| William Powell |
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William Powell (William Horatio Powell) wurde am 29. Juli 1892 in
Pittsburgh (Pennsylvania)
geboren. Er besuchte die Universität von Kansas in Lawrence und studierte
dann von 1911 bis 1912 in New York an der "Academy of Dramatic
Arts". 1912 debütierte
er am Broadway in
"The Ne'er-Do-Well", durch den Broadway-Erfolg in "Spanish Love"
erhielt er nach zehn Jahren intensiver Theatertätigkeit 1922 sein erstes
Filmangebot und debütierte in dem stummen Streifen "When Knighthood Was in Flower". Eigentlich begann Powell als Schurke im Stummfilmwestern, doch als er 1923 in Alan Croslands Stummfilm "Under the Red Robe" den Herzog von Orleans spielte und drei Jahre später nach verschiedenen weiteren stummen Auftritten als italienischer Dieb Baldoni in Herbert Brenons "Beau Guest" (1926, Blutsbrüderschaft) brillierte, hatte Hollywood sein Talent entdeckt. Einer seiner bedeutenden Filme entstand 1928, in dem eigenwilligen Streifen "The Last Command"1) (Sein letzter Befehl) von Regisseur Josef von Sternberg sieht man Powell an der Seite von Emil Jannings. Powell ist hier der russische Filmregisseur bzw. Revolutionär Leo Andreyev, der in Hollywood einen Film über die Oktoberevolution dreht und zufällig die Rolle eines zaristischen Generals mit einem Mann besetzt, der die Rolle bereits in der Wirklichkeit gespielt hat. Andrejev erkennt in ihm den Mann, der ihn als Deserteur ausgepeitscht hat und am Tod seiner Lebensgefährtin Natascha (Evelyn Brent) schuld ist. Der Übergang zum Tonfilm gelang Powell problemlos, er wurde nun häufig als Frauenliebhaber besetzt, so als Partner von Kay Francis in den Melodramen "Street of Chance"1) (1930), "For the Defense" (1930), "Ladies' Man"1) (1931), "Jewel Robbery" (1932, Ein Dieb mit Klasse) und "One Way Passage"1) (1932, Reise ohne Wiederkehr"2)). Unter der Regie von Malcolm St. Clair begann schließlich William Powells Erfolg als Privatdetektiv Philo Vance, den er nach "The Canary Murder Case" (1929, Die Stimme aus dem Jenseits) auch in "The Greene Murder Case" (1929, Das Haus des Schreckens), "The Benson Murder Case" (1930, Der Schuß aus dem Dunkel), "Paramount on Parade" (1930, Paramount-Parade) und "The Kennel Murder Case" (1933) spielte. Noch größeren Erfolg hatte Powell mit der Figur des smarten, aber dem Alkohol nicht abgeneigten Detektivs Nick Charles in den von Regisseur W. S. Van Dyke nach einem Roman von Dashiell Hammett gedrehten Krimikomödie "Der dünne Mann"1) (1934, The Thin Man"2)). Mit Myrna Loy als seiner Film-Ehefrau Nora avancierten beide zum Traumpaar Hollywoods, wie Katherine Hepburn und Spencer Tracy galten Powell und Loy als Traumpaar, und als Powell 1940 nach seiner gescheiterten Ehe mit dem Hollywoodstar Carole Lombard erneut heiratete, nämlich Schauspielerkollegin Diana Lewis, waren die Filmfans enttäuscht, glaubten sie doch, er habe Myrna schnöde verlassen. Insgesamt drehte Powell mehrere Fortsetzungen um den smarten Detektiv Nick Charles, auch in den Streifen "After the Thin Man"1) (1936, Nach dem dünnen Mann2)), "Return of the Thin Man"1) (1939, Noch ein dünner Mann), "Shadow of the Thin Man"1) (1941, Der Schatten des dünnen Mannes), "The Thin Man Goes Home" (1944, Der Dünne Mann kehrt heim) und "Song of the Thin Man"1) (1947, Das Lied vom dünnen Mann) spielte sie ebenfalls die weibliche Hauptrolle. Schon in "Manhattan Melodrama"1) (1934, Mord in Manhattan) von W. S. van Dyke war Myrna Loy Powells Partnerin gewesen, das "Traumpaar" sah man beispielsweise auch in dem musikalischen Biopic um die Lebensgeschichte des legendären Theaterproduzenten Florenz Ziegfeld Jr.1) (1867 – 1932) "The Great Ziegfeld"1) (1936, Der große Ziegfeld)) von Robert Z. Leonard, weiterhin in der klassischen Screwball-Liebeskomödie "Libeled Lady"1) (1936, Lustige Sünder) von Jack Conway, in der turbulenten Komödie "Double Wedding"2) (1937, Irren ist menschlich) von Richard Thorpe und in W. S. Van Dykes heiteren Geschichte "I Love You Again"2) (1940, Liebling, du hast dich verändert). Doch auch neben den anderen Stars jener Jahre machte Powell eine gute Figur, Victor Fleming besetzte ihn neben Jean Harlow in dem Musical "Reckless" (1935, Die Öffentliche Meinung), mit Rosalind Russell schäkerte er in der Komödie "Rendezvous" (1935, Spione küsst man nicht), mit Carole Lombard entstand die spritzige Geschichte "My Man Godfrey"1) (1936, Mein Mann Gottfried), für die Powell eine Oscar-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" erhielt. Joan Crawford gab "Eine Dame der Gesellschaft"1) (1937, The Last of Mrs. Cheyney), Irene Dunne war seine Filmehefrau in der heiteren Familiegeschichte "Life with Father"1) (1944, Unser Leben mit Vater); für seine Rolle des erfolgreichen Wall Street Brokers Clarence Day Sr. erhielt Powell eine erneute Oscar-Nominierung. Eine gute Figur machte Powell auch neben Ann Blyth in "Mr. Peabody and the Mermaid" (1948, Mr. Peabody und die Meerjungfrau). Eine schöne Spätrolle hatte Powell als reicher Witwer Mr. Hanley in der spritzigen Komödie "How to Marry a Millionaire"1) (1953, Wie angelt man sich einen Millionär?2) ) von Regisseur Jean Negulesco mit Marilyn Monroe, Betty Grable, Lauren Bacall und Cameron Mitchell. Zu Powells letzten Arbeiten für das Kino zählen der Rechtsanwalt Steve Latimer"The Girl Who Had Everything"1) (1953, Ein verwöhntes Biest) von Richard Thorpe mit Liz Taylor als seiner Filmtochter, sowie die Figur des Lieutenant "Doc" in "Mister Roberts" (1955, Keine Zeit für Heldentum) von John Ford und Mervyn LeRoy mit Henry Fonda, James Cagney und Jack Lemmon. Danach zog Powell sich aus dem Filmgeschäft zurück, lediglich in Peter Molands Film "Fernes Jamaica" (1969), zu dem Rainer Werner Fassbinder das Drehbuch geschrieben hatte, übernahm er noch einmal eine Aufgabe auf der Leinwand. William Powell starb am 5. März 1984 im Alter von 91 Jahren in Palm Springs an einem Kreislaufstillstand; seine letzte Ruhestätte fand er auf dem "Desert Memorial Park" in Cathedral City (Kalifornien). Powells erste, 1915 geschlossene Ehe mit der Schauspielerin Eileen Wilson war 1930 trotz des 1925 geborenen gemeinsamen Sohnes William David4) geschieden worden; William David Powell, der später erfolgreich als Drehbuchautor für das Fernsehen arbeitete, setzte 1968 wegen starker gesundheitlicher Probleme seinem Leben ein Ende. Die Ehe mit Schauspielerkollegin Carole Lombard3) (1908 – 1942) dauerte nur etwas mehr als zwei Jahre (26. Juni 1931 bis 16. August 1933), mit Ehefrau Nummer 3, der Schauspielerin Diana Lewis4) (1919 – 1984), war Powell von Anfang Januar 1940 bis zu seinem Tod glücklich verheiratet. |
| Link: 1) Wikipedia (deutsch), 2) prisma-online.de, 3) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 4) Wikipedia (englisch) |
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch Filmografie bei www.imdb.de; Fotos bei silentgents.com und film.virtual-history.com |
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