Will Dohm
Will (Wilhelm) Dohm wurde am 8. April 1897 in Köln-Delbrück geboren. Als junger Mann wurde er während des 1. Weltkrieges zum Kriegsdienst verpflichtet und diente als Leutnant bei der Infanterie. Nach 1918 arbeitete er zunächst bei einer Bank in Köln, ließ sich aber in seiner Freizeit von dem Dresdner Schauspieldirektor Georg Kiesau zum Schauspieler ausbilden. Seine größten Erfolge auf der Bühne feierte er dann ab Mitte der 20er Jahre in München an den Kammerspielen.

Etwa zur gleichen Zeit kam Will Dohm zum Film und war erstmals mit der Rolle eines russischen Kapitäns in dem Kriegsdrama "Kreuzer Emden" (1926) auf der Leinwand zu sehen. Es folgten Auftritte mit kleineren Parts in den Filmen "Waterloo" (1928), "Bruder Bernhard" (1929) und "Spuren im Schnee" (1929), doch erst in den 30er Jahren avancierte der Schauspieler mit prägnanten, meist komischen Nebenrollen zum Publikumsliebling. So erlebte man ihn beispielsweise in "Peter Voss, der Millionendieb" (1932), "Der Tunnel" (1933), "Barcarole" (1935) oder "Donogoo Tonka" (1936); man sah ihn zusammen mit Hilde Körber in "Maria, die Magd" (1936), in "Fridericus" (1936) mimte er den Baron Warkotsch, in "Versprich mir nichts!" (1937) den Konsul Brenkow. Zusammen mit Heinz Rühmann stand er als Privatdetektiv Van Gaalen in der Krimikomödie "Nanu, Sie kennen Korff noch nicht?" (1938) vor der Kamera, im gleichen Jahr als Theaterdirektor Pomponille in "Der Tanz auf dem Vulkan".
Zusammen mit seiner Ehefrau Heli Finkenzeller spielte er in der musikalischen Komödie "Opernball" (1939), an der Seite von Marika Rökk war er der Agent Möller in dem Drama "Kora Terry" (1940). Bis Ende des 2. Weltkrieges wirkte Will Dohm in Filmen wie "Der Gasmann" (1941), "Reise in die Vergangenheit" (1943), "Das Lied der Nachtigall" (1944), "Es fing so harmlos an" (1944) oder "Das Mädchen Juanita" (1945) mit, nach 1945 spielte er dann vornehmlich in München Theater. Zu seinen letzten Leinwandauftritten zählt Géza von Bolvárys aufwendig ausgestattete Operettenverfilmung "Die Fledermaus" (1946) mit seiner Rolle des Theaterdirektor Falke.
  
Will Dohm verstarb am 28. November 1948 mit nur 51 Jahren in München; aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Heli Finkenzeller stammen Sohn Michael sowie die 1943 geborene Tochter Gabriela, die später als Gaby Dohm selbst eine Schauspielerkarriere machte und durch die TV-Serie "Schwarzwaldklinik" einem breiten Publikum bekannt wurde.

Will Dohm gehört zu den Komikern der deutschen Tonfilmzeit, in mehr als 50 Filmen stand er vor der Kamera. Seine Figuren waren häufig überaus gesellige und lustige Gestalten, die er possenhaft mit einer urkomischen Gemütlichkeit verkörperte.
 
Siehe auch wikipedia.org, www.cyranos.ch
Filmografie bei der german.imdb.com, Foto bei film.virtual-history.com
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