Ungeheure Popularität erlangte der Schauspieler, zu dessen Vorbildern Rudolf Platte und Heinz Rühmann
gehörten, ab Mitte der 60er Jahre durch Rollen in zahlreichen
TV-Serien und Fernsehlustspielen, bei denen er zum Teil auch selbst
Regie führte. Beispielsweise sah man ihn 1966 als "Neffen" Franz von Dorsigny
in Lois Benoit Picards und von Friedrich von Schiller übersetzten
Lustspiel "Der Neffe als Onkel" auf dem Bildschirm, in dem
Fallada-Mehrteiler "Ein Mann will nach oben"2) spielte Vespermann 1978
den Rechtsanwalt Ziegenbrink und 1982 wirkte er in der Serie "Gastspieldirektion
Gold" mit; in der RTL-Comedyserie "Unter einer Decke"2) war er
ab 1993 41 Folgen lang der jung gebliebene "Opa Walter".
Neben seiner Arbeit für Film- und Fernsehen stand
Vespermann immer wieder auf der Bühne und eine seiner Paraderollen war der Oberst Pickering im Musical
"My Fair Lady", mit der er im "Deutschen Theater" in
München einen seiner letzten großen Auftritte hatte.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
|
 |
Gerd Vespermann, der zwischen 1964 und 1966 mit seiner Kollegin Hannelore Elsner2)
verheiratet war, starb am 25. November 2000 mit 74 Jahren an den Folgen einer
Krebserkrankung; er hinterließ seine zweite Frau Christiane Vespermann.
Laut Wikipedia wurde sein Tod der Öffentlichkeit erst ein Dreivierteljahr später
auf seinen eigenen Wunsch hin anlässlich seines 75. Geburtstags mitgeteilt.
|