Über das Kindertheater "Theater der jungen Garde"
in Halle/Saale sowie Greifswald kam Hoppe 1953 nach Leipzig an das
"Theaters der Jungen Generation", dem er bis 1955 verbunden blieb,
anschließend wechselte er bis 1961 nach Gera. Dann wurde für viele
Jahre das "Staatstheater" in Dresden seine künstlerische
Heimat, 1970 und 1975 gehörte er zum Ensemble des " Deutschen Theater"
in Berlin, dann kehrte Hoppe bis 1984 wieder nach Dresden zurück.
Zwischen 1983 und 1990 gehörte Hoppe dem DEFA-Ensemble an, seither ist er
als frei schaffender Schauspieler
tätig.
Auch bei den Salzburger Festspielen konnte man Hoppes meisterliche Kunst
mehrfach bewundern, in Ernst Haeussermans "Jedermann"-Inszenierung
brillierte er zwischen 1983 und 1989 in der Rolle des "Mammon"
an der Seite von Klaus Maria Brandauer als "Jedermann; außerdem
gab Hoppe Gastspiele in der Schweiz, Italien und China.
Foto: Rolf Hoppe als "Mammon" in "Jedermann" bei den
Salzburger Festspielen
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue. |
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Seit Mitte der 1960er Jahre trat Hoppe in zahlreichen DEFA-Filmen auf
und verstand es gleichermaßen, kleinen wie großen Rollen Leben
einzuhauchen. Er spielte die verschiedensten Charaktere, war
beispielsweise der Lehrer Klein in "Die Besten Jahre" (1964),
SS-Mann in "Lebende Ware" (1966) oder Etappenmajor in Konrad Wolfs preisgekröntem
Film "Ich
war Neunzehn"1) (1967). Weitere prägnante Nebenrollen
hatte er beispielsweise in "Hauptmann
Florian von der Mühle"1) (1968) neben Protagonist Manfred Krug,
in dem Kinderstreifen "Mohr
und die Raben von London"1) (1969) oder in der
Literaturverfilmung "Jungfer,
Sie gefällt mir"1) (1969).
Hoppe gab Könige wie 1971 den Spanier Karl den IV. in Konrad Wolfs Lion Feuchtwanger-Adaption
"Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis"
oder 1973 in dem berühmten Märchenfilm "Drei
Haselnüsse für Aschenbrödel", ebenfalls 1973 sah man ihn mit der
Titelrolle in der Komödie "Die
Hosen des Ritters von Bredow"1) sowie als Göttervater
Jupiter in der opulenten Offenbach-Verfilmung "Orpheus in der Unterwelt"1).
Ein Jahr später glänzte Hoppe als Puppenspieler und Erfinder Meister Röckle
in dem Märchenfilm "Hans
Röckle und der Teufel"1) (1974) sowie als Goldsucher Shorty in Konrad Petzold
Abenteuer "Kit & Co. Lockruf des Goldes"1) (1974),
gedreht nach
den Jack Londons Romanen "Alaska-Kid" und "Kid & Co". In
"Das
Licht auf dem Galgen"1) (1976) nach der gleichnamigen Erzählung von Anna Seghers
zeigte er sich als Pfarrer Clark, in dem Abenteuer "Unterwegs
nach Atlantis"1) (1977) als englischer Wissenschaftler Alexander Grey, der angeblich das
sagenumwobene Atlantis entdeckt haben will und nun den Berliner Archäologen
Professor Bohmann (Carl Heinz Choynski) zu einer gefährlichen Expedition
veranlasst.
Besondere Popularität erlangte Hoppe ab den späten 1960er Jahren auch im
Ausland als Bösewicht in den Indianerfilmen der DEFA wie beispielsweise als
Schurke James Bashan bzw. Gegenspieler von Gojko Mitić
in "Spur
des Falken"1) (1968) und "Weiße
Wölfe"1) (1969) oder erneut an der Seite von Gojko Mitić als Ölmagnat Mike Allison
in "Tödlicher Irrtum"1) (1969),
als Offizier Captain Burton in "Apachen"1) (1973)
und "Ulzana"1) (1974). "Keiner war von so
abgefeimter Brutalität, so feister, aber leiser Gefährlichkeit. Dieses
offene Grinsen konnte eine ehrliche Haut schon in Weißglut versetzen
und bei seinem dämonischen Lachen läuft es einem kalt den Rücken
herunter" (Zitat Habel, 1997).
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Die Bandbreite seines schauspielerischen Talents bzw. die Darstellung differenzierter Persönlichkeiten,
die Hoppe mit artistischer Behendigkeit und mimischer Vielseitigkeit3)
zu gestalten weiß, zeigte er mit den unterschiedlichsten Figuren. So sah man ihn beispielsweise 1975 in
Klaus Gendries melancholischer TV-Komödie "Jede Woche
Hochzeitstag", wo Hoppe als Standesbeamter seine rührenden
Bekehrungsversuche bei einer leidenschaftlichen Scheidungsrichterin
einsetzte. Rollen in so erfolgreichen TV-Serien bzw. Mehrteilern wie "Polizeiruf 110"
oder "Daniel Druskat" (1976) ließen den Schauspieler zur
festen Größe auf dem Bildschirm werden.
Weltbekannt wurde Hoppe dann 1981 mit
seiner Verkörperung des Nazi-Ministerpräsidenten Göring, dem Gegenspieler von Hendrik Höfgen
alias Klaus Maria Brandauer in István Szabós Meisterwerk
"Mephisto"1).
Es war die Verfilmung eines Schlüsselromans von
Klaus Mann
(1906 1949),
der in seinem Werk unverhohlen auf die Karriere von Gustaf Gründgens2)
(1899 1963) im Nazireich
anspielt und das zwischen 1966 und 1981 in Deutschland nicht verbreitet
werden durfte. Nicht zuletzt wegen Hoppes brillanter darstellerischer
Leistung wurde der Film mit einem "Oscar" ausgezeichnet.
"Er (Hoppe) ist großtuerisch und leutselig, geschmeidig und aalglatt, hinterhältig
und heuchlerisch. In seiner Harmlosigkeit offenbart er eine
verschleierte Brutalität, die unberechenbar ausbrechen kann,
und vereint Blendung und Grauen des Faschismus in einer
Person. Der Mimen gelingt die Darstellung eines faschistischen Machthabers aufs Genaueste
"3)
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Fortan konnte Hoppe sich seine Rollen aussuchen, wirkte als einer der
wenigen DDR-Künstler regelmäßig in
internationalen Produktionen mit;
allein bis zur Wiedervereinigung 1990 weist seine Filmografie rund 160 Film-
und Fernsehproduktionen auf.
Bemerkenswert war 1983 seine Darstellung des alten, ehrgeizigen Friedrich Wiek,
der seine Tochter Clara, gespielt von Nastassja Kinski, in Peter Schamonis
hochgelobtem und preisgekröntem Schumann-Film "Frühlingssinfonie"1)
eifersüchtig liebt. In Bernhard Wickis
"Die Grünstein-Variante"
war er 1986 der Gefängnisdirektor, unter Franz Antel
wirkte er ebenfalls 1986 in der internationalen Produktion "Johann Strauss Der König ohne Krone"
mit, 1989 sah man ihn als Tresorknacker Bruno Markward in der
Krimikomödie "Der
Bruch"1) neben Otto Sander und Götz George.
Foto: © Werner Bethsold
Das Foto entstand 1993 während einer Hörspielproduktion.
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In den 1990er Jahren setzte Hoppe seine Filmkarriere erfolgreich fort, war
beispielsweise Gefangener bzw. Nazi-Opfer in Jerzy Kawalerowicz' Drama
"Bronsteins
Kinder"1) (1990) nach dem gleichnamigen Roman von Jurek Becker,
der Nazi-Fabrikant Karl Lentz in Helmut Dietls großartigen Satire "Schtonk!"1) (1992),
der machtverliebte Präfekt Angiolieri
in "Mario und der Zauberer"4) (1994),
nach der gleichnamigen Erzählung von Thomas Mann
mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle, oder
beeindruckte als dämonischer Gauleiter Julius Streicher in Joseph Vilsmaiers
"Comedian Harmonists"1) (1997).
Im gleichen Jahr hatte man ihn als
"König" in Jürgen Brauers preisgekrönten Kinderfilm "Lorenz im Land der
Lügner" (1997) erleben können (siehe auch www.deutsches-filmhaus.de)
Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH |
Eine wunderschöne Rolle war 2004 die des Rabbi Ginsberg in Dani Levys preisgekrönten,
unorthodox-witzigen Geschichte
"Alles auf Zucker!"1): Dem schlitzohrigen Zocker Jaeckie Zucker
(Henry Hübchen) steht das Wasser bis
zum Hals seine Frau (Hannelore Elsner) droht ihm mit der Scheidung,
der Gerichtsvollzieher mit dem Knast. Letzte Hoffnung des Ex-DDR-Sportreporters: das Erbe
seiner Mutter. Doch die verlangt in ihrem Testament, dass Jaeckie sich
mit seinem Bruder Samuel (Udo Samel) versöhnt, einem orthodoxen Juden.
Welten prallen aufeinander, als Samuel mit seinem
ganzen Familienclan in Jaeckies chaotischem Haushalt anrückt doch die beiden verfeindeten
Sturköpfe haben keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen
5)
Rabbi Ginsberg ist verantwortlich für die strengen
jüdischen Begräbnisregeln und wacht nicht ganz uneigennützig über die
Einhaltung der Testamentsbedingungen. Rolf Hoppe zeigt mit dieser authentisch
gespielten Rolle einmal mehr seine darstellerische Vielseitigkeit.
Danach stand Hoppe für Robert Glinski bzw. die deutsch-polnische Produktion
"Ich, Tomek"
vor der Kinokamera, Premiere in Deutschland war der 10. Juni 2010. Rolf Hoppe mimt in der
deutsch-polnischen Koproduktion den gutmütigen Herrn Weber, einen ehemaligen
NVA-Offizier, der mit deutschen und polnischen Jugendlichen ein Observatorium
aufbaut. Eine kleine Rolle für den 77-Jährigen, aber für den Film eine
wichtige. Dafür sind nicht viele Schauspieler in Frage gekommen, sagt
Goreczka.*) "Dass Rolf Hoppe die Rolle übernommen hat, ist für
uns eine große Ehre." Eine Ehre, die dem Film auf den Festivals auch
einige Aufmerksamkeit bescheren dürfte. (
) Zurzeit läuft die Bewerbung für
die Berlinale im Februar.
(Quelle: www.drefa.de;
*) Anmerkung: Eike Goreczka ist einer der Produzenten.). Aktuell gehört
Hoppe zur Besetzung von Toke Konstantin Hebbelns Kinofilm "Niemandsland" (2010),
einem Drama angesiedelt in der DDR zwischen 1983 und 1991; ein
Kinostart ist noch offen.
Für das Fernsehen übernahm der Schauspieler viele eindrucksvolle Rollen und
gehört bis heute zu den unverzichtbaren Größen auf dem Bildschirm.
Schon in etlichen DFF-Produktionen hatte Hoppe in verschiedensten TV-Filmen
geglänzt, als Höhepunkte seiner TV-Leistungen gilt unter anderem sein barocker Kurfürst Friedrich August von Sachsen in
dem Sechsteiler "Sachsens Glanz und Preußens
Gloria"1) (1985)3).
Auf dem Gesamtdeutschen Bildschirm erlebte man den Charaktermimen
und Pferdeliebhaber Hoppe neben prägnanten Auftritten in so beliebten Krimi-Serien wie "Tatort",
"Wilsberg", "Donna Leon" oder "Der Bulle von Tölz"
unter anderem 1993 mit der Titelrolle des Jakob Eicke
in der Familienserie aus der Welt der Reiter und Pferdehändler "Alles Glück dieser Erde",
1995 als Partner von Witta Pohl in dem
ARD-Vierteiler "Im Zweifel für
", 1997 als Zuchthausdirektor in Frank Beyers
Neuverfilmung "Der Hauptmann von Köpenick"1) sowie als "Pate von
Dresden" Heinz Baranowski in dem dreiteiligen SAT 1-Krimi
"Sardsch Die Jagd beginnt"4),
wofür er gemeinsam mit Hannes Jaenicke und Nina Franoczek
den "Adolf Grimme Preis" erhielt.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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1998 überzeugte Hoppe mit der Rolle des Raimund Kaschke
in "Mörderisches Erbe Tausch mit einer Toten", 1999 mit
der
Hauptrolle des Georg Mosbacher in Gert Steinheimers
SAT 1-Thriller "Sterben ist gesünder" an der Seite von Ulrich Mühe,
2003 sah man ihn als Musiklehrer Kirnberger in dem Mehrteiler
"Trenck Zwei Herzen gegen die Krone"4) um nur einige der vielen TV-Produktionen zu nennen, in denen der vielseitige
Charakterschauspieler mit der leise vibrierenden Stimme mitwirkte. In den
letzten Jahren mimte er beispielsweise den Erwin Kuhn
in dem Krimi "Wilsberg Tod einer Hostess"4) (2003)
sowie den Dr. Paul Knödgen in
"Tatort Der schwarze Troll", eine weitere schöne Figur war auch die des Ferdinand Hansen bzw. Paul Freeman
in dem romantischen Abenteuer "Am Kap der Liebe" (2004). Eine große Aufgabe übernahm Hoppe in der ZDF-Reihe "Giganten"
und fesselte Ostern 2007 in diesem mit Spielszenen durchsetzten Doku-Drama die Zuschauer
als gealterter Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Regisseur Günther Klein thematisierte
in "Goethe Magier der Leidenschaft" die letzte Liebe des
Universalgenies zu der 19-jährigen Ulrike von Levetzow (Teresa Weißbach)
bzw. Goethes Aufbäumen gegen die verlorene Jugend. Eine kleine, dennoch prägnante Figur, die des pensionierten Gerichtsmediziners
Galvano, verkörperte er in den "Commissario Laurenti"-Krimis1) mit Henry Hübchen,
so in "Tod auf der Warteliste"4)
(EA: 20.12.2007), "Der Tod wirft lange Schatten"4)
(EA: 10.01.2008) und "Totentanz"4)
(EA: 08.01.2009).
Als die ARD anlässlich des 70. Geburtstages von Christiane Hörbiger
am 13. Oktober 2008 die Ausnahmeschauspielerin mit der Titelrolle in
der Neuverfilmung von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie "Der
Besuch der alten Dame"1) ehrte, gehörte auch Rolf Hoppe
zur hochkarätigen Besetzungsriege. In dem behutsam modernisierten Klassiker
gab er unter der Regie von Nikolaus Leytner den pensionierten Schulrektor
und ehemaligen Lehrer der Multimilliardärin Claire Zachanassian, die
nach über 40 Jahren zurückkehrt, um auf makabre Weise Rache an ihrem
ehemaligen Geliebten Alfred Ill (Michael Mendl) zu nehmen.
Sie macht den Bürgern der bankrotten Provinzstadt Güllen
ein unmoralisches, zutiefst verwerfliches Angebot, bietet
eine horrende Geldsumme falls Alfred "stirbt".
Hoppe verlieh dem alten Mann, der die verlogene Moral seiner Mitbürger durchschaut
hat, aber erkennen muss, dass er selbst nicht besser ist, authentische Züge.
(siehe auch www.dieterwunderlich.de)
Weitere aktuelle Arbeiten vor der Fernsehkamera waren das
Melodram "Eine Liebe in St. Petersburg"4)
(EA: 29.10.2009) sowie die bewegend-anspruchsvolle Entwicklungsgeschichte einer
ungewöhnlicher Frauenfreundschaft mit dem Titel "Hand in Hand"4) von
Regisseur Thomas Berger, mit Corinna Harfouch und Margarita Breitkreiz in den
Hauptrollen und unter anderem Hoppe als ehemaligem Geigenlehrer Professor.
Stockeby. Das Drama, zu dem Justus Pfaue das Drehbuch geschrieben hatte,
wurde erstmals im Rahmen des Internationalen Filmfestes in Hamburg (24.09. bis 03.10.2009) gezeigt,
die Erstausstrahlung im ZDF erfolgte am 15. August 2011;
siehe auch die Filmkritik bei
www.spiegel.de. In der bis auf die kleinste Nebenrolle prominent besetzten
ARD-Komödie
"So ein Schlamassel"1)
gehörte Hoppe neben
Publikumslieblingen wie beispielsweise Michael Mendl und Marianne Sägebrecht
ebenfalls zur Schauspielerriege und spielte herrlich den alten Mosche 'Zaide' Pulver. Auch
dieser Fernsehfilm, produziert von Dr. Alice Brauner (Tochter von Filmmogul Artur Brauner),
wurde vorab präsentiert und erntete bei den Hofer Filmtagen (27.10. bis 01.11.2009) gute Kritiken; die Ausstrahlung in der ARD
war am 29. Januar 2010.
Abgedreht hatte Hoppe die von Karola Hattop in Szene gesetzte heitere ARD-Romanze "Linda geht tanzen"4)
(EA: 04.11.2011),
in der er den Restaurantgründer Wilhelm bzw. Vater von Frank (Roland Koch)
mimt, der gemeinsam mit Ehefrau Linda (Julia Jäger) einen Gourmet-Tempel
betreibt und sich nun unbedingt, wie sein Vater, einen Stern erkochen möchte.
Vater Wilhelm ist jedoch nicht so ganz von den Kochkünsten seines Sohnes
überzeugt, setzt vielmehr auf seinen Enkel Jan (Tim Morten Uhlenbrock), der
jedoch wegen der Sturheit seines Vaters andere Ambitionen hat. Turbulenzen
sind vorprogrammiert, nicht zuletzt weil wegen Franks Ehrgeiz auch seine Ehe
auf dem Spiel steht.
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Neben seiner umfangreichen Arbeit für Film- und Fernsehen hält
Rolf Hoppe literarische Programme und Lesungen mit Märchen, Balladen und
Geistergeschichten auch im "Theater auf Schloss Weesenstein" bei
Dresden ab, einem Kulturzentrum, das vor allem durch sein unermüdliches
Engagement entstanden ist; darüber hinaus konzentriert er sich in den letzten
Jahren verstärkt auf ambitionierte Audio-Produktionen.
Seine ganze Liebe gehört auch dem "Hoftheater Dresden", gemeinsam
mit Hans-Jürgen Behr, Bürgermeister der Gemeinde Schönfeld-Weißig,
gründete er 1995 den Kultur- und Kunstverein Schönfelder Hochland,
kaufte einen geeigneten Bauernhof und so entstand unter anderem ein
Kammertheater in der ehemaligen Scheune mit rund 100 Plätzen; im Im
Sommer 2002 wurde mit dem regelmäßigen Spielbetrieb begonnen. Darüber
hinaus bietet das "Hoftheater" eine exzellente Kulisse für Jubiläen
oder sonstige Feiern, so beging auch Prinzipal Rolf Hoppe 2005 seinen
75. Geburtstag in diesem außergewöhnlichen Ambiente. (Siehe auch www.hoftheater-dresden.com)
Das er auch dort immer wieder auf der Bühne steht wie beispielsweise 2007 mit dem
Zweipersonenstück "Vater Wiecks Liebe", einem szenischen Monolog
über die Beziehung des Klavierpädagogen Friedrich Wieck zu seiner
Tochter Clara (am Klavier Claudia Pätzold) und ihrem Mann
Robert Schumann, ist selbstverständlich.
Foto: Rolf Hoppe auf der Berlinale 2009
Urheber: Thore Siebrands (Siebbi)
Quelle: www.ipernity.com
bzw. Wikimedia
Commons/Wikipedia Lizenz
CC-BY-SA 3.0.
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Rolf Hoppe wurde im Verlaufe seiner Karriere mit unzähligen Preisen geehrt:
so erhielt er unter anderem 1971 den "Nationalpreis der DDR 1. Klasse für Kunst und
Literatur", 1981 den Preis der Film- und Fernsehkritik
des ungarischen Journalisten-Verbandes für seine Leistung in "Mephisto",
1995 den " Sächsischen Staatspreis für Literatur und Theater", den sogenannten
"Lessingpreis"1).
1998 folgte wie erwähnt der "Adolf-Grimme-Preis" für seine Darstellung des Heinz Baranowski in dem mehrteiligen
TV-Film "Sardsch Die Jagd beginnt", 2005 wurde Hoppe
die "Goldene Henne"1) für sein Lebenswerk
überreicht, 2007 erfolgte mit dem "Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden"
eine weitere Auszeichnung. Am 16. März 2010 konnte Hoppe in Dresden aus
der Hand des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich das
"Bundesverdienstkreuz 1. Klasse" entgegen nehmen. Der damals
79-Jährige "habe mit seinen Theater- und Filmrollen national und
international Bekanntheit und Anerkennung gefunden, stehe noch im hohen
Alter vor der Kamera und setze sich für das Theater ein", teilte
die Staatskanzlei in Dresden zur Begründung mit.
Seine Lebenserinnerungen veröffentlichte der Schauspieler 1996 unter dem
Titel "Der Schauspieler Rolf Hoppe. Von Dresden in die Welt."
Hoppe, inzwischen mehrfacher Großvater, lebt mit seiner Frau Friederike in Weißig bei Dresden,
1962 hatte das Paar geheiratet. Aus der Verbindung stammen die beiden
Töchter Josephine und Christine. Die 1968 geborene Christine Hoppe1) hat sich inzwischen ebenfalls einen Namen als
renommierte Schauspielerin gemacht und ist seit 1991 festes
Ensemblemitglied des Staatsschauspiels
Dresden. Auch Hoppes älteste Tochter, die Sprachwissenschaftlerin
Josephine Hoppe, zieht es auf die Bühne, sie ist beispielsweise am
"Hoftheater Dresden" mit musikalisch-literarischen Programmen
zu erleben; siehe auch www.josephinehoppe.de.
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