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Marquis' Identifikation mit seinen Synchronprojekten war außergewöhnlich groß. Toningenieure, die mit ihm zusammengearbeitet haben, nannten ihn und seinen Kollegen Gert Günther Hoffmann2) ehrfurchtsvoll "König der Synchronsprecher". Er selbst nannte John Wayne einmal "den größten der Cowboys, meinen Freund". Nach dessen Tod 1979 produzierte er eine Schallplatte zu Waynes Ehren: "Ich war die Stimme von John Wayne"..3) Doch auch als Filmdarsteller war Arnold Marquis bei seinen sporadischen Ausflügen vor die Kamera überaus erfolgreich, anfangs für die DEFA, später für bundesdeutsche Produktionen: Erstmals sahen ihn die Zuschauer 1948 in Gustav von Wangenheims Nachkriegsdrama " und wieder 48!"4), ein Jahr später in Gerhard Lamprechts Gegenwartsstreifen "Quartett zu fünft", 1953 übernahm er die Rolle des Königs in dem DEFA-Märchenfilm "Brüderchen und Schwesterchen". Ferner enthält seine Filmografie den Aufklärungsstreifen "Eva" (1968) sowie die Fallada-Verfilmung "Jeder stirbt für sich allein"1) (1975), es folgten Ottokar Runzes George Simenon-Verfilmung "Der Mörder" (1979), die Rolle des Polizeipräsident in Wolf Gremms Sci-Fi-Krimi "Kamikaze 1989" (1982) nach Per Wahlöös Roman "Mord im 31. Stock" neben Protagonist Rainer Werner Fassbinder sowie Henri Walters Film "Das Wagnis des Arnold Janssen" (1982) über den Missionar Arnold Janssen1) (1837 1909) mit Marquis als Bischof Paredis von Roermond an der Seite von Nicolas Lansky, der den später heilig gesprochenen Pater Arnold Jansen verkörperte. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera hatte er als Baron von Platt in dem Klamauk "Otto Der Außerfriesische" (1989). Marquis übernahm auch zahlreiche Fernseh- und Hörspielrollen, vor allem ab den späten 1970er Jahren sah man ihn öfter auf dem Bildschirm. So stand er beispielsweise für "Nachbarn und andere nette Menschen" (1979) vor der Kamera, in "Hollywood, ich komme" (1980) mimte er einen Programmdirektor ebenso wie in der Hallervorden-Komödie "Mein Gott, Willi!"1) (1980). Man erlebte Marquis beispielsweise in der TV-Serie "Berliner Weiße mit Schuss" (1984), in dem "Tatort" aus Hamburg "Tod im Elefantenhaus" (1987) oder neben Inge Meysel in "Mrs. Harris fährt nach Moskau" (1987). Der beliebte Schauspieler und meistbeschäftigte deutsche Synchronsprecher im Laufe der Jahrzehnte kamen über 1.200 Sprechrollen in Kinoproduktionen zusammen erlag am 24. November 1990 mit 69 Jahren seinem Lungenkrebsleiden; seine letzte Ruhestätte fand Arnold Marquis er auf dem Berliner Waldfriedhof Dahlem. Er war drei Mal verheiratet und Vater einer Tochter, die den Beruf der Rechtsanwältin ergriff. |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP,
4) www.cinefest.de Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 16.02.2012) |
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| Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de | ||
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