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Geraldine Chaplin avancierte mit den Jahren zu einer der bekanntesten europäischen Schauspielerinnen, die in Spanien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien sowie ab 1975 auch in den USA arbeitete. Viele Filme drehte sie mit dem avantgardistischen, amerikanischen Regisseur Robert Altman, so war sie beispielsweise die affektierte BBC-Journalistin Opal in "Nashville"2) (1975), in "Buffalo Bill and the Indians, or Sitting Bull's History Lesson"2) (1976, Buffalo Bill und die Indianer) mimte sie die Kunstschützin Annie Oakley an der Seite von Burt Lancaster und Paul Newman oder war als Rita Billingsley in "A Wedding"2) (1978, Eine Hochzeit) zu sehen. Mit Alan Rudolph drehte sie unter anderem "Welcome to L.A." (1976, Willkommen in Los Angeles) sowie den Thriller "Remember My Name"3) (1978, Du wirst noch an mich denken), wo sie die Hauptrolle der rachebesessenen Psychopathin Emily spielte. Darüber hinaus arbeitete sie mit Regisseuren wie Hans W. Geissendörfer (1971, "Carlos"2)), Jacques Rivette (1976, "Noroît"/"Nordwestwind") oder Alain Resnais (1993, "La vie est un roman"/"Das Leben ist ein Roman") zusammen oder übernahm die weibliche Hauptrolle in Marc Grunebaums Spielfilmdebüt "L'adoption" (1978, Verhängnisvolle Freundschaft). Ab Mitte der 1980er Jahre wurde es ein wenig stiller um Geraldine Chaplin, die inzwischen zweifache Mutter stand nicht mehr ganz so oft vor der Kamera, drehte nur noch ein bis zwei Filme pro Jahr und war auch in TV-Produktionen auf dem Bildschirm präsent. So erlebte man sie beispielsweise mit der Titelfigur in dem TV-Mehrteiler "My Cousin Rachel" (1983), 1987 gehörte Geraldine Chaplin dann zum Starensemble von Michael Radfords gefeierten Krimi-Melodram "White Mischief" (Die letzten Tage in Kenya) und agierte als Nina Soames neben Greta Scacchi und Charles Dance, ein Jahr später stand sie erneut unter der Regie von Alan Rudolph in der Gesellschaftssatire "The Moderns"3) (Wilde Jahre in Paris vor der Kamera. In Richard Lesters historischem Abenteuerstreifen "The Return of the Musketeers", (1989, Rückkehr der Musketiere) mimte sie wie bereits in "The Three Musketeers"2) (1973, Die drei Muskertiere) und "The Four Musketeers"2) (1974, Die vier Musketiere Die Rache der Mylady) die Österreichische Königin Anne, 1990 war sie zusammen mit Kim Novak und Ben Kinsley als Joyce Wheater in Tony Palmers Melodram "The Children" (Mein liebe Rose) zu sehen. In den 1990er Jahren erlebte man sie beispielsweise mit der Rolle ihrer eigenen Großmutter in Richard Attenboroughs biographischen Verfilmung "Chaplin"3) (1992) neben ihren Geschwistern Hannah und Sidney Chaplin, in dem Drama die "The Age of Innocence" (1993, Zeit der Unschuld), das Martin Scorsese nach dem Roman von Jane Eyre gedreht hatte, agierte sie als Mrs. Welland neben namhaften Schauspielerinnen wie Michelle Pfeiffer und Winona Ryder. Danach folgten einige Nebenrollen wie unter anderem die der Tante Glady in Jodie Fosters zweiter Regiearbeit "Home for the Holidays" (1995, Familienfest und andere Schwierigkeiten), man sah sie in Franco Zeffirellis Romanze "Jane Eyre"2) (1996) oder in George Sluizers Psychothriller "Crimetime" (1996, Crimetime Das Auge des Verbrechens). Eine herausragende Hauptrolle spielte Geraldine Chaplin dann in Kevin Connors Fernsehproduktion "Mother Teresa: In the Name of God's Poor" (1997, Mutter Teresa Im Namen der Armen Gottes), der Verfilmung der Lebensgeschichte der indischen Ordensfrau und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa2) (1910 1997), die ihr Leben den Ärmsten in den Slums von Kalkutta gewidmet hatte. In den letzten Jahren stand Geraldine Chaplin unter anderem für Des McAnuffs Komödie "Cousin Bette"2) (1998, Cousine Bette) vor der Filmkamera, in dem Abenteuerstreifen von Carl Schultz "To Walk with Lions" (1999) sah man sie als Victoria Anrecelli neben Richard Harris und John Michie sowie in Daniel Schmids Satire "Beresina oder Die letzten Tage der Schweiz"2) mit der Hauptrolle der Charlotte De. Ebenfalls 1999 spielte sie in Kevin Connors Bibelfilm "Mary, Mother of Jesus"2) (Maria Die heilige Mutter Gottes), ein Jahr später in dessen TV-Mehrteiler "In the Beginning" (Am Anfang); 2002 war sie die Tanzlehrerin Katerina Bilova in "Hable con ella"3) (Sprich mit ihr), einem Film des spanischen Meister-Regisseurs Pedro Almodóvar. In jüngerer Zeit erlebte man Geraldine Chaplin auch im deutschen Fernsehen: 2003 zeigte sie sich als Gloria Blundell und Filmehefrau von Jan Niklas in der hochkarätig besetzten Pilcher-Verfilmung "Wintersonne" an der Seite von Suzanne von Borsody und Sir Peter Ustinov. Die Kinozuschauer konnten sie in Jay Cravens "Disappearances" (2004) zusammen mit Kris Kristofferson und Rip Torn sehen, in der Thornton Wilder-Verfilmung "The Bridge of San Luis Rey"2) (2004) spielt sie mit Robert De Niro und Kathy Bates. Zu Geraldine Chaplins weiteren Arbeiten zählen Pascal Arnolds und Jean-Marc Barrs Romanze "Without Love" (2004), Uwe Bolls Action-Streifen "Bloodrayne"2) (2005) sowie unter anderem die Kinoproduktionen "Miguel and William" (2007), "Teresa, el cuerpo de Cristo" (2007) und "El Orfanato"2) (2007, Das Waisenhaus). Danach wirkte sie in der kanadischen Filmkomödie "Inconceivable"2) (2008) mit und auch in dem Horrorstreifen "Wolfman"2) (Kinostart: 11. 02.2010) gehörte sie neben den Protagonisten Benicio del Toro, Anthony Hopkins und Emily Blunt zur Besetzung. In letzter Zeit steht Geraldine Chaplin wieder vermehrt vor der Kamera, zu ihren aktuellen Arbeiten zählt beispielsweise die Low-Budget-Produktion "The Making of Plus One" (2010; Regie: Mary McGuckian) sowie das Drama "Four Roses" (2010; Regie: Alberto Aranda/David Grau), Mitte Juni 2011 ging unter anderem Dominik Molls Thriller "The Monk" (Le moine) an den Start, in dem sie neben Vincent Cassel als gestrenge Äbtissin zu sehen ist. Bei "The Monk" handelt es sich um eine zur Adaption des 1796 veröffentlichten gleichnamigen Schauerromans von Matthew Lewis2) (1775 1818), Kinostart in der Schweiz war der 8. März 2012 → medientipp.ch. Danach stand sie für Mathieu Demys Drama "Americano"4) (2011) vor der Kamera, das 2011 beim "Internationalen Film Festival" von Toronto seine Premiere feierte. Stéphane Robelin besetzte sie in seiner humorvollen Geschichte über das Älterwerden "Und wenn wir alle zusammenziehen?"3) (2011, And If We All Lived Together), wo sie neben Altstars wie Jane Fonda und Pierre Richard ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen konnte. "Mit einem wunderbaren Schauspiel-Ensemble gelang Stéphane Robelin ein wunderbarer Mix aus Komödie und Drama, bei dem sich die alternden Darsteller gegenseitig die verbalen Bälle zuwerfen dürfen und auch in Sachen Mimik noch einmal beweisen, was gutes Schauspiel ausmacht. Ein Spaß, die fast vergessenen Mimen noch einmal so frisch agieren zu sehen." notiert prisma.de. Kinostart in Deutschland war der 5. April 2012, siehe auch www.ndr.de. Aus der Lebensgemeinschaft mit Regisseur Carlos Saura hat Geraldine Chaplin den 1974 geborenen Sohn Shane, aus der langjährigen Verbindung mit dem chilenischen Fotografen Patricio Castilla die 1986 geborene Tochter Dona. Der Star lebt heute in der Schweiz, arbeitet aber überwiegend mit spanischen Regisseuren zusammen. Anfang Juli 2006 wurde die Schauspielerin mit der "Goldenen Medaille" der spanischen Akademie der Künste ausgezeichnet, als Anerkennung für ihr jahrzehntelanges Engagement für das spanische Kino. |
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| Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia (deutsch), 3) www.prisma-online.de, 4) Wikipedia (englisch) | Stand: April 2012 | ||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia Filmografie bei www.imdb.de sowie Wikipedia (Auswahl) |
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