Noch heute ist der Droschkenkutscher Gustav Hartmann1) (1859 – 1938), genannt der "Eiserne Gustav" vor allem den Berlinern ein Begriff. Mit seiner fast zwei Monate dauernden legendären Kutschfahrt von Berlin nach Paris erregte der 68-Jährige zur damaligen Zeit auch international ungeheures Aufsehen: Am 2. April 1928 machte er sich mit seiner Droschke und dem Wallach Grasmus, begleitet von dem Zeitungsreporter Hans Hermann Theobald1) (1901 – 1963), zu einer Reise nach Paris auf, wo er am 4. Juni 1928 ankam. Diese Fahrt sollte eine Aktion gegen den Niedergang des Droschkengewerbes und die steigende Zahl von Autos darstellen. Durch seine Reise berühmt geworden, gründete der "Eiserne Gustav" nach seiner Rückkehr eine Stiftung für die Hinterbliebenen von – bei der Ausübung ihres Berufes – zu Tode gekommenen Taxifahrern ("Gustav-Hartmann-Stiftung").2)
Rückkehr des "Eisernen Gustavs" aus Paris; Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-06534; Fotograf: Unbekannt / Datierung: September 1928 / Lizenz CC-BY-SA 3.0. Foto (historische Originalbeschreibung): Der Einzug des "Eisernen Gustavs" in Berlin! Der "Eiserne Gustav", welcher mit seiner Droschke von Berlin nach Paris und zurück fuhr, wurde unter großem Jubel der Bevölkerung in Berlin empfangen. Der "Eiserne Gustav" dankt von seiner blumengeschmückten Droschke der Bevölkerung für den jubelnden Empfang.
 
Quelle: Deutsches Bundesarchiv, Digitale Bilddatenbank, Bild 102-06534;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: September 1928 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Deutsches Bundesarchiv Bild 102-06534 bzw. Wikimedia Commons
Zehn Jahre nach Hartmanns spektakulären Droschkenfahrt veröffentlichte im Jahre 1938 der als Rudolf Ditzen geborene, berühmte Schriftsteller Hans Fallada1) (1893 – 1947) seinen Roman "Der Eiserne Gustav". Bei Fallada heißt der Protagonist Gustav Hackendahl, der Autor lässt den Leser in die unruhigen Kriegs- und Nachkriegsjahre Anfang des 20. Jahrhunderts eintauchen und zeichnet ein Gesellschaftsportrait während und nach des 1. Weltkrieges. Fallada schildert anschaulich und detailgetreu das Berliner Milieu jener Jahre, erzählt vor allem die Geschichte einer Familie, die in der Zeit der politischen Wirren auseinander bricht. Zu Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 ist Hackendahl ein wohlhabender, angesehener Mann, der mit Strenge sein Droschkenunternehmen führt, aber auch seine Familie mit "eiserner Hand" regiert. Doch er muss Schicksalsschläge hinnehmen, so verliert er im Krieg seinen ältesten Sohn Wilhelm, sein Lieblingssohn Erich ist in dunkle Schieber-Geschäfte verwickelt, Tochter Eva gerät unter den Einfluss eines Zuhälters. Nach der Inflation verliert Hackendahl sein Vermögen, durch die zunehmende Motorisierung kann er mit seinem Droschkengeschäft kaum noch bestehen. Da entschließt sich der "Eiserne Gustav" zu seiner berühmten Fahrt nach Paris …
 
Bereits 1958 wurde die Geschichte des Droschkenkutschers Gustav Hartmann verfilmt, wobei Regisseur Georg Hurdalek1) (1908 – 1980) den Schwerpunkt mehr auf der komödiantischen als auf der dramatischen Seite sah – eine Paraderolle für Leinwandlegende Heinz  Rühmann4) (1902 – 1994), der die Titelfigur verkörperte. "Der Eiserne Gustav"3) mit Publikumslieblingen wie Lucie Mannheim (Ehefrau Marie Hartmann), Ernst Schröder (Karl Friedrich Möbius), Karin Baal (Tochter Anni Hartmann) oder Ingrid van Bergen (Tochter Gertrud Hartmann) ist "ein heiterer Bilderbogen aus dem Berlin Ende der Zwanzigerjahre." notiert unter anderem prisma.de.
 
Rund zwanzig Jahre später kam es zu einer erneuten Verfilmung, diesmal hielt sich die Handlung jedoch recht werkgetreu an Falladas Romanvorlage. Bereits die Fallada-Adaptionen "Wer einmal aus dem Blechnapf frisst"4) (1962), "Bauern, Bonzen und Bomben"4) (1973) und "Ein Mann will nach oben"4) (1978) hatten begeisterte Zuschauer gefunden. Das Drehbuch zu dem 7-teiligen TV-Film stammte von Herbert Asmodi1) (1923 – 2007), der mit "Plüschkrimis" wie "Die Frau in Weiß"4) (1971), "Der rote Schal"4) (1973), "Der Monddiamant"4) (1974), "Der Strick um den Hals"4) (1975) und "Die Affäre Lerouge"4) (1976) Fernsehgeschichte geschrieben hatte. Als Regisseur konnte kein geringerer als Wolfgang Staudte1) (1906 – 1984) gewonnen werden, der als einer der wichtigsten deutschen Filmregisseure der Nachkriegszeit gilt. Mit Produktionen wie "Die Mörder sind unter uns"2) (1946), "Rosen für den Staatsanwalt" (1959) oder "Die Herren mit der weißen Weste" (1969) hatte er Kino-Erfolge gefeiert, aber auch bei legendären TV-Mehrteilern wie "Der Seewolf"4) (1971), Lockruf des Goldes"4) (1975) oder Serien wie "MS Franziska"1) (1977) seine Handschrift hinterlassen.
Hatte 1958 Heinz Rühmann als "Eiserner Gustav" das Kinopublikum erfreut, kam nun mit einer weiteren Filmlegende, dem Schauspieler Gustav Knuth, ein verbittertes und strenges Familienoberhaupt Gustav Hackendahl auf den Bildschirm, der in seinem authentischen Spiel seinem Kollegen Rühmann in Nichts nach stand und einmal mehr eine Glanzleistung ablieferte. "Mit seiner einzigartigen Darstellung des "eisernen Gustavs" konnte er auch seine schärfsten Kritiker überzeugen und die gesamte Presselandschaft war voll des Lobes über die perfekte Umsetzung der Verfilmung des Hans Fallada Romans." meint unter anderem www.cinefacts.de. Der "Eiserne Gustav" war Knuths letzte TV-Rolle, schon Jahre zuvor hatte er in der Fernsehserie "Alle meine Tiere"4) (1962) als Tierarzt Dr. Hofer Erfolge gefeiert, ebenso wie als Titelheld in den Serie "Großer Mann, was nun?"4) (1967/68) und als Artisten-Chef Carlo in "Salto Mortale"4) (1969–1972) sowie als Baltus Powenz in dem Mehrteiler "Die Powenzbande"4) (1973) – seine Kino-Filmografie ist mehr als beeindruckend.
 
Die Erstausstrahlung der jeweils 60-minütigen Folgen von "Der Eiserne Gustav" erfolgte ab 27. August 1979 wöchentlich in der ARD zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr, seit Februar 2009 ist der vom SWR produzierte Mehrteiler auf DVD im Handel erhältlich.
 
 

Abbildung DV-Cover mit freundlicher Genehmigung von in-akustik GmbH & Co. KG

Der eiserne Gustav; Abbildung DV-Cover mit freundlicher Genehmigung von in-akustik GmbH & Co. KG
Der Inhalt der einzelnen Folgen (Quelle: www.fernsehserien.de):
  
Folge 1 (Erstausstrahlung: 27.08.1979):
Der Droschkenunternehmer Gustav Hackendahl (Gustav Knuth) ist ein Berliner Original, heute genauso bekannt wie der "Hauptmann von Köpenick" und "Miljö"-Maler Zille. Hackendahls Eigenart hat ihm einen Spitznamen eingetragen – der "eiserne Gustav". Im Sommer 1914 wird Gustavs Familie auseinanderfallen. Sein ältester Sohn Wilhelm (Rainer Hunold) zieht bald in den Krieg, Erich (Volker Lechtenbrink) bestiehlt seinen Vater, Tochter Sophie (Dagmar Biener) will ausziehen, und Eva (Eos Schopohl) gerät auf die schiefe Bahn.
Text: Funk Uhr 34/1979, S. 30
 
Folge 2 (Erstausstrahlung: 03.09.1979):
Droschkenkutscher Gustav Hackendahl muss dem Vaterland im ersten Weltkrieg große Opfer bringen. Seine Pferde werden beschlagnahmt, und damit verliert er praktisch seine Existenzgrundlage. Auch seine Familie ist zerschlagen. Eva, seine Lieblingstochter, wohnt bei einem Zuhälter (Manfred Lehmann). Wilhelm, der älteste Sohn, kämpft als Infanterist im Schützengraben, sein Bruder dient in der Etappe. Dem alten Gustav ist nur noch Heinz (Michael Kausch), der Jüngste, geblieben. Plötzlich kommt Wilhelm auf Urlaub …
Text: Funk Uhr 35/1979, S. 30
 
Folge 3 (Erstausstrahlung: 10.09.1979):
Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges: Der "eiserne Gustav" besitzt nur noch zwei Droschkenpferde. Einen Stallknecht kann er sich nicht mehr leisten, er muss die Tiere selbst versorgen. Auch die Wohnung ist zu teuer, deshalb zieht die Familie in eine kleinere um. Aber das Leid der Hackendahls wird noch größer: Der Sohn Wilhelm fällt an der Front, während seine Frau ihr zweites Kind erwartet. November 1918: Der Krieg geht zu Ende, in Berlin herrscht Revolution. Erich, der jüngste Sohn Gustavs, gerät auf die schiefe Bahn und macht große Geschäfte als Schieber.
Text: Funk Uhr 36/1979, S. 38
 
Folge 4 (Erstausstrahlung: 17.09.1979):
Im Nachkriegswinter 1918/19 leiden die Berliner bittere Not. Doch der Schieber und Kriegsgewinnler Erich Hackendahl kann sich jeden Luxus leisten. Er ahnt nicht, dass seine Freundin Tinette (Valerie de Tilbourg) von seinem Bruder Heinz glühend verehrt wird. Tinette fühlt sich geschmeichelt und kleidet den Jungen vollkommen neu ein, damit sie ihn in die Salons und Bars der "vornehmen" Welt einführen kann. Der unerfahrene Heinz ist wie geblendet …
Text: Funk Uhr 37/1979, S. 36
 
Folge 5 (Erstausstrahlung: 24.09.1979):
Herbst 1922. Gustav Hackendahl hat Arbeit gefunden im Lokal "Zum groben Gustav". Der Name passt: Mit Stänkereien gegen die Gäste reagiert er seinen Ärger über seine Kinder ab. Als Erich bei ihm auftaucht, kommt es zum Riesenkrach zwischen Vater und Sohn. Heinz lebt bei seiner Schwägerin und spielt den Ersatzvater für die Kinder seines gefallenen Bruders. Und Eva ist mit ihrem zwielichtigen Freund Eugen im Gefängnis gelandet.
Text: Funk Uhr 38/1979, S. 42
 
Folge 6 (Erstausstrahlung: 01.10.1979):
Der "eiserne Gustav" kommt in Schwierigkeiten. Im Jahre 1924 kann er nur noch nachts mit seiner Kutsche Geld verdienen, weil ihm tagsüber die "Benzinstänker" das Geschäft kaputtmachen. Sein Sohn Heinz – dessen Frau Irma (Gabriele Schramm) ein Kind erwartet – verliert seinen Posten und gerät bei einem Stellenangebot in einem Gewissenskonflikt. Von seiner Entscheidung hängt das Wohl der Familie ab.
Text: Funk Uhr 39/1979, S. 38
 
Folge 7 (Erstausstrahlung: 08.10.1979):
Berlin im Jahre 1925, viele sind arbeitslos. Der "eiserne Gustav" erlebt in diesem Jahr den Triumph seines Lebens: Er hält es als Lohnkutscher nicht mehr aus und macht seine Droschke fertig, um von Berlin nach Paris zu fahren. Eine große Zeitung unterstützt ihn mit Geld und macht ihn zum "Helden von Berlin". Aber seine familiären Schwierigkeiten sind geblieben: Die Polizei jagt seinen Sohn Erich, und Heinz hat noch immer keine Stellung. Dann erfährt der "eiserne Gustav" von der tödlichen Krankheit seiner geliebten Frau …
Text: Funk Uhr 40/1979, S. 45

Link: 1) Wikipedia, 3) prisma.de, 4) Kurzportrait bzw. Beschreibung innerhalb dieser HP
Quelle: 2) Wikipedia

Weitere Links bei www.wunschliste.de, www.fernsehserien.de

  

Die Hauptakteure:
Gustav Knuth

Gustav Knuth als Frerk in "Das Mädchen von Fanö"; Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

… spielte den "eisernen Gustav", den Droschkenkutscher Gustav Hackendahl.
 
Geboren am 7. Juli 1901 in Braunschweig,
gestorben am 1. Februar 1987 in Küsnacht, in der Nähe von Zürich.
 
Kurzbiografie zu Gustav Knuth innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Gustav Knuth
 
Foto: Gustav Knuth als Frerk in "Das Mädchen von Fanö"*),
einem Liebesfilm aus dem Jahre 1940
 
Foto mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
*) Der Link führt zur Filmbeschreibung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Eva Brumby
 
Eva Brumby; Copyright Virginia Shue
Foto zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
… spielte die Ehefrau von Gustav Hackendahl.
  
Geboren am 9. Juli 1922 in Berlin,
gestorben am 14. Mai 2002 in Hamburg.

Die Tochter eines Rechtsanwalts nahm von 1938 bis 1940 Schauspielunterricht bei Lucie Höflich1). Am Staatstheater Kassel erhielt sie 1940 ihr erstes Engagement. 1945 kam sie an das Berliner "Hebbel-Theater", 1949 an das "Deutsche Theater".
1950 bis 1954 und dann wieder von 1956 bis 1960 gehörte sie zum "Berliner Ensemble". Danach gastierte sie an verschiedenen Theatern wie den Städtischen Bühnen Essen, an den Städtischen Bühnen Dortmund, bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen, am "Jungen Theater" (später "Ernst Deutsch Theater"), am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg und an den dortigen "Kammerspielen" sowie am "Niedersächsischen Staatstheater" und an der "Landesbühne Hannover".

Eva Brumby wirkte auch in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien mit. In der Serie "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" hatte sie von 1994 bis 1995 eine Dauerrolle als Eller Büttel.
Seit 1979 war sie Dozentin an der "Hochschule für Musik und darstellende Kunst" in Hamburg. Sie war mit dem Schauspieler Gert Karl Schaefer2) (1920 – 1996) verheiratet. Das Ehepaar hatte vier Kinder: Katharina, Nikolai sowie die Schauspieler Susanne Schaefer2) und Gert Schaefer2); der 1955 in Göttingen geborene Gert Schaefer starb mit nur 58 Jahren am 20. August 2014 nach langer, schwerer Krankheit in Hamburg.

Quelle: Wikipedia (Stand Februar 2009)
 
Weitere Filme*) mit Eva Brumby
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Rainer Hunold

Rainer Hunold; Copyright Edmond Frederik

 … spielte Gustav Hackendahls ältesten Sohn Wilhelm.

Geboren am 1. November 1949 in Braunschweig.
  
Kurzportrait zu Rainer Hunold innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Rainer Hunold
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik

Volker Lechtenbrink

Volker Lechtenbrink; Copyright Virginia Shue

… spielte Gustav Hackendahls mittleren Sohn Erich.
 
Geboren am 18. August 1944 im ostpreußischen Cranz.
  
Kurzbiografie zu Volker Lechtenbrink innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia, www.deutsches-filmhaus.de
Kontaktadresse: Agentur Ute Nicolai
 
Weitere Filme*) mit Volker Lechtenbrink
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
Michael Kausch
 
Michael Kausch; Copyright Virginia Shue
Foto zur Verfügung gestellt von der
Hamburger Fotografin Virginia Shue
© Virginia Shue
(starfotos@virginia-hamburg.de)
Michael Kausch 2003; Urheber: Dirk Schneider (ds-foto); Lizenz: CC-BY-SA-3.0/de; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Foto: Michael Kausch 2003
Urheber: Dirk Schneider (ds-foto);
Lizenz: CC-BY-SA-3.0/de;
Quelle: Wikipedia
bzw. Wikimedia Commons
… spielte Gustav Hackendahls jüngsten Sohn Heinz.
 
Geboren am 11. März 1949 in Mettmann (Nordrhein-Westfalen).
 
Kausch studierte von 1972 bis 1975 an der "Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel", heute "Universität der Künste Berlin". Während des Studiums trat er mit Jutta Kausch als "Jutta und Michel Kausch" in Berliner Folkkneipen wie "Go-In" und "Steve Club" auf, trug teils eigene Chansons, teils selbstvertonte Texte von Fritz Grasshoff, Bertolt Brecht, Günter Frorath oder Georg Bungter vor. Im Anschluss gehörte er bis 1978 dem "GRIPS-Theater Berlin" an.
Seine erste TV-Rolle war 1978 in dem Wolfgang Staudte-Mehrteiler "Der eiserne Gustav". Es folgten weitere Rollen in deutschen Fernsehserien wie "Achtung Zoll!" (1980), "Christian und Christiane" (1982), "Die Pawlaks – Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet"1) (1982), "Kontakt bitte…" (1983) und "Tiere und Menschen" (1984).
1984 spielte er die Rolle des Ernst Simon in vier Folgen von Edgar Reitz' elfteiligem Epos "Heimat – Eine deutsche Chronik"2). Große Bekanntheit beim Fernsehpublikum erreichte er zudem als Rechtsanwalt Giselmund Arnold an der Seite von Manfred Krug in "Liebling Kreuzberg"2) von 1985 bis 1989 (ausgestrahlt 1986–1990 von der 1. bis 3. Staffel). Daneben spielte er von 1986 bis 1988 in "Die Schwarzwaldklinik"2) den Dr. Engel. Von nun an war Kausch in vielen populären TV-Serien mit Gastrollen zu sehen, z. B. in "Ein Fall für zwei" (1991), "Praxis Bülowbogen" (1992), "Unser Lehrer Doktor Specht" (1992), "Salto Postale" (1993), "Die Männer vom K3" (1993), "Dr. Stefan Frank" (1995) oder "Wolffs Revier" (1996). Er wirkte in zahlreichen TV-Filmen mit, etwa in Matti Geschonnecks "Tödliche Rettung" (1997) oder in der Rosamunde Pilcher-Verfilmung "Blüte des Lebens" (1999).
2004 gestaltete Kausch in der Heimat-Trilogie in allen sechs Episoden von "Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende"2) wieder den Ernst Simon, ebenso erneut den Dr. Engel 2005 in der "Schwarzwaldklinik"-Fortsetzung "Die nächste Generation". 2006 zeigte er sich mit einer Gastrolle in der Fernsehserie "Wilsberg", 2008 übernahm eine Hauptrolle in dem Kurzfilm "Silvester Home Run"2). In jüngerer Zeit trat Kausch unter anderem in der "Tatort"-Episode aus Konstanz "Das schwarze Haus"2) (2011) als undurchsichtiger Patrick Jeschke sowie in der Episode "Oh Gott, es ist eine Liebesgeschichte" (EA:30.01.2014) aus der RTL-Comedy-Serie "Der Lehrer"2) auf dem Bildschirm in Erscheinung.
Kausch war und ist vor allem als Theaterschauspieler aktiv, vornehmlich an Berliner Theatern wie dem "Renaissance-Theater", dem "Schillertheater" und dem "Schlossparktheater", aber auch Tourneen unter anderem mit dem "Theater Dreiländereck" und dem "Tourneetheater Margot Medicus" zählen zu seinem Wirken. Wichtige Rollen hatte er beispielsweise in Ibsen-Stücken wie "Nora oder Ein Puppenheim", "Die Frau vom Meer" oder "Gespenster", außerdem in Brechts "Die Kleinbürgerhochzeit" oder Shakespeares "Richard II.".

Kausch war zeitweise mit seiner Schauspielkollegin Susanna Capurso2) verheiratet und hat gemeinsam mit ihr einen Sohn. Er lebt heute mit seiner zweiten Ehefrau, einer Ingenieurin, im schwäbischen Aalen in der Nähe von Stuttgart.
 
Quelle (überwiegend): Wikipedia (abgerufen 03.07.2012/April 2015)
Michael Kausch bei www.schauspieler60plus.de
 
Weitere Filme*) mit Michael Kausch
 
Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia
Dagmar Biener
 

Dagmar Biener; Copyright Helga Schlack

Dagmar Biener 2008 auf
Dampferfahrt mit dem Theaterclub Berlin
Foto mit freundlicher Genehmigung von Helga Schlack, Ehefrau des Schauspielers Peer Schmidt*) (1926 – 2010); 
© Helga Schlack 
*) Link: Kurzportrait innerhalb dieser HP
… spielte Gustav Hackendahls Tochter Sophie.
 
Geboren am 23. Juni 1946 in Berlin.
  
Kurzbiografie zu Dagmar Biener innerhalb dieser Homepage.
 
Siehe auch Wikipedia

Kontakt: Agentur Ute Nicolai

Weitere Filme*) mit Dagmar Biener

Eos Schopohl … spielte Gustav Hackendahls Tochter Eva.
 
Geboren 1953 in Moosburg an der Isar.
 
Die Tochter eines Arzt-Ehepaares und wuchs zunächst mit der persischen Sprache auf, da ihre Eltern bis zu ihrem 7. Lebensjahr im Iran lebten und arbeiteten. Nach Deutschland zurückgekehrt, begann Eos Schopohl nach dem Besuch des Gymnasiums im November 1970 ihre künstlerische Ausbildung an der Schauspielschule von Hildburg Frese1) in Hamburg. Im selben Jahr noch debütierte sie am dortigen "Operettenhaus" in einem Weihnachtsmärchen und stand im "Märchen von der Nuß" auch auf der Bühne des Schauspielhauses der Hansestadt. Im darauffolgenden Jahr spielte sie in verschiedenen Inszenierungen im "Haus an der Kirchenallee", so in "Einer muß der Dumme sein" von Georges Feydeau, in "Kasimir und Karoline"1) von Öön von Horváth oder Aristophanes' Komödie "Lysistrata"1) in einer Inszenierung von Dieter Dorn. Als am 7. April 1971 der "Malersaal", eine Experimentalbühne des "Hamburger Schauspielhauses", ihren Spielbetrieb aufnahm, war Eos Schopohl dort in der deutschen Erstaufführung von Edward Bonds1) "Die Hochzeit des Papstes" unter der Regie von Peter von Wiese zu sehen.
Bis 1981 hatte Schopohl weitere Engagements am Berliner "Schillertheater", am "Schauspielhaus Bochum" und am "Schauspiel Frankfurt". An letzterem erhielt sie 1981 im Zusammenhang mit der Besetzung des Theaters durch RAF-Sympathisanten in ihrer Eigenschaft als Co-Direktorin die fristlose Kündigung. Während ihrer schauspielerischen Tätigkeit arbeitete sie mit bekannten Regisseuren wie Hans Lietzau, Peter Palitzsch, Wilfried Minks, Claus Peymann oder Heiner Müller zusammen. Von 1982 bis 1987 studierte Schopohl Philosophie und Geschichte an der "Universität Paris VIII"1). In dieser Zeit besuchte sie darüber hinaus die "École Internationale de Théŕtre" des Theaterpädagogen Jacques Lecoq1). Nach Abschluss ihres Studiums begann sie eine Regieausbildung an den "Münchner Kammerspielen", neben anderen bei Dieter Dorn, George Tabori, Thomas Langhoff und Franz Xaver Kroetz. Ihre erste eigene Inszenierung zeigte sie 1989 im Werkraum der "Kammerspiele" mit dem Stück "Stalin" von Gaston Salvatore1). Ab 1992 übernahm Schopohl Lehraufträge im Fach "Rollenunterricht" sowohl an der "Otto-Falckenberg-Schule"1) als auch an der "Hochschule für Musik und Theater München"1).
Im darauffolgenden Jahr gründete Eos Schopohl gemeinsam mit dem Dramaturgen Boris Heczko2) und der Bühnenbildnerin Lucia Nußbächer die experimentelle Theatergruppe "Fisch&Plastik"1), der sie noch heute angehört und bei deren Inszenierungen sie als Regisseurin verantwortlich zeichnet. 1994 inszenierte sie gastweise Peter Handkes Stück "Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten" am Theater "El Hanagar" in Kairo. Daneben ist Schopohl auch an anderen Bühnen tätig, so beispielsweise am Münchner "theater VIEL LÄRM UM NICHTS"1) oder den "Kammerspielen"1) in Landshut.

In den 1970er und 1980er Jahren arbeitete Eos Schopohl gelegentlich auch für das Fernsehen. Neben Rollen in zwei "Tatort"-Episoden (1973: "Platzverweis für Trimmel"1)/1978: "Himmelfahrt"1)) spielte sie unter anderem 1979 die Filmtochter von Gustav Knuth und Eva Brumby in "Der eiserne Gustav", einer 7-teiligen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Fallada.
 
Quelle: Wikipedia (mit weiterführenden Quellenangaben)
  
Vita zu Eos Schopohl bei www.fischundplastik.de

Weitere Filme*) mit Eos Schopohl
 
Link: 1) Wikipedia, 2)  journalistenakademie.de

Valérie de Tilbourg … spielte die Tinette, Freundin von Erich Hackendahl.
 
Geboren am 26. Juli 1952.

Weitere Filme*) mit Valérie de Tilbourg

Gabriele Schramm … spielte die Irma, Ehefrau von Heinz Hackendahl.
 
Geboren am 6. Februar 1950 in Berlin.
 
Im Fernsehen wurde Gabriele Schramm hauptsächlich durch die Serie "Drei Damen vom Grill"1) bekannt, in der sie an der Seite von Brigitte Mira, Brigitte Grothum, Günter Pfitzmann, Harald Juhnke sowie Ilja Richter in 140 Folgen als "Margot Färber" zu sehen war. Weitere Serien, in denen sie auftrat, waren "Der Eiserne Gustav", "Spreepiraten"1), "Kopfball"1), "Parole Chicago"1) und "Die Wache"1). Daneben hatte sie Auftritte in TV-Einzelproduktionen und trat auch bei verschiedenen Galas in Erscheinung.
Als Theaterschauspielerin war sie in Berlin, Hamburg, Bad Godesberg, Oldenburg, München zu sehen. Daneben übernahm sie auch Hörspielrollen, so etwa in der Hörspielserie "Damals war's – Geschichten aus dem alten Berlin"1).
Als Autorin veröffentlichte sie die autobiografische Erinnerung "Helles Kind – Glückskind" (2011) und den Erzählband "Ganz schön schwierig… trotzdem Liebe!" (2011). Im November 2014 publizierte sie "Gefühlssalat mit lauwarmen Würstchen" mit dem Untertitel "Kleine Krimis unter Nachbarn, fast normal" und das Buch "Echte Schloßgespenster tragen rote Socken: Eine vorweihnachtliche Begebenheit für alle Kinder. Besonders für die erwachsenen Kinder ….", Seit Mitte November 2015 ist ihre Geschichte "Ein vierblättriges Kleeblatt zum glücklichen Fest" auf den Markt.

Gabriele Schramm war mit dem Schauspieler Hans-Joachim Grubel2) (1944 – 2004) verheiratet; aus erster Ehe stammt eine 1972 geborene Tochter.
 
Quelle: Wikipedia

Weitere Filme*) mit Gabriele Schramm
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP

Manfred Lehmann
 
Manfred Lehmann 2006; Urheber: Sven Wolter (Ausschnitt des Fotos Manfred_Lehmann_001.png); Lizenz: CC-BY-SA-3.0/de; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Foto: Manfred Lehmann 2006
Urheber: Sven Wolter
(Ausschnitt des Fotos
Manfred_Lehmann_001.png)
Lizenz: CC-BY-SA-3.0/de;
Quelle: Wikipedia
bzw. Wikimedia Commons
… spielte den Zuhälter Eugen Bast.
 
Geboren am 29. Januar 1945 in Berlin.
 
Aufgewachsen in seiner Geburtsstadt Berlin, nahm Lehmann nach seinem Schulabschluss Schauspielunterricht bei Edith Hildebrandt. Anschließend wirkte er an verschiedenen Berliner Bühnen, so am "Forum Theater" (1968/69), an der "Komödie Berlin", an der "Schaubühne am Halleschen Ufer" (1969–1971), am "Schiller-Theater" (1974–1977) und am "Grips-Theater" (1980). Seit Anfang der 1970er Jahre ist Lehmann für den Film tätig.
 
Manfred Lehmann spielte in deutschen Fernsehproduktionen mit, darunter mehrmals im "Tatort" und bei "Ein Fall für zwei". Auch in internationalen Kinofilmen war er zu sehen, beispielsweise zusammen mit Lewis Collins und Klaus Kinski in "Geheimcode: Wildgänse"1) (1984) und "Kommando Leopard"
1) (1985).
Für das wöchentliche ZDF-Verbrauchermagazin WISO spielt Lehmann den "Detektiv Sommer".
Einem breiten Publikum wurde Lehmann durch seine Arbeit als Synchronsprecher bekannt. Er ist die Standardstimme von Bruce Willis und Gérard Depardieu, außerdem synchronisiert er unter anderem Dolph Lundgren, Kurt Russell und James Woods. Einmalig hat er auch seine Stimme Steven Seagal im Film "The Patriot"1) geliehen; zwei Mal lieh er sie dem Schauspieler und Komiker Bill Murray. Darüber hinaus ist er in Werbespots in Radio und Fernsehen (vor allem bekannt für "Praktiker") und "Meda–Küchen" sowie in Hörspielen (z.B. in Jeff Waynes Musikversion von "Der Krieg der Welten") und Dokumentationen zu hören.

Lehmann wohnt in Berlin. Seine Tochter Dascha Lehmann1) ist ebenfalls als Synchron- und Hörspielsprecherin aktiv.
 
Quelle: "Langen Müllers Schauspielerlexikon der Gegenwart" (München 1986, S. 579)
sowie Wikipedia (abgerufen 06.07.2012)

Weitere Filme*) mit Manfred Lehmann
 
Link: 1) Wikipedia

*) Link: Internet Movie Database.
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