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1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Er gründete die Zeitschrift "Die Fieberkurve" (für verletzte deutsche Kriegsgefangene) und hatte im Lager Aibling (Oberbayern) Auftritte vor Kriegsgefangenen.3) Nach Ende des 2. Weltkrieges setze Finck seine Karriere als Kabarettist fort, war zunächst 1947 Leiter des Kabaretts "Nebelhorn" im Züricher Niederdorf, 1948 gehörte er in Stuttgart zu den Mitbegründern des Kabaretts "Die Mausefalle", dem 1951 eine weitere "Mausefalle" in Hamburg folgte; außerdem gab er zusammen mit Hans Bayer1) alias Thaddäus Troll (1914 1980) zwischen 1945 und 1949 mit "Das Wespennest " in Stuttgart die erste deutsche satirische Wochenschrift nach dem Zweiten Weltkrieg heraus In den folgenden Jahren reist Finck mit seinen Soloprogrammen durch Deutschland, um seine "Zersetzung der Humorlosigkeit im öffentlichen Leben" wie er sagte, weiter voranzutreiben. Ausgangspunkt war dabei fast immer seine persönliche, in seiner unverwechselbaren Weise erzählte Lebensgeschichte. Daneben arbeitete er für den Rundfunk, war politisch-satirischer Mitarbeiter des NWDR mit Programmen wie "Am Besten nichts Neues" oder "Der brave Soldat schweigt". Er gab Gastspiele, unter anderem 1963 im New Yorker "Barbizon-Plaza-Theater" sowie 1968 mit einer ausgedehnten USA-Tournee; 1964 trat er bei der "Münchner Lach und Schießgesellschaft" mit dem Programm "Bewältigte Befangenheit" auf. Seinen hintergründigen Humor konnte man auch auf der Bühne und im Film, später im Fernsehen erleben. Bereits in den 1930er Jahren hatte Finck mit kleineren Rollen sporadisch vor der Kamera gestanden: So als Franz Klingemüller in "Die Verliebte Firma" (1931), als Diener Franz in "Der Vetter aus Dingsda" (1934) oder als junger Rekrut in "Der Choral von Leuthen" (1933), eine Rolle, die ihm später angelastet wurde. Bis zu seiner Soldatenzeit spielte er unter anderem in "April, April!" (1935), "Gleisdreieck" (1937), "La Habanera"1) (1937), "Die Unentschuldigte Stunde" (1937), "Die Landstreicher" (1937) und "Die Umwege des schönen Karl"1) (1938). Auch im deutschen Nachkriegsfilm erhielt "der Mann der halben Sätze" weiterhin interessante Nebenrollen: In "Die Frauen des Herrn S."1) (1951) mimte er einen kretischen General, Georg Marischka besetzte ihn in "Hanussen" (1955), Max Ophüls in "Lola Montčs"1) (1955), Kurt Hoffmann als Zahnarzt in "Heute heiratet mein Mann"1) (1956). In Helmut Käutners Komödie "Die Zürcher Verlobung"1) (1957) mimte er den Dr. Julius Wayer an der Seite von Liselotte Pulver, Paul Hubschmid und Bernhard Wicki , in Géza von Cziffras "Der Müde Theodor"1) (1957) den Dr. Karl Findeisen neben dem Titelhelden alias Heinz Erhardt. Erneut als "Dr." tauchte Finck in dem Schwank "Heiraten verboten"1) (1957) auf, in Wilhelm Thieles "Der Letzte Fußgänger"1) (1960) zeugte er sich als Redakteur Hiss erneut neben Heinz Erhardt, als Prof. Gross in "Und das am Montagmorgen" (1959) zusammen mit O. W. Fischer. Zu Fincks weiteren Filmen zählen beispielsweise Auftritte in erfolgreichen Produktionen wie Wolfgang Staudtes Satire "Rosen für den Staatsanwalt"1) (1959), Josef von Bákys Komödie "Sturm im Wasserglas" (1960), Werner Jacobs Operetten-Adaption "Im weißen Rößl"1) (1960) oder Géza von Radványis Simmel-Verfilmung "Es muß nicht immer Kaviar sein"1) (1961); zu seinen letzten Arbeiten für den Kinofilm gehören die "Schüler"-Klamaukstreifen "Klassenkeile"1) (1969) und "Hurra, die Schule brennt"1) (1969). Die Fernsehzuschauer sahen ihn unter anderem in Rainer Werner Fassbinders gesellschaftskritischen, fünfteiligen TV-Serie "Acht Stunden sind kein Tag"1) (1972) neben Hannah Schygulla und Gottfried John.
Im Mai 2002 wäre Werner Finck 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erschien die Originalaufnahme von "Alter Narr was nun? als Hörbuch mit seinem unverwechselbaren Stil der angedeuteten Pointen und Spiel mit den Worten "Man braucht sie nur wörtlich zu nehmen, dann machen sie sich lächerlich." |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 13.07.2011) aus "Witz als Schicksal, Schicksal als Witz", S. 76 ff., 117 f. |
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Textbausteine des Kurzportraits von www.cyranos.ch Siehe auch Wikipedia sowie den tabellarischen Lebenslauf bei Stiftung Deutsches Historisches Museum Filmografie bei www.imdb.de; Fotos bei film.virtual-history.com |
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