Dietrich Mattausch; Copyright Edmond Frederik Dietrich Mattausch wurde am 26. April 1940 im böhmischen Leitmeritz1) (heuteLitoměřice, Tschechien), in der Nähe von Prag geboren und wuchs – 1945/46 aus dem heutigen Tschechien ausgewiesen – in Oberhessen auf. Nach der "mittleren Reife" machte er zunächst auf Wunsch seiner Eltern das Wirtschaftsabitur sowie eine Lehre als Speditionskaufmann, nahm gleichzeitig Phonetikunterricht und privaten Schauspielunterricht, um seinen "Traumberuf" zu verwirklichen. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er an kleineren Theater wie dem "Kellertheater" in Mainz, weitere Stationen wurden das "Junge Theater"1) in Göttingen (1963), "Die Komödie"1) in Frankfurt/a.M. (1964/1966), das "Landestheater Schleswig"1) (1967/68), das " Landestheater Detmold"1) (1968/1969), die "Badische Landesbühne"1) in Bruchsal (1969), das "Theater Baden-Baden"1) (1969/1970) und die "Bühnen der Hansestadt Lübeck"1) (1971), zwischen 1972 und 1974 wirkte Mattausch am "Deutschen Theater"1) in Göttingen. Ab Mitte der 1970er Jahre avancierte er an so bedeutenden Theatern wie beispielsweise dem "Deutschen Schauspielhaus"1) in Hamburg (1975 – 1979), dem "Residenztheater"1) in München oder dem Wiener "Burgtheater"1) zu einem der gefragten und renommierten Bühnendarsteller.
 
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
In Hamburg brillierte Mattausch unter anderem in Inszenierungen von Peter Zadek1): Er verkörperte in Zadek-Inszenierungen den Rodrigo in "Othello"1) (1976), den Camillo in "Das Wintermärchen"1) (1978), den Brinan in der deutschen Erstaufführung von Ayckbourns1) "Spaß beiseite" (1979) und den Kenneth in "Verlorene Zeit" (1984) von John Hopkins1). Weitere Rollen waren der Phileas Fogg in Jérôme Savarys1) "In 80 Tagen um die Welt" (1978) und der Cassius in "Julius Caesar"1) (1986). 1979 wechselte er zur "Freien Volksbühne"1) in Berlin, wo er mit Zadek weiterarbeitete. Hier spielte er den Philinte in der Uraufführung von Enzensbergers1) "Molières Menschenfeind" (1979) und den Vincentio/Hortensio in "Der Widerspenstigen Zähmung"1) (1981). 1980/1981 gastierte er am "Bayerischen Staatsschauspiel"1) in München als der Landarzt Dr. Östermark in August Strindbergs "Der Vater"1) und 1996/97 als Präsident von Walter in "Kabale und Liebe"1).*)

Dietrich Mattausch als Fiesco, Graf von Lavagna, in
"Die Verschwörung des Fiesco zu Genua"1) von Friedrich Schiller
Regie: Niels-Peter Rudolph1); "Deutsches Schauspielhaus" Hamburg (25.05.1981)
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) 
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Dietrich Mattausch in "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua"; Copyright Virginia Shue
Anfang der 1970er Jahre begann zudem Mattauschs umfangreiche Tätigkeit für Film und Fernsehen. Vor allem mit seinen Auftritten in so beliebten Krimi-Reihen wie "Der Alte", "Peter Strohm", "Ein Fall für zwei", "Die Männer vom K3" oder "Tatort", aber auch in Unterhaltungsserien wie "Unser Lehrer Dr. Specht", "Traumschiff" oder "Klinik unter Palmen" etablierte er sich zu einer festen Größe auf dem Bildschirm. Ungeheure Popularität erlangte Mattausch mit seiner Darstellung des Kriminaldirektors Norbert Rick in der erfolgreichen Krimiserie "Der Fahnder"1), eine Figur, die er zwischen 1984 und 2005 mehr als 200 Mal verkörperte.
Mit Fernsehspielen wie "Reinhard Heydrich – Manager des Terrors", in dem er 1977 mit der Titelrolle zu sehen war, das von Heinz Schirk inszenierte sehenswerte Dokumentarspiel "Die Wannseekonferenz"1), wo er 1984 erneut den Nazi-Schergen und SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich1) verkörperte, aber auch in TV-Adaptionen von Klassikern wie 1986 das Schiller-Drama "Maria Stuart" und seiner Rolle des Leicester bewies der Schauspieler immer wieder seine enorme Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit.
Dietrich Mattausch und Ruth Maria Kubitschek in "Im Schatten der Angst"; Copyright Ziegler Film Das Rollenrepertoire des Schauspielers ist breit gefächert und nicht auf bestimmte Charaktere festzulegen, er gestaltet Figuren der "gehobenen Gesellschaft" wie Banker, Ärzte, Direktoren oder Staatsanwälte ebenso überzeugend wie eiskalte Typen oder zynische Intellektuelle und wird auch als der "Mann mit den vielen Gesichtern" bezeichnet. Beispielsweise glänzte er ab 1990 in Felix Mitterers preisgekrönten, vierteiligen Satire rund um die Berliner Familie Sattmann, die in "Die Piefke-Saga"1) Jahr für Jahr ins Zillertal fährt, mit der Rolle des Fabrikanten Karl-Friedrich Sattmann neben Brigitte Grothum, die seine Ehefrau spielte; im gleichen Jahr sah man ihn in Rainer Erlers Zweiteiler "Die Kaltenbach-Papiere" mit Mario Adorf. 1993 begeisterte er in der Kinderserie "Der kleine Vampir – Neue Abenteuer"1) als "Ludwig der Fürchterliche", stand ein Jahr später für den satirischen Mehrteile "Wir sind auch nur ein Volk" vor der Kamera: Hier beeindruckte er als West-Autor Anton Steinheim, der das Drehbuch für eine Fernsehproduktion schreiben soll, die eine durchschnittliche ostdeutsche Familie und deren Lebenssituation in den Mittelpunkt stellen will; Steinheim kennt jedoch keine "Ossis", nimmt den Auftrag aber unter der Bedingung an, dass er eine Zeitlang eine typische ostdeutsche Durchschnittsfamilie beobachten darf.

Dietrich Mattausch und Ruth Maria Kubitschek in "Im Schatten der Angst" (1988)
nach dem Roman von Celia Fremlin1) (Regie: Wolf Gremm1)) → Die Krimihomepage
Mit freundlicher Genehmigung von www.ziegler-film.com
© Ziegler Film GmbH & Co. KG
In dem von Peter Weck inszenierten Melodram "Ich begehre dich" (1994), der sentimentalen Lovestory zwischen der älteren Modedesignerin Alexandra Meyberg (Christiane Hörbiger) und dem jungen mittellosen Pianisten Stefan Weber (Francis Fulton Smith1)) tauchte Mattausch als Alexandra Ehemann Helmut Meyberg auf,  1995 mimte er hinreißend den Norbert Bach in der turbulenten Komödie "Hotel Mama" an der Seite von Diana Körner. Diesen Part übernahm er 1997 auch in den Fortsetzungen "Hotel Mama – Die Rückkehr der Kinder" und 1999 in "Hotel Mama – Mama auf der Flucht".
Seit Mitte der 1990er Jahre war Dietrich Mattausch mit seiner Dauerrolle des Oberstaatsanwaltes Dr. Maas in der Krimi-Reihe "Die Straßen von Berlin"1) (1995 – 2000) auf dem Bildschirm präsent, mimte ab 1999 in den humorvollen Krimis mit dem "Pfundskerl"1) und "Blitzkurier"-Reporter Gottfried Engel alias Ottfried Fischer1) den Chefredakteur Friedemann Stein. 
Immer wieder steht Mattausch mit unterschiedlichsten Rollen für erfolgreiche Serien wie beispielsweise "Die Männer vom K3", "Der Alte", "SOKO Kitzbühel", "Alarm für Cobra 11", "Küstenwache", "Edel & Starck", "Hallo Robbie!", "Ein Fall für zwei" und natürlich "Tatort" vor der Kamera und gehört zu den vielbeschäftigten Fernsehstars. Zu den jüngeren TV-Produktionen des Schauspielers zählt unter anderem 2001 das Melodram "Anwalt des Herzens"1) und seine Rolle des Herbert Kurz sowie sein Part des Lebensgefährten der Titelheldin alias Christiane Hörbiger in der Romanze "Klaras Hochzeit"2). 2002 zeigte er sich dann als Rechtsanwalt Henning Koll, dessen Tochter kurz vor der Hochzeit mit Anwalt Marc Bender (Heio von Stetten1)) steht, in der heiteren Geschichte "Einspruch für die Liebe"2). Es folgten Auftritte in zahlreichen TV-Serien und -Einzelproduktionen, Ende Februar 2006 wurde der bis in die kleinste Nebenrolle prominent besetzte packende RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut"1) ausgestrahlt, welcher die Hamburger Jahrhundert-Flut am 16./17. Februar 19621) thematisiert und melodramatisch Fakten und Fiktion mischt. Vor dem Hintergrund der Katastrophe wird die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Krankenschwester Katja Döbbelin (Nadja Uhl1)), dem Oberarzt Markus Abt (Jan Josef Liefers1)) und Katjas Exgeliebten Jürgen Urban (Benno Fürmann1)) erzählt. Mattausch hatte den kleinen Part des Polizeichefs Matthias Labahn übernommen, der zum Krisenstab um den damaligen Innensenator Helmut Schmidt1) (Christian Berkel1)) gehörte.
Mattausch präsentierte sich anschließend unter anderem in der Episode "Frühlingsgefühle" (2006) aus der Reihe "Unter weißen Segeln"1) sowie in den turbulenten Komödien "Hunde haben kurze Beine"1) (2006) und "Zwei Wochen Chef"1) (2007). Als deutscher Botschafter Hermann Huber1) agierte er in dem RTL-Event Movie "Prager Botschaft"2) (2007) ebenso glaubwürdig wie als Weingutsbesitzer Bartolo Berlinghieri in der heiteren Romanze "Liebe auf den dritten Blick"2) (2007). In der Fortsetzung um die engagierte Ärztin Anna Louise Albrecht (Christiane Hörbiger) und ihren intriganten Kontrahenten Dr. Stefan Wolf, gespielt von Elmar Wepper, stellte er Ende Januar 2008 in der Episode mit dem vielsagenden Titel "Kampf bis aufs Skalpell" aus der Reihe "Zwei Ärzte sind einer zu viel"1) den Verleger Franz Märtin dar, der sich als "guter Geist" an der Seite der patenten Medizinerin empfiehlt. Eine weitere komödiantisch-melodramatische Geschichte "Wer im Glashaus sitzt …" – ebenfalls mit Mattausch als Franz Märtin – wurde Mitte Februar 2008 ausgestrahlt, die vierte und letzte Episode mit dem Titel "Der Schatz im Silbersee" folgte im Mai 2009. Unter der Regie von Karsten Wichniarz spielten neben Christiane Hörbiger und Elmar Wepper unter anderem so prominente Kollegen wie Wolfgang Fierek1) und Enzi Fuchs, das Drehbuch schrieb erneut Michael Baier1). Das ZDF-Melodram "Sommer der Entscheidung" aus der "Inga Lindström"-Reihe flimmerte am 3. Februar 2008 über den Bildschirm, hier gab der Schauspieler – wie immer überzeugend –  den Brauereibesitzer und Pferdeliebhaber Olof Wilander, der mit seiner verheimlichten, unehelichen Tochter Valerie (Saskia Valencia1)) konfrontiert wird.
 

Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Christian Mastalier zur Verfügung gestellt.
© Christian Mastalier (www.mastalier.com)

Dietrich Mattausch; Copyright Christian Mastalier
Als die ARD anlässlich des 70. Geburtstages von Christiane Hörbiger am 13. Oktober 2008 die Ausnahmeschauspielerin mit der Titelrolle in der Neuverfilmung von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der Besuch der alten Dame"1) ehrte, gehörte auch Dietrich Mattausch zur hochkarätigen Besetzungsriege. In dem behutsam modernisierten Klassiker gab er unter der Regie von Nikolaus Leytner1) die herausgehobene Figur des Polizisten, der in der bankrotten Provinzstadt Güllen für Recht und Ordnung zuständig ist. Als die Multimilliardärin Claire Zachanassian nach über 40 Jahren zurückkehrt, um auf makabre Weise Rache an ihrem ehemaligen Geliebten Alfred Ill (Michael Mendl) zu nehmen, wird auch er zum Komplizen der verlogene Moral seiner Mitbürger und unternimmt nichts, um Ill zu retten. Claire hat den Bürgern der bankrotten Provinzstadt Güllen ein unmoralisches, zutiefst verwerfliches Angebot gemacht, bietet eine horrende Geldsumme – falls Alfred "stirbt" → www.dieterwunderlich.de
"Sehnsucht nach Neuseeland"2) hieß die Romanze nach dem gleichnamigen Roman der Bestseller-Autorin Emilie Richards, in der Mattausch am 3. Mai 2009 mit der eher kleinen Rolle des Notars Nolan Davies daher kam. Freuen durfte man sich sicher auf das bereits 2008 von Horst Königstein1) realisierte ARD-Dokudrama "Die Treuhänderin – Frau und Macht"2), in dem der Schauspieler neben der Protagonistin Johanna-Christine Gehlen1) eine Rolle übernommen hatte. Armin Mueller-Stahl fungierte als Erzähler, Johanna-Christine Gehlen spielte die ehemalige niedersächsische Ministerin und Leiterin der Treuhandanstalt, Birgit Breuel1), Kristian Bader1) den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht1) und Mattausch den Privatbankier Alwin Münchmeyer1) (1908 – 1990), Vater von Birgit Breuel; die Erstausstrahlung des Films mit Spielszenen, Dokumentaraufnahmen und exklusiven Interviews erfolgte Ende November 2009. Monate zuvor hatte Mattausch für "Rosannas Tochter"2) vor der Kamera gestanden, einer TV-Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Amelie Fried1). Die Dreharbeiten unter der Regie der vielfach ausgezeichneten Franziska Buch1) begannen am 20. April 2009 und dauerten bis Ende Mai; in den Hauptrollen waren Veronica Ferres1) (Primatenforscherin Nela) und Fritz Karl1) (Anwalt Josch) zu sehen, Mattausch trat als Nelas Vater in Erscheinung; die Erstausstrahlung am 10.11.2010 war mit knapp 6 Millionen Zuschauern ein großer Erfolg → tittelbach.tv. Das Inga Lindström-Liebesdrama "Mein falscher Verlobter"1) flimmerte bereits am 24. Januar 2010 über die Bildschirme, hier mimte Mattausch den pensionierten Admiral Carl Finndal, autoritärer Vater der Protagonistin Nina (Julia Stinshoff1)).
 
In das neue Jahr 2011 startete Dietrich Mattausch mit der sympathisch-skurrilen Figur des ehemaligen Hotelbesitzers Paul Trondheim in der Folge "Tobago" (EA: 28.01.2011) aus der ARD-Unterhaltungsreihe "Das Traumhotel"1). In "Der Fluch der bösen Tat"3) (EA: 24.09.2011) aus der humorigen, nicht ganz ernst zu nehmenden Krimireihe  "Mord in bester Gesellschaft"1) mit dem ungewöhnlichen Ermittlerduo Dr. Wendelin Winter (Fritz Wepper) und dessen Tochter Alexandra (Sophie Wepper1)) musste er zwar als Mordopfer herhalten, überzeugte aber nicht minder als honoriger Professor Silberberg, den seine dunkle Vergangenheit einholt. Danach gehörte der Schauspieler zur Besetzung des Gesellschaftsdramas "Engel der Gerechtigkeit"2), in dem er am 6. Oktober 2011 neben Katja Weitzenböck1) und Robert Atzorn als Professor Bernstein auftauchte →
www.presseportal.de.
Nach seinem Auftritt als Pfarrer Wilfried Haag in der "Traumschiff"-Folge "Bali"1) (EA: 01.01.2012) sowie einer Gastrolle als Richter Beil in der "Staatsanwalt"-Episode "Mord am Rhein" (EA: 13.01.2012) präsentierte sich Mattausch in der Inga Lindström-Romanze "Der Tag am See"4) (EA: 01.04.2012) als Anwalt Gustaf Hagen und zukünftiger Schwiegervater der jungen Juristin Clara Stellingbosch (Katharina Heyer1)), der im Besitz des als lange verschollenen geltenden Gemäldes "Der Tag am See" ist. Am 1. März 2013 verschlug es Mattausch dann in die ARD-"Alpenklinik"1), in der Chefarzt Dr. Guth (der Name ist Programm) alias Erol Sander1) in der Story "Notfall für Dr. Guth" gegen so manche Intrige anzukämpfen hatte. Als anfangs grantiger Patient Wilhelm Kaiser fand er sein Glück mit der energischen, nicht auf den Mund gefallenen Konstanze Albrecht (Veronika Fitz1)). Seit 3. Januar 2014 war Mattausch – wenn auch nur kurz – mit einer tragenden Rolle in der zweiten Staffel der ZDF-Vorabendserie "Die Garmisch-Cops"1) auf dem Bildschirm präsent und spielt den Arthur Brandl, Vater der ehrgeizigen Staatsanwältin Claudia Wölk (Franziska Schlattner1)), die mit ihrem Noch-Ehemann, dem unkonventionellen Kriminalhauptkommissar Anton Wölk (Thomas Unger1)), unter einem Dach wohnt; als Mattauschs Filmehefrau Eva war Gaby Dohm zu sehen.
In der unterhaltsam-harmlosen Geschichte "Sommer in Rom"2) (EA: 11.01.2014) mit Thomas Heinze1) und Esther Schweins1) als glücklich verheiratetem Ehepaar, das samt den zwei Kindern in die italienische Hauptstadt zieht, erlebte man Mattausch mit dem kleinen Part des einflussreichen, noblen Padrone Ercole. Gedreht wurde der Film nach den biografischen Erlebnissen des Journalisten Stefan Ulrich1), der mehrere Jahre für die "SZ" als Korrespondent in Rom tätig war. "Den Drehbuchautoren und Regisseur Stephan Meyer ist es überraschend gut gelungen, aus den Motiven der launigen Beschreibungen der Zwischendurch-Lektüre "Quattro Stagioni – ein Jahr in Rom" einen amüsanten Spielfilm zu machen, der über das situative Moment des Alltags sich zu einer kurzweiligen Familienkomödie entwickelt." kann man bei tittelbach.tv lesen. In der Katie Fforde-Story "Das Meer in dir"3) (EA: 27.04.2014) machte Mattausch als vordergründig gestrenger und eigenwilliger Richter Wilbert Scony einmal mehr eine gute Figur. Dass er im Hintergrund die Fäden zieht, damit die verwitwete, schwer traumatisierte Marie Franklin (Susanne Schäfer1)) endlich nach dem tragischen Unfalltod ihres Mannes und der kleinen Tochter wieder ins Leben zurückfindet bzw. sich intensiv Sohn Thomas (Jannik Schümann1)) zuwendet, wird erst im Laufe der melodramatischen Geschichte deutlich, in der Jörg Schüttauf1) als Geschäftsmann bzw. Fischereibesitzer Daniel Swinton eine weitere Hauptrolle spielte → tittelbach.tv.
Am 21. Mai 2014 gelangte das historische Drama "Sternstunde ihres Lebens"1) zur Ausstrahlung, die Dreharbeiten für die WDR-Produktion begannen am 15. Oktober 2013. Thematisiert wurde die Entstehung des Artikels 3 des Grundgesetzes1), nach dem Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Die SPD-Politikerin Elisabeth Selbert1) (1896 – 1986), verkörpert von Iris Berben, war eine der vier "Mütter des Grundgesetzes"1) – die Aufnahme der Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung war zum großen Teil deren Verdienst. In dem historischen TV-Drama, mit dem Regisseurin Erica von Moeller Selberts Kampf für den Gleichberechtigungsartikel nachzeichnete, verlieh Ulrich Mattausch dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer1) (1876 – 1967), Kontur. Zur hochkarätigen Besetzung gehörten unter anderem Anna Maria Mühe1) (Irma Lankwitz), Lena Stolze1) (Frieda Nadig1)), Eleonore Weisgerber (Helene Wessel1)), Walter Sittler1) (Albert Finck1)), Rudolf Kowalski (Adam Selbert1)), Max von Thun1) (Heinrich Bode) und Klaus Mikoleit (Theodor Heuss1)) → www.presseportal.de.
Am 26. Dezember 2014 tauchte Mattausch als unheilbar erkrankter Peter Körner in der "Kreuzfahrt ins Glück"1)-Geschichte "Hochzeitsreise nach Dubai"4) auf, mit einer Gastrolle war er dann in zwei Folgen des Dauerbrenners "Um Himmels Willen"1) auf dem Bildschirm präsent und spielte in "Pantoffelheld"4) (EA: 03.02.2015) den wohlhabenden Balthus Tennhagen, einstige Jugendliebe der Mutter Oberin Louise von Beilheim (Gaby Dohm), der in der nachfolgenden Geschichte "Wettlauf mit der Zeit"4) (EA: 10.02.2015) zusammen mit Louise von Beilheim bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt.
In dem ARD-Film "Das Gewinnerlos"1) (EA: 01.05.2015) ging es um die ältere Generation, mit dieser Tragikomödie wurde die bisweilen anrührende Geschichte von vier rüstigen Senioren erzählt, die vom Leben noch einiges erwarten, sich neu positionieren und am Ende erfahren, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist: Gemeinsam mit Schwager Heinrich (Peter Franke) hat der ehemalige, verwitwete Brückenbauer Georg Freudenreich (Matthias Habich) im Lotto den Jackpot geknackt, Träume könnten wahr werden, wenn die Quittung des Lottoscheins nicht verschwunden wäre. Der verschrobene, renitente Georg versinkt wieder in seine Tagträume um seine vor Jahren verstorbene Ehefrau Betty (Lisa Kreuzer), doch Heinrich sowie dessen Altersheim-Freunde, die einstige Schauspielerin Sylva (Angela Winkler1)) und der schwule Ex-Tanzlehrer Edward (Dietrich Mattausch), kommen auf eine glorreiche Idee, lassen ihre Umwelt im Glauben, dass Heinrich und Georg tatsächlich Millionäre sind … Auch mit diesem nicht ganz so dominierenden Part konnte Mattausch das Publikum einmal mehr als herausragender Charakterdarsteller überzeugen. "Dem großartigen Ensemble um Matthias Habich, Angela Winkler, Peter Franke und Dietrich Mattausch gelingt ein beeindruckender Film, in dem die Figuren auf ebenso humorvolle wie nachdenkliche Weise durch ihre Lebenskrisen zu neuem Selbstbewusstsein finden." schrieb die ARD.
Am 1. Mai 2016 zeigte sich Mattausch dann in der Katie Fforde-Geschichte "Hexensommer"3) als Pfarrer Finlay, der seine dunkelhäutige Kollegin (Dennenesch Zoudé1)) recht feindselig empfängt und alles daran setzt, dass sie wieder verschwindet. Die New Yorker Gefängnispfarrerin Gwen Reynolds ist nicht ganz freiwillig in die Heimat ihrer Familie mach New England zurückgekehrt und kommt nun dem Geheimnis auf die Spur
, warum ihre Mutter den Ort einst fluchtartig verlassen hat … → www.presseportal.de.

Auf der Leinwand erlebte man Dietrich Mattausch eher selten, so beispielsweise in "Die wunderbaren Jahre"1) (1980), von Reiner Kunze1) gedreht nach seinem gleichnamigen regimekritischen Prosaband1), in "Don Quichottes Kinder"1) (1981) gestaltete er als Partner von Angelica Domröse die männliche Hauptrolle und in Peter Zadeks Simmel-Adaption "Die wilden Fünfziger"1) (1983) sah man ihn als Wenzel Prill, Jakob Formanns Generalbevollmächtigten für das Finanzwesen. In dem Biopic "Flammenzeichen"1) (1985) über den Jesuitenpater und NS-Widerstandskämpfer Rupert Mayer1) verlieh er diesem mutigen Mann Kontur, in "Erfolg"5) (1991) nach dem Roman von Lion Feuchtwanger1) stellte er den jovialen Landgerichtsdirektor Dr. Hartl dar. In den letzten Jahren wirkte Mattausch 2001 als Dr. Fahlmann in Piers Ashworths Komödie "Girl"2) mit, in dem Anfang der 1980er Jahre angesiedelten Jugenddrama "Rockabilly Requiem"5) ist er neben Ruby O. Fee1), Hendrik Duryn1) und Margarita Broich1) als Pfarrer Nowak zu sehen; Kinostart war der 9. Juni 2016 → mehr Filmografie.
  
Neben seiner umfangreichen Arbeit für Film und Fernsehen ist Mattausch stets dem Theater treu geblieben, so stand er in den letzten Jahren unter anderem 2005 am "Schauspiel Frankfurt"1) und in Essen als Haakon Werle in Ibsens "Die Wildente"1) auf der Bühne, als eitlen Professor in Tschechows "Onkel Wanja"1) konnte man ihn bei den "Festspielen Reichenau"1) (2006, Regie und Bühnenfassung: Bernd Birkhahn1)) sowie am "Stadttheater Klagenfurt"1) (2007, Regie: Dietmar Pflegerl1)) bewundern. 2010 wirkte er am "Schauspiel Essen" in "Odyssee Europa: Areteia" von dem polnischen Regisseur und Theaterintendanten Grzegorz Jarzyna1) unter der Regie der Autors mit; die Uraufführung im Rahmen der "Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010" fand am 27./28. Februar 2010 statt.
Darüber hinaus erfreut der Künstler das Publikum regelmäßig mit Lesungen und Rezitationsabenden. Seit Mitte der 1960er Jahre stand er zudem sporadisch im Hörspielstudio, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
 
Der vielgefragte Charakterdarsteller Dietrich Mattausch, der privat als amüsanter, offener und nachdenklicher Mensch beschrieben wird, ist seit Ende der 1990er Jahre in zweiter Ehe mit seiner Frau Annette, einer Lehrerin, verheiratet. Mit seiner Familie, zu der inzwischen auch der im April 1999 geborene gemeinsame Sohn "Jonny" sowie die Kinder Robin und Roxana, die seine Frau Annette mit in die Ehe brachte, zählen, lebt der Schauspieler in Berlin. Das Ehepaar Mattausch engagiert sich stark für die Kindernothilfe und unterstützt als "Kindernothilfe-Botschafter" seit 2002 aktiv Projekte, vor allem im Kosovo  → www.kindernothilfe.de.

Dietrich Mattausch bei der Agentur "Funke & Stertz"
Siehe auch www.prisma.de, www.deutsches-filmhaus.de, Wikipedia
*) Quelle Wikipedia (abgerufen Mai 2015)
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2)  prisma.de, 3) tittelbach.tv, 4) fernsehserien.de, 5) filmportal.de
Stand: Mai 2018
  
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: filmportal.de, Wikipedia, prisma.de, fernsehserien.de,
Die Krimihomepage, deutsches-filmhaus.de, tittelbach.tv)
Kinofilme Fernsehen (Auszug)
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia)
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