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Neben Peter Zadek und Fritz Kortner gehören auch Johannes Schaaf, Heribert Sasse, Harald Clemen, Dieter Dorn, Günter Krämer, Helmut Polixa oder Hans Lietzau zu den renommierten Theatermachern, mit denen Friedhelm Ptok im Verlaufe der Jahre eine enge Zusammenarbeit verband. Rollen wie der Schriftsteller Trigorin in Anton Tschechows Schauspiel "Die Möwe", der Wissenschaftler Protassow in Maxim Gorkis Tragikkomödie "Kinder der Sonne" oder der Genosse Höderer in Sartres berühmtem Theaterstück "Die schmutzigen Hände" gehörten ebenso zum Repertoire wie der Lord Leicester in Schillers Drama "Maria Stuart". Die Liste der Bühnenfiguren, die Ptok facettenreich interpretierte, ist lang und kann an dieser Stelle nicht umfassend gewürdigt werden, in jüngerer Zeit ist das Zwei-Personenstück "Unscharfe Bilder" zu nennen, das Georg Immelmann einfühlsam für die Bühne nach dem Roman von Ulla Hahn in Szene gesetzt hatte. In der spannenden Geschichte, die einen Vater-Tochter-Konflikt thematisiert, erlebte man Friedhelm Ptok an der Seite von Sabine Falkenberg, der Dialog zwischen Tochter und Vater über dessen Nazi-Vergangenheit wurde am 4. Mai 2004 in den "Hamburger Kammerspielen" uraufgeführt und fand ein begeistertes Premierenpublikum. Die Fernsehzuschauer kennen den Schauspieler seit Mitte der 1960er Jahre nicht nur aus verschiedenen Theateraufzeichnungen, in TV-Spielen und Serien ist er seit Jahrzehnten auf dem Bildschirm präsent. Ludwig Cremer beispielsweise besetzte ihn in als Scipio in dem Historiendrama "Caligula" (1966) neben Horst Frank in der Titelrolle, in Hans Schweikarts Thoma-Adaption "Magdalena" (1967) agierte Ptok an der Seite von Therese Giehse und Rudolf Vogel. In der Historienserie "Die Melchiors" (1972), den Geschichten um eine Lübecker Kaufmannsfamilie, war er ebenso vertreten wie in Volker Schlöndorffs autobiografisch gefärbtem Problemfilm "Strohfeuer" (1972), zu dem Schlöndorff gemeinsam mit Margarethe von Trotta das Drehbuch geschrieben hatte, die auch die weibliche Hauptrolle spielte. In dem Kriminaldrama "Ermittlungen gegen Unbekannt" (1974), basierend auf von Günter Wallraff zusammengetragenen Fakten, war Ptok als Rechtsanwalt Gründler zusammen mit Vadim Glowna und Dieter Laser zu sehen. Die 1980er und 90er Jahre waren eher von sporadischen Auftritten in verschiedenen Fernsehspielen (z.B. "Kartoffeln mit Stippe", 1990 oder "Ausweglos", 1995), Mehrteilern (z.B. "Kein Rezept für die Liebe", 1993) sowie Serien geprägt, zu denen auch Quotenrenner wie "Liebling Kreuzberg", "Unser Lehrer, Herr Dr. Specht", "Die Botschafterin", "Der Landarzt" oder "Praxis Bülowbogen" zählen. In jüngerer Zeit tauchte Ptok unter anderem bei "Alarm für Cobra 11", "Der Letzte Zeuge", "Nicht ohne meinen Anwalt", "Für alle Fälle Stefanie" und auf dem "Traumschiff" auf, 2004 wurde Jobst Christian Oetzmanns Problemfilm "Delphinsommer"1) ausgestrahlt, welcher hinter die Kulissen einer Sekte schaut und in dem Friedhelm Ptok den Vorsteher der Glaubensgemeinschaft verkörperte; eine schöne Rolle war 2005/06 viele Folgen lang die des Werner Gravenberg bzw. Großvaters von Daniel (Roman Rossa) in der ZDF-Telenovela "Julia Wege zum Glück"1) sowie des Ole Olsson in dem Melodram "Die Frau am Leuchtturm" (2006) aus der "Inga Lindström"-Reihe. Zwischen 2008 und 2009 (Folgen 464;485, 583585) übernahm er die Rolle des charmanten Heinrich Prigge in der ARD-Telenovela "Rote Rosen"1). Danach zeigte sich Ptok unter anderem in der Serie "Danni Lowinski" (2010, Episode "Klassenkampf") und in der Komödie "Bei manchen Männern hilft nur Voodoo" (2010). In der ZDF-Krimiserie "Die Rosenheim-Cops" mimt er seit 2009 in einigen Folgen den Olaf Hansen, Vater des Kriminalhauptkommissars Sven Hansen (Igor Jeftic), zuletzt in der Episode "Der Blumenmörder von Rosenheim" (EA: 29.11.2011).
Als Synchronsprecher tritt der Schauspieler vor allem für Ian McDiarmid mit der Rolle des Senators Palpatine bzw. Darth Sidious in den drei "Star Wars"-Episoden in Erscheinung. |
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*) Geburtsdatum laut IMDb, Filmportal, Langen Müller's
"Schauspielerlexikon der Gegenwart" und "dtv
Theaterlexikon". Die "Agentur Matthies" nennt dagegen 1938 als Geburtsjahr. Link: 1) Wikipedia |
Stand Februar 2012 | ||||
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Kontakt: www.agentur-matthies.com Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de |
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