Marianne Sägebrecht wurde am 27. August 1945 im bayerischen Starnberg
geboren und verbrachte ihre nicht grade glückliche Kindheit und Jugend in dem Dorf
Bachhausen; ihren Vater lernte sie nicht kennen, da er während des
Krieges gefallen war, von ihrem Stiefvater wurde sie nicht gut behandelt. Bevor sie zum Star bei Film und Fernsehen
avancierte, machte sie zunächst eine Ausbildung als Medizinisch-Technische Assistentin,
leitete später ab 1971 mit ihrem damaligen Mann Fritz das Starnberger
Kleinkunstlokal "Spinnradl"; Tochter Daniela wurde 1967 geboren.
Nach der Scheidung wurde Marianne Sägebrecht ab 1976 Geschäftsführerin
und Wirtin des Münchener Künstlerlokals
"Muttibräu", kam mit der Kleinkunstszene in Berührung und
machte sich als Entertainerin und "Mutter der Subkultur"
einen Namen. Sie beteiligte sich
in München an verschiedensten Theater- und Kabarettprojekten, gründete
unter anderem 1977
mit "Opera Curiosa" ein eigenes Revuetheater, welches
bundesweit für Furore sorgte.
Ab den 1980er Jahren wurde der Film auf Marianne Sägebrecht aufmerksam; ohne jemals Schauspielunterricht genommen zu haben, hatte sie 1983 ihren ersten Leinwandauftritt in
Percy Adlons "Die Schaukel", ein Jahr später folgte eine kleinere Rolle
in der Satire "Im Himmel ist die Hölle los"1) sowie in "Ein Irres
Feeling" und schon mit ihrem vierten Kinofilm, der skurrilen
Liebeskomödie "Zuckerbaby"1), wurde Marianne Sägebrecht international bekannt.
Erneut unter Regisseur Percy Adlon spielte sie die Titelrolle der nicht mehr ganz jungen und vom Schlankheitsideal weit
entfernt "grauen Maus" Marianne, die sich in ihrem Alltagstrott zwischen der Arbeit
als Leichenwäscherin, Schlafen, Essen und Schwimmen eingerichtet hat,
sich dann in den U-Bahnfahrer Eisi Gulp verliebt und zur
Schönheit wird.
Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Thomas Dashuber
© Thomas Dashuber (www.dashuber.de)
|
 |
|
1987 kam Percy Adlons preisgekrönter Kultstreifen
"Out of Rosenheim"1) in die Kinos, der zum Kassenschlager
wurde und Marianne Sägebrecht zur Schauspielerin von internationalem
Rang werden ließ. Hier agierte sie an der Seite von CCH Pounder und Jack Palance hinreißend
als Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim,
die nach einem Krach mit ihrem Mann irgendwo allein mit ihren Koffern am Highway auf dem Weg nach Las Vegas steht,
sich in dem nahegelegenen, heruntergekommenen Motel "Bagdad Café" einquartiert, welches
sie dann mit deutscher Gründlichkeit auf Vordermann
bringt.
Bis Ende der 1980er folgten die Filme "Crazy Boys" (1987) von Peter Kern
sowie "Moon Over Parador" (1988) von Paul Mazursky mit Weltstar Richard Dreyfuss;
in Danny DeVitos Welterfolg "The War of the Roses"1) (Rosenkrieg) mimte sie 1989
neben Michael Douglas und Kathleen Turner die gestresste
Haushälterin Susan und war im gleichen Jahr mit der Titelrolle "Rosalie Goes Shopping"1) auf der Leinwand zu erleben.
Wieder einmal begeisterte sie unter der Regie Percy Adlons mit der Rolle der Bad Tölzerin
Rosalie, die in einem kleinen Städtchen in Arkansas lebt, regelmäßig dem
Konsumrausch erliegt und mittels kleiner Scheckbetrügereien ihre Familie mit Luxusartikeln eindeckt.
Als dann noch ein PC ins Haus kommt, werden ihre Einkaufsmöglichkeiten enorm
erweitert
An der Seite Michel Piccolis agierte sie 1991 als liebende Magd Martha in Jiri Weiss' "Martha et moi"2)
(Martha und ich), überzeugte ein Jahr später als Dr. Leidzinger in Richard Stanleys
"Dust Devil" oder war 1993 als Emma in Sönke Wortmanns "Mr. Bluesman"
zu sehen.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH
|
1994 beispielsweise stand sie als Mona von Snead in Donald Reikers
"Mona Must Die" vor der Kamera, in Volker Schlöndorffs
Drama "Der Unhold"1)
zeigte sie sich 1996 neben John Malkovich als Frau Netta. 1998 amüsierte
sich das Kinopublikum über ihre gelungene Darstellung der Bonnemine
(Gutemine), der Ehefrau des Dorfhäuptlings
Majestix,
in der humorvollen Realverfilmung von Claude Zidi um die Abenteuer der Comicfigur Asterix
in "Asterix und Obélix gegen Caesar"1) an der Seite von
Christian Clavier als Asterix und Gérard Depardieu als
Obelix.
Danach trat Marianne Sägebrecht vor allem mit liebenswerten, oftmals anrührenden Rollen in
zahlreichen TV-Produktionen in Erscheinung. Bereits 1994 hatte sie
in dem Remake "Der kleine Lord" mit Mario Adorf in der
Hauptrolle die Haushälterin Klara verkörpert oder war mit der Hauptrolle in "Eine Mutter kämpft um ihren
Sohn" als Marion Bruckmüller zu sehen gewesen.
1998 beispielsweise agierte sie in "Eine Frau nach Maß"2) wunderbar
als französische Provinzpostbotin, die behördlich zu einer Abmagerungskur gezwungen wird, sich
dem aber widersetzt. In Matti Geschonnecks Drama "Ganz unten, ganz oben"1)
mimte sie 1999 die zuverlässige Bankkassiererin Elli Schulze, die von ihrem Mann
ausgenutzt, plötzlich vor dem Nichts steht und erst wieder lernen muss, neuen
Lebensmut zu fassen. In Dagmar Dameks "Die Sekretärin des
Weihnachtsmanns"2) spielte sie ebenfalls 1999 an der Seite Roland Girauds
die Marlène Veber, die einer kleinen Halbwaise den sehnlichen
Weihnachtswunsch nach ihrem Vater erfüllen will. Ein Jahr später war sie die
verwitwete Anna Linke, die in "Am Ende siegt die Liebe"1) zwei Jahre für ihre Tochter
Lilli unschuldig im Gefängnis gesessen hatte und nach ihrer Entlassung
feststellen muss, dass ihre Tochter für ihre Karriere als Fotomodell keine
Mutter mit Knast-Vergangenheit gebrauchen
kann.
2002 begeisterte Marianne Sägebrecht die Zuschauer mit der
Titelrolle in der Komödie "Marga Engel schlägt zurück"2):
Die turbulente Geschichte um die beherzte Köchin Marga Engel, die von dem betrügerischen Bauunternehmer Ohrmann
alias Gunter Berger um ihr lang erspartes Häuschen gebracht wird, fand dann 2003
ihre Fortsetzung mit "Marga Engel kocht vor Wut"2).
Zum dritten und auch letzten Mal kämpfte die Köchin mit Herz und Schnauze dann
Ende 2004 in "Marga Engel gibt nicht auf"2)
für die Rechte der Schwächeren: Wieder einmal trickst die energische Blondine
den skrupellosen Bauunternehmer Siegfried Ohrmann aus, der aus einem Kinderheim eine Anti-Aging-Klinik machen möchte.
Im November 2003 ging durch die Presse, Marianne Sägebrecht wolle ab 2005
ihre Schauspiel-Karriere beenden; in der ARD-Talkshow "Beckmann"
begründete sie diese Entscheidung mit "Ich bin der Meinung, ich habe alles
erzählt" und löste damit Fassungslosigkeit aus; tatsächlich
bezog "Das Ende" lediglich auf den Dreiteiler "Marga Engel". Künftig
wolle die
Schauspielerin, die zu den wenigen deutschen Stars gehört, die es auch in
Hollywood geschafft haben, neben ambitionierten TV-Produktionen noch Dokumentarfilme drehen und Kinderbücher
schreiben.
Doch zur Freude der Zuschauer blieb die Vollblutmimin auch weiter auf dem
Bildschirm präsent. In dem bereits 2004 unter der Regie von Dirk Kummer entstandenen unkonventionellen Familienfilm
"Charlotte und ihre Männer", der ganz auf seine Hauptdarstellerin zugeschnitten
ist, war sie dann die patente und gutherzige Physiotherapeutin Charlotte, die
mit beiden Beinen fest im Leben steht und sich trotz mancher Rückschläge nicht unterkriegen lässt.
Gemeinsam mit ihren drei Kindern meistert sie so manche Herausforderung, muss
aber auch erkennen, dass diese eigene Wege gehen. Als Charlotte den
erfolgreichen PR-Berater Leo Humboldt (Rudolf Kowalski) kennen lernt, den sie
als Patienten behandelt, scheint sich ihr Leben zu ändern: Der
erfolgsbewusste Strippenzieher ist sofort sehr angetan von Charlottes
Fähigkeiten. Der eigentlich ausgeglichenen Charlotte hingegen geht seine
"Jeder ist käuflich"-Haltung ziemlich gegen den Strich.
Als Leos Schmerzen Überhand nehmen und ihm die Presse einen Bestechungsskandal
anhängen will, beschließt er, unterzutauchen und schafft es, sich bei Charlotte einzuquartieren.
Unter ihren "magischen Händen" schreitet seine Genesung voran.
Im Gegenzug kümmert er sich rührend um den Enkel, gibt Charlottes Nachwuchs
in gewohnter PR-Manier Tipps, wie sie ihre Ziele erreichen können und bringt
Charlotte selbst der Erkenntnis näher, dass sie ihre Kinder den eigenen Weg gehen lassen muss.
Als Charlottes anfänglicher innerer Widerstand langsam schwindet und sie schon glauben will,
Mann Nr. 3 gefunden zu haben, eröffnet ihr Leo nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht,
dass sie einfach zu unterschiedlich sind für eine gemeinsame
Zukunft
3) In dem Film, der erstmals bei ARTE einen Tag vor Marianne Sägebrechts 60. Geburtstag,
dann Anfang September 2006 in der ARD ausgestrahlt wurde und beim Filmfestival in Biberach den
Publikumspreis gewann, erlebt man die charismatische Schauspielerin erneut in
einer Paraderolle wie immer sehr authentisch, herzlich und meist
mit einem leisen melancholischen Zug um die Mundwinkel.
Im März 2007 spielte
sie in der von der ARD als "anrührend inszenierter Familienfilm mit Marianne Sägebrecht
in der Paraderolle einer leibhaftigen Märchenfee" angekündigtem TV-Film
"Bezaubernde Marie"2)
unter der Regie von Peter Weissflog ganz in Sägebrecht-Manier erneut die Rolle
eines "Gut-Menschen": Als Buchhändlerin, Besitzerin eines Lese-Cafés
und ehemalige Artistin hat auch diese Figur der Marie ein großes Herz, kümmert
sich als "gute Fee Mirella" um einen kleinen asthmakranken Jungen,
vereint schließlich mit ihrer liebenswürdigen, dennoch resoluten Art die
mutterlose, in sich zerstrittene Familie wie immer 90 Minuten anrührende
Fernsehunterhaltung ohne Anspruch auf geistigen Tiefgang.
Nette Unterhaltungskost war rund vier Wochen später auch das von Bettina Woernle
feinfühlig inszenierte Fernsehspiel "Das Geheimnis meiner Schwester"2),
in dem die Sägebrecht als naturverbundene Antonia Wiedemann mit der Tatsache
konfrontiert wird, dass sie eine Nichte hat und von der verstorbenen Schwester
zum Vormund bestellt wurde. Liebevoll-resolut meistert sie diese Herausforderung
und es gelingt ihr trotz mancher Turbulenzen, eine Bindung zu dem anfangs bockigen Teenager
Lisa (Isolda Dychauk) aufzubauen und das Herz des Mädchens zu erobern.
Mit den rührenden Geschichten um "Marie" ging es dann 2008 weiter,
"Immer Wirbel um Marie"2)
hieß das am 17. Oktober 2008 in der ARD
ausgestrahlte, temporeiche TV-Märchen von Regisseurin Ariane Zeller. Noch
immer betreibt die sensible Marie mit viel Idealismus einen Buchladen in einer sächsischen
Kleinstadt. Da das Geschäft alles andere als gut läuft, hat sie einen zusätzlichen
Job als Näherin in einer Spielzeugmanufaktur angenommen. Mit der Zukunft dieses
Traditionsbetriebs steht es allerdings auch nicht zum Besten: Nach dem Tod des
alten Besitzers wurde die Firma an einen großen Spielwarenkonzern verkauft.
Zwar beteuert der neue Geschäftsführer Klaus Sandmann, die Firma weiterführen
zu wollen doch schon bald stellt sich heraus, dass der schlitzohrige Manager
das Werk in Wirklichkeit zu schließen beabsichtigt. Damit ist einmal mehr
Maries Kampfgeist geweckt: Gemeinsam mit ihren Kolleginnen schmiedet sie einen
gewitzten Plan, um den Betrieb zu retten
4)
Eine dritte Folge soll in in Planung sein.
Gerade abgedreht hatte die Schauspielerin den 60-minütigen Märchenfilm
"Frau Holle"2), der im Weihnachtsprogramm 2008 ausgestrahlt
wurde → Wikipedia.
Unter redaktioneller Federführung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) produzierte die ARD
dann weitere Neuverfilmungen der Märchens der Gebrüder Grimm.
Die RBB-Produktion ist Teil von fünf weiteren Verfilmungen, der NDR steuert
"Das tapfere Schneiderlein" bei, der Hessische Rundfunk "König
Drosselbart", der SWR den "Froschkönig", der WDR "Tischlein deck
dich" und der MDR "Brüderchen und Schwesterchen". Dass Marianne Sägebrecht die Frau Holle spielen sollte,
stand für RBB-Produzentin Sabine Preuschhof von Anfang an fest.
"Sie ist einfach die Idealbesetzung."5)
In der bis auf die kleinste Nebenrolle prominent besetzten ARD-Komödie
"So ein Schlamassel"1)
gehörte Marianne Sägebrecht neben
Publikumslieblingen wie beispielsweise Michael Mendl, Rolf Hoppe oder Hans-Peter Hallwachs
ebenfalls zur Schauspielerriege und spielt die Tante Sarah Silberschatz. Dieser Fernsehfilm, produziert von Dr. Alice Brauner (Tochter von
Filmmogul Artur Brauner), wurde vorab präsentiert und erntete bei den
Hofer Filmtagen (27.10. bis 1.11.2009) gute Kritiken; die Ausstrahlung in der ARD
war am 29. Januar 2010.
Ab Oktober 2010 begannen die Dreharbeiten zu einem neuen Kinofilm, in dem das
ehemalige "Zuckerbaby" gemeinsam mit ihrem italienischen Kollegen Giancarlo Giannini
für den Streifen "Oma in Roma" (AT) vor der Kamera stand. In
der Geschichte geht es um eine 67-jährige Frau, die von ihrer Familie ins
Altersheim abgeschoben werden soll.6); als Kinostart wird der 12. September 2012 genannt → www.presse.majestic.de.
Zudem hatte sie die Gastrolle der Wirtin Edeltraud Staller in dem von Xaver Schwarzenberger inszenierten historischen
Fernsehfilm über deutschen Schauspielerin und Hochstaplerin bzw. Geldverleiherin
Adele Spitzeder1)
(1832 1885) übernommen. Die Dreharbeiten zu der Co-Produktion von BR und ORF
fanden ebenfalls ab Oktober 2010, unter anderem im Museumsdorf Tittling
statt, Sendetermin in der ARD für "Die
Verführerin Adele Spitzeder"2) war der 11. Januar 2012. → www.br.de
Die populäre und sympathische Schauspielerin Marianne Sägebrecht
wurde mehrfach für ihre Leistungen ausgezeichnet: So beispielsweise
1982 mit dem "Schwabinger Kunstpreis"1),
1984 mit dem "Ernst-Hoferichter-Preis"1),
1986 mit dem "Ernst-Lubitsch-Preis"1)
(für "Zuckebaby"),
1988 erhielt sie ein "Filmband in Gold" als "Beste
Hauptdarstellerin" für "Out of Rosenheim" sowie ein Jahr später einen "Bambi".
Am 17. Juli 2003 wurde ihr vom Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber der
"Bayerische Verdienstorden"1) überreicht. Zuletzt konnte
Marianne Sägebrecht am 12. Juli 2009
Oberbayerns höchste kulturelle Auszeichnung,
den "Oberbayerischen
Kulturpreis"1), entgegennehmen. Die Darstellerin verkörpere ihre Rollen
"mit einer unnachahmlichen Mischung aus Mütterlichkeit, Humor und
Sinnlichkeit", hieß es bei der Verleihung in Starnberg.
Erste Erfahrungen als Schriftstellerin hatte Marianne Sägebrecht bereits 1993 mit
ihrer Biografie "Ich trau' der Zukunft" gemacht, 2002 erschien
das Buch "Meine Überlebenssuppen. Geschichten und Rezepte", in dem
sie Rezepte zu zwölf wohlschmeckenden Suppen, angereichert mit Anekdoten und Tipps zu Gesundheit und Schönheit,
präsentiert. Ein weiteres Buch
"Mein Leben zwischen Himmel und Erde", kam im Frühjahr 2007
heraus, nicht nur Sägebrecht-Fans erfahren bisher unbekannt Autobiografisches,
Anekdoten und Lebensweisheiten, altbewährte und nie gekannte Rezepte für inneres und äußeres
Wohlbefinden machen das Buch zu einem Lese-Vergnügen. In ihrer im Frühjahr 2010 veröffentlichen, aktuellen
Autobiografie "Meine Jahreszeiten"
beschreibt die Schauspielerin das Leben im Einklang mit der Natur und mit sich
selbst. "Eingestreut in dieses Buch sind autobiografische Geschichten und
Gedanken: Marianne Sägebrecht erzählt von ihrer Mutter, der "sanften
Heldin", über ihre erste Liebe, über märchenhafte Erlebnisse während
Dreharbeiten in der Wüste, über unglaubliche Reiseerlebnisse in Frankreich und
Griechenland und über ihren ganzheitlichen Lebenstraum, den sie beharrlich
verfolgt in der Gewissheit, dass ihr die guten Mächte dabei helfen
werden."7) Neuerdings erfreut Marianne Sägebrecht mit ihrer musikalischen Lesung
"Eine Litera-Tour von Säge bis Brecht" das Publikum,
musikalisch begleitet von Violinist und Schauspieler Lenn Kudrjawizki1).
Mit ihrer "märchenhaften Reise", einem Mix aus
Autobiografischem, Anekdoten, Lebensweisheiten sowie Zitaten großer
und kleiner Autoren, ist die vielseitige Künstlerin seit Monaten in
vielen Städten bundesweit unterwegs, war unter anderem am 6. November 2011 im Berliner "Schlosspark Theater"
zu Gast.
Marianne Sägebrecht lebt seit fast zehn Jahren auf einer "Mini-Ranch" am Ostufer des Starnberger Sees,
wo sie die Natur gemeinsam mit ihren sechs Katzen genießt, ihren Hobbys wie Kräuter anpflanzen nachgeht und
sich mit viel Bewegung, bayerisch-surinamischer Küche sowie ihren Kräuterelixieren fit hält.
Am 27. August 2010 feierte die "Ausnahmeschauspielerin" ihren 65. Geburtstag. Ihr Blick nach vorn ist mutig,
kann man unter anderem
in dem Artikel "Noch Hummeln im Hintern" bei www.welt.de
lesen, "Ich habe keine Angst vor der Zukunft, im Gegenteil. Ich bin
gesund, voller Zuversicht und Eigeninitiative." Es gibt zwei Männer im
Leben der Marianne Sägebrecht, die sie tief prägten: "Der alte Schamane
und große Kräuterweise" Franz Xaver ihr Großvater, der ihr viel über
die Pflanzen- und Heilkunde beibrachte sowie ein Ganzheitsmediziner, der zu
ihrem Mentor wurde. "Die Medizin, Theologie und Philosophie war schon mit
zwölf Jahren sehr stark in mir verankert", sagt Sägebrecht. → Artikel zum 65. Geburtstag bei
www.sueddeutsche.de
|