Förster Horn; Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Universal Music Entertainment GmbH" (www.universal-music.de) Mehr als zwei Jahrzehnte bevor Förster Martin Rombach (Christian Wolff) 220 Folgen lang in dem Dauerbrenner "Forsthaus Falkenau"1) durch den Bayerischen Wald1) streifte, entdeckte das noch schwarz-weiße Fernsehen bereits den Beruf des Försters als publikumsträchtigen Beruf und brachte am 7. Mai 1966 "Förster Horn" im Vorabendprogramm auf den Bildschirm. Die Heimatfilm-Welle der 1950er Jahre war zwar abgeflaut, dennoch erfreute sich die 13-teilige Serie mit Episoden zu je 25 Minuten großer Beliebtheit, belegte in der Wertung für das Jahr 1966 den 2. Platz und konnte 1967 immerhin noch Platz 9 erreichen. Auch wenn viele Klischees bedient werden, gehört "Förster Horn" bis heute für viele zu den unvergessenen Fernsehserien. 
Als Protagonisten konnte man Heinz Engelmann gewinnen, seit den 1940er Jahren populär durch zahlreiche Kinoproduktionen wie beispielsweise "U-Boote westwärts!"1) (1941), "Haie und kleine Fische"1) (1957), "U 47 – Kapitänleutnant Prien"1) (1958) oder einige Verfilmungen der damals beliebten Edgar Wallace1)-Krimis. Die Serie spielte im Taunus1), im dortigen Forsthaus lebt der verwitwete Horn zusammen mit seiner Schwester Elisabeth, dargestellt von der Charakterdarstellerin Alice Treff. Zum Haushalt gehörte weiterhin das tüchtige Faktotum Martha (Alice Lach), Förster Horns Tochter Ingrid (Eva-Maria Werth) ist Lehrerin und besucht ihren Vater des öfteren. Horst Keitel mimte den Forst-Assistenten Mattner, Erik Ode, der auch für die Regie verantwortlich zeichnete, den Oberforstrat Blessing. Zahlreiche Gast-/Episodenschauspieler wie Friedrich Schoenfelder (als Herr Tietz), Lutz Moik (als Gendarmerie-Meister Weber), Hans Deppe1) (als Franz Bornemann), Reinhard Glemnit (als Lehrer Brock) oder Rainer Brandt1) (als Grigoleit) gaben sich im Forsthaus ein Stelldichein.
 
Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung
von "Universal Music Entertainment GmbH" (www.edel.com)
Wie in dem späteren "Falkenau"-Dauerbrenner standen schöne Naturaufnahmen im Vordergrund, ein rühriger Förster kümmert sich nicht nur um die Tiere im Wald, sondern ist auch sonst stets zur Stelle, wenn es Probleme in der Familie oder bei Freunden gibt. Die Folgen drehen sich um berufliche und private Erlebnisse, um fröhliche Familienfeiern und gutgelaunte Feriengäste – aber auch mit gefährlichen Situationen im Wald muss der Förster zurechtkommen.2) Nicht immer geht es beschaulich zu, so bekommt es der "Mann im grünen Rock" bereits in der zweiten Episode "Ein gemütlicher Sonntag"3) mit einem entflohenen Zuchthäusler (Gert-Günter Hoffmann) zu tun, in "Schlingensteller am Werk"3) (Folge 4) muss er sich mit Wilddieben herumschlagen. Aber auch familiäre Probleme sind zu meistern, so kommt beispielsweise Schwester Elisabeth auf die Idee, aus dem Forsthaus eine Fremdenpension zu machen (Folge 5, "Die Forsthauspension"3)), was dem Förster gar nicht behagt.
 
Die Dreharbeiten fanden vor der malerischen Kulisse in und um Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis statt, die Musik stammte von dem deutschen Komponisten Werner Eisbrenner1) (1908 – 1981), der schon für zahlreiche Kinoproduktionen die musikalische Untermalung beigesteuert hatte.
Ab Mitte Januar 2009 sowie 2021 und 2025 wurde die ehemals so beliebte Serie im "hr FERNSEHEN"1), dem regionalen Fernsehprogramm des "Hessischen Rundfunks"1), wiederholt, seit Ende September 2009 ist die legendäre Serie auf DVD im Handel erhältlich.

Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) fernsehserien.de
2) Quelle: Wikipedia

Siehe auch Wikipedia, Episodenguide bei fernsehserien.de
Weitere Links bei wunschliste.de

 

Die Hauptdarsteller/-innen:
(Weitere Mitwirkende bei der "Inrernet Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia, wenn nicht anders vermerkt)
Heinz Engelmann … spielte den Förster Horn.
 
Geboren am 14. Januar 1911 als Heinrich (Heinz) Georg Ludwig Engelmann in Berlin,
gestorben am 26. September 1996 im Alter von 85 Jahren
in Tutzing am Starnberger See (Bayern(
 
Kurzbiografie zu Heinz Engelmann innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Heinz Engelmann

Alice Treff … spielte die Elisabeth, Schwester des Försters Horn.
 
Geboren am 14. Juni 1906 im Berliner Ortsteil Schöneberg,
gestorben am 8. Februar 2003 im Alter von 96 Jhren in Berlin.
 
Kurzbiografie zu Alice Treff innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia;
Fotos bei virtual-history.com

Weitere Filme*) mit Alice Treff

Horst Keitel 

Horst Keitel 01; Copyright Virginia Shue

Horst Keitel 02; Copyright Virginia Shue
Fotos zur Verfügung gestellt
 von der Hamburger
Fotografin Virginia Shue;
 © Virginia Shue (starfotos@virginia-hamburg.de)
… spielte den Forst-Assistenten Mattner.
 
Geboren am 22. Juni 1928 in Meisdorf, heute Ortsteil der Stadt
Falkenstein/Harz (Sachsen-Anhalt),
gestorben am 5. November 2015 (Suizid) im Alter von 87 Jahren in Berlin.
 
Horst Keitel begann seine Karriere nach Schule und Kriegsdienst 1946 am Theater in "Heilbad Heiligenstadt (Thüringen), wo er bis 1951 unter Vertrag blieb. Über Greifswald und Altenburg ("Landestheater Altenburg") kam er 1952 nach Berlin, wo er an verschiedenen Theatern wie der "Tribüne", dem "Hebbel-Theater" oder der "Komödie am Kurfürstendamm" rasch populär wurde. Seit den 1970er Jahren gab er in Hamburg zahlreiche Gastspiele an den "Hamburger :Kammerspielen" und am "Ernst Deutsch Theater", ging bis Mitte der 1980er auf ausgedehnte Tourneen; durch seine Film- und Fernsehtätigkeit wurde er auch einem breiten Publikum bekannt.
 
Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte Horst Keitel mit kleineren Rollen in Kinostreifen wie "Ein Mann muss nicht immer schön sein" (1956), "Ihr 106. Geburtstag" (1958) oder "Vorsicht Mister Dodd" (1964), beim Fernsehen tauchte er in Serien wie "Förster Horn" (1966/67) auf. Die Figur des schrulligen Rechtsanwalts Reginald Prewster in der mit Claus Wilcke gedrehten Krimiserie "Percy Stuart" (1969–1972) gehörte zu einer der Höhepunkte seines Fernsehschaffens, für die Gestaltung dieser Rolle erhielt er 1970, ebenso wie Claud Wilcke, einen "Bambi" in Silber. Ein weiterer schöner Serien-Part war wischen 1972 und 1975 der Geheimdienstchef Professor Homer Halfpenny in den 39 heiter-kriminalistischen Episoden "Im Auftrag von Madame", danach übernahm der Schauspieler eher sporadisch Aufgaben für das Fernsehen, vielmehr konzentrierte er sich überwiegend auf seine Arbeit am Theater. Bis in die 1990er übernahm er noch Episodenrollen in verschiedenen Serien, einen letzten kleinen Auftritt hatte er in der Folge "Zwischen den Fronten"1) (EA: 15.01.1997) aus der Reihe "Der Kapitän" neben Protagonist Robert Atzorn.
 
Darüber hinaus betätigte sich Horst Keitel seit Jahrzehnten als Sprecher in Hörspielproduktionen sowie in der Synchronisation. So lieh er unter anderem John Carradine als Polizeispitzel Robert Ford in "Jesse James, Mann ohne Gesetz" (1939, "Jesse James") und "Rache für Jesse James" (1940, "The Return of Frank James") oder dem Trickspezialisten von James Bond "Q" (Desmond Llewelyn) in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" (1969 "On Her Majesty’s Secret Service") mit George Lazenby als James Bond seine Stimme → mehr bei synchronkartei.de, die rund 120 Sprechrollen listet. Im Hörspielstudio stand Keitel seit Anfang der 1950er Jahre eher sporadisch, bei der "ARD Hörspieldatenbank" findet man bis Anfang der 1980er 35 Produktionen, an denen er beteiligt war. Unter anderem sprach er einen Bürger in "Die Bürger von Calais"2) nach dem gleichnamigen Drama von Georg Kaiser (EA: 09.03.1959; Regie: Rudolf Noelte), den Kriminalsekretär Kramer in dem Krimi "Die Autofalle"2) von Peter Groma (EA: 04.09.1959; Regie: Tom Toelle), den Dr. Alfred Kerr in der Doku "Der Prozess um Schnitzlers Reigen"2) von Rainer Lewandowski über den "Reigen-Prozess" nach der Uraufführung (13.10.1912) des Schnitzler-Dramas "Reigen"  (EA: 06.02.1980; Regie: Hans Rosenhauer), den Wurmser in "Channel X oder Das Dekonzentrationsmodell"2) von Ingomar von Kieseritzky (EA: 15.10.1980; Regie: Hans Rosenhauer) oder den Theaterdirektor Philip Henslowe in dem Science Fiction-Hörspiel "Der Mann, der Shakespeare schrieb"2) unter der Regie des Autors Anton Gill (EA: 04.03.1982). Außerdem sprach er beispielsweise den Kapitän Hochwasser (Folge 3) sowie den Anton Keinezeit (Folge 4) in der achtteiligen Kinder-Hörspielserie "Kleine Hexe Klavi-Klack", die von 1978 bis 1981 auf Schallplatte und Kassette mit Ursela Monn in der Titelrolle im Verlagshaus "Gruner + Jahr" erschien.
 
Der Schauspieler, der sich in den 1990er Jahren vom Filmgeschäft zurückgezog, war seit 1964 glücklich mit seiner in Wien geborenen Film- und Theaterkollegin Herta Kravina (* 03.06.1923) verheiratet, mit welcher er oft gemeinsam auf der Bühne stand.
Am 6. November 2015 wurde das Paar von Nachbarn tot in ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg aufgefunden. Wie die Medien berichteten, gingen die polizeilichen Ermittlungen von einem gemeinsamen Suizid aus; Herta Kravina soll seit 2009 an Demenz gelitten haben → www.zeit.de.
Die letzte Ruhe fand das Ehepar auf dem "Meidlinger Friedhof" im 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
 
Siehe auch Wikipedia

Weitere Filme*) mit Horst Keitel 
   
Link: 1) fernsehserien.de, 2) ARD Hörspieldatenbank

Erik Ode

Erik Ode; Copyright Rainer Binder

… spielte (nicht durchgehend) den Oberforstrat Blessing,
führte jedoch bei allen Folgen Regie.
 
Geboren am 6. November 1910 in Berlin,
gestorben am 19. Juli 1983 im Alter von 72 Jahren
in der oberbayerischen Gemeinde Kreuth-Weissach am Tegernsee,
 
Kurzbiografie zu Erik Ode innerhalb dieser Homepage
 
Siehe auch Wikipedia, filmportal.de

Weitere Filme*) mit Erik Ode
 
 
Foto: © Rainer Binder
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Rainer Binder zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Rainer Binder; das Foto darf 
nicht für andere Zwecke verwendet werden.)

Alice Lach … spielte die Haushälterin Martha.
 
Geboren am 28. November 1893 in Wien (Österreich),
gestorben am 29. Dezember 1969 im Alter von 76 Jahren in Zürich (Schweiz).
 
Alice Lach, Urenkelin des Malers Ferdinand Georg Waldmüller (1793 – 1865), absolvierte eine Ausbildung zur Schauspielerin am Wiener "Burgtheater". Nach ihrem Debüt an der "Neuen Wiener Bühne" war sie anschließend an verschiedenen Wiener Theatern engagiert, unter anderem am "Deutschen Volkstheater", dem "Raimundtheater" und den "Wiener Kammerspielen". Wikipedia vermerkt: "Später trat sie dann in Frankfurt am Main, Berlin und Paris auf. Als jugendliche Darstellerin tat sie sich zunächst in bedeutenden Rollen von Henrik Ibsen und August Strindberg hervor, im gereifteren Alter übernahm sie Charakter- und Mütterrollen. In der Spielzeit 1929/30 war sie am "Neuen Theater" in Frankfurt am Main engagiert, danach trat sie bei der Wiener Kabarett- und Kleinkunstbühne "Der liebe Augustin" (dem späteren "Theater der Courage"1)) auf."
Nach dem so genannten "Anschluss Österreichs" bzw. der Annektierung des Landes durch das Nazi-Regime im März 1938 emigrierte die Schauspielerin nach Frankreich, spielte unter anderem in dem an der Pariser "Avenue d’Iéna" gelegenen "Salle léna" (auch "théâtre Iéna") Ende Dezember 1938 in dem Drama "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödon von Horváth. Wenig später  ging sie mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Eugen Jensen (1871 – 1957) in die Schweiz bzw. nach Zürich, wo sie bis Ende der 1960er am "Schauspielhaus Zürich" wirkte – unter anderem als Gabrielle, Freundin der Protagonistin (Therese Giehse), in der deutschsprachigen Erstaufführung (13.06.1946) des von Leonard Steckel inszenierten, satirischen  Schauspiels "Die Irre von Chaillot" ("La Folle de Chaillot") von Jean Giraudoux. Auch bei den "Salzburger Festspielen" konnte man erleben, so im Sommer 1948 als Weib des Schuldknechts (Alfred Edthofer) in dem Traditionsstück "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal in einer Inszenierung von Helene Thimig mit Attila Hörbiger als Jedermann sowie u. a. Maria Becker (Buhlschaft), Ernst Deutsch (Tod) und Hedwig Bleibtreu (Jedermanns Mutter) → salzburgerfestspiele.at. Alice Lach trat beispielsweise in Zürich zudem am "Bernhard-Theater" und ab 1951 im " Theater am Central" (den späteren "Zürcher Kammerspielen") sowie an der "Komödie Basel" auf, gemeinsam mit Ehemann Jensen auch am "Stadttheater Chur", glänzte dort ebenfalls in zahlreichen Aufführungen.
Szenenfoto mit Alice Lach aus "Café Odeon"; Quelle: cyranos.ch bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich; mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann (Praesens-Film AG, Zürich) Copyright Praesens-Film AG Nach dem Tod ihres Ehemannes am 23. November 1957 ging Alice Lach vermehrt auf Gastspielreisen, trat in München, Berlin, Frankfurt/M., Hamburg und Wien auf. Darüber hinaus nahm sie Angebote von Film und Fernsehen an, gab ihr Leinwandebüt unter der Regie von Kurt Früh als Frau von Winterstein in dem Streifen "Café Odeon"2) (1959) → wunschliste.de.
 
Szenenfoto mit Alice Lach aus
"Café Odeon"; Quelle: cyranos.ch
bzw. Archiv "Praesens-Film AG" Zürich,
mit freundlicher Genehmigung von Peter Gassmann
(Praesens-Film AG, Zürich) © Praesens-Film AG
Lediglich für das mit Helmuth Lohner als Räuberhauptmann Nikolaus Tschinderle gedrehte Lustspiel "…und ewig knallen die Räuber" (1962) trat sie dann noch einmal vor die Kino-Kamera. Umfangreicher dagegen war die Arbeit der inzwischen über 60-Jährigen für das Fernsehen, wo sie oft schrullige Damen gab. So zeigte sie sich beispielsweise in dem von Franz Josef Wild (Regie) nach dem Schauspiel "Counsellor-at-Law" von Elmer Rice realisierten Krimi "Der Strafverteidiger"3) (EA: 23.11.1961) als Lena Simon neben Carl-Heinz Schroth in der Rolle des Strafverteidigers George Simon, als die Dienstmagd in "Bluthochzeit" (1963; Regie: Oswald Döpke) nach der Tragödie "Bodas de sangre" von Federico García Lorca mit u. a. Krista Keller (Braut), Hartmut Reck (Bräutigam) und Anna Dammann (dessen Mutter) → IMDb oder als Kathrin in dem Krimi "Dichter Nebel" (Regie: Günter Gräwert; EA: 20.10.1965), basierend auf dem gleichnamigen Hörspiel4) von Fred von Hoerschelmann (auch Drehbuch). In der Episode "Frau Tanners Testament"3) aus der "Krimiserie "Kommissar Freytag" mit Konrad Georg als Kommissar Werner Freytag tauchte sie als Theresa Scholz, langjährige treue Haushälterin der Toten auf, gemeinsam mit Bruno Hübner als älteres unbeholfenes Ehepaar in der Groteske "Tatort"3) (EA: 11.05.1965; Regie: Rudolf Jugert) nach dem gleichnamigen Hörspiel (→ ARD Hörspieldatenbank) von Hans Kasper mit u. a. Horst Tappert (Dr. Daniels) und Albert Lieven (Inspektor). Nach dem gleichnamigen Drama von Federico García Lorca entstand einmal mehr unter der Regie von Owald Döpke der TV-Film "Yerma"3) (EA: 29.09.1965) mit Elisabeth Orth in der Titelrolle, Klausjürgen Wussow als deren Ehemann, der Bauer Juan, und ihrem Part der Geisterbeschwörerin Dolores. Nach ihrer Rolle der Martha in "Förster Horn" sah man Alice Lach in der von Oskar Willner am Wiener "Volkstheater" nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Erich Ebermayer in Szene gesetzten, herrlichen Gaunerkomödie "Zwei ahnungslose Engel"3) (EA: 09.11.1967) als die alte Mary-Ann Carter, Schwester von Helen-Louise (Rose Renée Roth), auf dem Bildschirm, bei dem kurzen TV-Film "Das Säuglingsheim"3) (EA: 09.12.1967), in dem sie als Frau Eichenlaub in Erscheinung trat, handelte es sich um die/den am Münchener "Residenztheater" aufgeführte(n) Burleske/Einakter von Ludwig Thoma (Regie: Franz Josef Wild) mit u. a. Fritz Straßner (Simon Freiherr von Spannagel), Hans Baur (Balthasar Ritter von Wimmerl) und Beppo Brem (Ministerialdiener Xaver Schierhofer). Zu ihren letzten Arbeiten zählte die Folge "Bald 40 Jahre danach"6) (EA: 19.03.1968) aus der Hotel-Serie "Zimmer 13" mit ihrer Rolle der alten Valeria Wilhelmi, und die der Frau Merz in dem Zweiteiler "Das Vermächtnis"6) (EA: 30.09.1969; Regie: Walter Rilla) mit Heinz Moog (Baron von Felden), Vater von Jules (Michael Lenz) und Johannes, genannt "Jean" (Andreas Seyferth) im Zentrum des Geschehens.
Mitunter beteiligte sie sich an Hörspielproduktionen, sprach beispielsweise die Tante Riccarda in "Die Braut des Bersagliere"8) nach der Vorlage "La fidanzata del bersagliere" von Edoardo Anton (EA: 14.12.1961; Regie: Robert Bichler2)) und die Anna, Kammerfrau von Lucie (Maria Becker), Gattin des Egon Graf X (Balduin Baas), dem Vetter von Hermann Fürst Pückler-Muskau (Will Quadflieg), in "Die Pücklers"8) von Siegfried Birkner alias "Palma" (EA: 04.06.1962; Regie: Arno Assmann).
  
Neben ihrer Tätigkeit am Theater als Charakterdarstellerin sowie bei Film und Fernsehen war Alice Lach seit Ende der 1950er Jahre zudem Dozentin am "Bühnenstudio Zürich". Gemeinsam mit Hella Moja schrieb sie das Drehbuch zu dem von Heinz Paul in Szene gesetzten, musikalischen Künstler-Melodram "Unsterbliche Melodien"7) (1935) um den von Alfred Jerger dargestellten "Walzerkönig" Johann Strauss (Sohn), mit unter anderem Leo Slezak (Musikverleger Carl Haslinger) und Maria Paudler (österreichische Schauspielerin und Opernsängerin Maria Geistinger) → Wikipedia (englisch).
Nach dem Ableben von Alice Lach wurde die Urne mit ihren sterblichen Überesten auf dem Urnenhain der Wiener "Feuerhalle Simmering" (Abt. 1, Ring 3, Gr. 8, Nr. 81) neben ihrem Gatten Eugen Jensen beigesetzt → Foto der Grabstelle bei Wikimedia Commons.
 
Kurzportrait unter anderem nach:
"Handbuch des deutschsprachigen Exiltheaters 1933–1945" (K.G.Saur Verlag, 1999) 
Siehe auch Wikipedia, geschichtewiki.wien.gv.at sowie
"Theaterlexikon der Schweiz"
 
Weitere Filme*) mit Alice Lach
 
Link: 1)
geschichtewiki.wien.gv.at, 2) cyranos.ch, 3) Die Krimihomepage, 
4) zauberspiegel-online.de, 5) theatertexte.de, 6) fernsehserien.de.7) filmdienst.de
8) ARD Hörspieldatenbank
Eva-Maria Werth … spielte (nicht durchgehend) Horns Tochter Ingrid.
 
Geboren 13. November 1937.
 
Eva-Maria Werth ist die Mutter von Melanie Hinze (* 15.1.1970), der Witwe von Matthias Hinze (1969 – 2007), sowie von Julien Haggége (* 01.03.1976).
Sie zeigte sich in verschiedenen Fernsehproduktionen, erschien erstmals unter der Regie von Hans-Waldemar Bublitz als die fromme Magdalen in "Das Apostelspiel" (1954) nach dem gleichnamigen, geistlichen Drama von Max Mell auf dem Bildschirm → IMDb; siehe auch Info zum Hörspiel 19501). Man sah sie unter anderem mit der Titelrolle in "Cécile oder Die Schule der Väter" (1958 → IMDb), in Szene gesetzt von Ettore Cella nach der Komödie "Cécile ou l'école des pères" von Jean Anouilh, bei dem TV-Film "Achtzig im Schatten"2) (EA: 28.07.1963) handelte es sich um die Aufzeichnung einer Inszenierung der Komödie "Eighty in the Shade" von Clemence Dane am Berliner "Hebbel-Theater" (Regie: Gert Omar Leutner), in der sie neben der Protagonistin Tilla Durieux in der Rolle der 80-jährigen, ehemaligen Schauspielerin Sophie Carrell als Sekretärin Elaine zur Besetzung gehörte. Nach ihrem Part der Tochter des "Försters Horn" (1966) in der gleichnamigen Serie trat sie beispielsweise in der von Hanns Korngiebel nach dem gleichnamigen Roman von Émile Zola mit Ingrid Andrée (Thérèse Raquin),  Ernst Jacobi (deren schwächlich-kränklicher Ehemann Camille) und Rolf Schult (Thérèses Liebhaber Laurent) gedrehten Adaption "Thérèse Raquin"2) (EA: 20.12.1966) als Susanne, Ehefrau des Polizeibeamten Olivier Michaud (Max Grothusen) in Erscheinung. In dem von Peter Schulze-Rohr (Regie) realisierten Doku-Krimi "Verdunkelung"3) (1976) über den spektakulären Fall des berüchtigten "Berliner S-Bahn-Mörders", dem zwischen 1939 und 1941 zahlreiche Frauen zum Opfer fielen, spielte sie als Lotte die Ehefrau des anscheinend so biederen Triebtäters Paul Ogorzow (Rudolf Brand; * 1935), der schließlich dem Kommissar Linke (Joachim Kemmer) ins Netzt geht → zauberspiegel-online.de. Zu einer ihrer letzte Auftritte vor der TV-Kamera zählte unter der Regie von Christian Görlitz4) (1944 – 2022) die Verfilmung des Romans "Bensberger Zwischenspiel" von Bernd Sülzer bzw. der Terroristen-Thriller mit dem Titel "Der Deal"3) (EA: 02.09.1991), wo sie an der Seite von Dietrich Mattausch als Waffenfabrikant Benno Behrend, der bei einem Attentat, das eigentlich ihm galt, Frau und Tochter verlor, die Mrs. Kreutzer mimte. Auf der Leinwand sah man sie kaum, lediglich in der von Claus Tinney gedrehten Erotik-Komödie "Kreuzberger Liebesnächte" (1979) wirkte sie als Frau Haber mit → filmportal.de.
 
Ausgesprochen unfangreich ist Eva-Maria Werths Arbeit als Sprecherin, seit den 1950er Jahren ist sie für die Synchronisation tätig und seither in rund 1.600 Rollen zu hören. Aus der Vielzahl der Kinofilme bzw. Kolleginnen, denen sie ihre Stimme lieh, seien einige wenige genannt: So sprach unter anderem für Clotilde Joano die Jeanne in "Pack den Tiger schnell am Schwanz" (1969, "Le diable par la queue"), für Leigh Taylor-Young die Shirl in "…Jahr 2022 … die überleben wollen" (1973, "Soylent Green "), für Lee Fierro die Mrs. Kintner in "Der weiße Hai – Die Abrechnung" (1987, "Jaws: The Revenge") oder in jüngerer Zeit für Maria Kuznetsova die russische Zarin Katharina die Große in "Russian Ark"4) (2002 → Wikipedia), für Clare Coulter die Courtney in "Die My Love" (2025) und für Sheila Grier die Lady Grant in "Eine Schule für Jane Cumming" (2026, "The Education of Jane Cumming"). Die Liste der Episodenrollen ist ebenfalls lang, zu nennen sind beispielsweise Serien wie"Bonanza", "MacGyver", "Jake & McCabe", "Matlock", "Hawaii 5-0", "DuckTales", "Friends", "Hotel Zack & Cody" (hier 2005–2008 für Estelle Harris die Muriel), und und und… → Synchronrollen bei synchronkartei.de sowie (Auswahl) bei Wikipedia.
Auch im Hörspielstudio war Eva-Maria Werth seit Mitte der 1950er bis Anfang der 1990 zu finden, laut der "ARD Hörspieldatenbank" beteiligte sie sich an rund 80 Produktionen. Ihren Einstand gab sie unter der Regie: Hans Bernd Müller mit dem Part der Maria in "Das Spiel von den Heiligen Drei Königen"
5) nach der Erzählung von Felix Timmermans (EA:  23.12.1954), im Laufe der Jahrzehnte folgten viele weitere Sendungen → Auswahl bei Wikipedia.
Über 20 Jahre lang hörte man sie zudem in den "Bibi Blocksberg"-Hörspielen des Labels "Kiddinx", meistens als Mathe-Lehrerin "Frau Müller-Riebensehl" (ab Folge 56 sowie in dem Zeichentrickfilm "Bibi Blocksberg – Eene Meene Eins, Zwei, Drei"
4) (1997)) oder als "Kuriosus", der sprechende, schwarze Kakadu der bösen Hexe Malicia. In den Kinderserien "Benjamin Blümchen", "Die Nibelungen", "Die kleinen Detektive", "Barbie" (um die gleichnamige Spielzeugpuppe) oder "Wendy" trifft man sie ebenfalls an.
 
Quelle (unter anderem): Wikipedia (Stand Juli 2009)
 
Weitere Filme*) mit Eva-Maria Werth
 
Link: 1) ARD Hörspieldatenbank, 2) Die Krimihomepage, 3)
fernsehserien.de,
4) filmportal.de, 5) ARD Hörspieldatenbank
*) Link: Internet Movie Database
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