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Meist verkörperte Helen Vita auf der Leinwand Film halbseidene und leichtlebige Soubrette, die das amouröse Abenteuer lieben; mit frechen Sprüchen, kessen Liedern und koketten Gesten agierte die vitale Frau mit den sinnlichen Lippen auf der Leinwand; am Besten war sie, wenn hinter ihrer verruchten Fassade das schutzlose Persönchen sichtbar wurde. In Schlagerfilmen und Lustspielen der 1950er und 1960er Jahren war sie als "Gegenspielerin" von Caterina Valente und Sonja Ziemann geschätzt.3) Nicht in dieses Klischee passte die Rolle der Cornelia Gatzka im 5. Teil des Fernsehklassikers "Am grünen Strand der Spree"1) (1960) in dem sie als Partnerin von Gerhard Just und Günter Pfitzmann zu sehen war.2) Doch es sind auch Filmklassiker zu nennen, mit denen Helen Vita in nachhaltiger Erinnerung geblieben ist. So stand sie zusammen mit Liza Minelli für Bob Fosses Oscar-gekröntes Musical "Cabaret"1) (1972) vor der Kinokamera und verkörperte das Fräulein Kost, Rainer Werner Fassbinder besetzte sie in "Satansbraten"4) (1976), "Chinesisches Roulette"4) (1976), "Lili Marleen"1) (1981) sowie in seinem hochgelobtem TV-Mehrteiler "Berlin Alexanderplatz"5) (1980). Seit den 1970er Jahren war Helen Vita vermehrt auf dem Bildschirm präsent, die Fernsehzuschauer sahen sie u. a. in Serien wie "Dem Täter auf der Spur" (1971), "Tatort" (1977), "St. Pauli Landungsbrücken" (1979) oder "Derrick". In den 1990er Jahren übernahm sie nur noch gelegentlich Fernsehrollen, blieb vor allem der Bühne treu. So mimte sie 1992 in der TV-Serie "Lilli Lottofee" die Mrs. Luna, 1993 wirkte sie bei Wolfgang Stumphs Comedy-Reihe "Salto Postale"1) mit, letztmalig trat sie 2000 als Arabella für "Ein Lasterhaftes Pärchen" sowie für "Die unheimlichen Briefe" (2002), einer Folge der von RTL produzierten TV-Remakes der alten Wallace-Klassiker, vor die Fernsehkamera.
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin und Kabarettistin beim Film und auf der Bühne machte sich
Helen Vita vor allem als Chansonsängerin einen Namen. Sie unternahm Tourneen,
trat bei Shows und Galas auf, veröffentlichte zahlreiche Platten mit ihren Liedern, die
wegen ihres frechen erotischen Tonfalls
in den prüden 1960er Jahren bei der Justiz Anstoß erregten.
Vor allem mit den berühmt-berüchtigten frechen Chansons aus
dem alten Frankreich sorgte sie als "fromme Helene" seinerzeit für Aufsehen.
Die deutlichen Anzüglichkeiten riefen die Sittenwächter auf den
Plan, die Schallplatten wurden teilweise auf den Index gesetzt, schließlich 1965
die LP "Noch frechere Chansons aus dem alten Frankreich" im Auftrag des Bundeskriminalamtes
aus den Plattenläden entfernt und nur noch unter dem Ladentisch erhältlich;
dennoch erhielt Vita dafür zweimal den "Preis der Deutschen
Schallplattenkritik". |
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Link: 1) Wikipedia, 4) www.deutsches-filmhaus.de, 5)
Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 04.10.2011), 3) nach "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 370 |
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Textbausteine des Kurzportraits aus: "Lexikon der deutschen
Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de |
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