| Judy Garland |
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Judy Garland wurde am 10. Juni 1922
in Grands Rapids (Minnesota) als Frances Ethel Gumm und Tochter eines Vaudeville-Künstlers geboren. Mit
knapp drei Jahren stand die kleine Frances das erste Mal im Filmtheater ihres
Vaters auf der Bühne, 1929 al singendes Mädchen
zusammen mit ihren Schwestern Sue (geb. 1916) und Virginia (geb. 1919) erstmalig vor der Kamera. Es folgten
Tourneen als "Gumm Sisters", später als "Garland Sisters". In Hollywood machte sie als Teenagerstar Karriere, nachdem sie von MGM 1935 einen Filmvertrag auf Veranlassung des Musical-Produzenten Arthur Freed erhalten hatte. Sie erhielt Aufgaben in Musikfilmen wie "Broadway Melody of 1938", war Partnerin von Mickey Rooney in der Komödien-Reihe um Andy Hardy (1938, Love Finds Andy Hardy). 1939 wurde sie als Dorothy in Victor Flemings, nach dem gleichnamigen Kinderbuchklassiker von L. Frank Baum inszenierten Märchen-Musical "The Wizard of Oz" (Der Zauberer von Oz) zum Star und erhielt für ihre Leistung den "Special Junior Oscar"; der Song "Over the Rainbow" avancierte zum Evergreen. In den kommenden Jahren prägte Judy Garland wie sie sich nun mit Künstlernamen nannte entscheidend die Entwicklung des US-Film-Musicals der 40er Jahre mit, so in Tanzfilmen von Busby Berkeley wie "For Me and My Gal" (1942) oder in aufwendigen Musicals ihres späteren Ehemannes Vincente Minnelli, wie "Meet Me in St. Louis"1) (1944, Heimweh nach St. Louis) oder "The Pirate" (1948, Der Pirat). Sehenswert ist auch ihre Titelrolle in dem Musical "Presenting Lily Mars"2) (1943, Bühne frei für Lily Mars), ebenso wie die der Hannah Brown in dem Film "Easter Parade"1) (1948, Osterparade) als Partnerin von Fred Astaire: Ein berühmter Revue-Tänzer bemüht sich auf Grund einer Wette, ein Mädchen vom Ballett zu seiner Tanzpartnerin heranzubilden. Er verliebt sich in sie und während eines Osterspaziergang kommt es zum Happy-End. Die eher belanglose Handlung diente lediglich als Vorwand für brillante Tanznummern und einige Gesangsduette zwischen Fred Astaire und Judy Garland, die hier das einzige Mal gemeinsam auftraten. Neben der Arbeit für den Film war Judy Garland gleichzeitig für den Rundfunk tätig, machte Schallplattenaufnahmen sowie später wiederholt Konzerttourneen durch Amerika und Europa. Der Preis für diese Traumkarriere war hoch: ein übervoller Terminkalender, fristlose Kündigung bei Veränderung der Stimme oder Figur sowie Korsetts und Pillen vom Filmstudio um den Babyspeck wegzukriegen. Der private Teufelskreis begann: Tabletten zur Beruhigung, zum Schlafen und zum Aufwachen. Depressionen, Migräne und Wutausbrüche die Garland wurde unzuverlässig und launisch am Drehort. Die Filmgesellschaft MGM zog Konsequenzen und verlängerte 1950 den Vertrag nicht mehr. Ihr dritter Mann Sidney Luft half ihr dabei, eine erfolgreiche zweite Karriere als Sängerin aufzubauen. Judy Garland konzentrierte sich nun auf Shows und Tourneen durch Europa und die USA. 1954 hatte sie ein triumphales, wenn auch nur kurzfristiges Leinwand-Comeback mit der weiblichen Hauptrolle der Vicky Lester in George Cukors "A Star is Born"2) (1954, Ein Neuer Stern am Himmel1)), wurde für ihre Leistung mit einer Oscar-Nominierung und dem "Golden Globe" als "Beste Komödien- bzw. Musicaldarstellerin" belohnt. Nach zahlreichen Skandalen spielte sie 1961 die dramatische Nebenrolle des Nazi-Opfers Irene Hoffmann in Stanley Kramers preisgekröntem Gerichtsdrama "Judgment at Nuremberg"1) (Das Urteil von Nürnberg), erhielt eine neuerliche Oscar-Nominierung als "Beste Nebendarstellerin". Weitere Leinwandauftritte hatte Judy Garland in John Cassavetes' sensiblem Film "A Child Is Waiting"3) (1963, Ein Kind wartet) und in dem Melodram "I Could Go on Singing" (1963, Bretter, die die Welt bedeuten). Ein weiterer Höhepunkt war 1963/64 ihre TV-Serie "The Judy Garland Show" beim Sender CBS.Lebenslang führten psychische, private und gesundheitliche Probleme zu Schwankungen in der Karriere der Judy Garland und letztlich zu körperlicher Zerrüttung. Judy Garland bekam weder ihre Tabletten- noch Alkoholsucht in den Griff. Fünf Ehen, eine Psycho-Therapie, Entzugskuren von Tabletten und Alkohol halfen ihr nicht. Am 22. Juni 1969 starb Judy Garland 12 Tage nach ihrem 47. Geburtstag in London, vermutlich an einer Überdosierung ihres Schlafmittels. Judy Garland war fünf Mal verheiratet; Ende Juli 1941 hatte die damals 19-Jährige den Komponisten David Rose (1910 1990) geheiratet, knapp drei Jahre später wurde das Paar Anfang Juni 1944 geschieden. Dem Regisseur Vincente Minnelli (1903 1986) gab sie Mitte Juni 1945 das Ja-Wort, Tochter Liza erblickte am 12. März 1946 das Licht der Welt. Doch auch dieser Verbindung war kein langes Glück beschieden, Ende März 1951 erfolgte die offizielle Trennung. Ehemann Nummer 3 wurde Anfang Juni 1952 der Produzent Sidney Luft (1915 2005), aus dieser Ehe stammen Tochter Lorna Luft (geb. 1952) und Sohn Joey Luft (geb. 1955). Nach der Scheidung von Sidney Luft Mitte Mai 1965 ehelichte Judy Garland wenige Monate später den Schauspieler Mark Herron (1928 1996), die Scheidung erfolgte Anfang Januar 1969. Der wesentlich jüngere Nachtclub-Besitzer Mickey Deans (1934 2003), den sie Mitte März 1969 heiratete, war ihr letzter Ehemann. Die Töchter Liza Minnelli und Lorna Luft haben ebenfalls als Sängerinnen und Schauspielerinnen internationale Karriere gemacht. |
| Der Link führt 1) zu Wikipedia, 2) zu prisma-online.de, 3) zu www.3sat.de |
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Siehe auch wikipedia.org,
www.prisma-online.de,
www.whoswho.de,
www.djfl.de |
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The Wizard of Oz (Der Zauberer von Oz) Spielfilm, USA 1939, Victor Fleming Genre: Fantasy, Kinderfilm, Musical |
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Buchvorlage: L. Frank Baum: "The Wonderful Wizard of Oz"
Toto, Dorothys geliebter Hund, hat die reiche Miß Gulch gebissen
und soll deswegen eingeschläfert werden. Dorothys Pflegeeltern Tante Em und
Onkel Henry können nichts dagegen unternehmen und auch die
drei Farmgehilfen sind keine Hilfe. Lexikon des internationalen Films: |
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