|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1946 kehrte die Schauspielerin in ihre Heimat zurück. Gemeinsam mit ihrem zweiten Mann Henri Vidal spielte sie dort in einer Reihe von seichten Komödien, überzeugte aber auch als Charakterdarstellerin in melancholischen Rollen. 1946 wurde sie beim Filmfestival Cannes für ihre einfühlsame Verkörperung eines blinden Mädchens in Jean Delannoys "La symphonie pastorale" (Und es ward Licht) als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Als Liebende agierte die Morgan auch oft in Filmen mit historischem Sujet neben Jean Gabin, Gérard Philipe oder Henri Vidal; so 1948 mit der Titelrolle der "Fabiola" in Alessandro Blasettis gleichnamigen Film oder 1956 in Jean Delannoy in "Marie Antoinette". Sehenswert ist auch der von Carol Reed nach einer Kurzgeschichte von Graham Greene in Szene gesetzte Krimi "Kleines Herz in Not"2) (1948, The Fallen Idol). In den 1950er und 1960er Jahren spielte die Morgan oftmals Opferrollen, musste sich dem Alkohol ergeben oder auf Rache sinnen. Eine junge Witwe mimte sie in Yves Allégrets Melodram "Aufenthalt vor Vera Cruz"2) (1953, Les orgueilleux), als Frau, die in ein mörderisches Intrigenspiel gerät, verkörperte sie 1957 in "Retour de manivelle" (Luzifers Tochter) eindrucksvoll die Hélène Fréminger. Bis in die frühen 1960er Jahre spielt die Morgan in zahlreichen Filmen, zu denen auch viele unbedeutende Rollen gehörten. Lediglich Claude Chabrol gab ihr 1962 mit der Rolle der Célestine Buisson in "Landru"1) (Der Frauenmörder von Paris) einen interessanten Part. Danach schränkte die Schauspielerin ihre Arbeit beim Film ein, war ab Mitte der 60er Jahre nur noch selten auf der Leinwand zu sehen und verlagerte den Schwerpunkt vom Film auf das Theater. 1966 trat sie als Gräfin de Clairefons in Mark Robsons Kriegsfilm "Lost Command"1) (Sie fürchten weder Tod noch Teufel) auf, 1975 als Madame Richard in Claude Lelouchs "Le chat et la souris" (Eine Katze jagt die Maus) und 1990 in einer kleinen Rolle in Giuseppe Tornatores "Stanno tutti bene"2) (Allen geht's gut) neben Marcello Mastroianni. Danach wirkte sie bis Ende der 1990er Jahre nur noch vereinzelt in einigen TV-Produktionen mit.
Im Verlaufe ihrer Schauspielerkarriere erhielt Michèle Morgan zahlreiche
Ehrungen; so wurde sie zwischen 1949 und 1955 alljährlich als französischer
Publikumsliebling ausgezeichnet und erhielt später sogar den Titel "Botschafterin des
französischen Films"; 1969 ernannte man sie zum "Ritter der
Ehrenlegion"1). 1992 erhielt
Michèle Morgan
bei der "César"-Verleihung den "Ehrenpreis für ihr Lebenswerk". |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) www.prisma-online.de,
3) Wikipedia (englisch), 4) Kurzportrait innerhalb dieser HP Lizenz Foto Michèle Morgan/Gérard Oury (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Siehe auch Wikipedia,
www.prisma-online.de,
www.cyranos.ch Fotos bei www.virtual-history.com |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |