Katharina Brauren wurde am 21. April 1910 in Grabow geboren; bereits 1937 gab sie in "Madame Bovary" ihr Leinwanddebüt, tauchte dann aber bis Ende des 2. Weltkrieges nur in zwei Filmen mit kleineren Rollen im Kino auf, da sie sich vorwiegend auf ihre Arbeit beim Theater konzentrierte.
Katharina Brauren Auch im deutschen Nachkriegsfilm sah man die Schauspielerin eher selten, sie übernahm kleinere Parts in Filmen wie "Die Schuld des Dr. Homma" (1951), "Toxi" (1952) oder "Der Major und die Stiere" (1955). In den 60er Jahren arbeitete Katharina Brauren vermehrt für das Fernsehen, agierte in TV-Spielen wie beispielsweise "Eine Einträgliche Stelle" (1966) oder in der beliebten Reihe "Die Unverbesserlichen" (1967). Man erlebte sie als Frau Hansen in "Unwiederbringlich" (1968), als Frau Gollwitzer in der TV-Serie "Ida Rogalski" oder Anfang der 70er Jahre in den Immenhof-Verfilmungen. Einen ihrer schönsten Erfolge feierte sie 1979 als Antoinette in der TV-Fassung der "Buddenbrooks", es folgten Auftritte in der Serie "Jauche und Levkojen" (1979), in dem Mehrteiler "Konsul Möllers Erben" mimte sie 1983 die Konsulin Möller.

Bildquelle: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1986 während einer Hörspielproduktion.
Ungeheure Popularität erlangte Katharina Brauren im bereits fortgeschrittenen Alter durch ihre hinreißende Darstellung in der Loriot-Komödie "Ödipussi" (1988); hier glänzte sie als Mutter von Paul Winkelmann alias "Loriot", der in offensichtlich glücklicher Abhängigkeit von seiner dominanten Mutter Louise lebt. Obwohl Paul bereits 56 Jahre alt ist, kocht seine Mutter für ihn und bügelt seine Hemden. Mit der Ermahnung "Du willst mich doch nicht traurig machen!", hält sie ihn unter Kontrolle und obwohl sich Paul eine kleine Junggesellenwohnung eingerichtet hat, hält die Mutter nach wie vor sein Kinderzimmer für ihn bereit…
Für ihre Rolle der Oma in Sigrun Koeppes Literaturverfilmung "Novemberkatzen", der Geschichte über eine Kindheit im Adenauer-Deutschland nach dem Roman von Mirjam Pressler, erhielt Katharina Brauren 1986 ein "Filmband in Gold", 1992 wurde sie mit dem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichnet. Noch 1996 konnte man sie in einer Nebenrolle in dem Fernsehfilms " OP ruft Dr. Bruckner – Reise ins Jenseits" sowie ein Jahr später in "Geschichten aus der Heimat – Affenliebe" sehen.
  
Neben ihrer Tätigkeit für Film und Fernsehen hatte sich die Schauspielerin auch in zahlreichen Hörspielproduktionen für Kinder und Jugendliche einen Namen gemacht, so unter anderem mit den Abenteuern der "Fünf Freunde", mit Hitchcock's "Die drei???" und vielen Märchen.
Katharina Brauren, die mit dem Schauspieler Konrad Mayerhoff (1901 – 1969) verheiratet war, verstarb am 25. Dezember 1998 mit 88 Jahren in Hamburg.
 
Siehe auch wikipedia.org, www.cyranos.ch, Filmografie bei der german.imdb.com
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