem internationalen Star ohne Allüren und zu einer reichen Frau. Sie drehte bisher rund 100 Filme und konnte sich im Verlauf ihrer inzwischen über 50 Jahre währenden Karriere mehr als zwanzig Jahre lang auf der Höhe filmischen Ruhmes halten. Nicht zuletzt ihrem Mann Carlo Ponti hat sie es zu verdanken, dass sie sich früh rar gemacht hatte und sorgfältig auf die Rollen achtete. Sie gehört zu den wenigen weiblichen Stars, die sowohl das ernste als auch das komische Rollenfach beherrschen und deren Spannweite vom Kolossalfilm bis zum Autorenkino, vom Thriller bis zur brillanten Komödie reicht. Auch gelang es ihr, vom Image des Busenstars loszukommen und sich als ernstzunehmende Schauspielerin im internationalen Filmgeschäft durchzusetzen.
Die Liste der Auszeichnungen, welche die Film-Legende im Laufe ihrer einzigartigen Karriere erhalten hat, scheint fast endlos, allein in Deutschland wurde sie seit 1961 mit neun "Bambis" geehrt, zuletzt am 29. November 2007 für ihr Lebenswerk. "Langsam wird es eine sehr große Herde", sagte die Filmdiva über ihre "Bambi"-Sammlung bei der Verleihung des Medienpreises im Düsseldorfer Congress Center. Den "Ehren-Oscar" für ihr Lebenswerk" hatte sie 1991 aus der Hand Gregory Pecks entgegennehmen können, 1994 folgte der "Goldene Bär" der Berlinale, 1995 die "Goldene Kamera" ebenfalls für ihr Lebenswerk; weitere "Lebenswerk"-Preise waren der "Goldene Löwe" bei dem Internationalen Filmfestival von Venedig (1998) und auf dem Internationalen Filmfestival von Istanbul (2005). Seit 1994 hat die Loren einen Stern auf dem "Hollywood Walk of Fame"; siehe auch die Liste der Auszeichnungen und Ehrungen bei Wikipedia.
Sophia Loren; Copyright Ingo Heine Am 20. September 2004 beging die Filmdiva, die 1969 von der "Hollywood Foreign Press Association" zum "Beliebtesten Star der Welt" gekürt worden war, ihren 70. Geburtstag, die Spuren der Zeit scheinen an ihr vorüber gegangen zu sein. Sie ist attraktiv und verführerisch wie eh und je, unterstreicht dies durch für ihr Alter eher ungewöhnlich freizügige Kleidung. Anfang Oktober konnten auch die deutschen Fernsehzuschauer "Mamma Sophia", wie die italienischen Medien den Star heute nennen, bei Thomas Gottschalks 150. Sendung von "Wetten dass" im Berliner Velodrom bewundern: ein glamouröses rotes Kleid, tiefer Ausschnitt, die Schultern entblößt. Jüngst verriet Sophia Loren in einem Interview, sie treibe morgens regelmäßig Gymnastik, verzichte auf Alkohol und Zigaretten und gehe abends früh ins Bett, um ihr nach wie vor atemberaubendes Aussehen zu erhalten.
 
Foto mit freundlicher Genehmigung von Ingo Heine (Fotograf in Berlin)
© Ingo Heine
Über den Star Sophia Loren wurde viel geschrieben; so erschien unter anderem eine Biographie "Sophia Loren – gestern, heute und morgen" von Stefano Masi und Enrico Lancia. Es erzählt die glänzende Karriere der Schauspielerin, enthält Kuriositäten, Anekdoten, Blicke "hinter die Kulissen" sowie zahlreiche Fotos und eine vollständige Filmographie. Von Italo Moscati kam die Biografie "Sophia Loren" auf den Markt, mit dem der Autor ein um Objektivität bemühtes, packendes Buch vorlegt, in dem das Phänomen und die Frau Sophia Loren in einem völlig neuen Licht erscheint. Sophia Loren selbst brachte ein Buch "Rezepte und Erinnerungen" auf den Markt sowie das Album "Sophia Loren – Wie herrlich, eine Frau zu sein" mit allen von ihr gesungenen Filmschlagern. Der Bildband "Sophia Loren. Photographien" von Giovanna Bertelli mit zahlreichen Fotos von Loren-Freund Tazio Secchiaroli wurde Anfang November 2003 veröffentlicht. Ein weiterer Bildband "Sophia Loren: Bilder eines Lebens", herausgegeben von Yann-Brice Dherbier, kam 2008 auf den Markt (mehr bei br-online.de). Sophia Lorens Ehe mit dem über zwanzig Jahre älteren Carlo Ponti1), den sie 1957 geheiratet hatte, wurde in Italien nie legalisiert, weil Ponti verheiratet und eine Scheidung damals ungesetzlich war. Der in Mexiko geschiedene Ponti wurde der Bigamie angeklagt, die neue Ehe annulliert. Erst 1966 gaben die beiden den Behördenkrieg auf, wurden französische Staatsbürger und heirateten legal in Frankreich. Aus der Ehe gingen die Söhne Carlo Jr.1) und Eduardo Ponti1) hervor.
Carlo Ponti starb am 10. Januar 2007 im Alter von 94 Jahren in einem Genfer Krankenhaus.
  
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de Stand März 2011
Lizenz Fotos Sophia Loren (Urheber Allan Warren): Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de
Sophia Loren im Internet: www.sophialoren.com
Siehe auch Wikipedia, unter anderem mit einer Liste der zahlreichen Auszeichnungen,
Dirk Jaspers Filmstarlexikon und www.whoswho.de
Weitere Artikel bei br-online: "Sophia Loren Bilder eines Lebens", "Eine Filmikone wird 75"
sowie eine Bildergalerie
  
Kinofilme
Filmografie bei www.imdb.de
(Link: Wikipedia und  www.prisma-online.de)
1949: Cuori Sul Mare 1950: Il voto
1950: Le sei mogli di Barbablu 1950: Io sono il Capataz
1951: Quo vadis? 1951: Il mago per forza
1951: Milano Miliardaria 1951: Zorro, der Held (Il sogno di Zorro)
1951: Anna 1951: E'arrivato L'Accordatore
1951: Era Lui … Si, Si 1952: La favorita
1952: Mädchenhandel (La tratta della bianche) 1953: Weiße Frau in Afrika (Africa sotto i mari)
1953: Aida 1953: Sonntag in Rom (La Domenica Della Buona Genti)
1953: Ci Troviamo In Galleria 1953: Il paese dei Campanelli
1953: Tempi nostri 1953: Drei Sünderinnen (Un giorno in Preturia)
1953: Für Männer gefährlich (Pelligrini d'amore) 1954: Zwei Nächte mit Kleopatra (Due notti con Cleopatra)
1954: Karussell Neapel (Carosello Napoletano) 1954: Verkaufte Unschuld (Miseria et nobilta)
1954: Attila, die Geißel Gottes (Attila flagello di dio)
1954: Das Gold von Neapel (L'oro di Napoli) 1954: Die Frau vom Fluss (La donna del fiume)
1955: Schade, dass du eine Kanaille bist (Peccato che sia una canaglia) 1955: Eine Frau für schwache Stunden (La bella mugnaia)
1955: Im Zeichen der Venus (Il segno di venere) 1955: Liebe, Brot und 1 000 Küsse (Pane, amore e …)
1956: Wie herrlich, eine Frau zu sein (La fortuna di essere donna) 1956: Der Knabe auf dem Delphin (Boy On A Dolphin)
1956: Stolz und Leidenschaft (The Pride and the Passion) 1957: Die Stadt der Verlorenen (Legend of the Lost)
1957: Begierde unter Ulmen (Desire Under The Elms) 1958: Hausboot1) (Houseboat)
1958: Der Schlüssel (The Key) 1959: Die schwarze Orchidee (The Black Orchid)
1959: So etwas von Frau (That Kind of Woman) 1959: Es begann in Neapel (It Started in Naples)
1960: Die Dame und der Killer (Heller In Pink Tights) 1960: Prinzessin Olympia (A Breath of Scandal)
1960: Und dennoch leben sie (La ciociara) 1960: Die Millionärin (The Millionairess)
1961: El Cid (El Cid) 1961: Madame Sans-Gêne
Madame Sans Gêne/Ungezähmte Catherine
Originaltitel: Madame Sans-Gêne
Genre: Historienfilm
nach der gleichnamigen Komödie von Victorien Sardou
Italien/Frankreich/Spanien: 1961
Regie: Christian-Jaque
Darsteller:
Sophia Loren: Cathérine Hübscher, Robert Hossein: Sergeant Lèfevre,
Renaud Mary: Joseph Fouché, Gianrico Tedeschi: Roquet,
Julien Bertheau: Napoléon Bonaparte, Marina Berti: Elisa Bonaparte,
Carlo Giuffrè: Jérôme Bonaparte, und andere
(Die Links führen zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)
Kurzinhalt:
Paris 1792, es ist der Vorabend des Angriffs der Revolutionäre auf die Tuilerien. Eine Gruppe der Patrioten erzwingt sich bei der feschen jungen Wäscherin Cathérine Hübscher (Sophia Loren), die wegen der Ungeniertheit ihres Mundwerks "Madame Sans Gêne" genannt wird, mit einer Kanone "freie" Unterkunft. Trotz der Raubeinigkeit des anführenden Sergeanten Lefèvre (Robert Hossein) ist die temperamentvolle Cathérine irgendwie von ihm beeindruckt. Donnerwetter, das ist ein Kerl!
Als am nächsten Morgen der königliche Palast erobert und die Trikolore der Revolution gehisst wird, treffen sich in der jubelnden Menschenmenge die hübsche Wäscherin und Lefèvre wieder. Durch die Hochstimmung des Tages endet dieses Wiedersehen in einer stürmischen Umarmung.
Die beiden beschließen, fortan ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Der aber wird auch von einem kleinen Offizier mitbestimmt, dessen Wäsche ebenfalls einmal durch die Hände von "Madame Sans Gêne" ging, nämlich von Napoléon (Julien Bertheau). Aus dem Sergeanten wird ein Hauptmann, der auf allen Kriegsschauplätzen Napoléons mit dabei ist und der immer wieder von seiner sehnsüchtigen Frau gesucht wird. Als sie ihn endlich einmal freudig erregt entdeckt, muss sie leider feststellen, dass die Soldatensitten keineswegs sehr moralisch sind. Aber Lefèvre kann seine empörte und gekränkte Ehehälfte beruhigen, und in einer abgelegenen Scheune schließen sie "Frieden".
Aber "draußen" ist schließlich Krieg! So werden sie von österreichischen Soldaten überrascht, gefangengenommen und zum Tode verurteilt. Doch so leicht bringt man eine tolle Frau und einen guten Mann nicht um! Es gelingt den beiden, zu fliehen und sogar ein Munitionsdepot in die Luft zu sprengen.
Die Zeit geht weiter, Napoléon wird Kaiser und macht seinen treuen Gefolgsmann Lefèvre zum Herzog von Danzig. Und damit ist die schöne resolute Wäscherin Herzogin geworden! Beinahe verschlägt ihr das jetzt die Sprache, aber nur beinahe! Denn als ihr Mann König von Westfalen werden soll und die drei Schwestern Napoléons neidvoll gegen sie intrigieren und ihr ihre Herkunft vorwerfen, da zieht sie vielleicht vom Leder! Wo kommt denn schließlich die Familie Napoléons?! Es gibt einen handfesten Skandal.

Daraufhin erteilt Napoléon Lefèvre während einer Parade erbost den dienstlichen Befehl, sich von Cathérine, die eines Thrones nicht "würdig" sei, scheiden zu lassen. Aber "Madame sans Gêne" weigert sich, dem Befehl zu gehorchen. Sie stürzt zu Napoléon, um sich zu rechtfertigen. Und es geht nicht sehr leise zu! Aber dann wird das Gespräch doch freundlicher, man spricht von den alten Zeiten, von dem Wäscheladen, von den Kämpfen bei der Armee und der großen Liebe zu Lèfevre. Und als dieser dazukommt, um auf den westfälischen Thron zu verzichten, damit er bei seiner "Wäscherin" bleiben kann, muss auch Napoléon kapitulieren. Er verlangt keine Scheidung mehr. Diese Cathérine Huebscher, diese ",Madame sans Gêne", Donnerwetter, das ist ein Weib!
 
Quelle: Illustrierte Film-Bühne Nr. 6060

Lexikon des internationalen Films:
Meist unterhaltsame, zuweilen auch ordinäre Komödie nach dem vielfach bühnen- und fernseh-bewährten Amüsierstück von Sardou, mit großen Schauwerten in üppig ausgestatteten Szenarien.
 
Historischer Hintergrund:
Catherine Lefèbvre, geboren am 2. Februar 1753 in Goldbach-Altenbach (Haut-Rhin) als Catherine Hübscher, gestorben am 29. Dezember 1835 in Paris, war eine aus dem Elsass stammende Wäscherin. Durch Heirat schaffte sie den gesellschaftlichen Aufstieg und erhielt durch ihren Mann den Titel "Herzogin von Danzig". Sie wurde als "Madame Sans-Gêne" durch das gleichnamige Bühnenstück von Victorien Sardou bekannt; mehr bei Wikipedia
1961: Boccaccio 70 1962: Die dritte Dimension (La troisième dimension)
1962: Die Eingeschlossenen (Les sequestres d'Altona) 1963: Gestern, heute und morgen (Ieri, oggi, domani)
1963: Der Untergang des Römischen Reiches (The Fall of the Roman Empire) 1964: Hochzeit auf italienisch (Matrimonio all'italiana)
1964: Geheimaktion Crossbow (Operation Crossbow) 1964: Judith
1965: Lady L (Lady L) 1966: Arabeske (Arabesque)
1966: Die Gräfin von Hongkong (A Countess fom Hong Kong) 1966: Schöne Isabella (C'era una volta)
1967: Die Über-Sinnliche (Questi fantasmi) 1969: Sonnenblumen (I girasoli)
1970: Die Frau des Priesters (La moglie del prete) 1971: Mortadella (La mortadella)
1971: Die Sünde (Bianco, rosso e …) 1972: Der Mann von La Mancha (Man of La Mancha)
1973: Die Reise nach Palermo (Il viaggio) 1974: Das Urteil (Le verdict)
1974: Flüchtige Begegnung (Brief Encounter) 1974: Die Puppe des Gangsters (La pupa del gangster)
1976: Cassandra Crossing (Treffpunkt Todesbrücke) 1977: Angela
1977: Ein besonderer Tag (Una giornata particolare) 1978: Verstecktes Ziel (Brass Target)
1978: Blutfehde (Fatto di sangue fra due uomini per causa di una vedova) 1979: Firepower
1995: Pret-a-porter 1996: Der dritte Frühling (Grumpier Old Men)
1996: Messages 1997: Soleil
2001: Francesca e Nunziata 2002: Between Strangers (Zwischen Fremden)
2004: Peperoni ripieni e pesci in faccia 2009: Nine
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