Günther Stoll
Über den Werdegang des am 18. August 1924 geborenen Günther Stoll ist so gut wie nichts bekannt. Als Soldat im 2. Weltkrieg geriet er in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im Jahre 1948 entlassen wurde und begann sogleich eine erfolglose Karriere am Theater Regensburg. Dann schlug er sich bis 1954 in diversen Jobs durch z.B. als Fußballtrainer. 1954 ging er nach Nürnberg ans dortige Theater wo er bis 1957 blieb.1)
 
Populär wurde der Schauspieler Mitte der 1960er Jahre durch seine TV-Rolle des Schriftstellers Guy Foster und Ehemann der Titelheldin "Melissa"2) alias Ruth Maria Kubitschek in dem gleichnamigen dreiteiligen Durbridge-Straßenfeger, in den folgenden Jahren war Stoll meist in Krimis sowohl auf dem Bildschirm als auch auf der Leinwand präsent. Im Kino erlebte man ihn beispielsweise als heroinsüchtigen Jazzmusiker Alain Robin in der Georges Simenon-Verfilmung "Maigret und sein größter Fall"1) (1966), in dem Wallace-Streifen "Der Bucklige von Soho"1) (1966) mimte er den pfeifenrauchenden und zynischen Inspektor Hopkins. Ein Jahr später tauchte er wieder als Inspektor in dem B-Movie "Straßenbekanntschaften auf St. Pauli"1) (1968) auf, in "Die Funkstreife Gottes" (1968) agierte er dann mal als katholischer Unfallpfarrer oder war in "Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu"1) (1969) der Herzspezialist Dr. Curt Kessler, der dem Bösewicht Fu Man Chu (Christopher Lee) das Leben retten soll. Erneut als Inspektor sah man Stoll in dem Krimi "Das Gesicht im Dunkeln"1) (1969) an der Seite von Klaus Kinski, mit Curd Jürgens spielte er in "Der Pfarrer von St. Pauli" (1970) einen Nachtclubbesitzer, in den Wallace-Streifen "Die Tote aus der Themse"1) (1971) den Scotland Yard-Arzt Dr. Ellis, in "Das Geheimnis der grünen Stecknadel"1) (1971) den Professor Basecombe; zu Stolls letzten Filmauftritten zählt unter anderem der Kinostreifen "Das Amulett des Todes" (1975).

Im Fernsehen sah man den Schauspieler mit verschiedensten Rollen in so beliebten Krimi-Reihen wie "Dem Täter auf der Spur", "Stahlnetz" oder "Tatort"; sein letzter Job war der des Kommissars Schröder neben Horst Tappert und Fritz Wepper in der Krimireihe "Derrick", in der er ab 1974 in den beiden ersten Staffeln der Serie auf insgesamt 18 Einsätzen kam.
  
Günther Stoll, der seit Februar 1971 mit der der Münchener Schlagersängerin Edina Pop1) verheiratet gewesen war, erlag am 10. Januar 1977 in Gelsenkirchen den Folgen eines Herzinfarktes; seine letzte Ruhe fand er in einem Familiengrab auf dem alten Friedhof in Zeitlarn bei Regensburg.
 

1) Quelle bzw. Link: Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei der Internet Movie Database
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de