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Seit Ende der 50er Jahre arbeitete der Schauspieler auch für Film- und
Fernsehen; seinen ersten Leinwandauftritt hatte er 1959 mit einer kleineren
Rolle in dem Rühmann-Film "Ein Mann geht durch die Wand", doch schon
mit seinem zweiten Film "Die Bekenntnisse eines möblierten Herrn"
und der Rolle des unfreiwilligen Casanovas Lukas Dornberg wurde Vogler 1962 einem breiteren Publikum
bekannt und erhielt für seine Leistung den "Preis der deutschen Filmkritik"
(Filmbeschreibung bei www.deutsches-filmhaus.de).
Es folgten Rollen sowohl in deutschen als auch internationalen Produktionen wie 1963 in "Ein Mann im schönsten Alter", 1965 in der britischen Komödie "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten"1) (Those Magnificent Men in Their Flying Machines), wo Vogler neben dem unvergessenen Gert Fröbe als Oberst von Holstein den Captain Rumpelstoss mimte, oder 1967 die Rolle des Odlebog in Richard Lesters Kriegs-Satire "How I Won the War"1) (Wie ich den Krieg gewann). Ebenfalls 1967 sah man Vogler als Kurt in Verhoevens "Paarungen", einer Filmversion nach Strindbergs "Totentanz", ein Jahr später war er der Walter Riemeck in Wolfgang Staudtes "Heimlichkeiten" neben Apostol Karamitev und Reinhild Solf. 1969 stand er als Machet in "Downhill Racer" neben Robert Redford und Gene Hackman vor der Kamera oder war 1970 der Feldmarschall Rommel in dem Kriegsdrama "Patton"1) neben George C. Scott in der Titelrolle. In Peter Hunts britischen Actionabenteuer "Shout at the Devil" (Brüll den Teufel an) spielte Vogler 1976 neben Lee Marvin und Roger Moore den "von Kleine" und im gleichen Jahr in "Zerschossene Träume" einen Polizeioffizier. Seit Ende der 50er Jahre gehört Karl Michael Vogler mit mehr als zweihundert Fernsehspielen zu einem der beliebtesten Darsteller auf dem Bildschirm. Vor allem Rollen in TV-Adaptionen klassischer Sujets oder Romanverfilmungen gehörten zu den Stärken des Schauspielers. Bereits 1961 übernahm er die Rolle des Horatio in der Fernsehfassung von Shakespeares "Hamlet" sowie die des Max Piccolomini in Franz Peter Wirths Umsetzung von Schillers "Wallenstein"; 1963 verkörperte er, wieder unter der Regie von Franz Peter Wirth, den "Orsino" in Shakespeares "Was ihr wollt". Man sah den Schauspieler beispielsweise 1966 mit der Titelrolle in "Die Geschichte des Rittmeisters Schach von Wuthenow" nach dem Roman von Fontane, 1969 mit der Titelrolle in "Christoph Kolumbus oder die Entdeckung Amerikas" nach Tucholsky/Hasenclever sowie 1977 in "Des Doktors Dilemma" nach George Bernhard Shaw. Ab 1973 war er der "Kara Ben Nemsi Effendi"1) in der gleichnamigen TV-Serie nach Karl May, 1977 spielte er in Klaus Peter Witts Turgenjew-Verfilmung "Väter und Söhne" den Pawel. Für die dreizehnteilige Fallada-Verfilmung "Ein Mann will nach oben"1) stand er ein Jahr später als "Bodo von Senden" vor der Kamera und seit Anfang der 80er Jahre übernahm Vogler auch Rollen in so beliebten Krimi-Serien wie "Tatort", "Ein Fall für Zwei" oder "Es muss nicht immer Mord sein".In der populären Familienserie "Diese Drombuschs" tauchte er 1983 als Ulrich Poetschach auf, agierte 1985 in dem Mehrteiler "Patrik Pacard" oder 1991 als "Stein" in der Serie "Stocker & Stein" neben Heinz Schubert. 1992 beispielsweise war er der zwielichtige Bankier Dr. Castellotti in der Komödie "5 Zimmer, Küche, Bad", in der dreiteiligen SAT.1-Komödie "Das Schwein Eine deutsche Karriere"1) mimte er 1994 neben Götz George den "van Lück" und in der Serie "Elbflorenz"1) spielte er den aus Kanada nach Dresden zurückgekehrten Bernd Sudheimer, der sich dort nach der Wende wieder eine Existenz aufbauen will. In der erfolgreichen Arzt-Serie "Kurklinik Rosenau" gab er ab 1995 zwei Jahre lang den Prof. Dr. Bernhardt, danach trat er bis 1999 in dem Dauerbrenner "Alle meine Töchter" als "Graf von Wettenberg" auf; man sah ihn als Dr. Walter Gill in der Pilcher-Verfilmung " Möwen im Wind" (1999) oder 2000 als Vater des arroganten Benjamin Hofer alias Max Tidof in der SAT.1-Komödie "Ein Scheusal zum Verlieben". In jüngerer Zeit stand Vogler als Johann von Zitzewitz in der turbulenten Beziehungskomödie "Mit einem Rutsch ins Glück" (2003) neben Anja Kruse und Heio von Stetten vor der Kamera. Zuletzt hatte man Vogler in der Episode "Falsches Spiel" (2006) aus der TV-Serie "Forsthaus Falkenau" als Franz Staudinger auf dem Bildschirm erleben können. Danach zog er sich vom Filmgeschäft zurück, um mehr Zeit für sich und seine Familie haben zu können.
Der "Grandseigneur von Bühne, Film und Fernsehen" konnte auf eine fast 60-jährige erfolgreiche Karriere zurückblicken. Am 28. August 2008 beging der vielseitige Künstler seinen 80. Geburtstag, den er gemeinsam mit Familie und Freunden in Bregenz am Bodensee feierte.
(Quelle: www.musenblaetter.de) Völlig überraschend starb der aus fast 300 Film- und Fernsehrollen bekannte und beliebte Künstler knapp ein Jahr später am 9. Juni 2009 in seinem Haus in Seehausen am Staffelsee. Er hinterließ seine Frau Maria, mit der er seit 1953 verheiratet war, sowie drei gemeinsame Kinder. Die Todesmeldung wurde vom Sprecher des "Teo Otto Theaters" in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) bekannt gegeben, wo Vogler am 11. Juni mit in der musikalischen Lesung "Wilhelm Busch. Poesie eines versimpelten Junggesellen" zusammen mit dem Engelbert Wrobel Trio auftreten wollte. Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. |
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| Siehe auch Wikipedia, Filmografie bei der german.imdb.com | ||||
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