Dustin Hoffmann
1967: Die Reifeprüfung 1976:
Der Marathon-Mann
1979: Kramer gegen Kramer
1982: Tootsie 1988: Rain Man

  

Die Reifeprüfung
Titel USA: The Graduate
USA 1967
Regie: Mike Nichols
Drehbuch: Calder Willingham, Buck Henry
nach dem gleichnamigen Roman von Charles Webb
Musik: Dave Grusin, Paul Simon
Lieder: Paul Simon/Art Garfunkel
Kamera: Robert Surtees
Darsteller:
Anne Bancroft: Mrs. Robinson, Dustin Hoffman: Benjamin Braddock,
Katharine Ross: Elaine Robinson, William Daniels: Mr. Braddock,
Murray Hamilton: Mr. Robinson, Elizabeth Wilson: Mrs. Braddock,
und andere
(Die Links führen zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)

Kurzinhalt:
Ein unselbstständiger junger Mann aus gutbürgerlichem Hause wird von seinen Eltern aufs College geschickt, wo man ihn auf eine künftige Karriere als Geschäftsmann vorbereiten soll. Den College-Abschluss in der Tasche könnte für Benjamin Braddock (Dustin Hoffman) das Leben nun eigentlich eigentlich beginnen, aber der introvertierte Junge ist es nicht gewohnt, Entscheidungen zu fällen.
So planen nun seine Eltern und deren Freunde eifrig seine Zukunft. Insbesondere Mrs. Robinson (Anne Bancroft), die Gattin vom Geschäftspartner des Vaters, hat da ganz konkrete Vorstellungen. Zunächst blockt Benjamin die offensiven Annäherungsversuche von Mrs. Robinson ab, nutzt dann aber die neue Freiheit zu ersten erotischen Abenteuern mit der älteren Frau. Man trifft sich zu zu ebenso regelmäßigen wie wortkargen Schäferstündchen im Hotel.
Die Situation ändert sich schlagartig, als Elaine (Katharine Ross), die Tochter der Robinsons nach Hause kommt. Gleich beim ersten Treffen verliebt sich Benjamin Hals über Kopf, sehr zum Verdruss der Mutter, die sogar ihre Affäre mit mit dem Jungen aus lauter Eifersucht auffliegen lässt. Nun entwickelt der vorher so lethargische Benjamin ungeahnte Energien: Er folgt Elaine nach Berkley, wo sie studiert, und nervt sie mit ständigen Heiratsanträgen.
Eines Tages steht Elaine wirklich vor dem Traualtar, aber nicht mit Benjamin, sondern mit einem Sportsmann, den die Eltern als Schwiegersohn entschieden vorziehen. Aber für Benjamin gibt es kein Zurück mehr. Er zerrt die ob dieser Beharrlichkeit sichtlich beeindruckte Elaine unter den Augen der fassungslosen Gäste aus der Kirche und in einen Linienbus, wo beide erst wieder Atem schöpfen, glücklich, mit einer ungewissen Zukunft vor Augen…
 

"Die Reifeprüfung" war einer der ersten Filme über eine Generation, die mehr und mehr die Orientierung verloren hatte und "nach neuen Ufern" suchte. Die temporeiche Gesellschaftssatire nimmt die verkalkte Moral des amerikanischen Establishments ebenso aufs Korn wie die Weltfremdheit der damaligen jungen Generation. Dustin Hoffman wurde mit diesem Film zu einem der ersten Idole eben dieser Generation.
Dieser "Sixties"-Klassiker basierte auf dem gleichnamigen Buch von Charles Webb. Der Regisseur Mike Nichols schafft es, die richtige Stimmung in diesen Film zu setzen und den Schauspielern die richtige Charakterisierung der dargestellten Personen zu entlocken. Er errang mit "Die Reifeprüfung" einen Oscar und Dustin Hoffman brillierte in seiner ersten Hauptrolle. Der Soundtrack zum Film ist dann auch absolut einmalig, denn "Mrs. Robinson" oder auch "Sound Of Silence" von Simon and Garfunkel wurden weltbekannt und gehören auch heute noch zu absoluten Ohrwürmern.

Lexikon des internationalen Films:
Temporeich Gesellschaftssatire, die gleichermaßen die verkalkte Moral des amerikanischen Establishments und die Weltfremdheit der jungen Generation aufs Korn nimmt, die sich aber deutlich auf die Seite der unangepassten Söhne und Töchter schlägt. Mit Pop-Elementen und spitzem Humor inszeniert.
  
Oscar 1968 für
Mike Nichols: Beste Regie
Oscar-Nominierung 1968 für
"Die Reifeprüfung": Bester Film
Calder Willingham, Buck Henry: Bestes adapziertes Drehbuch
Dustin Hoffman: Bester Hauptdarsteller
Anne Bancroft: Beste Hauptdarstellerin
Karharine Ross: Beste Nebendarstellerin
Robert Surtees: Beste Kamera
 
Siehe auch Wikipedia, www.dieterwunderlich.de, www.prisma.de, Dirk Jasper FilmLexikon
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Der Marathon-Mann
Titel USA: Marathon Man
Genre: Thriller 
USA 1976
Regie: John Schlesinger
Drehbuch: William Goldman (nach seinem Roman)
Musik: Michael Small
Kamera: Conrad L. Hall
Darsteller:
Dustin Hoffman: Thomas Babington "Babe" Levy, Laurence Olivier: Christian Szell,
Roy Scheider: Henry David "Doc" Levy, William Devane: Janeway,
Marthe Keller: Elsa Opel, Fritz Weaver: Professor Biesenthal,
Richard Bright: Karl, Marc Lawrence: Erhard
Allen Joseph: Babes Vater, und andere
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Kurzinhalt:
Der Geschichts-Student Babe Levy (Dustin Hoffman) lebt in New York und bereitet sich auf seine Doktorarbeit und auf seine Teilnahme als Marthonläufer bei den Olympischen Spielen vor. Tag für Tag dreht "Babe", dessen großes Vorbild der legendäre Nurmi ist, seine Runden im Central Park. Er macht die Bekanntschaft der Europäerin Elsa (Marthe Keller), in die er sich verliebt. Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit seinem Bruder Doc (Roy Scheider) merkt dieser, dass Elsa die Unwahrheit über ihre Herkunft erzählt. Als sein Bruder Doc nur kurze Zeit später plötzlich in Babe's Wohnung von einem Messerstich schwerverletzt auftaucht und vor Ort stirbt, geht es für Babe richtig los: er sucht nach dem Mörder. Doc war als Kurier und Killer "Scylla" im Auftrag der CIA auf der Spur des aus Uruguay wieder aufgetauchten Nazi-Zahnarztes Szell (Laurence Olivier), der unzählige Juden getötet und und ihnen dann sämtliche Wertgegenstände, insbesondere Diamanten, abnahm.
Nach dem Tode seines Bruders in New York will Szell nun an sein dort in einem Banksafe gebunkertes Vermögen herankommen will. Dr. Szell, aufgrund seines weißen Haares den ehemaligen KZ-Gefangenen unter dem Namen "Der weiße Engel" bekannt befürchtet, dass Doc vor seinem Tode Babe etwas verraten haben könnte und bringt mit Hilfe seiner "Männer fürs Grobe" Babe in seine Gewalt. Aber selbst unter der brutalen Foltermethode des Arztes weiß Babe nichts zu sagen. Später kann er entkommen, doch seine Tortur ist damit noch lange nicht vorbei.
Nun beginnt der "Marathon-Mann" sich nach Kräften zu wehren. Er stellt Dr. Szell, der inzwischen seine Diamant-Schätze geborgen hat, und zwingt ihn, sich die Edelsteine in den Mund zu stopfen. Szell will sich widersetzen und wird dann ein Opfer seiner eigenen Berechenbarkeit und seiner Gier: Beim Versuch, die Diamanten zu retten, rammt er sich die eigene Messerklinge in den Bauch.  

Als einer der typischen Thriller der Siebziger Jahre fällt "Der Marathon Mann" vor allem dadurch auf, dass der Film einen weitaus größeren Schwerpunkt auf die Story legt als dies bei den meisten heutigen Filmen der Fall ist. Der Film braucht allerdings recht lange, bis er auf den Punkt kommt und hält sich auch mit Nebenplots wie dem von Babe nicht bewältigtem Selbstmord seines Vaters auf, der in der McCarthy-Zeit als Kommunist verdächtigt wurde.
Die Stärken des Films liegen vor allem bei seinen Darstellern und hierbei insbesondere im Zusammenspiel zwischen Dustin Hofmann und Laurence Olivier. Olivier verkörpert den alten Nazi-Arzt, der im KZ grauenvolle Experimente durchführte, als eiskalten Mann ohne Gewissen, der wie ein lieber alter Mann zunächst mit seinem Opfer philosophiert und sich sogar die Hände wäscht, dann aber ohne Skrupel für qualvolle Schmerzen sorgt. Hierfür wurde Olivier für den Oscar nominiert und erhielt einen Golden Globe.
"Der Marathon Man" ist ein sehenswerter Mix aus Polit- und Horror-Thriller, der in einem so ruhigem Stil gedreht wurde, wie man ihn in heutigen Zeiten kaum noch erlebt.

Regisseur John Schlesinger inszenierte diesen packenden Spionagethriller nach einem Drehbuch von William Goldman ("Die Unbestechlichen"). "Der Marathon-Mann" war nach "Midnight Cowboy" (1969) die zweite Zusammenarbeit von Hauptdarsteller Hoffman und Schlesinger.
 
Siehe auch Wikipedia, www.filmzentrale.com, www.moviemaster.de, www.prisma.de

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Kramer gegen Kramer
Titel USA: Kramer VS. Kramer
Genre: Drama 
USA, 1979
Regie: Robert Benton
Drehbuch: Robert Benton,
nach dem Roman von Avery Corman
Kamera: NÚstor Almendros
Gerald B. Greenberg: Schnitt
Darsteller:
Dustin Hoffman: Ted Kramer, Meryl Streep: Joanna Kramer,
Jane Alexander: Margaret Phelps, Justin Henry: Billy Kramer,
JoBeth Williams: Phyllis Bernard, Ellen Parker: Lehrerin,
und andere
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Kurzinhalt:
Der quirlige und überaus erfolgreiche Werbefachmann Ted Kramer (Dustin Hoffman) ist befördert worden. Doch zu Hause erwartet ihn statt Champagner der Abschiedsbrief seiner Frau (Meryl Streep). Joanna hat Mann und Kind verlassen, um künftig ihr eigenes Leben zu führen. Neben seinem 14-Stunden-Job muss Ted nun allein für seinen siebenjährigen Sohn Billy (Justin Henry) sorgen und erkennt, dass ihm sein Sohn wichtiger ist als Karriere und Geld. Um seinen väterlichen Pflichten liebevoll nachzukommen, nimmt er sogar berufliche Rückschläge in Kauf.
Ted will jedoch keinesfalls hinnehmen, dass Billys Mutter nach der Scheidung das Sorgerecht für sich beansprucht. So treffen sich Ted und Joanna Kramer vor Gericht wieder, die Akte "Kramer gegen Kramer" wird geöffnet und es entbrennt ein Kampf um Billy's Sorgerecht, der von beiden Seiten mit den härtesten Bandagen geführt wird… (Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon)

prisma.de:
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Avery Corman war "das" Kinoereignis des Jahres 1979 und bescherte Robert Benton zwei Oscars für das beste Drehbuch und die beste Regie. Ebenfalls mit dem Oscar belohnt wurden Dustin Hoffman und Meryl Streep; die Rolle der Joanna machte sie endgültig zum Star. Auf Hoffman ging ein Regen von Lobeshymnen nieder, wie er ihn lange nicht mehr erlebt hatte. Er spielte den Ted Kramer ohne alle mimischen Tricks und Extras.
 
Lexikon des internationalen Films:
Dicht und nuanciert inszeniert, in der Darstellung der Frau jedoch zu wenig differenziert. Ein Film, der zu Diskussion des gesellschaftlichen Kontextes anregen kann.
 
Oscar 1980 für
"Kramer gegen Kramer": Bester Film
Robert Benton: Beste Regie
Dustin Hoffman: Bester Hauptdarsteller
Meryl Streep: Beste Nebendarstellerin
Robert Benton: Bestes adaptiertes Drehbuch
Oscar-Nominierung 1980 für
Justin Henry: Bester Nebendarsteller
Jane Alexander: Beste Nebendarstellerin
NÚstor Almendros: Beste Kamera
Gerald B. Greenberg: Bester Schnitt

In Amerika waren nach der Premiere des Films bereits nach zwei Wochen 16 Millionen Dollar eingespielt, nach einem halben Jahr 75 Millionen. Der Film wurde zum Gegenstand der öffentlichen Diskussion und traf allem Anschein nach den Nerv der Zeit: Erfolgsorientierung und Karrieredenken, Rückzug ins Private, Auflösung traditioneller Familienstrukturen, Emanzipation der Frau.
In Deutschland reagierte die Kritik, als "Kramer gegen Kramer Ende 1980 in den bundesdeutschen Kinos startete, so ablehnend, wie sie in Amerika euphorisch gewesen war. Der Spiegel zeigte sich mit seiner Formulierung "unwiderstehliches Rührstück" noch moderat, für andere Kritiker wurde der Film als "nicht mehr als eine Schnulze" abgetan. Aber der Erfolg hatte längst eine Eigendynamik entwickelt und segelte auf Oscar-Kurs; er wurde für neun Oscars nominiert.
 
Siehe auch Wikipedia, www.dieterwunderlich.de, www.moviemaster.de

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Tootsie
USA, 1982
Regie und Co-Produktion: Sydney Pollack
Drehbuch: Larry Gelbart, Don McGuire
Musik: Dave Grusin
Kamera: Owen Roizman
Darsteller:
Dustin Hoffman: Michael Dorsey / Dorothy Michaels,
Jessica Lange: Julie Nichols, Teri Garr: Sandy,
Dabney Coleman: Ron Carlisle, Charles Durning: Leslie "Les" Nichols,
Bill Murray: Jeff Slater, Sydney Pollack
: George Fields,
Geena Davis: April Page, George Gaynes: John Van Horn
und andere
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Kurzinhalt:
Michael Dorsey (
Dustin Hoffman) ist ein exzellenter Schauspieler, muss sich aber in New York als Kellner durchschlagen, weil er einfach keine Rollen bekommt. Bei den Regisseuren ist er wenig beliebt, weil er stets seinen eigenen Kopf durchsetzen will. Dadurch ging ihm auch eins seiner letzten Engagements als Tomate in einem Werbespot flöten, der er seinen eigenen Stempel aufdrücken wollte. Nachdem sich seine alte Freundin Sandy (Teri Garr) für ihn mal wieder vergeblich um einen Part in einer populären Seifeoper bemüht hat, schlüpft er in Frauenkleider und kann dem Regisseur Ron Carlysle (Dabney Coleman), einem ausgesprochenen Macho, nachdrücklich beweisen, dass er die richtige Besetzung für die energische Verwaltungschefin des Krankenhauses "Southwest General" ist.
Fortan macht Dorothy Michaels alias Michael Dorsey als "Emily Kimberly" auf dem Bildschirm Furore. Die gesamte Filmcrew ist begeistert von der resoluten Frau. Selbst der Regisseur, der es sich schnell abgewöhnt hat Dorothy mit "Tootsie" (= Herzchen) anzureden, ist von der "Schauspielerin" begeistert. Die Einschaltquoten schnellen in die Höhe, die Neue wird zum Star, ohne dass auch nur irgend Jemand ahnt, dass in den biederen Kleidern ein Kerl steckt. Auch Julie (Jessica Lange) nicht, eine junge hübsche Kollegin, mit der sich Dorothy nur zu gut versteht; nur zu gut, den er/sie verliebt sich Hals über Kopf in die reizende Schauspielerin.
Dorothy stürzt in geschlechtliche Verwirrungen, der Michael in ihr macht sich bemerkbar. Zu allem Überfluss – als gäbe es nicht schon genug Probleme – findet Dorothy unverhofft in Julies Vater Les Nichols einen Verehrer und Schauspielerkollege John Van Horn (George Gaynes) betet sie in nächtlichen Serenaden an. Michael wächst der Rollentausch über den Kopf, er hat genug von "Dorothy". Vor laufender Kamera lässt "Tootsie" das Geheimnis auffliegen…

www.prisma.de:
Dustin Hoffman in einer Paraderolle: Aus der eher anspruchslosen "Charleys Tante"-Variante wurde dank guter Darstellungen, hochklassigen Dialogen und einiger böser Seitenhiebe aufs amerikanische Show-Biz gelungene Unterhaltung. Die vielfach preisgekrönte Komödie war ein Riesenerfolg bei Publikum und Kritik und wurde zum "Film des Jahres" gekürt.
Dustin Hoffman hatte sich auf die schwierige Doppelrolle in wochenlanger Zusammenarbeit mit einer Kollegin sorgfältig vorbereitet; während der Produktion saß er jeden Morgen drei bis vier Stunden beim Maskenbildner, um äußerlich glaubwürdig zur Frau zu werden; das übrige besorgte sein phänomenales schauspielerisches Talent und seine extreme Wandlungsfähigkeit.
 
Lexikon des internationalen Films:
Hauptdarsteller Dustin Hoffman und Regisseur Sydney Pollack machen aus der äußerst konventionellen und reichlich anspruchslosen Story, die sich vor allem auf den "Charleys Tante"-Effekt verlässt, eine unterhaltsame, augenzwinkernd präsentierte Komödie über die Absurditäten des Showgeschäfts und über den Umgang mit Geschlechterrollen.

Sydney Pollacks Komödie war mit 10 Nominierungen neben dem 11 Mal nominierten "Gandhi" der Favorit der Oscar-Verleihung 1982. Richard Attenboroughs Streifen ging dann auch mit 8 Statuen nach Hause – für "Tootsie" blieb nur der Preis für Jessica Lange als "beste Nebendarstellerin" übrig. 

Siehe auch Wikipedia, www.moviemaster.de
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Rain Man
Genre: Tragikomödie
USA 1988
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Barry Morrow, Ronald Bass
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Seale
Schnitt: Stu Linder
Darsteller:
Dustin Hoffman: Raymond Babbitt, Tom Cruise: Charlie Babbitt,
Valeria Golino: Susanna, Gerald R. Molen: Dr. Bruner,
Jack Murdock: John Mooney, Bonnie Hunt: Sally Dibbs,
Michael D. Roberts: Vern, Ralph Seymour: Lenny,
Lucinda Jenney: Iris, und andere
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Kurzinhalt:
Der egozentrische Autohändler Charlie Babbit (Tom Cruise), ein hypernervöser Workaholic, erfährt nach dem Tod des ungeliebten Vaters von der Existenz seines autistisch behinderten Bruders Raymond (
Dustin Hoffman). Dieser wurde als Alleinerbe für das gesamte Vermögen eingesetzt. Charlie fühlt sich um sein Erbteil betrogen und entführt wütend seinen Bruder aus dem Pflegeheim, um ihm das Geld abzujagen. Doch auf dem folgenden kuriosen Trip quer durch die Staaten entwickelt sich zu dem ungleichen Bruder eine echte Freundschaft. Zu Beginn der Reise geht ihm sein Bruder noch mit seiner ewigen Quengelei und Sonderwünschen auf die Nerven, er geht jedoch auf seinen Bruder ein, wie er auf ein Kleinkind eingehen würde, wenn er es ruhig stellen müsste.
Raymond ist ihm ein Mittel zum Zweck, mehr nicht. Am Ende verwandelt der behinderte Raymonder den ehemals aalglatten Karrieremenschen zu einem Menschen, dem schließlich sein Bruder wichtiger wird als das Geld und der sich mit einem Auge für die Bedürfnisse anderer geöffnet hat.  

Der Film ist ein liebevolles, eindrucksvolles und vor allem glaubwürdiges Portrait eines Autisten und gleitet niemals ins Sentimentale ab. Zugleich ist es ein berührendes Drama über die rastlose Hektik der heutigen Zeit und auch Symbol für den Wert der wahren Freundschaft. Ganz ohne spektakuläre Effekte geht Levinsons Prinzip auf: Die Figur des autistisch verhaltensgestörten Raymond weckt dank der sensiblen Darstellung Dustin Hoffmans in tragischen und komischen Situationen menschliches Interesse und Anteilnahme an dieser weitgehend unerforschten Krankheit.

Selbst Tom Cruise, der bis dato mit eher eindimensionalen Rollen wie "Top Gun" zu tun hatte, überzeugte dank seiner überraschenden Wandlungsfähigkeit auf der ganzen Linie. Trotz Querelen während der Dreharbeiten (mehrere Regisseure warfen vorzeitig das Handtuch, bevor Levinson die Inszenierung übernahm), gewannen Levinson, Ronald Bass, Barry Morrow und John Seale weitere Oscars.
Hoffman bereitete sich für seine Rolle mit gewohntem Perfektionismus vor. Er betrieb umfassende Studien in Sachen Autismus. Das beschränkte sich nicht nur darauf, dass er mit Spezialsten über das Thema redete, sondern im Verlaufe eines Jahres lernte der Schauspieler etwa fünfzig autistische Patienten und deren Familien kennen. Daraus zog er unmittelbare Anregungen für seine spätere Spielweise.
  

Oscar 1989 für
"Rain Man": Bester Film
Barry Levinson: Beste Regie
Dustin Hoffman: Bester Hauptdarsteller
Barry Morrow, Ronald Bass: Bestes Originaldrehbuch
Oscar-Nominierung 1989 für
Ida Random, Linda DeScenna: Ausstattung
John Seale: Kamera
Hans Zimmer: Musik
Stu Linder: Schnitt
  
Lexikon des internationalen Films:

Während die Geschichte recht langsam und unkonzentriert entwickelt ist, weckt die Figur des Behinderten dank der ebenso sensiblen wie verblüffenden Darstellung Dustin Hoffmans in tragischen und komischen Situationen menschliches Interesse und Anteilnahme.
 
Siehe auch Wikipedia, www.moviemaster.de, Dirk Jasper FilmLexikon

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