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Max Hansen (eigentlich Max Haller) wurde am 22. Dezember 1897 in Mannheim als unehelicher Sohn
der dänischen Schauspielerin Elly Benedicte Hansen (1873 1930), die damals
als Eva Haller am Mannheimer "Apollo-Theater auftrat,
geboren. Über die Identität des Vaters war lange nichts bekannt, das
Taufregister weist Joseph Walder als Vater aus, ein ungarischer
"Artist" jüdischer Herkunft und Kollege der Mutter.1)
Der kleine Max wurde von Pflegeeltern in München aufgezogen,
verbrachte auch dort seine Kindheit und Jugend.
Der größte Triumph gelang Hansen mit der Rolle des Kellners Leopold in Ralph Benatzkys Singspiel "Im weißen Rößl"2), das am 8. November 1930 in Berlin uraufgeführt wurde. Die Figur des Leopold hatte Hansen bereits 1926 in der Filmversion von "Im weißen Rößl" gemimt eine Rolle, die er in allen Medien seiner Zeit verkörperte und die mit seinem Namen untrennbar verbunden bleibt. Parallel zu seiner Bühnenkarriere als Operettenstar arbeitete Hansen weiter als Kabarettist, begeisterte am legendären Berliner "KadeKo", dem "Kabarett der Komiker", das er Ende 1924 zusammen mit Paul Morgan2) (1886 1938) und Kurt Robitschek2) (1880 1950) gegründet hatte. Erste Erfahrungen vor der Kamera machte Hansen in dem stummen Streifen "Husarenfieber", alleine 1926 kamen noch fünf weitere Filmproduktionen mit Hansen in die Lichtspielhäuser, unter anderem neben "Im weißen Rößl" noch "Familie Schimeck Wiener Herzen", "Der lachende Ehemann" und "Die selige Exzellenz"3). Mit Komödien wie "Venus im Frack"3) (1927) oder "Das Girl von der Revue" (1928) steigerte er seine Popularität, vor allem aber mit seiner Hauptrolle in Robert Wohlmuths kabarettistischen Filmparodie "Das Kabinett des Dr. Larifari" (1930) machte er an der Seite Paul Morgans Furore; hier zeichnete Hansen auch als Komponist, Texter und Drehbuchautor verantwortlich. Im gleichen Jahr sah man ihn in "Der Hampelmann"3) oder 1932 als Prinz Prince Michael von Marana in Carl Froelichs "Die oder keine" an der Seite von Gitta Alpár. Weitere Leinwanderfolge feierte er dann mit seiner prägnanten Stimme im Tonfilm in beschwingt-heiteren Geschichten wie "Wer nimmt die Liebe ernst?"3) (1931) oder "Einmal möcht' ich keine Sorgen haben" (1932). 1932 schrieb er eine Travestie, die Hitler verspottete, mit dem Lied "War'n Sie schon mal in mich verliebt?" soll er auf Hitlers angebliche Homosexualität angespielt haben, doch nicht zuletzt wegen seiner entfernt jüdischen Abstammung zog es Max Hansen 1933 mit der Machtergreifung der Nazis vor, nach Wien zu gehen. Bereits bei der Premiere seines Films "Das Häßliche Mädchen" am 8. September 1933 war es zum Eklat gekommen, Hansen wegen seiner jüdischen Vorfahren angepöbelt und mit Tomaten beworfen worden. Nach der Beendigung des Films "Glückliche Reise" (1933) ein Titel, der sich für Hansen im wahrsten Sinne des Wortes bewahrheiten sollte verließ der Künstler Deutschland. Zunächst ging Hansen nach Wien, drehte dort noch Filme wie und "Csardas"3) (1935), emigrierte dann 1938 nach dem "Anschluss" Österreichs an Deutschland zunächst nach Kopenhagen, wo er in zweiter Ehe seine Frau Britta heiratete und im "Tivoli" ein eigenes Theater eröffnete. Schließlich ging er nach Stockholm, wo er während des 2. Weltkrieges und dann in den Nachkriegsjahren auftrat; auch in Zürich, Basel, Bern, Amsterdam, Oslo und Helsinki stand er in jenen Jahren auf der Bühne. In Dänemark und Schweden drehte er Filme wie "Skeppsbrutne Max" (1936), "Wienerbarnet" (1941), "Gröna hissen" (1944), "Trötte Teodor" (1945) oder "Bröder emellan" (1946). In Dänemark gelingt es dem findigen, beziehungsreichen Multitalent, heil durch die deutsche Kriegs- und Besatzungszeit zu kommen, indem er sich einen Arier-Nachweis verschafft: Er bezahlt den bankrott gegangenen "arischen" schwedischen Baron Per Wilhelm Fredrik Schürer von Waldheim dafür, seinen Vater zu spielen. Nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern aus Angst vor Enttarnung auch im Familienkreis gibt er diesen ehemaligen Offizier als den Großvater seiner Kinder aus. Seine beiden Töchter und seine zwei Söhne erfahren von ihren jüdischen Vorfahren und von der "Show" mit dem falschen Großvater erst in gefahrlosen Zeiten und zu ihrer eigenen Überraschung. Die wirtschaftliche Existenz seiner Familie sichert Max Hansen mit Arbeiten für den skandinavischen Rundfunk. Außerdem dreht er zwischen 1939 und 1951 in Schweden einige zum Teil sehr erfolgreiche Musik-Komödien, für die er unter dem Pseudonym "Sylvester" auch Lieder komponiert.4)
Im September 1946 kam Hansen auf einer ersten Amerika-Tournee nach New York, in Deutschland trat
er erstmals wieder im Dezember 1949 auf Einladung des NWDR in Hamburg auf.
Zwei Jahre später begeisterte er dann nach 17-jähriger Abwesenheit das
Berliner Publikum in der "Neuen Scala" mit seiner Paraderolle des
fidelen Kellners Leopold
in Ralph Benatzkys Operette "Im Weißen Rößl". |
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Quellen: 1) Lt. Wikipedia, 4) Wikipedia (abgerufen 11.07.2011) Link: 2) Wikipedia, 3) Murnau Stiftung, 5) Kurzportrait innerhalb dieser HP |
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Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch Filmografie bei www.imdb.de; Fotos bei film.virtual-history.com |
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