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Doch erst Ende der 1980er Jahre intensivierte Rudolf Kowalski seine Arbeit für Film und Fernsehen und wurde mit seinem ausdrucksstarken, oft unaufdringlich-zurückgenommenen Spiel zum beliebten Bildschirmdarsteller. Neben wiederholten "Tatort"-Auftritten so beispielsweise in "Kopflos" (1989), "Tod im Häcksler" (1991), "Blutiger Asphalt" (1995), "Der kalte Tod" (1996) und "Schimanski Hart am Limit" (1997) sowie verschiedenen anderen Einzelproduktionen, übernahm er dann ab 1998 die durchgehende Rolle des Literaturprofessors Simon Abendroth und Lebensgefährten der Kommissarin "Bella Block" alias Hannelore Hoger. Aus den "Bella Block"-Folgen war er seither nicht mehr wegzudenken, als unerlässliche Randfigur gab Kowalski den kriminalistischen Geschichten oft mit einer gehörigen Portion Humor eine menschliche Komponente. Die Filmbeziehung zwischen Hannelore Hoger und Rudolf Kowalski endete mit dem "Bella Block"-Zweiteiler "Das Schweigen der Kommissarin"1), welche anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der "Bella Block"-Reihe am 17. bzw. 19. Januar 2009 ausgestrahlt wurde. In der Story um einen brutalen Mord an einer jungen Frau steht auch das Privatleben von Bella Block auf dem Prüfstand, Simon Abendroth trennt sich von der eigenwilligen Kommissarin, Bella Block selbst kündigt am Ende ihren Dienst bei der Hamburger Polizei. "Bella Block"-Fans können jedoch aufatmen, die erfolgreiche Krimi-Reihe wird laut ZDF-Fernsehspiel-Chef Pit Rampelt fortgesetzt, wenn auch in anderer Form. Hannelore Hoger bleibe der Figur treu, "Bella Block" werde auch künftig zwei Mal im Jahr als "eine Art Expertin oder Privatermittlerin" zum Einsatz kommen. Bellas Trennung von Simon Abendroth jedoch ist endgültig, Rudolf Kowalski stieg definitiv aus der Reihe aus. → die "Bella Block"-Filme"bei prisma.de.
Zur TV-Filmografie gehören erfolgreiche Krimi-Reihen wie "Siska", "Alarm für Cobra 11 Die Autobahnpolizei", "Der Ermittler", "Anwalt Abel" oder "Die Männer vom K3", aber auch Komödien wie "Ich kaufe mir einen Mann"1) (2000) und "Traumfrau mit Verspätung" (2001) sowie Psychodramen wie "Im Chaos der Gefühle"1) (2002) oder leichte Unterhaltungskost wie "Du bist nicht allein Die Roy Black Story"1) (1996) und "Mein Weg zu dir heißt Liebe"1) (2004). In nachhaltiger Erinnerung bleiben seine Figuren der Zeitgeschichte in ambitionierten Dokumentarspielen, so die Rolle des Egon Krenz in Hans-Christoph Blumenbergs hochkarätig besetztem Doku-Drama "Deutschlandspiel"1) (2000) um die Ereignisse zwischen dem 7. Oktober 1989 und dem 3. Oktober 1990; in Oliver Storz' vielbeachtetem Zweiteiler "Im Schatten der Macht"2) (2003), dem Politdrama um den ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt und dessen Verstrickung in die Guillaume-Affäre, war Kowalski der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Egon Bahr, in Horst Königsteins "Verkauftes Land"1) (2003) brillierte er mit der Hauptrolle des Treuhand-Vorstandes Klaus Schucht und zeigte einmal mehr seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit.
In dem Drama "Eine Chance für die Liebe"1) erlebte man Kowalski Anfang April 2006 als tüchtigen Polizeibeamten Paul Lienhardt, der mehr mit seinem Beruf als mit seiner Ehefrau Marianne (Jutta Speidel) verheiratet zu sein scheint. Als diese aufgrund einer Krebsdiagnose in eine tiefe Lebenskrise stürzt und dann auch noch ihren Jugendfreund, den charismatischen Philipp (Michael Mendl), wieder trifft, muss Paul um sein Glück kämpfen Für das ZDF drehte Rudolf Kowalski eine neue Freitags-Krimireihe mit dem Titel "Stolberg"2), die erstmals am 27. Oktober 2006 mit der Folge "Todsicher" auf Sendung ging. In allen sechs Folgen der 1. Staffel agierte der Schauspieler unter der Regie von Matti Geschonneck, der sich auch die Geschichten ausgedacht hat, als Chef einer Mordkommission in Düsseldorf und mimt einen klassischen und sehr sachlichen Ermittler-Typ, einen eher spröden Mann ohne Privatleben. Aufgrund der positiven Zuschauerresonanz wurden weitere Folgen produziert, in der am 21. September 2007 ausgestrahlten spannenden Episode "Der Sonnenkönig" (u.a. mit Axel Milberg) hatten es der geradlinige Ermittler und sein Team, der Kommissar Florian Glade (Aurel Manthei2)) und die Kommissarin Sofia Lechner (Victoria Mayer2)), mit einem Entführungsopfer zu tun, am 26. Oktober bzw. 30. November 2007 folgen dann in der Reihe "ZDF-Freitagskrimi" die Geschichten "Vermisst" und "Gekauftes Glück". Bei der 2. Staffel (8 Folgen, EA: 21.09.2007 bis 29.02.2008) führten Ulrich Zrenner und Markus Imboden Regie, zwischen 7. November 2008 ging dann die dritte Staffel2) mit vier weiteren spannenden Geschichten auf Sendung. Ab 6. März 2009 setzte das ZDF die beliebte Krimiserie mit Rudolf Kowalski fort, Stolberg und sein Team lösten erneut Freitags ab 20:15 Uhr mysteriöse Mordfälle in Düsseldorf. Am 23. Oktober 2009 ging dann mit der Episode "Kreuzzug" (Regie: Michael Schneider) die vierte Staffel2) an den Start, unterstützt wird Stolberg nach dem Ausscheiden von Victoria Mayer von Oberkommissarin Catharina Brand, gespielt von Annett Renneberg2), die den Zuschauern als "guter Geist" Elettra Zorzi aus den Verfilmungen der "Donna Leon"-Krimis bekannt ist. Die fünfte Staffel2) mit acht weiteren spannenden Geschichte wurde seit dem 12. November 2010 (bis 20.05. 2011) ausgestrahlt, seit der sechsten Staffel bzw. seit dem 7. Januar 2012 (Episode "Krieger") ermittelt Stolberg nun Samstags um 21:45 Uhr, am 14. Januar 2012 geht es mit "Der Mann, der weint" weiter, in der darauffolgenden Woche mit "Blutsbrüder" und am 28.01.2012 mit "Tödliches Netz". Kowalski selbst sagte in einem Interview einmal zu der Figur des "Stolberg": "Er ist wortkarg, kann aber gut zuhören. Ein Typ, der seine Arbeit macht. Bei ihm steht der Fall im Mittelpunkt, und das soll auch so bleiben." Rudolf Kowalski gehört inzwischen zu den Gesichtern auf dem Bildschirm, die sowohl in ambitionierten TV-Spielen als auch spannungsgeladenen Krimis den Zuschauer zu fesseln vermögen. So auch Anfang November 2006 in dem Psychodrama "Der Mann im Smoking"1) aus der Reihe "Bloch" mit dem schwergewichtigen Dieter Pfaff als Psychotherapeut Dr. Maximilian Bloch. Kowalski war eindrucksvoll der "Mann im Smoking", der sich an nichts mehr erinnern kann, unter "dissoziativer Fugue" leidet und ohne Papiere ziellos durch die Stadt irrt, bis er auf Bloch trifft. Mit seinen unkonventionellen Methoden will dieser dem offensichtlich traumatisierten Namenlosen helfen. Überzeugend war auch Anfang April 2008 sein Rabbi Seelig in der "Pfarrer Braun"-Folge "Die Gärten des Rabbiners"1). In der Krimikomödie mit dem schwergewichtigen, kriminalistisch begabten Protagonisten Ottfried Fischer als Schnüffel-Pfarrer glänzte Kowalski einmal mehr als der in einen Mordfall verwickelte jüdische Geistliche, der witzig, wenn auch eher wortkarg, seinem katholischen Kollegen durchaus das Wasser reichen konnte. In "Eine Frage des Vertrauens"2), einem von Miguel Alexandre in Szene gesetzten TV-Drama um eine erfolgreiche Ärztin ohne Examen mit Silke Bodenbender und Wotan Wilke Möhring, spielte Kowalki die kleinere, dennoch einprägsame Rolle des Oliver Kremp, der in der Ärztekammer als Sachbearbeiter für die fehlende Approbationsurkunde der attraktiven Medizinerin Marie Hansen (Silke Bodenbender) zuständig ist und deren Urkundenfälschung für sich auszunutzen versucht; die ZDF-Produktion feierte am 28.9.2009 im Rahmen des Hamburger Filmfestes 2009 seine Premiere und wurde am 08. März 2010 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt. In der turbulent-witzigen ZDF-Geschichte mit dem bezeichnenden Titel "Familie Fröhlich Schlimmer geht immer"1) (EA: 13.12.2010) gehörte auch Kowalski zu den brillant aufspielenden Protagonisten in der von Thomas Nennstiel pointenreich, recht realitätsnah inszenierten Story: Der seit vielen Monaten arbeitslose Bernd Fröhlich (Jürgen Tarrach) hat notgedrungen die Rolle des Hausmannes übernommen, Ehefrau Petra (Simone Thomalla) bessert die Haushaltskasse neben ihrem Job als Kosmetikerin mit dem Verkauf von neckischen Dessous auf. Bernd Fröhlich unternimmt alles, um einen Job zu bekommen mit eher lustloser Unterstützung seines Fallmanagers Wolf Lämmle (Rudolf Kowalski). Kowalski verleiht dem gefrusteten Beamten klischeehafte Züge und die Geschichte bekommt eine überraschende Wendung, als sich herausstellt, dass gerade Lämmle der Vater von Jakob (Jörn Schlönvoigt) ist, dem Freund der 19-jährigen Tochter (Henriette Confurius) der Fröhlichs
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Link: 1) www.prisma-online.de, 2) Wikipedia Quelle: 3) www.daserste.de |
Stand: Januar 2012 | ||||||||
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Siehe auch Wikipedia,
www.prisma-online.de Kontakt: Agentur Heppler; Filmografie bei der german.imdb.com |
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