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Die geradlinige Ausstrahlung und eine Stimme, deren schnarrender Befehlston selbstverständlich klang, prädestinierten ihn für deutsche Kriegshelden. Er war im Film der Mann, der bis zuletzt an "Führer, Volk und Vaterland" glaubt. So modellierte man ihn zum Jagdflieger und Ritterkreuzträger. Wenn er einmal die Uniform auszog, verschlug es ihn in den nordischen Heimatfilm, wo er sich als Liebhaber oder deftiger Naturbursche vom Militarismus erholte.2) Mit dem Niedergang des deutschen Unterhaltungsfilms Anfang der 1960er Jahre endete auch Hansens Filmkarriere abrupt. Er wandte sich wieder dem Theater zu, gastierte aber nur noch gelegentlich und zeigte sich in ausländischen Produktionen, allerdings nur in Nebenrollen. Im Fernsehen bekam man Hansen in den Produktionen "Operation Walküre"1) (1971, hier überzeugte er in der Rolle des Graf Stauffenberg), "Welt am Draht"1) (1973), "Härte 10" (1974), oder in Serien wie "Traumschiff" (1983) zu sehen. In dem mehrteiligen Kriegsepos "The Winds of War"1) (1983, Der Feuersturm) nach dem Roman von Herman Wouk verlieh er dem Generalmajor Alfred Jodl1) (1890 1946) Kontur, den er auch in der Fortsetzung "War and Remembrance" (1986, Feuersturm und Asche) verkörperte. Zu Hansens letzten Arbeiten vor der Kamera zählen die TV-Komödie "Ein Mann für gewisse Sekunden" (1999) und der Krimi "Tanners letzte Chance" (2002). Joachim Hansen lebte seit 1986 mit seiner zweiten Frau, der Gastronomin Marion Wolff, in Kanada auf Vancouver Island und übernahm nur noch selten Aufgaben für Film und Fernsehen. Verschiedentlich stand Hansen jedoch in Deutschland auf der Theaterbühne, wie bei den "Jedermann-Festspielen" im Berliner Dom, wo er zwischen 1998 und 2004 in der Rolle des "Tod" brillierte. Ende September 2007 wollte er mit dem Schauspiel "Komödie der Irrungen" nach William Shakespeare auf Tournee gehen und die Rolle des Herzogs von Ephesus spielen. Die Tournee musste er jedoch absagen, wie "Das Neue Blatt" berichtete, soll Hansen in seinem Badezimmer einen Schlaganfall bzw. eine Gehirnblutung erlitten haben und ein Berliner Krankenhaus eingeliefert worden sein. Nach einem knapp fünfwöchigen Koma starb der beliebte Schauspieler am 13. September 2007 im Alter von 77 Jahren im Berliner Universitätsklinikum; er hinterließ seine Frau Marion sowie Sohn Maximilian. Die Urne mit den sterblichen Überresten soll nach Informationen der "Bild am Sonntag" in Kanada beigesetzt worden sein. |
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Link: 1) Wikipedia Quelle: 2) "Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz (Ausgabe 2000, S. 142) |
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| Siehe auch Wikipedia | ||||
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