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Daneben stand der Künstler immer wieder auf der Theaterbühne und auch im Film zeigte er sporadisch sein komödiantisches Talent. Bereits seit Mitte der 1930er Jahre hatte er vereinzelt Aufgaben für das Kino übernommen, spielte prägnante Nebenrollen in Streifen wie Carl Froelichs "Oberwachtmeister Schwenke" (1934) oder Veit Harlans Verfilmung "Der Müde Theodor" (1936) mit Weiß-Ferdl in der Hauptrolle; eine tragende Rolle, die des Schriftstellers Franz Unruh mimte er in "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" (1937). Im deutschen Nachkriegsfilm bediente er mit nachhaltigen Chargenrollen meist den Urberliner, konnte jedoch oft sein wahres komödiantisches Können nicht voll unter Beweis stellen. Er mimte überzogen gezeichnete "Militärs" wie den Major von Itzenblitz in dem Schwank "Mikosch rückt ein" (1952) oder den Hauptfeldwebel Kuhnke in Max Nossecks Literaturverfilmung "Der Hauptmann und sein Held" (1955) mit Ernst Schröder und Jo Herbst in den Hauptrollen. Oft wurde Bruno Fritz im Film mit "Leitungsfunktionen" betraut, so als Verleger in "Pauker Stips und die verliebte Mädchenklasse" (1951), Generaldirektor Bruckmann in der Posse "Der Keusche Josef" (1953), Direktor Otto Hallersperg in dem Musikstreifen "Die Große Chance"1) (1957) mit Freddy Quinn, Generaldirektor Brennicke in der Internatsklamotte "Davon träumen alle Mädchen"1) (1961) oder als Bankdirektor Mayer in Helmut Käutners Wirtschaftswunder-Satire "Der Traum von Lieschen Müller" (1961). Dazwischen lagen Auftritte in Kinoproduktionen wie dem Lustspielklassiker "Pension Schöller"1) (1952), dem Rühmann-Film "Keine Angst vor großen Tieren" (1953), dem Heimatstreifen "Hoch droben auf dem Berg"1) (1957) oder dem Musikfilm "Solang' noch untern Linden" (1958) über das Leben des Operettenkomponisten Walter Kollo. Erneut mit Heinz Rühmann stand er für "Der Eiserne Gustav" (1958) vor der Kamera, in Hans Deppes heiteren Familiengeschichte "So angelt man keinen Mann" (1959) sah man ihn unter anderem mit Grethe Weiser. Im Fernsehen trat Bruno Fritz ab Ende der 1950er Jahre in vielen Sendungen mit Berliner Kolorit auf, spielte in verschiedenen Boulevardkomödien, die das Fernsehen übertrug, wie beispielsweise den Mr. Peabody in "Brave Diebe" (1959) nach dem Bühnenstück von Jack Popplewell oder den Harold Stewart in Popplewells "Die Lieben Kinder" (1970) erneut neben Grethe Weiser; letztmalig erlebte man ihn gemeinsam mit Rudolf Platte und Friedrich Schoenfelder 1973 in dem Schwank "Der Raub der Sabinerinnen"1) auf dem Bildschirm.
Bruno Fritz starb am 12. Juni 1984 in Berlin-Grunewald;
in der "Berliner Morgenpost" schrieb der bedeutende
Theaterkritiker Friedrich Luft1) (1911 1990) zwei Tage später in einem Nachruf unter anderem: "Sein Mundwerk schien
immer wie unter Dampf zu stehen und nur darauf zu warten, sich in einem Schwall
von Worten zu ergießen. Er stand wie unter Rededruck. Seine Komik war von der
besten, aggressivsten Art. Er konnte soviel mehr, als er meistens nur zeigen durfte.
Ich habe ihn im Renaissance-Theater einmal als Gastwirt in Lessings
"Minna von Barnhelm" gesehen. Theo Lingen spielte den Riccaut.
Bruno Fritz war hinreißend und echt berlinisch und auf seine vorsichtige Spielart klassisch.
Er ist
84 Jahre alt geworden. Dienstag ist er
gestorben. Jedesmal, wenn ein bedeutender Spaßmacher die Welt verlässt,
möchte einem scheinen, als sei die Welt selber wieder etwas trauriger geworden. Bruno Fritz fehlt." |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP | ||
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Siehe auch www.cyranos.ch
(mit Foto) sowie Günter Neumann
Stiftung und den Artikel bei Wikipedia; Filmografie bei www.imdb.de |
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