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In den sechziger Jahren wurden die Leinwandauftritte seltener und Raddatz konzentrierte sich vermehrt auf seine Theater- und Fernseharbeit; zu seinen letzten Kinoproduktionen zählen der US-Amerikanische Kriegsfilm "The Counterfeit Traitor"1) (1960, Verrat auf Befehl) sowie Alfred Vohrers Fallada-Verfilmung "Jeder stirbt für sich allein"1) (1975). Die Fernsehzuschauer erlebten Raddatz unter anderem 1974 als König Friedrich Wilhelm I. in "Die Preußische Heirat" und 1979 als Johann Buddenbrook sen. in dem Mehrteiler "Die Buddenbrooks"2). Seine letzten Rollen für das Fernsehen übernahm er 1988 in der TV-Produktion "Rosinenbomber" sowie 1990 in der Derrick-Folge "Solo für vier". Häufig war Raddatz auch als Synchronsprecher von Leinwandstars wie Humphrey Bogart, Robert Taylor und Lee Marvin zu hören; neben umfangreicher Hörfunkarbeit spielt er weiterhin Theater, unter anderem am Berliner Schiller- und Schlossparktheater. So begeisterte er beispielsweise 1962 als der Narr in Shakespeares "Was ihr wollt" oder 1964 als Schuster Voigt in Zuckmayers "Hauptmann von Köpenick" unter der Regie Boleslaw Barlogs; 1967 glänzte er als Fliegeroffizier Harras in Zuckmayers "Des Teufels General", ein Jahr später als Meister Anton in Hebbels "Maria Magdalene" oder 1970 erneut in einem Stück von Zuckmayer, als Zirkusdirektor in "Katharina Knie". Das Jahr 1975 gehörte zu den Höhepunkten seiner Karriere als namhafter Bühnendarsteller: Samuel Beckett inszenierte im Berliner Schiller-Theater "Warten auf Godot" mit Raddatz als grandiosem "Pozzo", der seinen Knecht Lucky barsch traktiert, jedoch einen Rest an Zuneigung zu dem armen Kerl zeigen darf. 1986 nahm Raddatz dann seinen Abschied von der Theaterbühne, wurde für seine herausragenden Leistungen mit der " Ernst-Reuter-Plakette" geehrt.
Der große Schauspieler und Ufa-Star Carl
Raddatz starb am 19. Mai 2004 mit 92 Jahren in Berlin, wo er bis zu seinem
Tod gelebt hatte. Er wurde im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem
St.-Annen-Friedhof in Berlin beigesetzt;
an der Trauerfeier nahm auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker teil.
Der Schauspieler war von 1944 bis 1945 mit der Schauspielerin
Hannelore Schroth2)
(1922 1987) verheiratet, seine zweite Frau Hildegard verstarb 1966. Erst wenige
Jahre vor seinem Tod hatte er 2001 seine Hausärztin Helga Cartsburg
geheiratet, die er 1984 kennen gelernt hatte und die bis zuletzt an seiner
Seite war. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung bzw. Kurzportrait
innerhalb dieser HP 3) Quelle: "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 295/296) |
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| Siehe auch Wikipedia,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
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Kinofilme Filmografie bei www.imdb.de (Link: Murnau Stiftung) |
| 1938: Liebelei und Liebe |
| 1938: Urlaub auf Ehrenwort |
| 1938: Verklungene Melodie |
| 1939: Befreite Hände |
| 1939: Silvesternacht am Alexanderplatz |
| 1939: Wir tanzen um die Welt |
| 1939: Zwölf Minuten nach zwölf |
| 1940: Golowin geht durch die Stadt |
| 1940: Wunschkonzert |
| 1940: Zwielicht |
| 1941: Heimkehr |
| 1941: Stukas |
| 1941: Über alles in der Welt |
| 1942: Der 5. Juni |
| 1943: Immensee |
| 1944: Das war mein Leben |
| 1944: Eine Frau für drei Tage |
| 1944: Opfergang |
| 1945: Die Schenke zur ewigen Liebe |
| 1945: Unter den Brücken |
| 1947: In jenen Tagen |
| 1947: Zugvögel |
| 1949: Wohin die Züge fahren |
| 1950: Der Schatten des Herrn Monitor |
| 1950: Epilog (auch: Das Geheimnis der Orplid) |
| 1950: Gabriela |
| 1950: Schatten der Nacht |
| 1950: Taxi-Kitty |
| 1952: Gift im Zoo |
| 1952: Türme des Schweigens |
| 1953: Geliebtes Leben |
| 1953: Regina Amstetten |
| 1954: Geständnis unter vier Augen |
| 1955: Oasis |
| 1955: Rosen im Herbst |
| 1956: Das Mädchen Marion |
| 1956: Friederike von Barring |
| 1956: Nacht der Entscheidung |
| 1957: Made in Germa1958: Das Mädchen Rosemarieny Ein Leben für Zeiss |
| 1962: The Counterfeit Traitor |
| 1975: Jeder stirbt für sich allein |
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