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Dann gelang es Gila von Weitershausen, die ab 1970 für drei Jahre mit
dem Starregisseur Louis Malle zusammenlebte, sich allmählich von dem
Engelchen-Klischee zu lösen und in weiteren Kinoproduktionen, meist mit
ambitionierten Nebenrollen, ihre schauspielerische Vielseitigkeit zu
beweisen. So übertrug ihr Peter Patzak beispielsweise 1978 die Rolle
der Birga Kristlein in seinem Kinofilm "Das Einhorn", Volker Schlöndorff besetzte
sie 1981 in seinem Drama "Die Fälschung"1). Doch vor allem durch das Fernsehen wurde Gila von Weitershausen in den nächsten Jahren zum Publikumsliebling. Neben Auftritten in Quotenrennern wie "Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für zwei", "Liebling Kreuzberg" oder "Das Traumschiff" avancierte sie ab Mitte der 1980er Jahre mit dem Mehrteiler "Patrik Pacard"2) zum TV-Star, ebenso wie mit ihrer zeitweiligen Rolle der Annemarie Matthiesen und Gattin des "Landarztes"1) alias Christian Quadflieg. Man erlebte die Schauspielerin auf dem Bildschirm unter anderem in Peter Beauvais' "Sommer in Lesmona"3) (1986), in Horst Kummeths "Ein Geschenk des Himmels" oder als Baronin in Dagmar Dameks Stefan Zweig-Adaption "Leporella" (1991). In den folgenden Jahren war die wandlungsfähige Schauspielerin mit verschiedensten Frauentypen auf dem Bildschirm präsent, sei es in beliebten Krimi-Reihen wie "Der Bulle von Tölz", "Zwei Brüder", "Polizeiruf 110" und "Tatort" oder in romantischen Pilcher-Verfilmungen. Sie mimte spießige Hausfrauen ebenso überzeugend wie elegante Damen der Gesellschaft oder gerissene Mörderinnen, konnte auch ihr komödiantisches Talent wie als "Tante Elsie" in der Amelie-Fried-Verfilmung "Traumfrau mit Nebenwirkung" (1999) sowie als Star der Sitcom "Biggi" (1998) beweisen. Gemeinsam mit Elke Sommer und Heidelinde Weis stand sie in Bernd Fischerauers Komödie "Nicht mit uns"3) (2000) vor der Kamera und mimte die "starke Frau" und erfolgreiche Marketingexpertin Marieluise von Waldenfels. In jüngerer Zeit erlebte man Gila von Weitershausen 2001 als Dorothee in "Zwei alte Gauner"3) neben Peter Weck und Jaecki Schwarz, als Doña Joanna Martinez in der Utta Danella-Romanze "Die Hochzeit auf dem Lande"3) (2002) und als Sabine Fichtner in Karola Hattops Psychodrama "Schöne Lügen"3) (2003).
Bereits 2006 hatte Gila von Weitershausen als Henriette Wallner in Christine Kabischs heiter-melancholischen Ehekomödie "Der Traum vom Süden" mit Filmehemann Walter alias Elmar Wepper einige Turbulenzen durchstehen müssen, Anfang März 2007 fand die unterhaltsame Geschichte mit "Ich heirate meine Frau"3) eine Fortsetzung. Das Paar ist inzwischen nach über 25-jähriger Ehe geschieden, während Henriette die Trennung gut verkraftet und als selbst ernannte "Managerin" im florierenden Tortenladen ihrer Tochter Elke aufblüht, setzt der von Liebeskummer geplagte Werner alles daran, seine Frau zurückzugewinnen …4)
Anschließend stand sie für das Liebesdrama "Letzter Moment"3) (EA: 17.09.2010 auf ARTE) vor der Kamera, in der von Sathyan Ramesh in Szene gesetzte Geschichte wird von dem älteren Peter (Matthias Habich) erzählt, der sich in die deutlich jüngere Kellnerin Isabel (Ulrike C. Tscharre) verliebt. Als sich herausstellt, dass deren Mutter (Gila von Weitershausen) seine ehemalige Geliebte ist, "gerät Peters aufblühende Welt ins Wanken: Wegen Isabels Mutter flüchtete er einst in die Einsamkeit …" (Quelle: prisma-online.de) Nach dem Emilie Richards-Melodram "Denk nur an uns beide"3) (EA: 3.10.2010 und der Rolle der Evelyn Cunningham gab sie am 15. Oktober 2010 in der Folge "Alte Wunden"3) ihren Einstand im "Schwarzwaldhof". In der dritten Geschichte der losen ARD-Familienreihe tauchte Gila von Weitershausen als Lore Schmidt auf, elegante und anfangs wenig sympathische Mutter der patenten Hoteliersfrau Veronika Hofer (Saskia Vester). Nur eine Woche später, am 22.10.2010, ging "Der Schwarzwaldhof" mit der Episode "Forellenquintett"3) in die vierte Runde, auch hier war Gila von Weitershausen als inzwischen weniger exaltierte Mutter Lore wieder mit von der Partie. In dem von Carlo Rola inszenierten ZDF-Drama "Familiengeheimnisse"3), in dem Filmlegende Hardy Krüger nach vielen Jahren wieder mal eine Rolle vor der Kamera übernommen hat, war sie am 9. Januar 2011 als dessen unterkühlte Ehefrau zu sehen. Neben ihrer Arbeit für das Fernsehen ist die vielbeschäftigte Schauspielerin seit einigen Jahren auch wieder, unter anderem mit Boulevard-Stücken, auf der Theaterbühne zu erleben; nach zehnjähriger Bühnenabstinenz startete sie beispielsweise 1998 eine Tournee mit Eugene O'Neills "Fast ein Poet". Die Schauspielerin, die bis 1972 sechs Jahre lang mit ihrem Kollegen Martin Lüttge2) verheiratet war, ist Mutter eines Sohnes; der 1971 geborene Manuel Cuotemoc stammt aus ihrer Verbindung mit dem französischen Regisseur Louis Malle1) (1932 1995). 1993 heiratete sie den Radiologen und Psychoanalytiker Dr. Hartmut Wahle und lebt mit ihrem Mann in München. |
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Link: 1) Wikipedia, 3) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP,
3) prisma-online.de 4) Quelle: prisma-online.de |
Stand: November 2011 | ||||||
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Siehe auch www.prisma-online.de,
Wikipedia Filmografie bei www.imdb.de |
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