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Neben ihrer Arbeit für Film- und Fernsehen spielte Angelica Domröse
ab 1961 fünf Jahre lang an dem von Bertolt Brecht und dessen Frau
Helene Weigel gegründeten "Berliner Ensemble" Theater,
überzeugte dort unter anderem als "Polly" in der "Dreigroschenoper"
sowie als "Babette" in "Die Tage der Commune" und
wurde 1966 zur "Schauspielerin des Jahres" gewählt. Im Film übernahm sie neben Leichtgewichtigem bald Charakterrollen, so 1964/65 als Jüdin Ruth Bodenheim in Joachim Haslers Leonhard-Frank-Verfilmung "Chronik eines Mordes" neben ihrem damaligen Ehemann Jiri Vrstála, oder 1969 als Fontanes "Effi Briest" in der gleichnamigen TV-Version. "Angelica Domröse weiß den Ton der Spanne zwischen der noch halb kindlichen Effi, der unbedacht Verliebten und der von Enttäuschung und Resignation, aber zugleich auch wieder von Einsicht Gezeichneten zu treffen.", schrieb damals Volker Baer in "Der Tagesspiegel" (3.1.1975). Endgültig zum Star wurde die Schauspielerin 1973 mit der Titelrolle der Paula in dem in einer poetisch verfremdeten sozialistisch-realistischen Flowerpower-Welt angesiedelten Liebesfilm "Die Legende von Paul und Paula"2) nach dem Buch von Ulrich Plenzdorf. Der Streifen wurde nicht nur in der DDR ein riesiger Erfolg und gilt noch heute als "Kultfilm". Die alleinstehende junge Mutter Paula, die eine große, von Enttäuschungen geprägte Liebe mit dem verheirateten Paul alias Winfried Glatzeder verbindet, zeichnete Angelica Domröse mit großer Kraft und Hingabe und doch voller Selbstbewusstsein (siehe auch Wikipedia).
Die Schauspielerin gehörte zu den Top-Stars der ehemaligen DDR, erhielt 1969
den "Kunstpreis der DDR", 1971, 1973 und 1975 wurde sie
zur "DDR-Fernsehkünstlerin des Jahres" gekürt und noch 1976
für ihre Leistungen mit dem "DDR-Nationalpreis" ausgezeichnet. |
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Theaterfans konnten sich an der erneuten Zusammenarbeit des einstigen Traumpaares Domröse/Glatzeder erfreuen, seit der Premiere am 17. Januar 2008 präsentierten sich die beiden Vollblutmimen in Eduardo de Filippos Tragikomödie "Filumena Marturano" am Potsdamer "Hans Otto Theater" nach mehr als drei Jahrzehnten wieder gemeinsam dem Publikum. In der Inszenierung von Petra Luisa Meyer sind beide – anders als bei de Filippo – in dieser neapolitanischen Problembeziehung um eine ehemalige Prostituierte und einen Dandy nicht fünfundzwanzig, sondern schon fünfunddreißig Jahre miteinander liiert, und die Figur des reichen, agilen Südländers Domenico Soriano ist – wie Glatzeder – Anfang sechzig. Die großartige Angelica Domröse zeigt ihre Mutter Filumena als Dauerkämpferin mit Herzblut und preußisch grundierter Italianitŕ, zugleich indes als ausgebeutetes Weibsstück, das sich mit trockenem Humor nichts vormacht. Ob kokett-sarkastisch oder tückisch-demütig, ob mit charmanter Bosheit oder amüsierter Melancholie, ob geübt mit dem Hintern wackelnd oder sich ("ein Hahn, ein ganz junger") mit Rosalia ("ein Hühnchen") beiläufig über das Abendessen zankend – Angelica Domröse wird als Filumena zur exakt-souveränen Ränkeschmiedin am Rande des Vulkanausbruchs. (Quelle: F.A.Z., 19.01.2008, Nr. 16/Seite 33) Außerdem arbeitet Angelica Domröse seit 1992 auch erfolgreich als Theater-Regisseurin, ihr Regie-Debüt hatte sie am Ostberliner "bat" mit dem Stück "Brut" von Matthias Zschokke gegeben. Die Fernsehzuschauer sahen sie unter anderem 1986 in der beliebten Kult-Serie "Kir Royal" als Peggy Kaufmann, in den 90er Jahren übernahm sie die Figur der Kommissarin Vera Bilewski in der populären Krimi-Reihe "Polizeiruf 110". Herausragend war auch ihre Darstellung der Eva an der Seite ihres Mannes Hilmar Thate in Detlef Rönfeldts sensiblem Psychodrama "Hurenglück"2) (1990). 1994 beispielsweise stand sie für das TV-Drama "Die Letzte Entscheidung" neben Michael Degen als dessen Ehefrau Barbara Ruland vor der Kamera, in dem Thriller "Kalte Küsse" (1997) agierte sie als Frau Wessel und 2003 sah man sie in der Krimigeschichte "Tal der Ahnungslosen" von der in Berlin lebenden nigerianischen Filmemacherin Branwen Okpako auch wieder auf der Kinoleinwand. Der Film thematisiert die bewegende Suche der afro-deutschen Kommissarin Eva Meyer (Nisma Cherrat) nach einer verborgenen Familiengeschichte bzw. ihrer eigenen Identität. Eva entdeckt in einer Akte im Stasi-Archiv, dass sie die Tochter Professorinnengattin (Angelica Domröse) und Shepard, einem afrikanischen Studenten ist Zuletzt stand Angelica Domröse nach einer längeren Pause erneut vor der Kinokamera und gehörte zur prominenten Besetzung von Bernd Böhlichs Komödie "Bis zum Horizont, dann links!"1). In der Geschichte um eine Seniorengruppe, die noch einmal etwas erleben will, ist sie neben Künstlerlegenden wie Otto Sander, Herbert Köfer und Herbert Feuerstein als attraktive Rentnerin Anne-Gret Simon zu sehen. Die Dreharbeiten begannen Ende März 2011 in Halle, in die Kinos kam der Film am 12. Juli 2012; siehe auch www.ndr.de und prisma.de.
Anlässlich des 70. Geburtstages der Schauspielerin am 4. April 2011 sowie des 80. Geburtstages ihres Ehemannes Hilmar Thate am 17. April 2011 zeigte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am 12. April 2011 zur besten Sendezeit das 45-minütige Portrait "Ost-Legenden: Angelica Domröse und Hilmar Thate". Sie sind das glamouröseste Schauspielerpaar des Ostens und feiern im April 2011 beide runde Geburtstage. Sie, Angelica Domröse, die Kämpferin, wird 70 Jahre alt. Er, Hilmar Thate, der Widerborstige, wird 80. Gemeinsam mit dem ungleichen Paar begeben sich die Filmregisseurin Nicola Graef (u. a. "Ich, Immendorff", "Kampf im Klassenzimmer", "Kate, Vom Modell zur Ikone") sowie die Theaterregisseurin Petra Luisa Meyer (inszenierte u. a. "Filumena" mit Angelica Domröse in der Titelrolle) auf eine Reise durch die Biografien der beiden Künstler. (Quelle: www.rbb-online.de) |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP | Stand: Juli 2012 | ||||||||
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia, www.defa-sternstunden.de Filmografie bei der Internet Movie Database |
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