Sieghardt Rupp
Sieghardt Rupp wurde am 14. Juni 1931 als Sohn eines Lehrers im österreichischen Bregenz (Vorarlberg) geboren. Nach der Schule besuchte er zunächst die Handelsakademie in Wien, entschied sich dann für den Beruf des Schauspielers und ließ sich am Max-Reinhardt-Seminar entsprechend ausbilden. Sein Bühnendebüt gab Rupp 1954 in Klagenfurt, zwei Jahre später wechselte er an das Salzburger Landestheater, 1958 kam er an das Landestheater Linz. Nach einem Gastspiel bei den Bad Hersfelder Festspielen gehörte er seit 1959 zum Ensemble des Wiener Volkstheaters. Weitere Stationen seiner Bühnentätigkeit waren bis Mitte der 80er Jahre das "Theater in der Josefstadt" in Wien und die Sommerfestspiele im österreichischen Perchtoldsdorf (1984), darüber hinaus ging Rupp mit zahlreichen Stücken auf Tournee.
 
Noch unter dem Namen "Tommy Rupp" tauchte er erstmals Ende der 50er Jahre in den Besetzungslisten von Kinoproduktionen auf, so in "Mädchen für die Mambo-Bar" (1959). Er agierte in einigen Heimatfilmen wie "Heimweh nach dir, mein grünes Tal" (1960), "Glocken läuten überall" (1960) sowie "Der Orgelbauer von St. Marien"1) (1961) oder in Dramen wie "Am Galgen hängt die Liebe" (1960) und "Der Teufel spielte Balaleika" (1961). Rupp spielte in deutschen, österreichischen und weiteren internationalen Produktionen, war an der Seite vieler Stars zu sehen. So agierte er mit Klaus Kinski in dem spannenden Psychothriller "Der rote Rausch" (1962), einem Film, der lange verschollen war, mit Dieter Borsche spielte er in "Das Feuerschiff" (1963), mit Ruth Leuwerik und Peter van Eyck in dem Krimi "Ein Alibi zerbricht"
1) (1963).
In den kommenden Jahren folgten Rollen in Italo-Western und Karl May-Verfilmungen, so unter anderem an der Seite von Clint Eastwood in "Für eine Handvoll Dollar"1) (1964), mit Stewart Granger und Pierre Brice in "Unter Geiern"1) (1964), mit Götz George in "Sie nannten ihn Gringo" (1965) oder mit Lex Barker in "Im Reich des silbernen Löwen"1) (1965).
  
Bis Ende der 60er Jahre folgten Filme wie "Wer kennt Jonny R.?" (1966) erneut mit Lex Barker, mit Kinski der Streifen "Die Pagode zum fünften Schrecken"1) (1967), mit Michèle Mercier und Robert Hossein "Unbezähmbare Angélique"1) (1967) sowie "Angélique und der Sultan"1) (1968). Doch so richtig wollte Rupp der Durchbruch auf der Leinwand nicht gelingen, erst im Fernsehen erreichte er mit der Krimi-Reihe "Tatort" ungeheure Popularität: 1971 ging er als draufgängerischer Zollfahnder Kressin für den WDR in "Kressin und der tote Mann im Fleet" erstmals auf Verbrecherjagd, sein Auftritt fand beim Publikum und in der Presse aufgrund seines machohaften Gehabes ein geteiltes Echo und führte zu kontroversen Diskussionen. Doch bis 1973 war Rupp mit dieser Rolle in sieben Folgen wie "Kressin und der Laster nach Lüttich" (1971), "Kressin stoppt den Nordexpress"2) (1971), "Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer" (1972) oder (letztmalig) mit "Kressin und die zwei Damen aus Jade" (1973)auf dem Bildschirm präsent. Anschließend wurde er 1974 von Kommissar Haferkamp alias Hansjörg Felmy abgelöst, der für den WDR in 20 Fällen ermittelte.
  
Nach seiner Zeit als Zollfahnder Kressin war Sieghardt Rupp nur noch selten im Fernsehen oder Kino zu sehen, da er sich wieder vermehrt auf das Theater konzentrierte. 1974 spielte er in Alfred Vohrers Konsalik-Verfilmung "Wer stirbt schon gerne unter Palmen?", man sah ihn unter anderem in "Der Bockerer"
1) (1981) und "Weiningers Nacht"1) (1989) sowie in dem Tatort "Seven Eleven" (1990). Zu seinen weiteren Arbeiten zählt der Film "Etwas am Herzen" (1994) mit seiner Rolle des pensionierten Altphilologen Paul und Erika Pluhar als Partnerin sowie die Hauptrolle in "Die Spanische Fliege" (1995).
In den letzten Jahren ist es still geworden um den populären Schauspieler; was
Sieghardt Rupp heute macht, bzw. wo er lebt scheint unbekannt.
 
Link: 1) Wikipedia, 2)  prisma-online.de Stand: Mai 2011
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de;
siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de
Um zur Seite der Publikumslieblinge zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de