Marlene Dietrich wurde am 27. Dezember 1901 in Berlin-Schöneberg als Marie Magdalene Dietrich und Tochter des Polizeileutnants Louis Dietrich geboren, ihre Mutter entstammte der angesehenen Uhren-Fabrikantenfamilie Felsing; Marlene Dietrich selbst gab später als Geburtsjahr 1904 an, erst 1956 verwies ein im Krieg verloren gegangener Auszug aus dem Berliner Geburtsregister auf das Jahr 1901. Marlenes Vater starb, als sie zehn Jahre war, ihre Mutter heiratete in zweiter Ehe den Oberst Eduard von Losch, der 1916 im Krieg an der Ostfront fiel. Die junge Marlene erhielt in der streng reglementierten preußischen Offiziersfamilie eine standesgemäße Erziehung, die sie bis an ihr Lebensende prägen sollte. Besonderer Wert wurde auf ihre musikalische Ausbildung gelegt. 
 
Sonderbriefmarke
Marlene Dietrich
aus der Reihe "Frauen der deutschen Geschichte"
Ausgabetag 14. August 1997 
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Bundesministeriums der Finanzen
sowie Prof. Gerd Aretz und Oliver Aretz (Gestaltung)
Sie besuchte die Auguste-Victoria-Schule in Berlin-Charlottenburg und machte 1918 ihr Abitur; 1919 bis 1921 erhielt sie eine Musikausbildung in Weimar bei Prof. Robert Reitz, zuvor hatte sie ein Geigenstudium bei Prof. Dessau an der Berliner Musikakademie absolviert. Marlene Dietrich machte sich Hoffnungen auf eine Konzertkarriere als Violinistin, musste die Ausbildung aber gegen den Willen ihrer Mutter wegen einer Sehnenentzündung vorzeitig aufgeben. Stattdessen studierte sie Schauspielerei in der Max-Reinhardt-Schule in Berlin, wo sie 1922 debütierte und bis 1929 in einer Reihe von Theaterproduktionen spielte. Noch während der Ausbildung wurde sie vom Produktionsleiter der Ariel-Filmgesellschaft, Rudolf Sieber, als Statistin verpflichtet. Ihre ersten Filmauftritte hatte sie dann mit kleineren Rollen in Stummfilmstreifen wie "Im Schatten des Glücks" (1919), "So sind die Männer" (1922) oder "Tragödie der Liebe" (1923). Bis Ende der 20er Jahre stand sie für Filme wie "Sein größter Bluff" (1927), "Prinzessin Olala" (1928) oder "Gefahren der Brautzeit" (1929) vor der Kamera.
 
1924 heiratete Rudolf Sieber die junge Schauspielerin und ein Jahr später wurde im Januar Tochter Maria geboren. Die Ehe bestand nach wenigen Monaten nur noch auf dem Papier, wurde jedoch nie geschieden; aber Sieber und die Dietrich trennten sich bald, der einzige Kontakt blieb über Tochter Maria, die Sieber später auch in Hollywood besuchte. Rolf Sieber, der zuletzt in Kalifornien eine Hühnerfarm betrieb, verstarb im Juni 1976.

Der in den USA schon erfolgreiche Wiener Regisseur Josef von Sternberg (1894 – 1969) entdeckte Marlene auf der Bühne in Berlin und besetzte sie sofort als verführerischen aber kaltherzigen Vamp Lola-Lola in seiner Heinrich Mann-Verfilmung "Der Blaue Engel". Der Film wurde auch in einer englischen Fassung gedreht und machte Marlene Dietrich über Nacht zu einem internationalen Star. In Hollywood drehte sie weiter im Team mit von Sternberg – sechs der ersten sieben US-Filme entstanden unter seiner Regie.
 
Rechts: Szenenfoto aus "Der Blaue Engel"1) (1932)
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
1) Der Link führt zur Filmbeschreibung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Szenenfoto aus "Der Blaue Engel" (1932)
Die Verwandlung war total: aus dem pummeligen Tingelmädchen Lola stilisierte von Sternberg nun den eigentlichen Glamour-Star Marlene Dietrich, die Antwort der Paramount auf MGMs göttliche Greta Garbo: schlank, sinnlich, geheimnisvoll, mit hohen Wangenknochen und leidendem Augenaufschlag. Ihr Auftritt in "Die blonde Venus" (1932) in einem Männeranzug wurde eine Art Markenzeichen und verlieh dem Sexsymbol Dietrich in ihrer selbstbewussten Unabhängigkeit einen schillernd bisexuellen Charakter; das Bild des Stars in klassischem Frack und Zylinder ist weltberühmt. 1930 wurde sie als Beste Darstellerin in Josef von Sternbergs "Marocco"1) (Herz in Flammen) und ihre Hauptrolle der Mademoiselle Amy Jolly für einen Oscar nominiert. Weitere Filme mit Sternberg waren die Melodramen "Dishonored"1) (1931, Entehrt), "Shanghai-Express"1) (1931), "Blonde Venus"1) (1932), "Der Teufel ist eine Frau"1) (1934, The Devil is a Woman) sowie der Historienstreifen "Die scharlachrote Kaiserin"1) (1934, The Scarlet Empress).
Durch die enge Zusammenarbeit mit von Sternberg kam es zu Gerüchten über ein privates Verhältnis der beiden. In einem Prozess warf von Sternbergs Ehefrau Marlene Dietrich vor, die Ehe zerrüttet zu haben, die Dietrich gewann den Prozess. Aber die Teamarbeit von Sternberg/Dietrich zahlte sich an der Kinokasse nicht mehr aus, und Marlene machte in der Folge Filme mit anderen Regisseuren und in anderen Genres z. B. unter der Regie George Marshalls "Der große Bluff"1) (1939, Destry Rides Again) an der Seite von James Stewart.

Neuen Zugang zum großen Publikum fand Marlene nach der Trennung von Sternberg mit Hilfe des Produzenten Joe Pasternak, der sie in realistischeren Rollenbildern und in Filmen wie der genannten Western-Satire "Destry Rides Again" oder dem Südseefilm "Seven Sinners" (1940) einsetzte. Die Abkehr von der mythischen Marlene wird vor allem in ihren Billy-Wilder-Filmen deutlich. In "A Foreign Affair"1) (1947/48, Eine auswärtige Affäre), später in "Witness for the Prosecution"1) (1957, Zeugin der Anklage) ist die frühere Marlene, jeweils in einer Fräulein-Rolle, nur noch Zitat. Als Ami-Geliebte, Gegenspielerin von Jean Arthur und als Nazi und sogar Ex-Hitler-Freundin muss sie sadistische Szenarien über sich ergehen lassen. Sie verkörperte nun nicht mehr den Vamptyp, sondern wandte sich in späteren Jahren auch Charakter-Darstellungen zu, so beispielsweise in Stanley Kramers mit großem Staraufgebot gedrehten "Das Urteil von Nürnberg" (1961, Judgement at Nuremberg).
  
Bis Ende der 40er Jahre drehte Marlene Dietrich weitere erfolgreiche Kinofilme wie beispielsweise "The Garden of Allah" (1936, Der Garten Allahs), für den sie von Produzent David O. Selznick 200.000 Dollar – die bis dato höchste Gage im Filmgeschäft erhalten haben soll –, "Angel" (1937, Engel), "Herz in Flammen"1) (1941, Manpower), "Pittsburgh" (1942) oder "Kismet"1) (1944), ab den 50er Jahren begann ihr filmischer Ruhm zu verblassen und sie machte sich rar auf der Leinwand; lediglich 1948 sowie 1950 war ihr unter der Regie Billy Wilders in der zynischen Berlin-Komödie "A Foreign Affair" sowie mit dem Krimi "Die rote Lola"1) (1950, Stage Fright) noch einmal ein großartiges Comeback gelungen. Sehenswert ist auch ihr einziger, in Italien gedrehter Film "Monte Carlo Story"1) (1956, The Monte Carlo Story) mit Vittorio De Sica als Partner.
 
Marlene Dietrich war durch die Darstellung der "tollen Lola" in dem 1930 gedrehten Film "Der blaue Engel" nach Heinrich Manns Roman "Professor Unrat" sowie dem Titelsong weltbekannt geworden und bewies bereits hier ihre außergewöhnliche Gestaltungskraft als Chansonsängerin. Für immer blieb ihr Name mit dem Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" verknüpft. Das Angebot Goebbels', in das faschistische Deutschland zurückzukehren, lehnte sie entschieden ab. Immer wieder hatten die Nazis versucht, die 1930 nach Hollywood gegangene Diva zurück zu beordern, "weil eine deutsche Frau nur in Deutschland Filme drehen sollte". Die Dietrich blieb in Amerika, aber , wie einige Kritiker meinen, eher aus beruflichen und finanziellen Erwägungen denn aus politischer Überzeugung.
1939 war sie US-Bürgerin geworden und daraufhin wurde sie von der deutschen Presse totgeschwiegen; sie setzte sich ab 1942 im zweiten Weltkrieg als Truppenbetreuerin an der Front unter Lebensgefahr für die Sache der Alliierten ein, absolvierte unzählige Gesangsauftritte vor amerikanischen Soldaten und machte Propaganda-Sendungen gegen die Nazis in deutscher Sprache. Für ihren Einsatz im Krieg erhielt sie als erste Frau 1972 die "Medal of Freedom" (Medaille der Freiheit der US-Frontkämpfervereinigung), die höchste amerikanische Auszeichnung für Zivilpersonen; die Franzosen ehrten sie mit dem Kreuz der französischen Ehrenlegion. In Deutschland löste ihre gegen das Hitler-Regime gerichtete Tätigkeit im zweiten Weltkrieg noch Jahre später während ihrer Gastspiele in Westdeutschland 1960 und 1963 eine böswillige, von reaktionären Kräften inspirierte Presse-Kampagne aus.
In den 40er Jahren hatte sie eine leidenschaftliche Affäre mit Jean Gabin, ihrem Partner in "Martin Roumagnac"1) (1946); auch der berühmte Autor Erich Maria Remarque war zeitweilig ihr Lebensgefährte.

Als in den 50ern die Filmangebote spärlicher wurden, begann Marlene einen Konzertzyklus mit unsterblichen Evergreens ("Die fesche Lola", "Lili Marleen", "Sag mir, wo die Blumen sind"), die sie 1953 von Las Vegas zum Broadway, nach London, in die UDSSR, zurück nach Berlin und bis Australien führte; die Programme der Entertainerin und Diseuse Marlene Dietrich wurden auch fürs Fernsehen aufgezeichnet; Showstar blieb sie für die letzten zwanzig Jahre ihres Bühnenlebens. Journalisten und Biographen hasste sie, mit knappen Antworten, Lügen und widersprüchlichen Aussagen trug sie bereits zu Lebzeiten zur Entstehung des Mythos um sie bei. Die "lebende Legende" hielt durch, bis sie – mit 74 Jahren – in Sydney buchstäblich auf der Bühne zusammenbrach und sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzog.
Mit eiserner Energie, Selbstdisziplin und Perfektionssucht wahrte die Dietrich in ihrer "One Woman Show" ungeachtet ihres Alters den Mythos und die Magie einer zeitlosen, erotischen Schönheit. 1960  war die Dietrich im Rahmen einer Europatournee nach Deutschland zurück gekehrt; sie wurde bewundert, aber auch wegen "Landesverrats" von vielen Deutschen abgelehnt.
Neben dieser Show-Karriere fand sie verschiedentlich zum Film zurück, 1958 erhielt sie begeisterte Kritiken für ihre Rolle in Billy Wilders "Witness for the Prosecution" (Zeugin der Anklage), sowie in Orson Welles "Touch of Evil" (Im Zeichen des Bösen). 1961 spielte sie in ihrer letzten großen Rolle, die Witwe eines hingerichteten deutschen Generals in "Judgement at Nuremberg" (Das Urteil von Nürnberg).

Ab 1976  lebte Marlene Dietrich zurückgezogen in Paris und hatte 1978 ihren letzten Filmauftritt mit einer kleinen Rolle in David Hemmings "Schöner Gigolo, armer Gigolo"; nach einem weiteren Beinbruch im Januar 1979 verbrachte sie die Jahre bis zu ihrem Tod in ihrer Wohnung, das "Fenster" zur Außenwelt war der Fernseher, Kontakt mit Freunden und Kollegen hielt sie über das Telefon. 1983 gestattete sie Maximilian Schell die Anfertigung ihres dokumentarischen Filmporträts "Marlene"1), in dem Filmausschnitte montiert sind und nur ihre Stimme zu hören ist. 1981 zeigte der Bayerische Rundfunk das TV-Portrait "Marlene – Gesichter einer Legende".
1979 veröffentlichte der Star Memoiren unter dem Titel "Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin", verriet darin jedoch so wenig wie nur eben möglich.
Am 6. Mai 1992 starb Marlene Dietrich mit 91 Jahren in Paris; sie fand, ihrem Wunsch entsprechend, ihre letzte Ruhestätte in Deutschland, auf dem Friedhof in Berlin-Wilmersdorf neben ihrer Mutter. 

Viele Autoren haben das Leben der Legende Marlene Dietrich biografisch aufgearbeitet; Tochter Maria Riva, die ihre berühmte Mutter die letzten Jahre begleitete und ihr eng zur Seite stand, veröffentlichte die Biografie "Meine Mutter Marlene" und erzählt darin nicht nur die Geschichte eines berühmten Lebens, sondern auch die einer problematischen Mutter-Tochter-Beziehung. Viele bekannte und weniger bekannte Fotos runden das Buch ab. Von Hermann Kreutzer und Manuela Runge stammt das Buch "Ein Koffer in Berlin"; hier wird der Lebenslauf der Berlinerin Marlene Dietrich etwas verklärt dargestellt und der Mythos "Marlene Dietrich" wieder belebt.  

Durch den im Jahre 2000 von Joseph Vilsmaier gedrehten "Marlene"-Film1) nach dem Buch "Meine Mutter Marlene" von Maria Riva mit Katja Flint in der Titelrolle setzte eine wahre Marlene Dietrich-Manie ein, auch wenn Vilsmaier Kritik für seinen Film einstecken musste: "Ihr Mythos überstrahlt jede Mode, und selbst eine missglückte Kinohuldigung wie gerade erst der "Marlene"-Film von Joseph Vilsmaier setzt neuen Begeisterungsrummel um Leben und Werk der Diva in Gang: Marlene Dietrich, der einzige Weltstar, den Deutschland je hervorgebracht hat, ist so gegenwärtig wie je – und sei es als millionenfach reproduziertes Motiv auf der Briefmarke. Ihre androgyne Erotik, ihre grandiose Ausstrahlung, ihr lockeres Liebesleben zwischen Männern und Frauen und ihre beinhart durchgezogene Karriere wirken wie ein früher, verwegener Verweis auf das 21. Jahrhundert: Sie war Vamp und Emanze zugleich, vereinte Hollywood-Glamour und preußische Disziplin." – so der Journalist Hellmuth Karasek in DER SPIEGEL im Juni 2000.
Zusammen mit Christian Pfannenschmidt brachte Joseph Vilsmaier zum Kinostart des Films das Buch "Marlene, der Film" heraus. Gestützt auf die Biografie der Dietrich-Tochter Maria Riva begibt sich Christian Pfannenschmidt auf die Spuren eines Mythos. Seine Reise beginnt im Berlin der späten zwanziger Jahre, wo die Karriere des "blauen Engels" ihren Anfang nahm, und endet mit ihrem letzten Konzert in New York 1975. Das Drehbuch mit zahlreichen Szenenfotos aus Joseph Vilsmaiers Film über das Leben Marlene Dietrichs ist ebenfalls enthalten wie Berichte über die aufwendigen Dreharbeiten.

Werner Sudendorf veröffentlichte anlässlich des 100. Geburtstages der Filmdiva im Jahre 2001 das Buch "Marlene Dietrich"; in diesem Portrait orientiert sich der Autor nüchtern an den Tatsachen, sein Hauptinteresse gilt den Filmen. So beschreibt er auf vielen Seiten Marlene Dietrichs Rollen, ihre Partner und die Herangehensweisen der verschiedenen Regisseure. Daneben erfährt man einiges über Erwartungen und Reaktionen des Kinopublikums, das je nach weltpolitischer Lage seinen Anspruch an die Filme veränderte. Marlene Dietrichs oftmals wechselnde Liebhaber tauchen nur gelegentlich auf; eine einzige Liebhaberin in einem Satz am Rande: "Nach einem lesbischen Intermezzo mit Mercedes de Acosta…". Wilde Spekulationen findet man bei Werner Sudendorf gar nicht. Er ist als Leiter der Sammlungen des Filmmuseums Berlin/Deutsche Kinemathek unter anderem für die Erschließung des Nachlasses von Marlene Dietrich verantwortlich. Für acht Millionen DM kaufte der Berliner Kultursenator 1993 die umfangreiche Sammlung mit u.a. 12.000 Fotos und 4.000 Textilien, die der Star im Laufe seines Lebens selbst angehäuft hatte. Damit kam Marlene Dietrich, wenn auch erst nach ihrem Tod, doch wieder nach Berlin zurück. (Zitat der amazon-Redaktion)
Von der Romanze der Diva mit dem Schriftsteller Erich M. Remarque handelt die Veröffentlichung "'Sag mir, daß Du mich liebst…'", die in Zusammenarbeit der Dietrich mit Remarque, Werner Fuld und Thomas F. Schneider entstanden ist.

Von Renate Seydel erschien die bebilderte Biografie "Marlene Dietrich", mit der das Leben und Schaffen einer großen Filmlegende des 20. Jahrhunderts beleuchtet wird und das zum Teil unbekanntes Fotomaterial beinhaltet. Marlene Dietrich, eine der ungewöhnlichsten Frauen des zwanzigsten Jahrhunderts, war bereits vor ihrem Tode eine Legende. Die Bildbiografie belegt lückenlos jedes Jahr ihres Lebens anhand weitgehend unbekannter Fotos, begleitet von Selbstzeugnissen, Produktions- und Atelierberichten, Rezensionen der internationalen Presse und authentischen Berichten von Zeitgenossen. Ein repräsentativer Einblick in den Werdegang und die Entstehungsgeschichte der Filme dieser unvergessenen Diva. (Zitat der amazon-Redaktion)
Der Filmspezialist Adolf Heinzlmeier brachte "Marlene, die Biografie" auf den Markt und schildert den Lebensweg Marlene Dietrichs von der Revuesängerin zum Weltstar. Er erinnert an ihre großen Filme und Konzerte und lässt auch ihre Liebesbeziehungen und Affären wieder lebendig werden. "Meine Freundin Marlene" heißt das Buch des englischen Autors David Bret, der Marlene Dietrich 1989 kennen lernte, als sie schon völlig zurückgezogen in Paris lebte. Es gelang ihm, das Vertrauen des öffentlichkeitsscheuen Stars zu gewinnen. Er führte viele lange Gespräche mit ihr, in denen er sie über die entscheidenden Stationen, Menschen und Ereignisse ihres Lebens befragte. Entstanden ist daraus nun ein sehr subjektives Buch, in dem der Autor aus seiner tiefen Bewunderung für Marlene Dietrich keinen Hehl macht. Er hat versucht, "…hinter dem Schleier von Mythos und Legende die Frau zu entdecken, die sie gewesen sein könnte". (Zitat der amazon-Redaktion)
Donald Spoto hat nach intensiven Recherchen mit dem Buch "Marlene Dietrich" ein facettenreiches Bild des legendären Weltstars, der ein halbes Filmjahrhundert geprägt hat, gezeichnet. Jahrelange Abschottung von der Außenwelt war Ausklang der glanzvollen Karriere von Marlene Dietrich. Doch bereits zuvor war sie nicht gerade großzügig, was Informationen über ihr Privatleben anging. Die strikt geschlossenen Vorhänge ihres Lebens aufzuziehen wurde somit selbst für einen geübten Biografen wie Donald Spoto zur Herausforderung. Also hat Spoto für sein Marlene-Buch Interviews geführt, Filme mit und über die Dietrich betrachtet sowie jede Menge Literatur gewälzt. Nur eines konnte er natürlich nicht: mit der Frau selbst sprechen – sie hätte ihn gar nicht zu sich vorgelassen. Lesen konnte Marlene Dietrich dieses Buch dann auch nicht mehr, starb sie doch 1992, im Entstehungsjahr des Bandes. Aber Bücher über sie selbst hatten sie ohnehin nie sonderlich interessiert. (Zitat der amazon-Redaktion)  

Zum 100. Geburtstag der einzigartigen Marlene Dietrich schrieb Linde Salber die Biografie "Marlene Dietrich", Steven Bach, intimer Kenner der Filmwelt, legte nach jahrzehntelangen Recherchen die Biographie "'Die Wahrheit über mich gehört mir', Marlene Dietrich" vor. Der amerikanische Autor, der mit Marlene Dietrich in ihren letzten Jahren befreundet war, brachte ein Buch heraus, das so genau und erschöpfend ist, wie keines zuvor. Bewundernd und kritisch zugleich, hinreißend geschrieben und bis ins letzte Detail genau dokumentiert, leidenschaftlich und kühl. In diesem Buch wird die erregende Epoche der Dietrich wieder lebendig. Sie war ein Genie und eine Kämpferin voller Menschlichkeit. Marlene war einsam auf kalten Gipfeln, doch ihren Witz und Lebensmut hat sie nie verloren. Sie war außergewöhnlich.  
(Zitat der amazon-Redaktion)
 
Seit Februar 2010 besitzt nun auch Berlin am Potsdamer Platz einen "Boulevard der Stars", inspiriert von dem weltbekannten "Hollywood Walk of Fame"; anlässlich der 60. Berlinale enthüllten Festivaldirektor Dieter Kosslick und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit am 12. Februar 2010 den ersten Messingstern mit Name und Signatur der Marlene Dietrich. Wowereit nannte die Filmdiva im Rahmen der Zeremonie "eine große Deutsche". Weitere Ehrungen (Auswahl), die Marlene Dietrich im Laufe ihres Lebens (bzw. posthum) erhielt:
  • 1930: Nominierung für den "Oscar" als beste Darstellerin im Film "Marokko"
  • 1950: "Medal of Freedom", die höchste zivile Auszeichnung des US-amerikanischen Kriegsministeriums
  • 1950: französischer Verdienstorden "Chevalier de la Légion d'Honneur"
  • 31.10.1960: Auszeichnung des Staates Israel
  • 16.03.1963: Verleihung des belgischen "Leopoldsorden" durch den belgischen König
  • 21.04.1968: Tony Special Award
  • 1971: französischer Verdienstorden "Officier de la Légion d'Honneur"
  • 1972: "Medaille der Freiheit" der US-Frontkämpfervereinigung
  • 1972: Kreuz der französischen Ehrenlegion
  • 1989: französischer Verdienstorden "Commandeur de la Légion d'Honneur"
  • 16.05.2002: Verleihung der Ehrenbürgerschaft von Berlin (posthum)
1) Der Link führt zur Filmbeschreibung von prisma-online.de
Textpassagen des Kurzportraits stammen von Dirk Jaspers Filmlexikon
Marlene Dietrich im Internet: www.marlene.com (englisch), home.snafu.de, www.marlenedietrich.org
www.marlenedietrich-filme.de
Siehe auch Wikipedia, www.dhm.de, Dirk JasperFilmlexikon, www.prisma-online.de

  
Der blaue Engel
Siehe auch www.prisma-online.de und Wikipedia
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 1930
Kino Deutschland: 1930-04-01
Laufzeit Kino: 108 Minuten 
Darsteller: Emil Jannings (Professor Immanuel Rath),
Marlene Dietrich (Lola Lola),
Kurt Gerron (Kiepert), Rosa Valetti (Guste Kiepert),
Hans Albers (Mazeppa),
Eduard von Winterstein, Reinhold Brent 
Regie: Josef von Sternberg
Die vulgäre und äußerst attraktive Sängerin Lola-Lola ist die unbestrittene Attraktion des Nachtlokals "Der blaue Engel". Wie im Vorübergehen bricht sie das Herz des biederen Gymnasialprofessors Immanuel Rath. Der will die berüchtigte Spelunke eigentlich inspizieren, um seine Schüler vor dem Sündenpfuhl fernzuhalten, aber als er Lola auf der Bühne sieht, vergisst er seine Mission. Die Vorstadt-Sirene lässt sich auf den alten Mann ein und nutzt ihn aus. Als sein Verhältnis zu der Lebedame an die Öffentlichkeit dringt, verliert er Stellung und Ansehen.
"Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt!" singt Lola nur leicht bekleidet im "Blauen Engel". In dem Moment nimmt das Leben von Unrat eine jähe Wende!

 

Weitere Filme
Filmografie bei der german.imdb.com
(Links: Wikipedia)

1919: Im Schatten des Glücks 1922: So sind die Männer
1923: Der Mensch am Wege 1923: Tragödie der Liebe
1923: Der Sprung ins Leben 1924: Der Mönch von Santaren
1925: Der Tänzer meiner Frau 1926: Der Juxbaron
1926: Kopf hoch, Charly! 1926: Madame wünscht keine Kinder
1926: Manon Lescaut 1927: Café Elektric
1927: Sein größter Bluff 1927: Eine Dubarry von heute
1928: Prinzessin Olala 1929: Das Schiff der verlorenen Menschen
1929: Die Frau, nach der man sich sehnt 1929: Ich küsse Ihre Hand, Madame
1929: Gefahren der Brautzeit 1930: Der Blaue Engel
1930: Morocco 1931: Dishonored (Entehrt)
1932: Blonde Venus 1932: Shanghai Express
1933: The Song of Songs (Das hohe Lied) 1934: The Scarlet Empress (Die scharlachrote Kaiserin)
1935: The Devil Is a Woman (Der Teufel ist eine Fau) 1936: Desire (Sehnsucht)
1936: I Loved a Soldier 1936: The Garden of Allah (Der Garten Allahs)
1937: Angel (Engel) 1937: Knight Without Armour
1939: Destry Rides Again (Der Große Bluff) 1940: Seven Sinners (Das Haus der sieben Sünden)
1941: Manpower (Herzen in Flammen) 1941: The Flame of New Orleans (Die Abenteurerin)
1942: Pittsburgh 1942: The Lady Is Willing
1942: The Spoilers (Die Freibeuterin) 1944: Kismet
1946: Martin Roumagnac 1947: Golden Earrings
1948: A Foreign Affair (Eine auswärtige Affäre) 1950: Stage Fright (Die Rote Lola)
1951: No Highway in The Sky (Die Reise ins Ungewisse) 1952: Rancho Notorious (Engel der Gejagten)
1956: Around the World in Eighty Days (In 80 Tagen um die Welt) 1956: Montecarlo
1957: Witness for the Prosecution (Zeugin der Anklage) 1958: Touch of Evil (Im Zeichen des Bösen)
1961: Judgment at Nuremberg (Das Urteil von Nürnberg) 1962: The Black Fox
1964: Paris when it Sizzles (Zusammen in Paris) 1972: I wish you Love
1979: Schöner Gigolo, armer Gigolo
Textpassagen der Biografie stammen von Dirk Jaspers Filmlexikon
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