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| Jack (John Edward) Hawkins wurde am 14. September 1910 als jüngstes von vier Geschwistern im Londoner Stadtteil Wood Green geboren. Er spielte bereits mit 13 Jahren seine erste Bühnenrolle, besuchte später die "Italia Conti School of Acting" und war schon früh auf der Bühne und in britischen Filmen zu sehen. Sein Broadway-Debüt gab er 18-jährig in "Journey's End" von R. C. Sherriff, mit 21 Jahren spielte er in London einen jungen Liebhaber in "Autumn Crocus", eine Rolle, die er 1934 auch in der gleichnamigen Filmversion verkörperte. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Jack Hawkins hatte viele Seiten, er spielte beispielsweise 1948 in Carol Reeds Krimi "Kleines Herz in Not" (The Fallen Idol), in "Die schwarze Rose" (1950, The Black Rose) von Henry Hathaways oder 1951 in "Das dunkelrote Siegel" (1950, The Elusive Pimpernel) von Michael Powell und Emeric Pressburger. Es folgten Hauptrollen in Produktionen wie den britischen Kriegsfilmen "Der große Atlantik"1) (1952, The Cruel Sea) und "Malta Story"1) (1952), in Howard Hawks' Monumentalfilm "Land der Pharaonen"1) (1955, Land Of The Pharaohs2)) brillierte er als Pharao Cheops. David Leans berühmter Erfolgsfilm "Die Brücke am Kwai"1) (1957, Bridge on the River Kwai3)) zeigte ihn als Major Warden und auch seine Rolle des General Allenby in "Lawrence von Arabien"1) (1962, Lawrence of Arabia3)) machten Hawkins als Leinwanddarsteller berühmt. Man sah ihn auch 1959 als römischen Admiral Quintus Arrius in William Wylers Monumentalfilm "Ben-Hur"1) (Ben-Hur3)) oder im gleichen Jahr als Colonel Hyde in der vergnüglichen Krimikomödie "Die Herren Einbrecher geben sich die Ehre"1) (1959, The League of Gentlemen). Hawkins agierte in zahlreichen weiteren Filmen, etwa in dem "volkskundlich interessant bebilderten, effektvoll inszenierten Filmroman"4) "Der Fehltritt"1) (1961, Two Loves) oder an der Seite von Richard Attenborough in dem Kriegsfilm "Schüsse in Batasi"1) (1964, Guns at Batasi). In "Zulu"1) (1965), einem "aufwendig produzierten, um dokumentarische Authentizität bemühten Film, der in der distanzlosen Darstellung der Durchhaltetendenz sehr zwiespältig ist"4), mimte er den Missionar Otto Witt, wenig später spielte er neben Sophia Loren und Peter Finch in dem Drama "Judith"1) (1966) den Major Lawton. "Agenten lassen bitten" (1965, Masquerade) entstand unter der Regie von Basil Dearden und zeigte Jack Hawkins als britischen Colonel neben dem amerikanischen Agenten Cliff Robertson, dem durchtriebenen Gangster Michel Piccoli und der verführerischen Marisa Mell, die von Piccoli auf die Agenten angesetzt wird. In dem amüsanten Streifen "Monte Carlo Rallye"1) (1969, Monte Carlo or Bust!), in dem neben Hauptdarsteller Tony Curtis auch Gert Fröbe und Peer Schmidt zu sehen waren, musste sich Hawkins mit dem eher kleinen Part des Grafen Levinovitch begnügen, in dem technisch aufwendigen Historien-Spektakel "Waterloo"1) (1970) verkörperte er den britischen General Sir Thomas Picton1) (1758 1815), der die Schlacht der von General Wellington (Christopher Plummer) angeführten Truppen gegen Napoléon Bonapartes (Rod Steiger) bei Waterloo1) am 18. Juni 1815 nicht überlebte. Mitten in seiner erfolgreichsten Epoche verlor Jack Hawkins durch eine Krebsoperation an seinem Kehlkopf die Stimme. Hawkins lernte zwar wieder sprechen, ganz jedoch waren die Folgen dieses Eingriffes nicht zu beheben. Als er 1966 in dem Antidrogenfilm "Mohn ist auch eine Blume"1) (Poppies Are Also Flowers) von Terence Young neben zahlreichen Weltstars als Kaiser Franz Josef vor der Kamera stand, merkte das Publikum nicht, dass er nicht mehr sprechen konnte, da er die Sprechparts mimte, die später nachsynchronisiert wurden. Stumm spielte er auch neben Brigitte Bardot und Sean Connery in dem Western "Shalako"2) (1968) von Edward Dmytryk, in Richard Attenboroughs Musical "Oh What a Lovely War" (1969) und in Jerzy Skolimowskis "Die Gräfin und ihr Oberst" (1970, The Adventures of Gerard) mit Claudia Cardinale. In all diesem Filmen musste er synchronisiert werden, weil seine eigene Stimme immer mehr versagte. Franklin J. Schaffners Historienfilm "Nikolaus und Alexandra"1) (1971, Nicholas and Alexandra), die Literaturadaption "Die Entführung des David Balfour"1) (1971, Kidnapped) und die Grusel-Satire "Theater des Grauens"1) (1973, Theatre of Blood) zählen zu den letzten Leinwandauftritten des Schauspielers.Am 18. Juli 1973 erlag Jack Hawkins mit 62 Jahren im Londoner "St. Stephen's Hospital" nach einer weiteren Kehlkopfoperation seiner schweren Erkrankung. Von Mitte Oktober 1932 bis 1940 war der Mime mit seiner britischen Schauspielerkollegin Jessica Tandy1) (1909 1994) verheiratet gewesen, aus der Verbindung stammt Tochter Susan. Seit 31. Oktober 1947 bis zu Hawkins Tod war seine zweite Ehefrau Doreen Mary Atkinson an seiner Seite; aus dieser Ehe stammen drei weitere Kinder, Tochter Caroline sowie die beiden Söhne Nick und Andrew. |
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