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Auch international wird Kollo als der "beste Wagner-Tenor der Welt" gefeiert, zahlreiche Gastauftritte an den bedeutenden Opernbühnen rund um den Globus belegen seine enorme sängerische Dominanz: So begeisterte er beispielsweise an der Mailänder "Scala" ebenso wie an der Wiener Staatsoper, feierte 1974 Triumphe bei den Salzburger Festspielen oder zwei Jahre später an der New Yorker "Metropolitan Opera".
Daneben machte sich René Kollo auch als Opernregisseur einen Namen, inszenierte beispielsweise 1986 in Darmstadt den "Parsifal", 1991 in Ulm Eugène d'Alberts "Tiefland"1). 1996 wurde Kollo zum Intendanten des privatisierten Berliner "Metropol-Theater" berufen, welches er nur bis 1997 leitete, da er die Liquidation der von ihm geführten Betriebsgesellschaft ankündigen musste. Während dieser Zeit begeisterte Kollo das Publikum auch als Graf Danilo in der Lehárs "Die Lustige Witwe"1). Seit Sommer 2000 hat sich René Kollo von den großen Wagner-Aufführungen zurückgezogen, singt aber nach wie vor bei umjubelten Konzerttourneen und Gastspielen in stets ausverkauften Häusern. Zu einer Tournee der letzten Jahre zählte im Januar 2004 sein Auftritt mit Meisterwerken von Bach, Händel, Monteverdi, Schubert und vielen anderen bedeutenden Komponisten. Im Frühjahr 2007 inszenierte er auf der Freilichtbühne "Teatro Verde" auf der Insel San Giorgio Maggiore in Venedig die komische Johann-Strauss-Operette "Eine Nacht in Venedig"1), mit der er am 18. Mai 2007 vor grandioser Kulisse eine umjubelte Premiere feiern konnte und somit die Operetten-Tradition seiner Familie fortführte. Bis Anfang Oktober 2007 war die Aufführung mit den weltberühmten Melodien wie "Komm in die Gondel, mein Liebchen" oder "Alle maskiert" fast täglich zu sehen, für weitere drei Jahre war die Produktion dort geplant. Ab 18. Oktober (Premiere) bis 28. Oktober 2007 konnte man den Künstler als "Jedermann" bei den "Jedermann"-Festspielen im Berliner Dom neben zahlreichen populären Kollegen bewundern, Jenny Elvers-Elbertzhagen gab die "Buhlschaft", Peter Sattmann den "Tod" und Ezard Haußmann den "Teufel", inszeniert wurde die Aufführung wie in den vergangenen Jahren von Brigitte Grothum. Als Sänger trat der Künstler zuletzt im Kölner Opernhaus in Erscheinung und interpretierte in der modernen Oper "Love and Other Demons" (Liebe und andere Dämonen) des ungarischen Komponisten Peter Eötvös den Don Ygnacio. Entstanden ist das Libretto nach einem Roman von Gabriel García Márquez, Premiere war am 29. April 2010 → www.operkoeln.com. Nach wie vor begeistert der Startenor sein Publikum regelmäßig mit Konzerttourneen, zu denen in den letzten Jahren auch Kirchenkonzerte zählen. Viele der präsentierten Lieder sind auch auf seinem Album "Großer Gott wir loben dich" zu hören. Kollos bemerkenswerte Karriere, die nun schon mehr als drei Jahrzehnte ohne spektakuläre Einbrüche dauert, ist nicht das Ergebnis üppiger Naturgaben, die nur verwaltet zu werden brauchen, sondern entspringt einem klug disponierten Umgang mit einem nicht unerschöpflichen Material, einer reflektierten Aneignung schwerster Partien die Früchte dieses verantwortungsbewussten Umgangs mit seinen sängerischen Gaben werden jetzt geerntet; in dieser Hinsicht sollte Kollo ein Vorbild für junge Künstler sein.2) Der Künstler veröffentlichte 1997 zusammen mit den Co-Autoren Jasmin Kassai und Jürgen Haase seine Erinnerungen unter dem Titel "Die Kunst, das Leben und alles andere ". Hierin erzählt der Jahrhundert-Tenor über seine Arbeit als weltweit gefeierter Sänger und "von seiner Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseuren und Dirigenten, von Ponnelle über Chéreau und Götz Friedrich, Bernstein, Böhm, Boulez bis zu Noelte, Solti und Herbert von Karajan. Er spricht mit Jürgen Haase und Jasmin Kassai über seine eigenen Inszenierungen und berichtet erstmalig über seine Erfahrungen als Intendant am "Metropol Theater" in Berlin. Der Bildteil zeigt zahlreiche bisher unveröffentlichte Photografien des Sängers in seinen schönsten Rollen, bei der Probe und natürlich privat."3) Ein weiteres Werk aus Kollos Feder ist seine humorvolle Geschichtsbetrachtung "Ein Kaiserschmarrn, Deutschland und die Habsburger" (2010), mit seinem jüngsten Buch "Die Morde des kleinen Tannhäuser", welches Anfang Juli 2011 auf den Markt kam, begab er sich unter die Krimi-Autoren. Seither hält er daraus Lesungen ab, kombiniert mit Gesangseinlagen aus Wagners "Tannhäuser"; auch für 2012 sind Lesetermine angekündigt.
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Die Auszeichnungen, die René Kollo im Verlaufe seiner Karriere
für seine außerordentlichen künstlerischen Leistungen erhalten hat, können
sich sehen lassen, bereits 1979 wurde er mit dem "Bundesverdienstkreuz am Bande"
geehrt, 1994 folgte das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse". Von der
"Bayerischen Staatsoper" und der "Deutschen Oper
Berlin" wurde er zum "Kammersänger" ernannt, weitere Würdigungen sind unter
anderem die "Hermann-Löns-Medaille" und der
"Paul-Lincke-Ring". 1991 erhielt er als einer der ersten
Preisträger den im gleichen Jahr erstmals verliehenen "Deutschen
Entertainment Preis" (DIVA-Award), mit dem Film-, Fernseh- und Musikstars
für herausragende künstlerische Leistungen ausgezeichnet werden. |
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Link: 1) Wikipedia Quelle: 2) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer, Verlag J. B. Metzeler, Stuttgart 1993, S. 287 3) Zitat "Klappentext" |
Stand: Dezember 2011 | ||||||
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Webpräsenz: www.rene-kollo.de,
u.a. mit aktuellen Terminen; siehe auch Wikipedia, www.bayreuther-festspiele.de |
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