| Max Adalbert | ||||
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Max Adalbert wurde am 19. Dezember 1874 als Maximilian Adalbert Krampf und
Sohn einer altpreußischen Offiziersfamilie in Danzig geboren. Seine
Theaterlaufbahn begann er an Provinzbühnen, dann kam er nach Berlin und
avancierte rasch zu einem der eigenwilligsten Komiker seiner
Zeit. Er feierte Triumphe in Stücken von Schnitzler oder
Tolstoi am "Deutschen Künstlertheater" oder dem
"Kleinen Theater" und wurde als "verknautschter spießig-philiströser Kleinbürger der Großstädte", wie
es der Schriftsteller und Journalist Kurt Pinthus1) (1886 1975) einmal auf den Punkt brachte, zur festen Größe auf der
Bühne. Auch im Kabarett, vor allem an dem Anfang Dezember 1924
von ihm zusammen mit Kurt Robitschek1)
(1890 1950), Paul Morgan (1886 1938)
und Max Hansen2)
(1897 1961) gegründeten legendären "Kabarett der
Komiker"1) begeisterte Adalbert in den 1920er Jahren mit seiner frechen Berliner Schnauze
das Publikum. Mit bereits über 40 Jahren kam der Schauspieler zum noch stummen Film, agierte erstmals 1915 in dem Streifen "Wie werde ich Amanda los?" auf der Leinwand. Im Laufe der Jahren übernahm er Hauptrollen unter anderem in "Die Verführten" (1919), "König Nicolo" (1919) oder "Judith Trachtenberg" (1920), 1921 besetzte ihn Fritz Lang in seinem Klassiker "Der müde Tod"1) als Notar, gab ihm ein Jahr später einen Part in dem Erfolgsfilm "Dr. Mabuse, der Spieler"1). In den späteren Stummfilmen kam Adalbert über Chargenrollen meist selten hinaus, konnte dann jedoch im Tonfilm erneut große Erfolge feiern, da sein Spiel durch seinen Sprachwitz entscheidend bereichert wurde. Zu seinen ersten Tonfilmen zählt 1930 "Hans in allen Gassen", wo er an der Seite von Hans Albers zu sehen war, 1931 spielte er die Titelrolle des Aldalbert Bulcke in der Komödie "Das Ekel"3), im gleichen Jahr die Hauptrolle in "Hurra ein Junge!". In dem Lustspiel "Die Schlacht von Bademünde"3) (1931) trat er als Gemeindediener Knospe in Erscheinung, dann folgte ein Glanzlicht seiner Karriere: In Richard Oswalds Verfilmung von Zuckmayers "Der Hauptmann von Köpenick" beeindruckte Adalbert 1931 als Schuster Voigt, eine Figur, mit der er zuvor bereits am "Deutschen Theater" geglänzt hatte und mit der er sich nun auch ein filmisches Denkmal setzte. Seine Interpretation des grotesken Schusters Wilhelm Voigt war volkstümlich-realistisch, und machte damit etwas deutlich, "was sechzig Millionen guter Deutscher auch wussten, ohne etwas zu merken", soll Carl Zuckmayer über die brillante Darstellung Max Adalberts gesagt haben.
In den nächsten zwei Jahren agierte Adalbert in Filmen wie "Mein Herz sehnt sich nach Liebe" (1931),
"Kyritz Pyritz" (1931), "Der Herr Finanzdirektor" (1931),
"Mein Leopold" (1932), "Ein Toller Einfall" (1932),
"Der Schützenkrieg" (1932), "Der Schützenkönig" (1932)
oder "Husarenliebe" (1932); zu seinen letzten Kinoproduktionen
zählen 1933 "Hände aus dem Dunkel" sowie die Rühmann-Komödie
"Lachende Erben"1). |
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Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP,
3) Murnau-Stiftung Quelle: 4) " Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz, Ausgabe 2000, S. 9 |
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Siehe auch Wikipedia,
www.film-zeit.de,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
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