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Christa Siems wurde am 28. Mai 1916 geboren; über ihren
Geburtsort ist ebenso wenig bekannt wie über ihren Werdegang zur
populären Volksschauspielerin. Neben ihrer langjährigen
Mitwirkung am "Ohnsorg-Theater"*) feierte sie vor allem am Hamburger "St. Pauli Theater"
großen
Erfolge, bereits 1956 machte sie dort mit dem
Stück "Die Catcher von St. Pauli" Furore. Sie glänzte als
einzige weibliche Hauptdarstellerin in dem 1920 von Paul Möhrings
geschriebenen Volksstück "Die
Zitronenjette"1),
welches über 1 000 Mal im "St. Pauli Theater" aufgeführt
wurde. Mit Ausnahme von Christa Siems wurde diese Figur ansonsten
immer von einem Mann dargestellt, man denke nur an das bravouröse
Spiel von Henry Vahl2) (1897 1977) Anfang der 1970er Jahre.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue
(Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue. |
Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte Christa Siems schon Ende der 1930er Jahre in dem
Streifen "Für die Katz'" (1940) sammeln können,
doch erst ab den 60ern wirkte sie regelmäßig in Film- und
Fernsehproduktionen mit. Auch hier konnte sie vor allem in Verfilmungen
populärer Schwänke ihr komödiantisches Talent voll ausleben, agierte
beispielsweise als Ulrike Klapproth in dem Lustspiel-Klassiker "Pension
Schöller"1) neben Theo Lingen und Rudolf Vogel. Mit
Theo Lingen spielte sie auch in "Bei Pichler stimmt die Kasse nicht" (1961),
weitere Leinwandauftritte hatte sie beispielsweise in dem Krimi "Vier Schlüssel"1) (1965)
von Altmeister Jürgen Roland, der sie auch in dem Thriller "Die Engel von St. Pauli" (1969) besetzte,
sowie in Alfred Weidemanns Gangsterstreifen
"Unter den Dächern von St. Pauli" (1970) und Hark Bohms
Jugenddrama "Moritz, lieber Moritz"1) (1978).
Eine Zusammenarbeit mit Jürgen Roland ergab sich auch in dessen
legendären Krimi-Serien "Stahlnetz"1) und "Polizeirevier Davidswache",
wo sie ab Ende der 1950er Jahre mehrfach auftrat, eine andere
erfolgreiche Krimi-Reihe war "Gestatten Mein Name ist Cox"2) (1961) mit
Günter Pfitzmann. In der TV-Serie "Anker auf und Leinen los!" (1968) mit
dem Untertitel "Geschichten aus dem Yachthafen"
mimte sie dreizehn Folgen lang die Hedwig Bollmann, spielte neben
Kollegen wie Heinz Engelmann und Karl-Heinz Kreienbaum. "Polizeifunk ruft"
(1966 1970), "Reisedienst Schwalbe" (1968/69), "Das
Kurheim" (1972), "Hamburg Transit" (1970 1973),
"Hafenkrankenhaus" (1974) und "Die Schöne
Marianne" (1974) sind weitere Serien, mit denen sich Christa Siems in die Herzen der Zuschauer spielte.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue
(Hamburg) zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue. |
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In nachhaltiger Erinnerung bleibt die Mimin auch mit der Rolle der
Wirtin Trude Jantzen in dem Quotenrenner "Diese Drombuschs"1) (1983), zu ihren
letzten Fernsehauftritten zählt die Episode "Die Jagd nach den Millionendieben" (1985)
aus der Reihe "Fall für TKKG" sowie die "Tatort"-Folge
"Finale am Rothenbaum" (1991), deren Ausstrahlung sie nicht mehr
erlebte.
Neben ihrer Arbeit für das Theater und den Film war Christa Siems auch eine
gefragte Sprecherin, schon nach dem Krieg hatte sie sich in verschiedensten
Hörfunksendungen einen Namen gemacht, stand immer wieder für Audio-Produktionen vor dem Mikrophon.
Die beliebte Volksschauspielerin Christa Siems starb am 27. Mai 1990 in
Hamburg einen Tag vor ihrem 74. Geburtstag; ihre
letzte Ruhestätte fand sie in einem Familiengrab auf dem Hamburger Friedhof
Ohlsdorf (siehe auch das Foto
der Grabstätte bei Wikipedia).
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