Günther Schramm
Günther Schramm wurde am 18. Februar 1929 als Sohn eines Arztes in Potsdam geboren und verbrachte seine Kindheit in Stettin. Auf Umwegen kam er mit seiner Familie später nach Hamburg und ging dort auf das Gymnasium, welches er mit dem Abitur abschloss. Nach Ende des 2. Weltkrieges arbeitete er unter anderem als Forstgehilfe, entschloss sich dann aber Schauspieler zu werden. Ab 1950 besuchte er in Hamburg ein Jahr lang die Staatliche Hochschule für Musik und Theater und sammelte dann erste Bühnenerfahrungen beim literarischen Kabarett "Die Buchfinken", zu dessen Mitbegründern er gehörte. Weitere Engagements führten ihn an das "Junge Theater" sowie die Hamburger Kammerspiele und zwischen 1954 und 1957 gehörte Schramm zum Ensemble des Thalia-Theaters; danach arbeitete er als freischaffender Schauspieler, gab Gastspiele unter anderem in Berlin, München und Stuttgart.
  
Seit Anfang der 60er Jahre war Schramm auf der Leinwand zu sehen und wurde mit profilierten Nebenrollen schnell auch einem breiten Publikum bekannt. In "Als geheilt entlassen" spielte er 1960 den Erich Martens, man sah ihn im gleichen Jahr in "Die Botschafterin", 1962 stand er für "Schneewittchen und die sieben Gaukle" vor der Kamera, 1967 für den Jerry Cotton-Streifen "Dynamit in grüner Seide"1), in "Die Lümmel von der ersten Bank: Zur Hölle mit den Paukern"1) agierte er beispielsweise 1968 als Dr. Kersten und dem musikalischen Heimatfilm "Grün ist die Heide"1) (1972) tauchte er als Dr. Velten auf.
Auch für das Fernsehen war Schramm schon seit Anfang der 1960er Jahre tätig, spielte unter anderem in "Es führt kein Weg zurück" (1963),"Kriegsgericht" (1964), "Träume in der Mausefalle" (1965), dem Dreiteiler "Verräter"2) (1966) oder in "In einem Monat, in einem Jahr" (1968). Einen enormen Bekanntheitsgrad erlangte Schramm dann ab 1969 als Kriminal-Assistent Walter Grabert in der legendären Krimi-Serie "Der Kommissar"2) mit Erik Ode. 79 Folgen lang spielte Schramm diese Rolle und zusammen mit seinen Kollegen erhielt er 1970, 1971 sowie 1972 einen "Goldenen Bambi" für "Der Kommissar" als beliebteste Serie.

Doch Schramm konnte mehr als knifflige Fälle lösen, auch als Moderator und Quizmaster machte sich der vielseitige Schauspieler auf dem Bildschirm einen Namen; so führte er zwischen 1968 und 1970 durch die Musiksendung "Baden-Badener Roulette", ab 1973 übernahm er für acht Jahre die Quiz-Serie "Alles oder nichts"1) und ab 1981 bis 1985 das Ratespiel "Erkennen Sie die Melodie?"; zwischen 1985 und 1986 fungierte er 13 Folgen lang als Showmaster der Sendung "Quiz-As".
  
In den 1990er Jahren sah man Günther Schramm, der bereits 1970 den "Bronzenen Bambi" als beliebtester Schauspieler erhalten hatte, unter anderem 1994 als Professor Austen in dem Drama "Sascha darf nicht sterben" auf dem Bildschirm, 1999 mimte er den Tony in der Komödie "Holstein Lovers" mit Nadja Tiller als Partnerin und stand 2000 für die beiden Pilcher-Verfilmungen " Ruf der Vergangenheit" sowie "Für die Liebe ist es nie zu spät" vor der Kamera. In jüngerer Zeit sahen ihn die Fernsehzuschauer unter anderem als Hubertus Graf von Saatlow, genannt Hupa, in der romantischen Liebesgeschichte "Sehnsucht nach Sandin" (2001) und in Raymond Leys Dokumentarspiel über die "Elf-Aquitaine"-Affaire "Aus Liebe zu Deutschland – Eine Spendenaffäre" verkörperte er den Politiker Walter Leisler-Kiep. Karola Meeder besetzte ihn als Lennart Thorwaldsson in der Romanze "Inga Lindström – Begegnung am Meer" (2004), danach folgten Auftritte in den Mehrteilern "Das Bernsteinamulett" (2004) und "Ums Paradies betrogen" (2005). Eine weitere Figur, die des begüterten aber kranken Thaddeus Hartington, dessen einziger Wunsch es ist, sich mit seinem verschwundenen Sohn zu versöhnen, mimte er in dem eher seichten ARD-Liebesfilm "Auf den Spuren der Vergangenheit" (2005) an der Seite von Ursula Buschorn, Ralf Bauer, Jimi Blue Ochsenknecht und Bernd Herzsprung. Es folgten Rollen in den gefühlsbeladenen TV-Spielen "Lilly Schönauer – Liebe hat Flügel" (2006) und "Hochzeitsreise nach Burma" (2007, aus der Reihe "Kreuzfahrt ins Glück"), Mitte März 2007 sah man Schramm als Hendrik Bergsson in der romantischen Lovestory "Fjorde der Sehnsucht" mit den Protagonisten Christian Wolff und Barbara Wussow sowie Filmehefrau Gerlinde Locker.
Seit einiger Zeit gerät der sympathische Schauspieler zum Dauergast auf den heimischen Bildschirmen: In den neuen Staffeln der populären TV-Serie "Forsthaus Falkenau"1) mit Hardy Krüger jr. als Förster Stefan Leitner bzw. Nachfolger des über Jahrzehnte als Förster Rombach agierenden Christian Wolff, spielt Schramm den netten Josef Neureuther, Bruder von Marianne Rainders alias Veronika Fitz, die die Jugendliebe von Stefan Leitners bodenständigen, oftmals in Liebesdingen etwas ungeschickten Vater (Martin Lüttge) gibt.
Mit einer Gastrolle erlebte man Schramm zwei Episoden lang Ende Oktober 2009 in der ARD-Familiensaga "Geld. Macht. Liebe"; hier mimte er den grau melierten Charmeur Gunther von Everdingen, den ein (Liebes-)Geheimnis mit Lilo von Rheinberg (Gerlinde Locker) verbindet.
Gerade abgedreht hatte er die von Christine Kabisch inszenierte melodramatische Komödie "Die geerbte Familie"3) (EA: 29.04.2011), in der er erneut zusammen mit Gerlinde Locker vor der Kamera stand. Die beliebten Schauspieler spielten die Großeltern der Hauptdarstellerin Denise Zich; mehr bei programm.daserste.de.

Günther Schramm, der auch als Sänger mit Liedern wie "Komm in meine Welt" oder "Eh' ich es vergesse" sehr erfolgreich war, lebte seit 1982 zwanzig Jahre lang auf Vancouver Island in Kanada und kam jedes Jahr für mehrere Monate in seine Heimat zurück, um vor der Fernsehkamera zu stehen oder Gastspiele zu geben; seit 2001 hat er zusammen mit seiner Familie sein Domizil wieder in München aufgeschlagen. Schramm ist seit 1958 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Gudrun Thielemann verheiratet; aus der Verbindung stammt der 1959 geborene Sohn Stefan. Außerdem ist Günther Schramm Vater einer Tochter, die aus seiner ersten Ehe stammt.
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP, 3) prisma-online.de Stand April 2011
Siehe auch Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de
Kontakt: www.agentur-dietrich.de
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