Karin Hardt: Urheber Yva (Else Ernestine Neuländer-Simon) (1900 – 1942); Quelle: www.cyranos.ch Karin Hardt wurde am 28. April 1910 als Tochter eines Kaufmanns in Hamburg-Altona geboren. Nach dem Besuch eines Lyzeums nahm sie privaten Schauspielunterricht in ihrer Geburtsstadt, erhielt anschließend erste Engagements in Rheydt und Mönchengladbach. Schnell wurde der Film auf die attraktive Schauspielerin aufmerksam, nach kleineren Auftritten in den Streifen "Scherben bringen Glück" (1932) und "Vater geht auf Reisen" (1932) erhielt sie mit der Rolle der Christa in "Acht Mädels im Boot" (1932) eine erste größere Aufgabe. Danach folgten in den 1930er Jahren eine Vielzahl von Filmen, wie beispielsweise "Abel mit der Mundharmonika"1) (1933), " Die blonde Christl"2) (1933), "Schön ist es, verliebt zu sein" (1934), "Hermine und die sieben Aufrechten"1) (1934), "Jede Frau hat ein Geheimnis"1) (1934) oder "Wenn die Musik nicht wär"1) (1935). 1937 erlebte man Karin Hardt als weibliche Protagonistin in "Daphne und der Diplomat"1) (1937), in der Komödie "Die Umwege des schönen Karl"2) spielte sie ein Jahr später an der Seite von Heinz Rühmann die weibliche Hauptrolle, mit Paul Hörbiger sah man sie in "Heiraten – aber wen?" (1938) und mit Käthe Haack in "Dein Leben gehört mir" (1939). In den 1940er Jahren stand Karin Hardt für Produktionen wie "Männerwirtschaft"1) (1941), "Familienanschluss"1) (1941), "Liebe, Leidenschaft und Leid" (1943) oder "Schicksal am Strom" (1944) vor der Kamera, die 1943/44 von Josef von Baky gedrehte melodramatische Knittel-Verfilmung "Via Mala"1), mit Karin Hardt als Tochter Silvelie des brutal-hartherzigen Trinkers Jonas Lauretz (Carl Wery), gelangte erst am 16.01.1948 zur Aufführung. Auch Kurt Werthers 1944 entstandenes Lustspiel "Vier Treppen rechts"1) kam erst nach dem Krieg in die Kinos (Erstaufführung: 21.07.1950), ebenso wie die von Ehemann Erich Waschneck inszenierte heitere Geschichte "Eine reizende Familie"1) (EA: 23.01.1948).

Foto: Urheber Yva2) (Else Ernestine Neuländer-Simon) (1900 – 1942)
Quelle: www.cyranos.ch; Angaben zur Lizenz siehe hier

Im wiederauflebenden deutschen Nachkriegsfilm übernahm die Schauspielerin zunächst weiterhin Aufgaben, hatte sie in den 1930er Jahren meist den ungeschminkten Backfischtyp verkörpert, der sich auf mädchenhafte Weise das Glück angelt, wurden ihre Rollen nun "reifer". In Hans Deppes Komödie "Ein Mann wie Maximilian"1) (1945) mimte sie die Filmehefrau von Wolf Albach-Retty, unter der Regie Gerhard Lamprechts stand sie für das Melodram "Madonna in Ketten"3) (1949) vor der Kamera. Zusammen mit Joe Stöckel, der auch Regie führte, agierte sie in dem Schwank "Der Dorfmonarch" (1950). 
In den 1950er und 1960er Jahren widmete sich Karin Hardt vermehrt ihrer Theaterarbeit und trat nur noch sporadisch vor die Filmkamera; so unter anderem als Königin für die Märchenverfilmung "
Dornröschen"2) (1955) oder zusammen mit Horst Buchholz für "Endstation Liebe"2) (1957), aber auch für die US-amerikanische Produktion "Stadt ohne Mitleid"2) (1961, Town Without Pity) an der Seite von Hollywoodstar Kirk Douglas.

Karin Hardt stand unter anderem in Hamburg, Aachen und Köln auf der Bühne, feierte zwischen 1961 und 1964 am Berliner "Theater des Westens" in "My Fair Lady" Triumphe. Daneben verstärkte sie ihre Arbeit für das Fernsehen, trat in zahlreichen beliebten Serien wie "Bei uns zu Haus" oder "Der Forellenhof"4) auf und war in verschiedensten Krimi-Reihen wie "Dem Täter auf der Spur", "Derrick", "Tatort" oder "Liebling – Kreuzberg"2), wo sie die Mutter des Titelhelden alias Manfred Krug mimte, auf dem Bildschirm präsent. Unvergessen bleibt ab Mitte der 1980er Jahre auch Karin Hardts Rolle der Haushälterin "Käti" in dem Publikumsrenner "Die Schwarzwaldklinik"2). 1990 zeigte sie sich in einigen Folgen der Familienserie "Die Wicherts von nebenan"2) als Reichsgräfin von Strelenau, ihre letzte Fernsehrolle spielte die Schauspielerin 1991 als Mary Smith neben Inge Meysel in der Titelrolle in der Komödie "Mrs. Harris und der Heiratsschwindler".
  
Karin Hardt, die 1983 das "Filmband in Gold"2) für "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film" erhalten hatte, starb 5. März 1992 mit 82 Jahren in Berlin. Ihre letzte Ruhe fand sie in einem anonymen Grab auf dem Friedhof in Berlin-Wilmersdorf.
In erster Ehe war die Schauspielerin seit 1933 mit dem Regisseur und Filmproduzenten Erich Waschneck2) (1887 – 1970) verheiratet gewesen. Ihre zweite Ehe schloss sie mit dem Schauspieler und Hörfunkregisseur Rolf von Goth4) (1906 – 1981), von dem sie sich später scheiden ließ. 
Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch
Fotos bei film.virtual-history.com
Link: 1) Murnau Stiftung, 2) Wikipedia, 3) filmportal.de, 4) Beschreibung bzw. Kurzportrait innerhalb dieser HP
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