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Die dunklen Augen, der sinnliche Mund und die aufregende Figur machten die
Lollobrigida bald zum Schönheitsideal der fünfziger Jahre. "Gina Nazionale",
wie ihre Landsleute sie stolz nannten, ließ die Kinokassen
klingeln und "Lollo" wurde zum Prototyp der italienischen
"Sexbombe". Ihre Filme wurden erfolgreich in alle Welt exportiert.
Auch in den USA erwies
sie sich als Kassenmagnet und sie kassierte bis zu 500.000 DM pro Film,
während sich ihre schärfste Konkurrentin im inoffiziellen Oberweitenwettbewerb,
Sophia Loren, mit 200.000 DM weniger begnügen musste. |
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In Frankreich und Italien spielte die "Lollo" u. a. 1956 die schöne Zigeunerin Esmeralda neben Anthony Quinn in Jean Delannoys Hugo-Verfilmung "Notre Dame de Paris"1) (Der Glöckner von Notre Dame2) und 1958 als Marietta in Jules Dassins italienischem Sittengemälde "La loi" (Wo der heiße Wind weht). In Spanien drehte sie 1959 mit Yul Brynner den Monumentalfilm "Solomon and Sheba"1) (Salomon und die Königin von Saba2). Ab Mitte der 60er Jahre arbeitete die Lollobrigida fast ausschließlich in Italien und spielte an der Seite von großen Schauspiel-Profis in einem Dutzend Filme mit ihr in Hauptrolle. Vorzugsweise drehte sie mit Mauro Bolognini wie 1968 in "Un bellissimo novembre" (Ein heißer November) oder Blazetti (1965, Io, io, io e gli altri). Anfang der 1970er Jahre war der Zenit ihrer Filmkarriere überschritten und es wurde stiller um die Schauspielerin. 1971 willigte sie ein, in der italienischen Fernsehproduktion "Le avventure di Pinocchio"1) (Pinocchio) die Rolle der guten Fee zu übernehmen und 1972 drehte sie nach dem eher zu vernachlässigenden Italo-Western "Matalo"1) (1971) ihren vorerst letzen Kinofilm "King, Queen, Knave" (König, Bube, Dame). In den folgenden Jahren war sie auch immer seltener im Fernsehen präsent. Sie widmete sich immer mehr ihrem Hobby, dem Fotografieren und fand mit ihren Bildern von Fidel Castro, Tito, Henry Kissinger, Dali oder Robert Redford weltweite Beachtung; auch die deutsche Nationalelf wurde von ihr abgelichtet. 1972 erschien ihr erstes Fotobuch: "Italia Mia", der ein Verkaufserfolg in Europa wurde. Ihre Fotoaufnahmen wurden hoch gelobt und in den folgenden Jahren brachte sie noch weitere Bildbände auf den Markt. Neben der Arbeit als Fotografin hat die Lollobrigida auch als Bildhauerin großen Erfolg. 1989, im Alter von 62 Jahren, kehrte sie noch einmal in die Kinos zurück: In einer Verfilmung des Moravia-Romans "Die Römerin", für die sie 1954 als jugendliche Adriana vor der Kamera gestanden hatte, verkörperte sie nun deren Mutter. In den 90er Jahren trat sie dann erneut in "Les Cent et une nuits de Simon Cinéma" (1995) sowie in "XXL" (1997) an der Seite von Gérard Depardieu vor die Filmkamera.Im Mai 1999 wurde bekannt, dass Gina Lollobrigida für das EU-Parlament kandidieren wolle. Seit Jahren engagierte die Schauspielerin sich schon ehrenamtlich für soziale Zwecke großer Organisationen wie UNESCO, FAO, oder UNICEF. Mit der neu ins Leben gerufenen Partei " DIE DEMOKRATEN" mit Romano Prodi an der Spitze wollte sie sich verstärkt für die soziale Gerechtigkeit der Frauen und Kinder in Europa einsetzen. Auf ihrer Wahlkampftour durch Italien und auch in Deutschland machte sie Jagd auf Wählerstimmen für ihren EU-Sitz in Brüssel. Doch am Ende fehlten der Lollobrigida viele Wählerstimmen und selbst in ihrem Heimatort Subiaco erhielt sie nur 164 Stimmen von ca. 5.000 Wahlberechtigten. Gina Lollobrigida, die im Juli 2007 ihren 80. Geburtstag feierte, ist nach wie vor überaus aktiv und liebt wie in früheren Zeiten große Auftritte. In ausgefallenen Abendroben, grell geschminkt und mit schriller Haarpracht ist sie immer wieder ein gern gesehener Gast bei Promi-Festen im In- und Ausland. "Gina nationale", die als "Schönste Frau der Welt" bezeichnet wurde, hat während ihrer Karriere in über 60 Filmen mitgewirkt und ganz nebenbei noch eine Karriere als Fotografin und Bildhauerin aufgebaut. Einen Oscar, den ihre "Busenfeindin" Sophia Loren oder die Charakterdarstellerin Anna Magnani errangen, hat die Lollobrigida nie eingeheimst. Dafür wurde sie aber in Washington persönlich von Präsident Eisenhower empfangen und erhielt 1985 aus der Hand des französischen Kulturministers das "Offizierskreuz für Kunst und Wissenschaft". Weitere Auszeichnungen sind zahlreiche "Bambis", die sie ab 1957 jährlich bis 1960 sowie 1987 und 1990 entgegennehmen konnte. 1961 hatte sie einen "Golden Globe" als beliebteste weibliche Schauspielerin der Welt erhalten. Eine außergewöhnliche Ehrung erhielt der Star Anfang 2007 von der Republik San Marino, mit vier Sonderbriefmarken werden die verschiedenen künstlerischen Aktivitäten der Film-Diva gewürdigt. Die Marken zeigen zum Beispiel ein Selbstbildnis und eine Szene aus ihrem berühmtesten Film "Der Glöckner von Notre Dame", berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Am 4. Januar 1949 hatte die Schauspielerin den jugoslawischen Arzt Milko Skofic geheiratet, der sie auch eine Zeit lang managte. Die Ehe, aus der Sohn Milko Jr. hervorging, wurde nach 22 Jahren 1971 geschieden. Anschließend sagte man "Lollo" Affären mit Milliardär Howard Hughes1) (1905 1976), dem Politiker Henry Kissinger1) und dem Herzchirurgen Christiaan Barnard1) (1922 2001) nach. Seit vielen Jahren ist der 34 Jahre jüngere spanische Geschäftsmann Javier Rigau Rafols Lebensgefährte des italienischen Weltstars. Das Paar hatte sich 1984 in Monte Carlo kennen und lieben gelernt. Im Herbst 2006 ging durch die Medien, dass Gina Lollobrigida Hochzeitspläne mit Rafols bestätigt habe und mit ihm in den USA vor den Traualtar treten wolle; laut der italienischen Zeitung "La Stampa" sollte der Hochzeitstermin für November geplant sein. Im italienischen Fernsehsender Canale 5 sagte die Filmdiva in einem Interview unter anderem: "Das ist keine überstürzt getroffene Entscheidung, wenn man 22 Jahre lang mit dem selben Menschen zusammen ist, dann ist das eine feste Sache." Auf den enormen Altersunterschied angesprochen, meinte sie, dass beide diesen überhaupt nicht spüren würden. Nur zwei Monate später wurde Anfang Dezember 2006 laut Presseberichten die für den 27. Januar 2007 geplante Hochzeit wieder abgesagt, Rifols habe dem Druck der Medien nicht mehr standgehalten, soll es in einer Mitteilung seines Anwalts geheißen haben. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de | Stand März 2011 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lizenz Foto Gina Lollobrigida (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Viele Informationen zu Gina Lollobrigida findet man bei www.lollobrigida.de
(Fanpage) Siehe auch www.prisma-online.de, Wikipedia, www.whoswho.de Fotos bei |
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