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Brialy wurde so im Verlaufe seiner Karriere zu einem der meist beschäftigten Schauspieler in Frankreich und drehte unzählige Filme allein 1961 war er in 13 Rollen zu sehen; er arbeitete mit allen Regisseuren der "Neuen Welle" zusammen und später mit den meisten bedeutenden Regisseuren des Landes. Zu seinen Filmen zählen unter anderem François Truffauts preisgekröntes Gesellschaftsdrama "Les quatre cents coups"2) (1959, Sie küssten und sie schlugen ihn) und Jean-Luc Godards Liebeskomödie "Une femme est une femme"2) (1960, Eine Frau ist eine Frau) sowie dessen Kurzfilm "Une histoire d’eau"1) (1961, Eine Geschichte des Wassers). Weiterhin zu nennen sind Edouard Molinaros Komödie "La chasse à l'homme"1) (1964, Jagd auf Männer) und Roger Vadims Schnitzler-Adaption "La Ronde"1) (1964, Der Reigen). In Philippe de Brocas amüsanten Geschichte "Un monsieur de compagnie"1) (1964, Ich war eine männliche Sexbombe) war Brialy lediglich mit einer Nebenrolle zu sehen, Broca besetzte ihn auch in der Komödie "Le roi de coeur"1) (1967, Herzkönig). In nachhaltiger Erinnerung ist er wohl auch mit der Figur des Corey in François Truffauts "La Mariée était en noir"1) (1968, Die Braut trug schwarz) an der Seite von Jeanne Moreau geblieben. In den 1970er Jahren drehte Brialy auch eine Reihe von Filmen als Regisseur, in denen er nie selbst mitspielte; so gab er 1971 sein Regiedebüt mit dem Film "Églantine", der in San Sebastian mit dem den Regiepreis ausgezeichnet wurde. Nach "Les volets clos" (1972) entstand 1973/74 sein Film "Un amour de pluie"1) (Sommerliebelei) mit Romy Schneider, der ebenfalls große Beachtung fand. Anfang der 1980er Jahre inszenierte er für das Fernsehen den Zweiteiler "Les malheurs de Sophie" (1981, Die unmögliche Sophie) über die Streiche der temperamentvollen, eigenwilligen Sophie nach einem beliebten französischen Kinderbuch von La Comtesse de Ségur3). Von Ségurs 1865 geschriebenem Kinderbuch "Un bon petit diable" ließ er sich ebenfalls inspirieren, 1983 brachte er die Geschichte nach eigenem Drehbuch ins Fernsehen. Als Schauspieler zeigte er sich beispielsweise in Produktionen wie "Le genou de Claire"1) (1970, Claires Knie), "Le Fantôme de la liberté"1) (1974, Das Gespenst der Freiheit) oder "Barocco"1) (1976, Barocco Mord um Macht). In den 1980er Jahren erlebte man Brialy unter anderem an der Seite von Romy Schneider in "La Banquière"1) (1980, Die Bankiersfrau), er stand für Streifen wie "Les Malheurs de Sophie" (1981, Die unmögliche Sophie), "La Nuit de Varennes"1) (1982, Flucht nach Varennes) oder "Mortelle randonnée"1) (1983, Das Auge) vor der Kamera. Hauptsächlich konzentrierte sich Brialy in den folgenden Jahren neben seiner Arbeit für den Film wieder verstärkt auf die Schauspielerei am Theater, blieb jedoch ein gefragter Leinwanddarsteller und übernahm auch interessante Aufgaben in Fernsehproduktionen wie beispielsweise in den Mehrteilern "Les uns et les autres"1) (1981, Ein jeglicher wird seinen Lohn empfangen ), "Le Comte de Monte Christo"2) (1998, Der Graf von Monte Christo) und "Les Misérables"2) (2000, Les Misérables Gefangene des Schicksals). Zunehmend war Brialy bereit, anspruchsvolle Nebenrollen anzunehmen. Aus dieser Zeit stammt seine hervorragende Darstellung des verrückten Arztes in Francois Lerois "Le démon de l'île" (1982, Der Dämon der Insel), sein korrupter Polizist Jean-François Rambert in Philippe Labros Thriller "La Crime" (1983, Das Wespennest) sowie seine differenzierten Bürger in Claude Millers "L'effrontée"2) (1985, Das freche Mädchen) und Claude Chabrols "Inspecteur Lavardin"2) (1986, Inspektor Lavardin oder Die Gerechtigkeit). Dass Brialy auch zur Selbstironie in der Lage war, zeigte er 1986 als Schmierenkomödiant in Daniel Janneaus "Débutant" (Der Debütant) oder in Jean Marboeufs "Grand Guignol"; 1988 erhielt er den französischen Filmpreis "César" für seine Rolle in André Téchinés "Les innocents" (1987, Die Unschuldigen). Bis zuletzt stand Brialy vor der Kamera, gehörte nach wie vor zur ersten Garde der französischen Charakterdarsteller.
Stets war Brialy neben der Arbeit für den Film der Bühne treu geblieben und
regelmäßig im Theater zu sehen. Seit 1987 hatte er als Direktor das
Theater "Bouffes-Parisiens" geleitet, wo er auch selbst auftrat.
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Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) prisma-online.de, 3)
Wikipedia (englisch) Lizenz Foto Jean-Claude Brialy (Urheber: Roland Godefroy): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. Lizenz Foto Jean-Claude Brialy (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. |
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