| Lys Assia |
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Lys Assia wurde am 3. März 1924 (nach anderen Quellen 1926) als Rosel Schärer im schweizerischen
Hürlikon als Tochter eines Bäder-Installateurs geboren. Sie war das
jüngste von elf Geschwistern, wuchs überwiegend in Zürich-Oerlikon auf und
machte schon als Kind mit ihrer Familie Hausmusik.
Nach ihrer Schulzeit besuchte Lys Assia das Konservatorium und später die
Kunstakademie in Zürich. Einige Quellen berichten, dass sie 1942 zur
Miss Frankreich gewählt worden sei, immerhin wäre sie da erst 16 Jahre alt
gewesen, vielleicht ist es ja auch nur eine Erfindung der Presse. Nach dem Gesangstudium eroberte die gerade mal zwanzigjährige 1946 mit dem Lied von der "Weißen Hochzeitskutsche" die Herzen ihres deutschen Publikums und brachte Trost und etwas heile Welt in die tristen Wohnstuben der Nachkriegszeit.
1950 landete sie mit "Oh mein Papa" aus
dem Musical "Feuerwerk" des Komponisten Paul Burkhard,
"den" Hit des Jahres; die sehnsuchtsvolle Ode an den auf dem Seil
tanzenden Clown mit dem eigentümlichen Akzent und dem hinreißenden
"Eh là hopp" sang die junge Lys Assia damals für den eigenen
todkranken Vater. 1956 gewann sie beim Grand Prix Eurovision de la Chanson
in Lugano mit dem von Géo Voumard und Emile Gardaz komponierten
Titel "Refrain" für die Schweiz den ersten Platz; für
Deutschland trat übrigens ein junger Mann namens Freddy Quinn mit dem
Titel "So geht das jede Nacht" auf. 1957 nahm die Künstlerin
erneut mit "L'enfant que j'étais" an dem Wettbewerb teil, belegte
aber nur den 8. Platz und ein Jahr später konnte sie mit dem Song "Giorgio"
immerhin den respektablen 2. Platz gewinnen. Sie stand gemeinsam mit Marlene Dietrich, Zarah Leander, Vico Torriani, Caterina Valente, Josephine Baker, Julio Iglesias und Gilbert Becaud auf der Bühne, um nur einige zu nennen. Zu ihren bekanntesten Liedern zählen "Arrivederci Roma" (1955), "Was kann schöner sein" (1957, die deutsche Version des Doris Day Hits Que Sera, Sera), "Wenn die Glocken hell erklingen" (1959) oder "Schick mir keine roten Rosen mehr" (1964). Auf der Leinwand war sie in den 50er Jahren ebenfalls zu sehen und zu hören; so unter anderem 1951 in "Palace-Hotel" mit Paul Hubschmid, 1953 in "Die Kaiserin von China", 1954 in "Schlagerparade" oder 1955 in "Ein Mann vergisst die Liebe" neben Willy Birgel. Lys Assia war in erster Ehe mit dem Zürcher Bauunternehmer Henry Kunz verheiratet, der 1957 an einem Herzleiden verstarb; aus der Verbindung stammt Tochter Maja. 1963 heiratete sie den ehemaligen dänischen General-Konsul und Hotelketten-Besitzer Oscar Pedersen und zog sich aus dem Showgeschäft zurück; ihr zweiter Mann verstarb 1995 an den Folgen eines Autounfalls. Lys Assia hatte am Steuer gesessen, als ein Reifen am Auto platzte, der den schweren Unfall verursachte; die Künstlerin überlebte schwer verletzt und war fünf Monate lang an den Rollstuhl gefesselt. Ein Comebackversuch in den 70er Jahren schlug fehl, doch jüngst wollte es die legendäre Schweizer Chansonette mit 75 Jahren noch einmal wissen: Im Herbst 2001 begann sie mit der Produktion einer CD mit neuen und altbekannten Liedern. Auf der CD befinden sich 26 Lieder in deutscher Sprache, dazu ihr Original-Festivalbeitrag von 1956 "Refrain" in französisch, in neu arrangierter Form natürlich "Oh mein Papa" sowie ein Leckerbissen für alle Lys-Assia-Fans: Eine englische Version des deutschen Schlagers "Übers Jahr, wenn die Kornblumen blühen".2002 stand sie in Norderney beim Schlager-Express von WDR4 erstmals wieder live vor einem größeren Publikum auf der Bühne; trotz ihrer 20-jährigen Bühnenabstinenz hatten ihre Fans sie nicht vergessen und sie wurde begeistert gefeiert. 2003 brachte sie eine CD mit vierzehn Liedern heraus. Daraus wurden "Manchmal hilft ein kleines Lied" und "Sehnsucht nach dir" ausgekoppelt. 2005 wurde die Single "Rom lag im Schnee" veröffentlicht, ein Vorbote auf das neue Album "Lady in Blue", das acht neu aufgenommene Oldies, zehn neue und die beiden Auskopplungen vom Album "Sehnsucht nach dir" enthält. Ihre anschließende Auskopplung "Wieder nach Athen" wurde ein Erfolg. Mit "Refrain" tourte sie zum 50. Jubiläum des Grand Prix durch Europa. Sie war Ehrengast in der Jubiläumsshow in Kopenhagen und danach bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix 2006 in Hamburg. Für den Winter 2006 ist eine Weihnachtstournee geplant. Bei der schweizerischen Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik 2007 am 21. April 2007 konnte der Titel "Sag mir wo wohnen die Engel", den Lys Assia zusammen mit Beatrice Egli vortrug, die meisten Stimmen auf sich vereinen. Der Titel wird daher am 25. August 2007 einer der vier Schweizer Beiträge beim internationalen Finale des Grand Prix der Volksmusik in Wien sein. (Quelle. Wikipedia)
Heute lebt Lys Assia in der Schweiz, in einer Wohnung mit Blick auf den Zürichsee;
die aktive Tierschützerin, die die Stiftung "Hunde in Not" mit aus der
Taufe hob, bereist nach wie vor Europa, ist trotz ihres fortgeschrittenen
Alters nach wie vor auf der Bühne präsent; sie ist Ehrenmitglied im Beirat des Zirkus
Knie und engagiert sich für junge Künstler. Die legendäre großen Damen des
Showbusiness hat sich, wie in der Presse zu lesen war, erst jüngst von einer
Operation erholen müssen, am Silvesterabend 2004 war sie in ihrer damaligen
Wohnung im südfranzösischen Cannes überfallen und brutal zusammengeschlagen
worden, musste an einem Auge operiert werden; bei dem Überfall kam ihr
geliebter Zwergdackel Lucky ums Leben, erst kurz zuvor hatte sie Dackel "Akita"
einschläfern lassen müssen. Seit dem tragischen Tod ihres Mannes Oscar Pedersen galt Lys Assias ganze Liebe den
beiden Hunden; jetzt wird die
Schlagerikone von Dackeldame Cindy überall hin begleitet. |
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Weitere Informationen zu Lys Assia
findet man bei www.lys-assia.de. Siehe auch wikipedia.org; Filmografie bei der german.imdb.com |
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