Dustin Hoffman (Dustin Lee Hoffman) wurde am 8. August 1937 als
zweiter Sohn von Harry und Lilian Hoffman und Spross einer Familie
jüdisch-rumänischer Abstammung im kalifornischen Los Angeles1)
(USA),
geboren. Sein Vater Harry Hoffman (1907 1990), dessen Familie aus Kiew1)
stammte, war Möbelverkäufer, arbeitete aber bis zur
Weltwirtschaftskrise für verschiedene Hollywood-Studios in der Requisitenabteilung und
gelegentlich als Bühnenbildner. Mutter Lillian (1909 1982) betätigte sich als
Amateur-Schauspielerin, die ihren Beruf jedoch aufgab, um Dustin und seinen
Bruder Ronald zu erziehen. Beide waren filmbegeistert und gaben daher ihrem
Sohn den Vornamen nach dem Stummfilm-Cowboy Dustin Farnum1).
Nach dem High School-Abschluss und einem kurzen Musikstudium am "Santa Monica
City College" Hoffman wollte ursprünglich Konzertpianist
werden entschied er sich jedoch doch für die Schauspielerei und
besuchte von 1956 bis 1958 das "Pasadena Playhouse"1).
Anschließend ging er nach New York und wurde nach mehreren Anläufen in
das berühmte "Actors Studio"1)
von Lee Strasberg1)
aufgenommen.
Dustin Hoffman während eines Pressetermins
zu "Outbreak Lautlose
Killer"1) (1995)
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Seine erste Bühnenrolle erhielt Dustin Hoffman 1960 in dem Stück "Yes
Is For a Very Young Man" von Gertrude
Stein1), im Folgejahr gab Hoffman mit
einer kleinen Rolle sein Broadway-Debüt am "Playhouse Theatre" in
der Komödie "A Cook For Mr. General" von Steven Gethers
(1922 1989) und wirkte in weiteren Broadway1)-Produktionen mit.
Der durchschlagende Erfolg wollte sich jedoch zunächst nicht einstellen und
so hielt sich der junge Schauspieler mit Gelegenheitsjobs als Kellner,
Sekretär, Zeitungsverkäufer und Angestellter in einem Spielzeugladen über
Wasser. Eine Theatersaison lang spielte er bei der "Theater Company of
Boston", dann wurde er in New York Regieassistent bei der
Aufführung von Arthur Millers1)
Drama "A View from the Bridge" (dt. "Blick von der
Brücke"). 1966 gelang ihm in dem Off-Broadway-Stück "The
Journey of the Fifth Horse", von Ronald Ribman (1932 2025)
verfasst nach der Novelle
"Tagebuch
eines überflüssigen Menschen"1)
von Iwan Turgenew1), mit dem Part des Lektors Zoditch endlich der Durchbruch, der "Obie Award"1)
war der Lohn für seine darstellerische Leistung, die er in der TV-Produktion
wiederholte. Die Rolle des Valentine Brose in der
Farce "Eh?" von Henry Livings (1929 1998)
brachte ihm wenig später
einen "Theatre World Award"1)
und den "Drama Desk Award"1)
ein. Außerdem wirkte Hoffman zu dieser Zeit in einigen TV-Serien wie
beispielsweise "The Naked
City"1) ("Gnadenlose Stadt") und
"The Defenders"
("Preston & Preston") mit, gab dann 1967 sein Leinwanddebüt
in der Komödie "The
Tiger Makes Out"1) ("Der Tiger
schlägt zurück"). Etwa zeitgleich bat Regisseur Mike Nichols1)
den inzwischen 30-Jährigen zu Probeaufnahmen nach Hollywood und Hoffman
erhielt die Hauptrolle des verführerischen College Boy Ben Braddock in
dem inzwischen zum Kultfilm avancierten Streifen "The Graduate"1)
("Die Reifeprüfung"). Den Studenten, der sich von der liebeshungrigen
Mrs. Robinson (Anne Bancroft)
einwickeln ließ und am Ende doch seine große Liebe mit deren Tochter Elaine
(Katharine Ross1))
findet, nahm man Hoffman wegen seiner jugendlichen Ausstrahlung gerne ab. Die
Resonanz auf seine Darstellung war überwältigend: Hoffman wurde für den
"Oscar"1)
als "Bester Hauptdarsteller" nominiert, unterlag jedoch Rod Steiger
in "In
der Hitze der Nacht"1). Dafür
erhielt er den "BAFTA Award"1)
und einen "Golden Globe"1)
als "Bester Nachwuchsdarsteller" sowie den den französischen "Étoile de Cristal"1)
als "Bester ausländischer Darsteller". In den folgenden Jahren
besetzte man den plötzlich zu den begehrtesten Nachwuchsstars Hollywoods
gehörenden Hoffman nun oft mit der Rolle des Anti-Helden und der
schmächtige, jungenhaft wirkende Mime gehörte bald zu den populärsten und
vielseitigsten Schauspielern seiner Generation.
| 1969 verkörperte er den schmierigen New Yorker Kleinganoven Ratso Rizzo
in John Schlesingers1) Milieustudie "Midnight Cowboy"1)
("Asphalt-Cowboy") und wurde von Publikum und Presse hochgelobt sowie für einen
"Oscar" nominiert, den er jedoch John Wayne
in "Der Marshal"1)
überlasen musste. Für die Gestaltung des "Ratso" Rizzo nahm
Hoffman so manche körperliche Tortur
auf sich, um sie möglichst realistisch spielen zu können. Für die Rolle des
121-jährigen Indianers Jack Crabb in Arthur Penns1)
satirisch-kritischem Western "Little Big Man"1) (1970) soll der Schauspieler so lange schreiend durch die
Wohnung gelaufen sein, bis er eine raue Stimme bekam, und für den
ausgehungerten Sträfling Louis Dega in dem von Franklin J. Schaffner1) nach dem autobiographischen,
gleichnamigen
Bestseller1) von Henri Charrière1)1)
gedrehten Gefangenendrama "Papillon"1) (1973)
nahm er drei Jahre später 20 Kilo ab. Dazwischen brillierte er als
pazifistischer Mathematiker David Sumner in Sam Peckinpahs1)
Psychothriller "Straw
Dogs"1) (1972,"Wer Gewalt
sät …"). Für seine Charakterstudie des umstrittenen, verbitterten
Nachtclub-Entertainers Lenny Bruce1)
in dem von Bob Fosse1)
in Szene gesetzten Biopic "Lenny"1)
erhielt Hoffman dann 1974 seine dritte "Oscar"-Nominierung als
"Bester Hauptdarsteller", ging jedoch erneut leer aus und musste Art Carney1)
in "Harry
und Tonto"1) den Vortritt lassen.
Dustin Hoffman 2008 bei den
"Internationalen Filmfestspielen
von Cannes"1)
Quelle: Wikimedia Commons;
Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0
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Es folgten so erfolgreiche Filme wie der Politthriller "All the President's Men"1)
(1976, "Die Unbestechlichen"), wo er sich neben Robert Redford
(Bob
Woodward1)) als hartnäckiger
Watergate-Journalist
Carl Bernstein1)
präsentierte, oder die von
John Schlesinger inszenierte Literaturadaption "Marathon
Man"1) (1976, "Der
Marathon-Mann"), in der er die Rolle des New Yorker Geschichtsstudenten Babe Levy
spielte, der in die Fänge skrupelloser Nazis gerät. Seinen ersten
"Oscar"1)
in der Kategorie "Besten Hauptdarsteller"1)
erhielt Hoffman dann endlich am
14. April 1980 für die Rolle des
Ted Kramer in Robert Bentons1) Scheidungsdrama "Kramer vs. Kramer"1)
(1979, "Kramer gegen Kramer"), in dem er mit und gegen Film-Ehefrau Meryl Streep1)
agierte. Anfang der 1980er bewies er seine enorme Wandlungsfähigkeit und zeigte,
dass er auch komödiantische Rollen bestens ausfüllen konnte: In Sidney Pollacks1)
Travestie-Komödie "Tootsie"1)
(1982) mimte er hinreißend einen arbeitslosen Schauspieler, der in
Frauenkleidern den Durchbruch schafft. Der Strifen, den Hoffman mit produziert
hatte, geriet weltweit zum Kassenschlager und hätte einen weiteren
"Oscar" erringen können aber
Ben Kingsley
erhielt die begehrte Trophäe für die Titelrolle in "Gandhi"1) (1982).
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Drei Jahre später kehrte Hoffman wieder zum ernsten Fach zurück und zeigte
unter der Regie von Volker Schlöndorff1)
eine beeindruckende Leistung als alternder Vertreter Willie Loman in
"Tod eines Handlungsreisenden"1)
(1985, "Death of a Salesman"), der TV-Fassung des gleichnamigen
Dramas1)
von Arthur Miller1).
Am 29. März 1989 errang er dann seinen zweiten "Oscar" für die rührende
Darstellung des autistischen Rechengenie Raymond Babbitt und Bruder von
Charlie (Tom Cruise1))
in Barry Levinsons1)
tragikomischen Geschichte "Rain ;Man1) (1988) ein Jahr lang bereitete
sich der Perfektionist Hoffman auf die Verkörperung eines
Autisten vor. Weitere Highlights folgten: Mit Sean Connery
drehte er die Krimikomödie "Family
Business"1) (1989), mit Nicole Kidman1)
den Gangsterstreifen "Billy Bathgate"1) (1991),
beim jugendlichen Publikum konnte er mit der Figur des Captain
Hook1) in
Steven Spielbergs1) Fantasyfilm "Hook"1)
(1991) punkten. Er trat mit der Titelrolle in Stephen Frears'1) Satire
"Accidental
Hero"1) (1992, "Ein ganz normaler
Held") in Erscheinung und stellte einen einfachen Mann dar, der bei einem Flugzeugabsturz selbstlos
Menschen rettet, dessen Ruhm aber von Rücksichtsloseren geerntet wird. Als Wissenschaftler
Col. Sam Daniels präsentierte er sich in Wolfgang Petersens1) Viren-Thriller
"Outbreak"1)
(1995, "Outbreak Lautlose Killer") und konnte auch mit dieser
Action-Rolle einen Erfolg verbuchen.
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Nach der Hauptrolle in dem Independent-Film "American Buffalo"1)
(1996, "American Buffalo Das Glück liegt auf der Straße") hatte
Hoffman in Barry
Levinsons1) Drama "Sleepers"1) (1996)
zwar nur einen kurzen Auftritt als versoffener Anwalt Danny Snyder, aber
die Interpretation dieser Figur war überaus prägnant. Beste Kritiken gab es
ebenfalls für seine Darstellung des Fernsehreporters Max Brackett in Costa Gavras'1) Thriller
"Mad City"1)
(1997) und im selben Jahr an der Seite von Robert
DeNiro1) als Stanley Motss in Barry Levinsons Politsatire "Wag the Dog"1)
(1997, "Wag the Dog Wenn der Schwanz
mit dem Hund wedelt"). Für diese Verkörperung
eines eitlen Hollywood-Produzenten, der für die TV-Zuschauer einen Krieg
inszeniert, erhielt der Star eine "Oscar"- und eine "Golden
Globe"1)-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller". Der
Science-Fiction-Streifen "Sphere"1)
(1997, "Sphere Die Macht aus dem All"), ebenfalls gedreht
von Barry Levinson nach dem Roman
"Sphere Die
Gedanken des Bösen"1) von Michael
Crichton1), zeigt Hoffman als Psychologen
Goodman, der zur Absturzstelle eines Flugzeugs gerufen und mit einem Raumschiff
konfrontiert wird.
Dustin Hoffman anlässlich der Verleihung der
"Goldenen Kamera 2003"1)
in der Kategorie "Lebenswerk Film";
die Laudatio
hielt Geraldine
Chaplin
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
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Nicht alle Produktionen, in denen der Schauspieler im Verlaufe seiner Karriere
auftrat,
erwiesen sich allerdings als Kassenschlager. So musste der Star auch einige
spektakuläre Flops einstecken, wie mit dem Abenteuern "Ishtar"1) (1986)
neben Warren Beatty.
Unter anderem wirkte er als "das Gewissen" an der Seite von Milla Jovovich1)
(Jeanne d'Arc1))
und John Malkovich1)
(Charles VII.1))
in Luc Bessons1) Historienspektakel "Johanna von Orleans"1)
(1999, "The Messenger: The Story of Joan of Arc") mit auch dieser Film ging
er an den Kinokassen "baden". So notiert prisma.de:
"Besson ist dieses mittelalterliche, blutige Schlachten-Epos viel zu lang
geraten. Und Hauptdarstellerin Milla Jovovich überzeugt nur dann, wenn sie
zwischen Wahn und Wirklichkeit spielt. Gute Szenen sind allerdings jene
Zwiegespräche mit Dustin Hoffman, der hier als schlechtes Gewissen bzw.
Stimme Gottes in spe engagiert wurde."
Zu Hoffmans jüngeren Kinoproduktionen zählen die Tragikomödie "Moonlight Mile"1) (2002),
der Thriller "Runaway Jury"1) (2003,
"Das Urteil Jeder ist käuflich") sowie die Komödie "Meet the Fockers"1)
(2004, "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich"), wo er neben Robert De Niro1) und Barbra Streisand
als Anwalt Bernie Focker in Erscheinung trat.
In Tom Tykwers1) aufwendig und opulent inszenierten Verfilmung "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders"1) (2006)
nach dem millionenfach verkauften Bestseller von Patrick Süskind1)
mimte er den alternden, heruntergekommenen Parfümeur Giuseppe Baldini,
der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw1))
in die Geheimnisse der Parfümherstellung einweiht. Im Februar 2007 lief in Deutschland die von Marc Forster1) in
Szene gesetzte Komödie "Stranger
than Fiction" (2006, "Schräger als Fiktion") an, in dem sich
Hoffman als Koffein-süchtiger Literaturprofessor Jules Hilbert zeigte.
Danach stand er mit der Titelrolle für den amüsanten Fantasy-Streifen "Mr. Magorium's Wonder Emporium"1)
(2007, "Mr. Magoriums Wunderladen") vor der Kamera, ein phantasievolles Märchen
für die ganze Familie, welches Mitte Dezember 2007 in Deutschland an den
Start ging. Zu Hoffmans aktuelleren Arbeiten gehört die leise, komödiantische
Romanze "Last
Chance Harvey"1) (2008, "Liebe
auf den zweiten Blick") des britischen Nachwuchs-Regisseurs Joel Hopkins.
Neben Filmpartnerin
Emma Thompson1) gab der
Hollywoodstar hier den älteren, geschiedenen New Yorker Jazz-Musiker
Harvey Shine, mit dessen Karriere es nicht so recht geklappt hat,
stattdessen schlägt er sich als Komponist für Werbe-Jingles durch. Als er
Kate (Emma Thompson) auch sie Ende 50 und offensichtlich
einsam kennenlernt, beginnt für beide eine vorsichtige
Annäherung "Liebe auf den zweiten Blick" eben; Kinostart
in Deutschland war der 16. April 2009. Der "Bayerische
Rundfunk" schrieb unter anderem: "Dass man sich mit den Figuren und
ihrer Liebesgeschichte so wohlfühlt, ist vor allem der Verdienst der beiden
Hauptdarsteller. Souverän und mit viel Selbstironie machen sie die Begegnung
der beiden vom Leben enttäuschten "Best Ager" glaubhaft und
beweisen erneut, dass sie ihre "Oscars", "Golden Globes"
und unzähligen anderen Preise mehr als verdient haben."
Abgedreht war die Fortsetzung von "Meet the Fockers" mit dem Titel
"Little
Fockers"1) (2010, "Meine Frau unsere
Kinder und Ich"), in der Hoffman erneut die Rolle des Bernie Focker
übernahm; deutscher Kinostart war der
23. Dezember 2010.
Eine weitere Arbeit war die biographische Tragikomödie "Barney's Version"1),
in der er neben Titelheld Paul Giamatti1)
als dessen Vater Izzy Panofsky in Erscheinung trat (offizieller
Kinostart:
14.07.2011). Die kanadisch-italienische Produktion von Regisseur
Richard J. Lewis basiert auf dem gleichnamigen, letzten Roman ("Wie
Barney es sieht") des kanadischen Schriftstellers Mordecai Richler1)
(1931 – 2001).
Außerdem übernimmt er zum ersten Mal in seiner Karriere die Hauptrolle in
einer TV-Serie, dem HBO-Drama "Luck"1).
Darin verkörpert er einen hochintelligenten Glücksspieler, der nach einem
Gefängnisaufenthalt mit Pferdewetten das große Geld machen will. Die
US-amerikanische Premiere erfolgte am 11. Dezember 2011 auf
"HBO"1), die deutsche Erstausstrahlung ab 9. Oktober 2012
bei "TNT Serie"1).2)
Mit dem Animationsfilm "Kung Fu
Panda"1) (2008), der am
23. Juni 2008 in Berlin der deutschen Presse vorgestellt wurde, war
Hoffman für die Synchronisation tätig und lieh in der Originalversion dem
berühmten Kung Fu-Meister Shifu seine Stimme. In den Fortsetzungen "Kung Fu
Panda 2"1) (2011), "Kung Fu Panda 3"1) (2016)
und "Kung Fu Panda 4"1) (2024)
übernahm er ebenfalls diesen Part.
Dustin Hoffman, aufgenommen anlässlich der
Deutschland-Premiere
des Animationsfilms "Kung Fu Panda"1) am 23. Juni 2008 im
Berliner "Sony-Center"1) am
Potsdamer Platz1)
Foto mit freundlicher Genehmigung des Berliner Fotografen Christian Behring
© Christian Behring (www.christian-behring.com)
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Als durch die Presse ging, dass der damals 74-jährige Hoffman mit der
Senioren-Story "Quartet"1)
("Quartett") sein Regie-Debüt abliefern wolle, durfte man gespannt sein. Die
Dreharbeiten begannen am 12. September 2011 in London, geschildert
wird, baierend auf dem Theaterstück von
Ronald Harwood1)
(→ Wikipedia (englisch)), die Geschichte von
pensionierten, zum Teil schrulligen Musikern und Sängern, die ihr Altenheim
durch eine Gala vor dem finanziellen Ruin retten. Die charmante
Seniorenkomödie mit Maggie Smith1) (Jean Horton),
Pauline Collins1) (Cecily "Cissy" Robson),
Tom Courtenay1) (Reginald "Reg" Paget) und
Billy Connolly1) (Wilfred "Wilf" Bond) in den Hauptrollen der ehemaligen Opern-Stars feierte in der ausverkauften
"Deutschen
Oper Berlin"1) am 21. Januar 2013 seine Deutschland-Premiere,
allgemeiner Kinostart war der 24. Januar 2013. "Das Regiedebüt des Schauspielers Dustin Hoffman
lässt den Darstellern viel Raum zur Entfaltung und erzählt wohltuend ruhig eine komödiantische Geschichte,
die angenehm unterhält, dabei aber doch eher oberflächlich über Konfliktpunkte und Probleme
des Alters hinweghuscht." notiert filmdienst.de.
Dustin Hoffman 2013 in Paris anlässlich
der Premiere
seines Films "Quartet"1)
Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
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In der Komödie "Chef"1) (2014),
die in Deutschland unter dem Titel "Kiss the Cook So
schmeckt das Leben!" erst am 28. Mai 2015 startete, erlebte man
Hoffman mit einer Nebenrolle, er mimte den Restaurantbesitzer und
einfallslosen Boss des Profi-Koch Carl Casper, dargestellt von Jon Favreau1),
Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion. Das Drama
"Boychoir"1) (2014,
"Der Chor: Stimmen des Herzens") mit Hoffman als Chorleiter der renommierten
Musikschule "National Boychoir" kam in Deutschland am
27. August 2015 in die Kinos, in dem Fantasyfilm "The Cobbler"1) (2014,
"Cobbler: Der Schuhmagier") spielte er den Vater der titelgebenden Figur, des
Schuhmachers Max Simkin (Adam Sandler1)).
Bisher nur auf DVD erschien in Deutschland Anfang Januar 2015 die
nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Roald Dahl1)
inszenierte TV-Komödie "Roald Dahl’s Esio Trot"3) (2014,
"Mr. Hoppys Geheimnis"). Hier mimte der Star einen "schüchternen, älteren
Junggesellen, der allein in seiner kleinen Wohnung lebt. Jeden Tag geht er auf
den Balkon und hört seiner Nachbarin Miss Silver (Judy Dench1))
zu, die mit ihrem Haustier Alfie, einer Schildkröte, in der Wohnung unter ihm
lebt. Am liebsten würde er die Dame vom Fleck weg heiraten, aber er traut
sich nicht einmal, ein Gespräch mit ihr anzuleiern. Dementsprechend ist sich
Miss Silver bis zu dem aktuellen Zeitpunkt noch gar nicht so recht bewusst,
dass es Mr. Hoppy überhaupt gibt und hat eigentlich nur Augen für Alfie.
Eines Tages nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und fragt sie, wie es ihrer
Schildkröte geht. Miss Silver lässt ihn wissen, dass diese ihr Sorgen
bereitet, weil sie nicht wächst. Da lässt sich Mr. Hoppy spontan einen
ausgeklügelten Plan einfallen, um ihren Wunsch zu erfüllen und auf diesem
Wege möglicherweise auch ihre Zuneigung zu gewinnen …
(Quelle: filmstarts.de,
siehe auch film-rezensionen.de)
Eine eindrückliche Figur war die des einflussreichen Florentiner Händlers
und Bankiers Giovanni di Bicci de' Medici1)
in der ersten Episode der TV-Serie "Die
Medici – Herrscher von Florenz"1) (2016),
am 21. Mai 2017 wurde im Rahmen der "Filmfestspiele
von Cannes"1) in Anwesenheit der
Hauptdarstellers die Tragikomödie "The
Meyerowitz Stories (New and Selected)"1)
vorgestellt, mit der das Leben verschiedener Angehöriger einer
Patchwork-Familie um einen neurotischen New Yorker Bildhauer herum
erzählt wird unter der Regie von Noah Baumbach1) zeigte sich Hoffman
ls Bildhauer und emeritierter Kunstprofessor Harold Meyerowitz, In dem Monumentalfilm
bzw. futuristischen Science-Fiction-Drama "Megalopolis"1) (2024) von
Francis Ford Coppola1) sah man
ihn mit der Nebenrolle des Journalisten (Fixers1))
Nush Berman.
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Seinen (bisher) letzten Leinwandauftritt hatte der inzwischen über 85-Jährige
in dem von Daniel Roher1) gedrehten Spielfilm "The Piano Tuner"1) (2025).
Hier mimte er als Harry Horowitz den Mentor des ehemaligen Pianisten Niki White
(Leo Woodall1)),
der seine Künstler-Karriere aufgrund einer Hyperakusis1) aufgeben musste und nun
gemeinsam mit Horowitz als Klavierstimmer1) tätig
ist, aber auf Grund seines Ausnahme-Gehörs mit Leichtigkeit auch Safes öffnen kann.
Premiere feierte die Produktion am 30. August 2025 beim "Telluride Film Festival"1)
in Telluride1) (Colorado), im September 2025
wurde der Film beim "Toronto International Film Festival 2025"1) in der Sektion
"Special Presentations" gezeigt.
Die Deutschland-Premiere fand Ende Juni 2026 anlässlich
des "Filmfestes Mänchen"1)
(26.06.05.07.2026) statt, allgemeiner deutsche Kinostart war am 2. Juli 2026.
"Eine intelligent konstruierte, höchst unterhaltsame Mischung aus Drama, Liebesgeschichte und Krimi,
die ihre Erzählstränge geschickt miteinander verknüpft. Die Ironie, die sich anfangs in kleinen
Vignetten um Klavierbesitzer zeigt, bekommt mit Auftritt der Gangster eine düstere Note, ohne dass
der hervorragend gespielte Film dadurch aus dem Tritt kommt." urteilt filmdienst.de
→ Übersicht Filmografie (Auszug).
Dustin Hoffman am 8. September 2025 beim
"Toronto International Film Festival 2025"1) (TIFF)
anlässlich der Präsentation des Films "The Piano Tuner"
Urheberin: Sara Komatsu;
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia
Commons
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Trotz seiner beispiellosen Filmkarriere gab Hoffman seine Liebe zum Theater
nie auf. So ging er zur Spielzeit 1989/90 nach London und gestaltete am
"Phoenix Theatre" den Shylock in dem Shakespeare-Schauspiel "Der
Kaufmann von Venedig"1) und brachte
diese Inszenierung dann auch an den Broadway; mit dieser Rolle wurde er für
den "Tony Award"1)
nominiert. Heute gehört der Millionär Hoffman zu den Superstars unter
den UA-Amerikamischen Charakterdarstellern, wird von vielen aber auch als nicht ganz
unumstrittener Gigant unter den Akteuren angesehen. In den letzten Jahren ist
es altersbedingt etwas ruhiger geworden um Dustin Hoffman, der nicht mehr beweisen
muss, welch guter Schauspieler er ist. Die Liste der modernen Filmklassiker,
in denen der Hollywoodstar Hauptrollen und überwiegend Anti-Helden spielte,
ist ebenso lang wie imposant.
Am 8. August 2022 feierte der zweifache Oscar-Preisträger seinen
85. Geburtstag man mag es angesichts der Vitalität des kaum
spürbar gealterten Hollywood-Idols fast nicht glauben. Ans Aufhören denkt
Hoffman noch lange nicht, in einem Interview sagte er nicht ganz uneitel
"Nur Menschen, die einen Job machen, gehen in Rente. Künstler hingegen
lieben ihre Arbeit und betrachten sie als Berufung."
Dustin Hoffman 2017 bei den
"Internationalen Filmfestspielen
von Cannes"1)
Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons
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Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang und kann sich sehen lassen: Zwei
"Oscars"1) als "Bester Hauptdarsteller"1) konnte er erringen,
fünf Mal wurde er für den "Oscar" nominiert. Zwischen 1967
und 1997 verlieh man ihm wiederholt den "Golden
Globe"1) und auch
in Deutschland zeigt(e) Hoffman als Preisträger der "Goldenen Kamera"1),
wie beliebt er ist → Übersicht der Auszeichnungen und
Nominierungen siehe hier.
Von Mai 1969 bis 1980 war Dustin Hoffman mit der Ballett-Tänzerin
Anne Byrne1) verheiratet, aus dieser
Ehe stammt die 1971 geborene
leibliche Tochter Jenna sowie Adoptivtochter Karina (* 1966). Nach seiner
Scheidung ehelichte der Schauspieler am 21. Oktober 1980 die
17 Jahre jüngere Anwältin Lisa Gottsegen (→ Wikipedia (englisch)) aus dieser Verbindung gingen die gemeinsamen Kinder Jacob Edward
"Jake" (* 30.03.1981), Rebecca Lillian (* 7.03.1983),
Maxwell Geoffrey (* 39.08.1984) und Alexandra Lydia, genannt "Ali"
(* 27.10.1987) hervor. Vier von Hoffmans sechs Kindern ergriffen ebenfalls den
Schauspieler-Beruf, darunter die Söhne Jake
Hoffman1) und
Max Hoffman.
Im Rahmen der "#MeToo"1).Debatte
sah sich Hoffman Ende 2017 mit verschiedenen Vorwürfen sexueller Belästigung
konfrontiert, der "Oscar"-Preisträger ließ solche Anschuldigungen jedoch von
seinen Anwälten dementieren → Wikipedia.
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