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Kurt Großkurth wurde am 11. Mai 1909 als Sohn eines dichtenden und komponierenden
Hoteliers im hessischen Langenselbold bei Hanau geboren. Als Kurt ein Jahr alt war, zog
die Familie nach Betzdorf, da sein Vater Karl dort ein neues Hotel übernommen
hatte. Auf Wunsch seiner Eltern absolvierte Kurt in Essen und Heidelberg eine
Ausbildung im Hotelfach, doch er hatte andere Ambitionen. Anfang der 1930er Jahre entschied er sich
Schauspieler zu werden, machte eine dementsprechende
Ausbildung und nahm auch Gesangsunterricht. Anschließend stand er als
Schauspieler und Tenor an verschiedensten Provinztheatern auf der Bühne,
weitere Engagements führten ihn nach Hamburg und Berlin.
Nach Ende des 2. Weltkrieges
kam Großkurth nach Düsseldorf zu Gustaf Gründgens. Mit seiner rundlichen Gestalt und dem fröhlichen Gesichtsausdruck war er
prädestiniert für das komische Fach, spielte und sang beispielsweise den
"Frosch" in der "Fledermaus", den "Hustenonkel Gustav" in
"Feuerwerk", den "Baron Weps" im "Vogelhändler" oder
den "Jupiter" in "Orpheus in der Unterwelt", Rollen, die er
in den 1960ern auch in Fernseh-Adaptionen auf dem Bildschirm verkörperte. Zeitweilig gehörte
Großkurth auch zum Ensemble des Kölner "Millowitsch-Theaters".
Ab den 1950er Jahren arbeitete der Schauspieler auch für den Film, sein
Leinwanddebüt gab er 1950 in "Hochzeit mit Erika". Im Verlaufe der
Jahre folgten unzählige Unterhaltungsfilme, in denen Großkurth mit
profilierten Nebenrollen schnell einem Millionenpublikum bekannt wurde. Seine
Domäne waren auch hier Lustspiele und Operettenverfilmungen, der
Name "Großkurth" stand für Fröhlichkeit und gute Laune
und schnell avancierte er zum "Spaßmacher vom Dienst".
Das Foto stammt aus dem Privatarchiv der Familie Großkurth
und wurde mir
freundlicherweise vom Enkel des Schauspielers zur Verfügung
gestellt.
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Er verkörperte bauernschlaue
Gastwirte, quengelige Verwandte oder die rheinische Frohnatur schlechthin. Der
"gemütliche Dicke" spielte neben vielen anderen beliebten
Unterhaltungsstars jener Zeit, wie etwa Heinz Ehrhardt, Beppo Brem, Hubert von Meyerink,
Gunther Philipp, Eddi Arent oder Willi Millowitsch, um nur einige
wenige Namen zu nennen. Man sah ihn beispielsweise 1956 als Hotelkönig Mr. Groß
in "Holiday am Wörthersee" mit Walter Müller und Wera Frydtberg,
1957 als unfreiwilligen Soldaten in "Mikosch, der Stolz der
Kompanie" neben Walter Gross, 1958 als Dragomir in "Gräfin
Mariza"1)
mit Christine Görner in der Titelrolle oder 1959 als Dorfbürgermeister
in "Der lustige Krieg des Hauptmann Pedro" mit Carlos Thompson, Corny Collins
und Boy Gobert. Großkurth trat in den 1960er Jahren in unzähligen Schlager-
und Klamaukfilmen auf, zeigte sich beispielsweise 1965 in dem Reinl-Western "Der
letzte Mohikaner"1) als Koch der US-Kavallerie und in den
1970er Jahren gingen auch
die seichten Pseudosex-Streifen wie "Frau Wirtins tolle Töchterlein" (1973) nicht an
dem Schauspieler vorbei; letztmalig stand er 1974 für die
TV-Produktion "Zigeunerliebe" vor der Kamera.
Kurt Großkurth starb am 29. Mai 1975, zwei Wochen nach seinem 66. Geburtstag, bei einem
Verkehrsunfall im oberbayerischen Bad Aibling. Seine letzte Ruhestätte fand
der Schauspieler und Sänger auf dem Friedhof (Urnenwand) in Grünwald bei München.
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