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Zurück in Deutschland brillierte der Star in weiteren Erfolgsfilmen und konnte endlich ihre schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis stellen, gab elegante Salondamen und jugendliche Liebhaberinnen, die sie häufig mit leichter, angenehmer Erotik spielte. In den 30ern war Camilla Horn eine der größten deutschen Leinwandstars, Filme wie die Militärromanze "Rakoczy-Marsch" (1933, von und mit Gustav Fröhlich), "Der rote Reiter" (1934, mit Ivan Petrovich), "Der Doppelgänger" (1934) oder "Fahrendes Volk" (1938, mit Hans Albers) ließen die Kinokassen klingeln. Zur Filmografie gehört auch der antibolschewistische Propaganda-Streifen "Weiße Sklaven" (1936), der auch unter dem Titel "Panzerkreuzer Sebastopol" in die Kinos kam. Eine Chansonette mimte sie in dem Krimi "Zentrale Rio"3) (1939), eine frivole Tänzerin bzw. Freundin des Protagonisten Eddie alias Attila Hörbiger in Werner Klinglers Boxerdrama "Die Letzte Runde"3) (1940). In dem Historienepos "Friedemann Bach"3) (1941) mit Gustaf Gründgens in der Titelrolle erlebte man sie als Tänzerin Mariella Fiorini, mit Viktor de Kowa stand sie für Paul Martins Komödie "Intimitäten"3) (1944) vor der Kamera, ein Film, der jedoch erst nach Kriegsende 1948 in die Kinos kam. Camilla Horn beschrieb die Situation zu diesem Film in ihren Erinnerungen wie folgt: "Mein letzter im Krieg gedrehter Film hieß "Intimitäten", ein reizendes, burleskes Verwechslungsspiel mit dem einmaligen Viktor de Kowa. Der Regisseur Paul Martin hatte zusammen mit Peter Groll nach einer Komödie von Pal Barabas ein witziges Drehbuch verfasst, und alle Beteiligten hatten ihren Spaß an der Freud. Die reizende Gretl Schörg, der zwielichtige-verschusselte Harald Paulsen, Ernst Waldow und Hans Stiebner waren die Kollegen. "Intimitäten" war ein herrlich alberner Film in einer schrecklichen, traurigen Zeit. Heute kommt mir das pervers vor." Nebenher war Camilla Horn auch in britischen, französischen und italienischen Produktionen zu sehen, etwa in "Matinee Idol" (1933), "The Luck of a Sailor" (1934), "Vertigine" (1941, Tragödie einer Liebe) oder "Angelo del crepuscolo" (1942). 1943 legte sich die Schauspielerin mit der Reichsfilmkammer an und zog sich wenig später vorerst vom Film zurück. Nach dem Krieg war Camilla Horn vorübergehend als Dolmetscherin für die US-Army beschäftigt, ab 1949 nahm sie wieder sporadisch Filmangebote an. Ihre erste Nachkriegsarbeit war der eher unbedeutende Krimi "Gesucht wird Majora" (1949), es folgte der von Rolf Meyer nach einer Erzählung von Gerhart Hauptmann in Szene gesetzte Zirkusfilm "Königin der Arena" (1952) mit der Rolle der Dompteuse Diana Bianca. Weitere Auftritte hatte sie unter anderem in der Komödie "Vati macht Dummheiten" (1953) und in der internationalen Krimi-Produktion "Rebus" (1969), zuletzt sah man sie in Peter Schamonis "Die letzte Geschichte von Schloss Königswald" (1988) als schrullige Adelige auf der Leinwand. In dieser nach einer Novelle von Horst Bienek, der auch das Drehbuch schrieb, entstandenen Hommage an die großen weiblichen Ufa-Stars wirkten unter anderem auch die Filmlegenden Marika Rökk1) (1913 2004), Carola Höhn1) (1910 2005) und Marianne Hoppe1) (1909 2002) mit → www.schamoni.de. Wenige Male agierte Camilla Horn im Fernsehen, so unter anderem in dem Mehrteiler "Die Löwenlotte" (1965) und "Frankies Braut" (1982). Hauptsächlich kümmerte sie sich als Landwirtin um ihren Hof in in Neuruppin, dazwischen gab sie immer mal wieder Theatergastspiele in Frankfurt und Stuttgart und war auch für den Hörfunk tätig. Als den Mann ihres
Lebens bezeichnete der ehemalige Ufa-Star ihren Schauspielerkollegen Gustav Diessl1)
(1899 1948), eine zeitlang war sie mit dem britischen Filmkollegen Louis Graveure
(1888 1965) liiert, dessen Partnerin sie in dem Streifen "Ein Walzer für dich" (1934) war.
Außerdem war sie vier Mal verheiratet, mit dem Kaufmann Klaus Geerts,
dem Architekten Kurt Kurfis,
mit Robert Schnyder und mit Rudolf Mühlfenzl, dem Chefredakteur des
Bayerischen Rundfunks. 1985 hatte sie ihre Erinnerungen unter dem Titel "Verliebt in die Liebe"
veröffentlicht. |
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Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser
HP, 2) Wikipedia, 3) Murnau-Stiftung 4) Quelle: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 169/170 |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch; zahlreiche Fotos bei film.virtual-history.com |
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