Tony Curtis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 1997;  Quelle: Wikimedia Commons; es handelt sich um einen Ausschnitt des Fotos Tony Curtis 1997.jpg; Quelle: Wikimedia Commons; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Tony Curtis wurde am 3. Juni 1925 als Bernard Schwartz und Sohn ungarischer Einwanderer jüdischen Glaubens im New Yorker Armenviertel Bronx geboren, wo er auch aufwuchs und als 11-Jähriger bereits Mitglied einer Straßengang war. Erste schauspielerische Erfahrungen sammelte "Bernie" als Pfadfinder in Laienaufführungen und später, Anfang der 40er Jahre, als Soldat bei der US-Marine in diversen Amateuraufführungen. In den Marine-Ausbildungsstätten sah er zum ersten Mal etwas anderes als New York, tat sich als erstklassiger Sportler hervor und entdeckte, zusammen mit seinen Kameraden, die Liebe zum anderen Geschlecht. Die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges verbrachte der mittlerweile 20-Jährige auf der Insel Guam, ohne jedoch in echte Kämpfe verwickelt zu werden. Bedingt durch eine Kriegsverletzung, die er sich auf einem U-Boot zugezogen hatte, wurde er frühzeitig aus der Wehrpflicht entlassen, begann, sich nun ernsthaft der Schauspielerei zu widmen.
 
 
Foto: Tony Curtis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 1997
Quelle: Wikimedia Commons; es handelt sich um einen Ausschnitt des Fotos Tony Curtis 1997.jpg
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.
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Er lernte ab 1946 im "Dramatic Workshop" in New York unter Erwin Piscator, der einst schon mit Bertolt Brecht zusammengearbeitet hatte, die Grundregeln der Schauspielerei. Zu seinen Mitstudenten und Freunden zählten unter anderem die etwa gleichaltrigen späteren Stars Walter Matthau1) (1920 – 2000) und Harry Belafonte1). Curtis spielte nach der Ausbildung zunächst kleinere Rollen am Theater und tingelte mit einer Wandertruppe übers Land. Als er dann 1948 auf der Bühne die Titelfigur in "Golden Boy" verkörperte, die zehn Jahre zuvor das Trittbrett für William Holdens Starkarriere gewesen war, wurde er von einem Universal-Agent entdeckt und unter Vertrag genommen. Zunächst bekam das hoffnungsfrohe Nachwuchstalent kleine Nebenrollen wie 1946 in "Gilda" neben der attraktiven Rita Hayworth oder in dem Burt Lancaster-Streifen "Gewagtes Alibi" (1949, Criss Cross), wurde nun regelrecht zum Star aufgebaut.
 
Ab 1949 gehörte "Bernie Schwartz" zu jener legendären Nachwuchsdarstellerriege, die von "Universal" von der Pike auf zu Filmstars getrimmt wurden. Und genauso wie aus seinem Kollegen bzw. Konkurrenten Roy Scherer "Rock Hudson" wurde, verpasste man auch Bernie einen neuen Namen, man "taufte" ihn auf Anthony Curtis. In diesen Jahren, in denen Tony (das "Anthony" wurde bald fallengelassen) reiten, schießen, tanzen, singen, fechten u. Ä. erlernte, prägte sich bereits sein Sinn für die Weiblichkeit voll aus. Innerhalb weniger Jahre avancierte der athletische Adonis zum Abgott der Teenager-Massen; sein blendendes Aussehen bewirkte allerdings, dass er vorzugsweise in Kostüm- und Abenteuerschinken einfachster Machart – wie als heißblütiger Araber mit verträumtem Schlafzimmerblick in zwei kunterbunten Orient-Abenteuern mit Piper Laurie, "Die Diebe von Marschan" (1951, The Prince Who Was a Thief) und "Der Sohn von Ali Baba" (1952, Son of Ali Baba) – eingesetzt wurde. Er selbst tat diese Filme "mit einem Mädchen, einem Pferd und einem großen Kampf am Ende" später als "gorilla-pictures" ab.

Schnell verbesserte er sich jedoch schauspielerisch und ersten Starruhm erspielte sich der attraktive Schwarzhaarige in den 50er Jahren: Er machte als Held  in Filmen wie "Houdini, der König des Variete" (1953, Houdini) oder "Der eiserne Ritter von Falsworth"2) (1954, The Black Shield of Falworth) Furore. Regisseur Rudolf Maté hatte mit diesem Streifen ein farbenprächtiges "Ritterspektakel mit Waffengeklirr, Mannesstolz, romantischer Minne und einer erstaunlich genauen Schilderung kriegerischer Bräuche" (Lexikon des Internationalen Films) inszeniert. Bis zum Ende dieser Karrierephase im Jahre 1957 hatte Curtis in insgesamt 16 ganz verschiedenen Universal-Produktionen die Hauptrolle gespielt. Vor seiner "Starwerdung" feierte er noch Hochzeit mit einer wahren Traumfrau: die zwei Jahre jüngere, aufstrebende Schauspielerin Janet Leigh1) die bereits zwei Mal verheiratet gewesen war, wurde seine erste Frau. Die Ehe hielt elf Jahre und brachte zwei Kinder – Kelly2) (geb. 1956) und den späteren Weltstar Jamie Lee Curtis2) (geb. 1958) – hervor.
 
Der Schauspieler war nun über 30 Jahre alt und sein Aussehen war zwar durchaus nicht mehr jugendlich, aber noch überaus attraktiv. Außerdem wollte er sich unbedingt als ernsthafter Schauspieler präsentieren, denn bisher war er eher eine Art erfolgreicher Entertainer gewesen. Es war also an der Zeit, Veränderungen herbeizuführen. Den ersten Schritt dazu hatte Curtis zwar bereits mit Carol Reeds Zirkusabenteuer "Trapez"3) (1956, Trapeze2)) unternommen, in dem er sich zwar Produzent und Hauptdarsteller Burt Lancaster unterordnen musste, der schauspielerisch jedoch mehr von ihm verlangte und außerdem an ein größeres Publikum gerichtet war als seine üblichen seichten Streifen. Die beiden Schauspieler verstanden sich gut und so gab Lancaster dem Flehen von Curtis nach, ihm 1957 die Rolle des Sidney Falco in dem von Lancaster völlig gegen die Normen produzierten Meisterwerk "Dein Schicksal in meiner Hand"2) (Sweet Smell of Success) zu geben. In diesem kompromisslos realistischen, wegen seiner unüblichen Härte und Erzählweise zunächst mäßig erfolgreichen, später zum Kultfilm avancierten, düsteren Streifen brillierte Curtis als fieser, skrupelloser, kriecherischer Presseagent, der sich im Spiel um die Macht schließlich gegen den noch fieseren Starjournalisten Lancaster wendete und dabei untergeht. Das von Stanley Kramer gedrehte packende antirassistische Drama "Flucht in Ketten"3) (1958, The Defiant Ones2)) brachte Curtis dann – ebenso wie seinem Partner Sidney Poitier –  eine "Oscar"-Nominierung ein. In diesem Film hatte Curtis wohl seinen erfolgreichsten und besten Part überhaupt: er spielte den zynischen, rassistischen Verbrecher Joker.

Seinen wohl größten und nachhaltigsten Erfolg feierte Curtis dann 1959 in der wahrscheinlich besten Filmkomödie aller Zeiten von Billy Wilder, in "Manche mögen's heiß"3) (Some Like It Hot2)) brillierte er als abgebrannter Jazzmusiker Joe  bzw. hinreißend komischer Partner von Jack Lemmon und Marilyn Monroe. Mehr zu dem Film gibt es hier innerhalb dieser Homepage.
Ein prächtiger Film ist das aufwendige Historiendrama "Taras Bulba"2) aus dem Jahre 1962 nach dem gleichnamigen Roman von Nicolai Gogol, in dem Curtis als der mutige aber leichtfertige Sohn des Titelhelden, einem Kosakenführers, zum Schluss in einer maßlos ergreifenden Szene von Taras alias Yul Brynner getötet werden muss. Der Film zeigte auch eindrucksvoll den Starstatus, den Curtis damals bereits genoss. Yul Brynner, der selbst auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand, musste, obwohl er die Titelrolle verkörperte, sowohl im Vorspann als auch in der Präsenz auf der Leinwand Tony den ersten Platz überlassen.
 
Taras Bulba
Genre: Abenteuer
USA 1962
Kinostart Deutschland: 21.12.1962
Regie: J. Lee Thompson
Drehbuch: Waldo Salt, Karl Tunberg,
frei nach der gleichnamigen Erzählung von Nicolai Gogol
Musik: Franz Waxman
Kamera: Joseph MacDonald
Darsteller:
Yul Brynner: Taras Bulba, Tony Curtis: Andrei Bulba,
Perry Lopez: Ostap Bulba, Christine Kaufmann: Natalia,
Sam Wanamaker: Filipenko, Brad Dexter: Shilo,
Guy Rolfe: Prinz Grigori, George Macready: Gouverneur,
Vladimir Sokoloff: Stepan, Abraham Sofaer: Abbot
und andere
(Die Links f¨hren zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)
Kurzinhalt:
Als die Türken zu Beginn des 16. Jahrhunderts in die Ukraine vordringen, kämpfen Kosaken und Polen gegen den gemeinsamen Feind. Kosakenoberst Taras Bulba (Yul Brynner) erringt mit seinen Männern einen glänzenden Sieg über die Türken, sieht sich aber nach der Schlacht von den Polen verraten.
Die Kosaken verlassen daraufhin die ukrainische Steppe und ziehen sich in die Berge zurück, sind aber fest entschlossen, ihre Heimat wieder zu erobern. Als Taras Bulbas Söhne Andrei (Tony Curtis) und Ostap (Perry Lopez) herangewachsen sind, müssen sie auf Geheiß des Vaters in Kiew studieren. Dort begegnet Andrei der schönen jungen Polin Natalia (Christine Kaufmann). Beide verlieben sich ineinander. Natalias Familie ist empört und schickt sie fort nach Dubno, Andrei und sein Bruder kehren zu ihrem Vater in die Berge zurück. Bald darauf bricht Taras Bulba an der Spitze eines Kosakenheers zum Kampf gegen die Polen auf. Als die Kosaken das befestigte Dubno belagern, bangt Andrei um seine Geliebte und wagt sich nachts heimlich in die Stadt zu Natalia. Er wird gefasst, und Natalia soll hingerichtet werden. Um sie zu retten, muss Andrei mit den Polen gemeinsame Sache machen, und das führt zu einer tödlichen Konfrontation mit seinem Vater …
 
Quelle: br-online.de
 
Lexikon des internationalen Films:
Inszeniert als aufwendiges Kolossalgemälde einer heldischen Zeit, das Barbarismus und Verworrenheit, Banalität und Pathos oberflächlich effektvoll verbindet. Eindrucksvoll in den Massenszenen.
  
Siehe auch www.prisma-online.de und Wikipedia
 
Während der Dreharbeiten zu dem Monumentalfilm "Taras Bulba" hatte Curtis die blutjunge Christine Kaufmann1) kennengelernt. Er ließ sich im Juni 1962 von seiner ersten Ehefrau Janet Leigh1) scheiden, um am 8. Februar 1963 die attraktive 17-jährige Deutsch-Österreicherin zu heiraten. Diese "Schauspieler-Ehe" funktionierte nicht mehr so gut wie die erste und man trennte nach vielen Streitereien trotz zweier gemeinsamer Kinder – den Töchtern Alexandra (geb. 1964) und Allegra (geb. 1966). 1967 scheiterte die Beziehung offiziell. Schlagzeilen machte Tony Curtis 1972 aber aus anderem Grund: So ließ er seine Töchter Alexandra und Allegra nach einem Besuch in London nicht nach Deutschland zurückkehren, sondern nahm sie mit in die USA. Dies wurde vor allem in der deutschen Presse als "Entführung" gewertet; dennoch erwirkte Curtis in den USA das alleinige Sorgerecht für die Kinder.4)  Erst 1980 kehrten die beiden Töchter zu ihrer Mutter zurück, nachdem Christine Kaufmann dann doch das Sorgerecht erhalten hatte.
 
Am 20. April 1968 heiratete Curtis das Modell Leslie Allen, mit der er noch zwei weitere Kinder hatte, die Söhne Nicholas (geb. 1972) und Benjamin (geb. 1973). 1982 ließen sich die beiden scheiden und auch die vierte, zwei Jahre später geschlossene Ehe mit der 21-Jährigen Andrea Savio endete 1992 vor dem Scheidungsrichter. Eine noch kürzere Dauer war der Verbindung mit der 32-jährigen Rechtsanwältin Lisa Deutsch (von 1993 bis 1994) beschieden. Im Gegensatz zu seinen Ehefrauen war das Verhältnis, das Curtis zu seinen Kindern hatte, immer sehr herzlich und er verbrachte viel Zeit mit ihnen. Um so tiefer muss es ihn getroffen haben, als sein älterer Sohn Nicholas 1994 im Alter von 23 Jahren, vermutlich an einer Überdosis Heroin, an einem Herzanfall starb.
Bei all diesen privaten Tiefschlägen war es kein Wunder, dass der Schauspieler seine Depressionen in Alkohol und Drogen aufzulösen suchte. Er soll Medienberichten zufolge schließlich schwer kokainabhängig geworden sein und etliche Entziehungskuren hinter sich gebracht haben. Erst 1985, nach einer erneuten Entziehungskur, machte er durch seinen glänzenden Auftritt als bösartiger US-Senator in dem britischen Spielfilm "Insignifcance – Die verflixte Nacht" (Insignifcance) wieder positiv von sich reden.

Nach weiteren Monumental-Produktionen wie "Die Wikinger"2) (1958, The Vikings) mit der Figur des jungen Eric oder dem Antonius in dem glanzvollen Historienepos "Spartacus"2) (1960) – beide Male neben Kirk Douglas – sah man Curtis in den 60er Jahren dann in eher seichten Unterhaltungsfilmen wie "Boeing-Boeing"2) (1965, Boeing (707), "Arrivederci, Baby" (1966, Drop Dead Darling) oder und "Finger weg von meiner Frau" (1966, Not with My Wife, You Don't!). Ausnahmen waren Streifen wie "Der Außenseiter" (1961, The Outsider), "Die nackten Tatsachen"3) (1966, Don't Make Waves) und "Der Frauenmörder von Boston"2) (1968, The Boston Strangler).
Nach seiner Trennung von Christine Kaufmann begann Curtis mit den Dreharbeiten zu einer der beliebtesten TV-Serien der 70er Jahre: als Partner von Roger Moore blödelte er auf den Fernsehschirmen in der Serie "Die Zwei"1) (The Persuaders), die vor allem in Deutschland wegen der herausragend-witzigen Dialoge ein Riesenhit wurde; Curtis –  zwar gealtert, jedoch immer noch sehr attraktiv – war hier in erfreulicher Spiellaune zu sehen. Nach vier Jahren Kino-Abstinenz kehrte Tony Curtis 1974 mit der Hauptrolle in "Der Gangsterboss von New York" (Lepke) auf die Leinwand zurück. Der Film stieß 1975 bei den Filmfestspielen in Cannes bei Kritik und Publikum auf positive Resonanz und war ein weiterer Meilenstein in Curtis' Karriere. Unmittelbar danach war er in der englischen Fernsehverfilmung von "Der Graf von Monte Cristo" (1975, The Count of Monte-Cristo) als Fernand Mondego der Gegenspieler von Edmond Dantes (Richard Chamberlain).4)
 

Anfang der 1980er Jahre gehörte auch Tony Curtis zur Starbesetzung von Guy Hamiltons Agatha Christie-Adaption "Mord im Spiegel"2) (1981, The Mirror Crack'd), vermehrt widmete sich der Mime in den folgenden Jahren seinen Hobbys, Schreiben und Malen, war jedoch bis weit in die 90er Jahre auf der Leinwand und im Fernsehen präsent. 1993 veröffentlichte Tony Curtis seine Autobiographie, welche in Deutschland zwei Jahre später unter dem Titel "Ich mag's heiß“ auch in Deutschland auf den Markt kam. 
Lange Jahre lebte das ehemalige Leinwandidol weitgehend zurückgezogen auf einer Insel bei Hawaii, noch bis zuletzt übernahm er sporadisch Arbeiten als Sprecher oder stand vereinzelt vor der Kamera.
Curtis hatte seine "wilden Jahre" offensichtlich überstanden, nach seiner Scheidung von Lisa Deutsch heiratete der Star am 6. November 1998 unter großem Medienrummel in sechster Ehe die 45 Jahre jüngere Reitlehrerin Jill Vandenberg; mit ihr lebte er in der Nähe von Las Vegas. Curtis, der zu den großen Leinwand-Legenden Hollywoods zählte,
war auch im hohen Alter nach wie vor populär, war ein gern gesehener Gast bei Talkshows und zahlreichen Filmfestivals bzw. Veranstaltungen rund um den Globus. Noch 2002/2003 tourte er erfolgreich mit der Musicalfassung seines Filmhits "Manche mögen's heiß" durch die USA und gab den lüsternen alten Millionär Osgood Fielding III., dessen Satz "Nobody's perfect" zum geflügelten Wort wurde.
Tony Curtis während der Verleihung der "Goldenen Kamera 2004" Seinen 80. Geburtstag am 3. Juni 2005 feierte Curtis mit einer großen Party im Hotel "MGM Grand", Anlass für zahlreiche Würdigungen und Retrospektiven. Auf eine weitere Ehrung konnte der Mime wenige Monate später stolz sein, als das New Yorker "Museum of Modern Art" eines seiner Bilder in die Dauerausstellung aufnahm.

Tony Curtis während der Verleihung der
"Goldenen Kamera 2004"
Foto mit freundlicher Genehmigung von Bodo Petermann
© Bodo Petermann, BP PHOTO (www.bpphoto.de)
Im Dezember 2006 musste sich Tony Curtis kurz nach Beendigung der Dreharbeiten zu "The Blacksmith and The Carpenter" einer Darmoperation unterziehen, sein Zustand war zeitweise durch eine hinzugekommene Lungenentzündung lebensbedrohlich. Doch er schaffte es, seit Mitte März 2007 zeigte sich Tony Curtis, wenn auch sichtbar geschwächt, wieder in der Öffentlichkeit. Mitte Mai 2007 begann er mit den Dreharbeiten zu seinem aktuellen Film "David & Fatima", wo er in einer kleinen Rolle zu sehen ist. Der Film von Regisseur Alain Zaloum ist eine moderne Version von "Romeo & Julia", die im heutigen Jerusalem spielt.
 
Im April 2008 unternahm Curtis eine zweiwöchige Reise nach England und Frankreich und wurde dort von Fans und Presse förmlich überrannt. Er gab unzählige Interviews, war Gast in mehreren TV-Sendungen und Ehrengast des Pariser Jules Verne Film Festival 2008; der amerikanische Botschafter in Frankreich gab einen großen offiziellen Empfang zu Curtis' Ehren. Darüber hinaus eröffnete Curtis im Londoner Kaufhaus Harrods in Anwesenheit des Inhabers Mohamed Al-Fayed und in einer Pariser Galerie Ausstellungen seiner Bilder und noch vor Curtis' Rückreise in die USA waren sämtliche Exponate verkauft. Zur selben Zeit kam der erst unmittelbar zuvor gedrehte Dokumentarfilm "The Jill & Tony Curtis Story" auf den Markt, in dem Curtis Einblicke in sein privates Umfeld gewährt.4)  
Die in Zusammenarbeit mit Peter Golenbock entstandene zweite Autobiografie des Alt-Stars mit dem Titel "American Prince: A Memoir" kam im Oktober 2008 auf den englischsprachigen Markt. Das Buch schaffte es in den USA auf Anhieb in die Bestsellerliste der New York Times und fand weltweite Beachtung. Seit Oktober 2008 absolvierte Curtis zahlreiche Lese- und Signierreisen für sein neues Buch in den USA, nach Kanada, England und Irland und war dabei wiederum Gast in einer Vielzahl von Fernsehtalkshows. Seine bloße Anwesenheit sorgte dabei stets für standing ovations; das Publikum nahm seine Anekdoten begeistert auf. In der englischen TV-Talkshow "Friday Night" gab es dabei ein kurzweiliges Zusammentreffen mit seinem Freund und Co-Star aus "Die Zwei", Roger Moore.4)

Nur wenige Monate nach seinem 85. Geburtstag starb Tony Curtis am 29. September 2010 nach längerer Krankheit in seinem Haus in Henderson (Nevada). Der Schauspieler, der in den 50er und 60er Jahren zu den meistbeschäftigten und bestbezahlten Darstellern der Branche zählte, war rund 60 Jahre im Showbusiness tätig und bleibt nicht nur mit seinen mehr als 140 Filmen in nachhaltiger Erinnerung. Die ganz große Anerkennung blieb ihm jedoch als Leinwandstar versagt, nur einmal erhielt er eine Oscar-Nominierung – für seine eindringliche Darstellung des an seinen Mitgefangenen gefesselte John "Joker" Jackson in "Flucht in Ketten"; weitere Auszeichnungen bei Wikipedia.
"Aber wie groß die Anerkennung wirklich war, sieht man eben auch jetzt wieder, wo klar wird, wie sehr er mit etwas identifiziert wurde, was mehr war als die Summe seiner Rollen und auch seiner Skandale." schreibt Michael Althen in seinem Nachruf bei FAZ.NET. Für www.stern.de war Tony Curtis "Hollywoods tragischer Herzensbrecher", "einer der letzten großen Hollywoodlegenden. Er spielte Frauenmörder und Transvestiten, Drahtseiltänzer und Seeräuber. Aber vor allem war er Herzensbrecher – im Film wie im Leben. (…) Curtis war ein Mann mit Abgründen. Der von vielen angehimmelte Star hatte eine empfindliche Seele. Er verkörperte Draufgängertum und Verletzlichkeit – auf der Leinwand wie im wahren Leben war das eine machtvolle Kombination."

Der Link führt 1) zum Kurzportrait bzw. zur Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) zu Wikipedia, 3) zu prisma-online
4) Quelle Wikipedia
Lizenz Foto Tony Curtis (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.

Das Kurzportrait zu Tony Curtis stammt mit freundlicher Genehmigung auszugsweise
von der Homepage "www.curtis-barker.de"; dort findet man noch weitergehende Informationen zu dem Schauspieler.
Offizielle Homepage (in englisch): www.tonycurtis.com
Siehe auch www.prisma-online.de, Wikipedia, www.whoswho.de sowie den Nachruf bei br-online.de
Fotos bei film.virtual-history.com

Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei der german.imdb.com
1949 Gewagtes Alibi (Criss Cross)
1949 Spielfieber (The Lady Gambles)
1949 Kokain (Johnny Stool Pigeon)
1949 Francis (Francis)
1949 Die Brut des Satans (City Across the River)
1950 Winchester '73 (Winchester '73)
1950 Reiter ohne Gnade (Kansas Raiders)
1950 Sierra (Sierra)
1950 I Was a Shoplifter
1951 Die Diebe von Marschan (The Prince Who Was A Thief)
1952 Sein großer Kampf (Flesh and Fury)
1952 Meet Danny Wilson
1952 Der Sohn von Ali Baba (Son of Ali Baba)
1952 No Room for the Groom
1953 Strandgut (Forbidden)
1953 The All American
1953 Houdini, der König des Varieté (Houdini)
1954 Brückenkopf X (Beachhead)
1954 Drei Matrosen in Paris (So This is Paris)
1954 Der eiserne Ritter von Falworth (The Black Shield of Falworth)
1954 Männer, Mädchen und Motoren (Johnny Dark)
1955 Seine letzte Chance (Six Bridges to Cross)
1955 Der Schläger von Chicago (The Square Jungle)

1955 Die purpurrote Maske (The Purple Mask)

1956 Vom Teufel verführt (The Rawhide Years)
1956 Trapez (Trapez)
1957 Mister Cory (Mister Cory)
1957 Der Tod war schneller (The Midnight Story)
1957 Dein Schicksal in meiner Hand (Sweet Smell of Success)
1958 Urlaubsschein nach Paris (The Perfect Furlough)
1958 Rivalen (Kings Go Forth)
1958 Flucht in Ketten (The Defiant Ones)
1958 Die Wikinger (The Vikings)
1959 Manche mögens heiß (Some Like It Hot)
1959 Unternehmen Petticoat (Operation Petticoat)
1960 Spartacus (Spartacus)
1960 Zwei in einem Zimmer (The Rat Race)
1960 Pepe – Was kann die Welt schon kosten (Pepe)
1960 Ein charmanter Hochstapler (The Great Impostor)
1960 Wer war die Dame? (Who Was That Lady?)
1961 Der Außenseiter (The Outsider)
1962 Taras Bulba (Taras Bulba)
1963 The List of Adrian Messenger (The List of Adrian Messenger)
1963 Captain Newman, M.D. (Captain Newman, M.D.)
1963 Forty Pounds of Trouble (40 Pounds of Trouble)
1964 …und ledige Mädchen (Sex and the Single Girl)
1964 Monsieur Cognac (Wild and Wonderful)
1964 Goodbye Charlie (Goodbye Charlie)
1965 Boeing Boeing (Boeing-Boeing)
1965 Das große Rennen rund um die Welt (The Great Race)
1966 Finger weg von meiner Frau (Not With My Wife You Don't)
1966 Arrivederci Baby (Drop Dead Darling)
1967 Die nackten Tatsachen (Don’t make waves)
1968 Der Frauenmörder von Boston (The Boston Strangler)
1969 Monte Carlo Rallye (Monte Carlo or Bust)
1970 Stellt euch vor, es gibt Krieg und keiner geht hin (Suppose They Gave a War and Nobody Came)
1969 Der Keuschheitsgürtel (The Chastity Belt)
1970 Zwei Kerle aus Granit (You Can't Win Em All)
1975 Der Gangsterboss von New York (Lepke)
1976 Der letzte Tycoon (The Last Tycoon)
1976 Hilfe, ich bin eine männliche Jungfrau
1978 Sextette (Sextette)
1978 Der Manitou (The Manitou)
1978 Die Bären sind nicht mehr zu bremsen (The Bad News Bears Go to Japan)
1979 Sturz ins Verderben (Title Shot)
1979 Grazy Movie – Das große Lachen (Double Take)
1980 Mord im Spiegel (The Mirror Crack'd)
1980 Ein reizender Fratz (Little Miss Marker)
1980 Zwei Gauner in der Wüste (It Rained All Night the Day I Left)
1982 Black Platoon – Das schwarze Kommando (Othello, el comando negro)
1982 Geerbte Todesangst (Brainwaves)
1983 Parsifals überirdische Himmelszeitung (Where Is Parzifal?)
1985 Insignificnace – Die verflixte Nacht (Insignificance)
1985 The Fantasy Film Worlds of George Pal
1985 Club Life
1986 Banter – Eine geheimnisvolle Affäre (The Last Of Philip Banter)
1986 Balboa
1988 Der Passagier – Welcome to Germany (The Passenger)
1989 Midnight
1989 Hummermann vom Mars (Lobster Man from Mars)
1989 Walter und Carlo in Amerika (Walter & Carlo In Amerika)
1991 Prime Target
1992 Sein Auftrag: Mord (Center of the Web)
1993 Mumie – Tal des Todes (The Mummy Lives)
1994 Nackt in New York (Naked in New York)
1995 Gunpower (The Immortals)
1995 Gefangen in der Traumfabrik - The Celluloid Closet
1997 Brittle Glory
1997 Hardball – Die Kopfgeldjäger II (Hardball)
1998 Stargames
1998 Louis and Frank
1999 Knocked Out – Eine schlagkräftige Freundschaft (Play it to the Bone)
2002 Reflections Of Evil
2008 David and Fatima
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